Die neuen Wilden 2012 - 2017

Orang-Utans, die grundsätzlich fähig für die Auswilderung sind, benötigen trotzdem noch umfangreiche Vorbereitungen. Zunächst werden nach bestimmten Kriterien die konkreten Kandidaten ausgewählt. Diese unterzieht man medizinischen Tests und beobachtet, wie sie sich in veschiedenen Situationen verhalten. Sie sollen schließlich die bestmöglichen Chancen haben, in der Wildnis alt zu werden.

Bei der Auswilderung unterscheidet man zwei Klassen von Orang-Utans:

Manche Orang-Utans kommen im Alter von drei bis fünf Jahren in die Station. Man spricht hier von halbwilden (semi wild) Tieren, die zumindest grundlegende Überlebenstechniken beherrschen und in der Station lediglich gestärkt, medizinisch versorgt und in ihrem natürlichen Verhalten unterstützt werden. Diese Tiere können sich in der Regel rasch wieder an ihre natürliche Umgebung gewöhnen.
 
Anders sieht es bei den Tieren aus, die entweder als Babys zu BOS kamen oder jahrelang in Gefangenschaft gehalten wurden. Diese müssen durch ein mehrjähriges Rehabilitationsprogramm überhaupt erst in die Lage versetzt werden, wieder wilde Orang-Utans zu werden. Über sechs bis sieben Jahre - ähnlich lange wie ein junger Orang-Utan von seiner Mutter lernt - trainieren sie Fertigkeiten wie Nestbau und Nahrungswahl.

Nach erfolgreicher Auswilderung werden die Menschenaffen noch ein bis zwei Jahre beobachtet (Monitoring). Eigens dafür zusammengestellte Teams verfolgen vor Ort, wie sich die "neuen Wilden" in der Wildnis so machen. Dies geschieht durch direkte Beobachtung der Tiere und ihrer Aktivitäten sowie über Mini-Sender, die allen Orang-Utans vor ihrer Auswilderung in die Nackenhaut implantiert werden.

Allerdings ist die freie Natur eben kein reines Idyll. Der Tod gehört zu ihr wie das Leben. Wie in wilden Orang-Utan-Populationen sterben leider auch unsere ausgewilderten Orang-Utans nicht immer an Alterschwäche. Von den zwischen November 2012 und April 2014 Ausgewilderten haben 11 Individuen nicht überlebt (Stand Februar 2016). Einmal war es eine Krankheit, zweimal lagen Konflikte mit Menschen zugrunde. In den übrigen Fällen waren die genauen Ursachen nicht zu ermitteln. Mögliche Gründe sind Parasitenbefall oder giftige Tiere oder Pflanzen. 

Hier aber stellen wir die glücklichen Orang-Utans vor, die BOS von 2012-2015 auswildern konnte und die sich in der Freiheit offenbar gut eingelebt haben.

Als Bento nach Nyaru Menteng gebracht wurde, war er bereits 13 Jahre alt. Bei seiner Rettung durch das BKSDA von Zentral-Kalimantan am 10. November 2004 aus Jakarta, wo er illegal als Haustier gehalten wurde, wog er 31 Kilogramm.

Bento hat die letzte Phase seiner Resozialisierung auf der Vorauswilderungsinsel Kaja verbracht. Dort zeigte er sich extrem dominant und zog es, wie fast alle erwachsenen wilden Orang-Utan-Männchen, vor, sein Leben allein zu verbringen.

Bento ist jetzt 26 Jahre alt und wiegt 86 Kilogramm. Er hat langes braunes Fell und vollständig ausgebildete Backenwülste. Bento bringt nach 13 Jahren Rehabilitation nun alles mit, was es für ein wildes Orang-Utan-Leben im Bukit Batikap-Schutzwald braucht!

Als Bento nach Nyaru Menteng gebracht wurde, war er bereits 13 Jahre alt. Bei seiner Rettung durch das BKSDA von Zentral-Kalimantan am 10. November 2004 aus Jakarta, wo er illegal als Haustier gehalten wurde, wog er 31 Kilogramm.

Bento hat die letzte Phase seiner Resozialisierung auf der Vorauswilderungsinsel Kaja verbracht. Dort zeigte er sich extrem dominant und zog es, wie fast alle erwachsenen wilden Orang-Utan-Männchen, vor, sein Leben allein zu verbringen.

Bento ist jetzt 26 Jahre alt und wiegt 86 Kilogramm. Er hat langes braunes Fell und vollständig ausgebildete Backenwülste. Bento bringt nach 13 Jahren Rehabilitation nun alles mit, was es für ein wildes Orang-Utan-Leben im Bukit Batikap-Schutzwald braucht!

Der neugierige Sabun kam am 30. Juli 2004 nach Nyaru Menteng. Er war nicht einmal drei Jahre alt und wog nur knapp über sieben Kilogramm. Dieses verwaiste Affenbaby konnte aus den Händen eines Dorfbewohners in Zentral-Kalimantan befreit werden.

