12. November 2025
Gerettetes Orang-Utan-Baby Pororo im BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng

Orang-Utan-Baby-Rettung – Hoff­nung auf ein starkes Morgen

26 Orang-Utans mussten wir in diesem Jahr aus Gefah­ren­si­tua­tionen retten. 16 von ihnen konnten wir direkt wieder in sicheren Regen­wäl­dern auswil­dern. Zuletzt erreichte im September 2025 ein neuer Schütz­ling das Orang-Utan-Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum Nyaru Menteng der BOS Foun­da­tion: ein kleines, weib­li­ches Orang-Utan-Baby, das den Namen Pororo erhielt.

Ein Bewohner der Region Muara Teweh in Zentral-Kali­mantan hatte das Jung­tier auf einer Straße inmitten einer Ölpal­men­plan­tage entdeckt. Aus Mitge­fühl nahm er das geschwächte Tier für zwei Tage bei sich auf, bevor er sich an die zustän­dige Natur­schutz­be­hörde BKSDA wandte – und Pororo schließ­lich in die Obhut der BOS Foun­da­tion übergab.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Pororo im BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng
Gezeichnet von den schreck­li­chen Erleb­nissen, die hinter ihr liegen: die kleine Pororo

Schwach, krank – und doch voller Lebenswille

Bei ihrer Ankunft wog Pororo nur 1,96 Kilo­gramm – viel zu wenig für ein etwa einjäh­riges Orang-Utan-Kind. Äußer­lich schien sie unver­letzt, doch ihr Körper war schwach und ausge­mer­gelt. Zudem verwei­gerte sie zunächst das Trinken, was die Sorge unseres medi­zi­ni­schen Teams und ihrer Pfle­ge­mutter noch verstärkte.
Eine Unter­su­chung ergab schließ­lich die Ursache: Malaria. Sofort erhielt Pororo eine spezi­elle Behand­lung, begleitet von liebe­voller Fürsorge durch ihre erfah­rene Pfle­ge­mutter, die sie Tag und Nacht umsorgte.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Pororo im BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng
Pororo auf dem Wege der Besserung

Nach einigen Tagen begann ein kleiner Wandel: Pororo trank wieder Milch, gewann Kraft – und zeigte erst­mals ihre sanfte, neugie­rige Persön­lich­keit. Wenn ihre Pfle­ge­mutter aufstand, klam­merte sie sich an deren Hose und forderte leise quie­kend Nähe und Geborgenheit.

Kleine Schritte in eine große Zukunft

Mit jedem Tag wuchs Pororos Mut. Sie begann, ihre Umge­bung zu erkunden, klet­terte auf kleine Äste und hing spie­le­risch an ihrer Reifen­schaukel – als wolle sie ihre neu gewon­nene Kraft testen. Nur eines verun­si­cherte sie noch: die Lang­schwanz­ma­kaken, die gele­gent­lich am Gehege vorbei­kamen. Dann suchte Pororo schnell Zuflucht in ihrer Hänge­matte – und Trost bei ihrer Pflegemutter.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Pororo im BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng
Die Kraft und der Mut kehren langsam zu Pororo zurück

Momentan befindet sich Pororo noch in Quaran­täne. Hier kann sie voll­ständig genesen und Kraft sammeln. Danach darf sie in den Wald­kin­der­garten wech­seln, wo sie gemeinsam mit anderen Orang-Utan-Waisen spie­le­risch lernt, was sie eines Tages in der Wildnis brau­chen wird: klet­tern, Nahrung finden, soziale Bindungen knüpfen – und vor allem Vertrauen in sich selbst.

Gerettetes Orang-Utan-Baby Pororo im BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng
Pororo hat wieder Appetit. So bringt jeder Tag neue Stärke

Dank der liebe­vollen Betreuung unserer Baby­sit­te­rinnen wächst Pororo jeden Tag ein Stück mehr in ihr neues Leben hinein. Wir sind zuver­sicht­lich, dass sie eines Tages stark genug sein wird, um dorthin zurück­zu­kehren, wo sie hinge­hört – in die Wälder Kali­mantans, ihre wahre Heimat.

Mit einer Paten­schaft können Sie eine Orang-Utan-Waise auf ihrem Weg zurück in den Regen­wald begleiten. Bis Weih­nachten bieten wir Geschenk­pa­ten­schaft für Onyer oder Iqo für 10 € pro Monat an.