Schreck­lich lange sechs Monate wurde die kleine Kayla in einer Katzenbox gefangen gehalten. Doch jetzt darf sie aufatmen. Jetzt darf sie in unserem Rettungs­zen­trum Samboja Lestari lernen, was ein Orang-Utan in der Wildnis können muss. Jetzt darf sie klet­tern, toben, kuscheln und wird mit gutem Orang-Utan-Futter und ganz viel Liebe versorgt. Jetzt ist sie in Sicherheit.

Die Rettungs­ak­tion begann mit einem Anruf bei der indo­ne­si­schen Natur­schutz­be­hörde BKSDA Ost-Kali­mantan in Ost-Kutai: Ein wilder Orang-Utan sollte über­geben werden. Daraufhin machte sich die Wild­life Rescue Unit (WRU) zusammen mit unseren RHOI-Tier­ärz­tinnen Rifdah Inayah Askin und Sunarji auf den Weg gen Norden in die weit entfernte Provinz.

Gefangen in einer Katzenbox

Bei ihrer Ankunft im Dorf Miau Baru traf das Rettungs­team auf Wenerson, der erzählte, er habe das Orang-Utan-Baby etwa sechs Monate zuvor auf seiner Plan­tage gefunden. Seitdem hatte er das Baby in einer 30 x 50 cm großen Katzenbox gehalten, die er mit Stoff ausge­kleidet hatte. Gefüt­tert hatte er es mit Kondens­milch aus einem Babyfläschchen.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Kayla mit Babysitterin im BOS Rettungszentrum Samboja
Kayla – befreit nach sechs Monaten in einer Katzenbox

Als unsere Tier­ärz­tinnen sich dem Baby annahmen, stellten sie fest, dass das kleine Mädchen etwa 12 Monate alt war. Körper­lich war sie glück­li­cher­weise in einem recht guten Zustand und brachte immerhin 3,8 kg auf die Waage.
Das Team gab der Orang-Utan-Waise den Namen Kayla.

Um Kayla nicht gleich die lange Reise nach Samboja Lestari zumuten zu müssen, entschied sich das Rettungs­team sie zunächst ins RHOI-Basis­lager in Muara Wahau zu bringen. Das lag immerhin „nur“ vier Stunden Auto­fahrt entfernt.

Zwölf Stunden Auto­fahrt nach Samboja Lestari

Am nächsten Tag machte sich das Rettungs­team der WRU gemeinsam mit unserem RHOI-Team auf die lange Reise nach Samboja Lestari. Die 400 Kilo­meter konnten sie in etwa zwölf Stunden zurück­legen. Kayla kuschelte sich während der Auto­fahrt eng an unsere Tier­ärztin. Sie war ganz ruhig, trank sogar etwas von der Milch, die wir ihr anboten. Als ob sie spüren würde, dass sie jetzt endlich in Sicher­heit und in guten Händen war.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Kayla mit Babysitterin im BOS Rettungszentrum Samboja Lestari
Orang-Utan-Waise Kayla ist endlich in guten Händen

Ange­kommen in Samboja Lestari wurde Kayla erstmal gründ­lich in unserer Orang-Utan-Klinik unter­sucht. Auch hier konnten glück­li­cher­weise keinerlei Krank­heiten oder Verlet­zungen diagnos­ti­ziert werden. So konnten die Baby­sit­te­rinnen Irma Ananda und Sri Rama­d­hanty die kleine Waise in ihre liebe­vollen Arme nehmen.

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Mehr Infor­ma­tionen

Im Baby­haus traf Kayla auf ihre künf­tige Wegbe­glei­terin Indri, die sie gleich zum Spielen einlud. Esa traf sie erst später – sie litt bei Kaylas Ankunft an einem Infekt.

Jetzt gewöhnt sich Kayla erstmal in der Baby-Krippe ein. Obwohl sie einmal Fieber hatte, verbes­serte sich ihr Zustand glück­li­cher­weise allmäh­lich. Dank der inten­siven und lieb­vollen Pflege in Samboja Lestari besteht große Hoff­nung, dass sich Kayla bald zu einer lern­be­gie­rigen Wald­schü­lerin entwi­ckeln wird. Vor ihr liegt eine lange Reise, bis sie bereit ist, in ihren Wald, ihr wahres Zuhause, zurückzukehren.

Unter­stützen Sie mit Ihrer Spende Kayla auf dieser Reise.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Kayla im BOS Rettungszentrum Samboja
Vor Kayla liegt noch ein weiter Weg