Als Jenny im Januar dieses Jahres aus einem Dorf in Ost-Kali­mantan gerettet wurde, war sie ein verängs­tigtes Orang-Utan-Baby. Fünf Monate lang hatte man sie dort als Haus­tier gehalten, nachdem sie in Ölpal­men­plan­tage aufge­funden worden war. Ihre Rettung und ihre Ankunft im BOS-Zentrum Samboja Lestari war der Beginn eines neuen Lebens für Jenny.

Im Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum Samboja Lestari auf Borneo wurde Jenny nach ihrer Ankunft zunächst von unseren Tier­ärzten unter­sucht. Körper­lich war sie zum Glück gesund – seelisch aber noch sehr labil. In der geschützten Umge­bung des Baby­hauses fand sie allmäh­lich Vertrauen – beson­ders zu einer ihrer liebe­vollen Pfle­ge­rinnen, die sie zu ihrer mensch­li­chen Ersatz­mutter auserkor. In ihren Armen fühlte sich Jenny von Anfang an am sichersten.

Orang-Utan-Waise Jenny lernt in der Waldschule von Samboja Lestari mit ihrer Babysitterin
Ihre mensch­liche Ersatz­mutter schenkt Jenny Sicherheit

Schritt für Schritt gewöhnte sie sich in den ersten Wochen an ihre neue Umge­bung. Und nach Been­di­gung der drei­mo­na­tigen Quaran­täne konnte Jenny auch endlich beginnen, erste Kontakte zu den anderen Orang-Utan-Kindern im Rettungs­zen­trum zu knüpfen – vor allem zu Esa und Indri.

Spie­le­risch lernen im Waldkindergarten

Bald zeigte Jenny, wie viel Lebens­freude und Neugier in ihr stecken. Im Kinder­garten der Wald­schule lernt sie jetzt natür­liche Wald­nah­rung wie Blätter und Wild­früchte zu erkennen. Beson­ders geschickt stellt sich das kleine Orang-Utan-Mädchen beim Klet­tern an – eine wich­tige Fähig­keit für ihr Über­leben in der Wildnis.

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Mehr Infor­ma­tionen

Kürz­lich ereig­nete sich ein beson­ders lustiger Moment im Wald­kin­der­garten. Jenny, Esa und Indri spielten gemeinsam im Wald und genossen Papayas, die die Baby­sitter als Snack gereicht hatten. Doch Jenny wollte mehr. Sie schlich sich an Esa heran und klaute ihr ein Stück Papaya. Doch dies blieb nicht unbe­merkt: Eine Baby­sit­terin erwischte sie auf frischer Tat. Blitz­schnell stopfte sich Jenny daraufhin das ganze Obst in den Mund, als wollte sie alle Beweise vernichten und ihre Unschuld vortäu­schen. Die Szene sorgte für großes Gelächter bei den Baby­sit­te­rinnen. Aber auch für Bewun­de­rung für Jennys Cleverness.

Hoff­nung auf ein selbst­be­stimmtes Leben

Heute – sieben Monate nach ihrer Ankunft – ist Jenny kaum wieder­zu­er­kennen. Sie ist mutiger, aktiver und lernt unglaub­lich schnell. Ihre Fort­schritte machen Hoff­nung: Eines Tages wird sie hoffent­lich ganz in die Frei­heit entlassen werden können – zurück in den Regen­wald, dorthin, wo sie hinge­hört. Bis dahin begleiten sie unsere fürsorg­li­chen und enga­gierten Ersatz­mütter auf jedem Schritt.

Doch damit Jenny und andere Orang-Utan-Waisen diese zweite Chance bekommen, braucht es Unter­stüt­zung – unsere und Ihre. Helfen Sie Jenny auf ihrem Weg zurück in den Regen­wald! Mit einer Spende schenken Sie Jenny und anderen geret­teten Orang-Utans ein Stück Zukunft. Jeder Beitrag hilft dabei, medi­zi­ni­sche Versor­gung, Pflege und das Trai­ning für ein Leben in Frei­heit zu ermöglichen.