Problemlos durchlief er sämtliche Stadien der Waldschule. 2009 konnte er auf die Vorauswilderungsinsel Kaja gebracht werden. Dieser kleine Racker zeigte von Anfang an wildes, natürliches Verhalten. Andere Orang-Utans respektieren ihn, fühlt er sich oder sein Territorium bedroht, weiß er sich zu verteidigen - eine überlebenswichtige Fähigkeit in der Wildnis. Der sehr aufmerksame Sabun liebt es auf Entdeckungstour zu gehen und bemerkt schnell Gefahren und Bedrohungen. Auch er mag keinerlei Interaktion mit Menschen.

Sabun ist zum Zeitpunkt seiner Auswilderung 16 Jahre alt und wiegt bereits stattliche 95 Kilogramm. Eine gebogene Stirn, markante Brauenkanten, schmale Augen und ein ovales Gesicht, umrahmt von breiten Backenwülsten geben ihm ein eindrucksvolles Äußeres. Nun ist er soweit seine erlernten Überlebensstrategien im Bukit Batikap-Schutzwald unter Beweis zu stellen und seinen ausgeprägten Sinn für Unabhängigkeit wird er hier sicher ausleben können.

Fitun wurde im Januar 2001 von der BKSDA Zentral-Kalimantan gerettet. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng war er sieben Jahre alt und wog 31 Kilogramm. Aufgrund seines Alters konnte er nicht mehr in die Waldschule integriert werden aber im darauffolgenden Jahr, gemeinsam mit Jaki, Mas und Uban, auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umgesiedelt werden. Dort angekommen entwickelte er sich zu einer dominanten Persönlichkeit und zu einem eifrigen Entdecker. Menschlicher Präsenz begegnet er mit starker Abneigung. Im August 2011 drohte der Fluss Rungan auszutrocknen. Dieser bildet sonst eine Art natürlichen Zaun um die Insel, für die dort unter Beobachtung und Obhut stehenden Orang-Utans. Um die Gesundheit der auf der Vorauswilderungsinsel lebenden Tiere nicht zu gefährden, entschied das BOS-Team vor Ort, die vorübergehende Unterbringung Fituns und weiterer, auf der Insel lebender Orang-Utans, in Nyaru Menteng.

Im Januar 2012 erreichte der Fluss wieder seine übliche Tiefe, sodass Fitun wieder auf die  Insel zurückkehren konnte. Noch im gleichen Jahr, am 25. Juli, begannen die Vorbereitungen für Fituns Auswilderung. Inzwischen ist er 23 Jahre alt und wiegt 91 Kilogramm. Das dominante Orang-Utan-Männchen Fitun ist nun bereit, den Bukit Batikap-Schutzwald zu erobern und dort wie ein wahrhaft wilder Orang-Utan zu leben.

Kasper kam in einem sehr schlechtem Zustand in Nyaru Menteng an. Er war damals etwa zwei Jahre alt und wog nur sechs Kilogramm, als er am 8. Februar 2003 aus einer Stadt in Ost-Kalimantan gerettet wurde. Außerdem litt der kleine Orang-Utan an einer Lungenentzündung und Malaria.

Von 2003 an besuchte Kasper die Waldschule und eignete sich dort genug überlebensnotwendige Kenntnisse an, um am 3. August 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umgesiedelt zu werden. Dort reifte auch er, wie Fitun, der ebenfalls in diesem Monat ausgewildert wird, zu einer dominanten Persönlichkeit heran. Auf Kaja Island baute der hübsche Kasper seine Fertigkeiten weiter aus, sodass er am 9. August 2017 zurück nach Nyaru Menteng gebracht werden konnte, um ihn dort auf seine Leben in Freiheit vorzubereiten.

Mittlerweile ist Kasper 16 Jahre alt und wiegt 80 Kilogramm. Seine Backenwülste beginnen sich zu entwickeln und sein Blick wird zunehmend durchdringender. Jetzt ist auch er bereit für seine neue Heimat, den wilden Schutzwald von Bukit Batikap.

Dieser Kandidat für die neue Auswilderungsrunde ist eine „Sie“. Karen wurde aus der indonesischen Hauptstadt Jakarta gerettet und kam am 14. Juli 2004 in Samboja Lestari an. Damals war sie ungefähr fünf Jahre alt und brachte nicht einmal 20 Kilogramm auf die Waage. Neun Jahre lang blieb die Orang-Utan-Dame in Samboja Lestari und durchwanderte die Stadien der Resozialisierung ohne große Schwierigkeiten. Mit 14 Jahren und nun bereits 50 Kilogramm, zog sie am 28. November 2013 in den Sozialisierungskomplex nach Nyaru Menteng um, wo sie die letzten Vorbereitungen für die Auswilderung durchlief.

Nun ist Karen 18 Jahre alt und wiegt 52 Kilogramm. Auch sie kann nun bald den Bukit Batikap-Schutzwald für sich entdecken und ein freies Leben als wilde Orang-Utan-Dame führen.

Dani wurde 1997 aus Palangka Raya gerettet und zuerst nach Wanariset in Ost-Kalimantan gebracht.  Am 12. August 2000 wurde er nach Zentral-Kalimantan zurück gebracht. Als er in Nyaru Menteng ankam, war er fünf Jahre alt und gute 15 Kilogramm schwer. Nach einer Zeit in der Quarantänestation kam Dani in den Sozialisierungstrakt in Nyaru Menteng.

Am 1. März 2009 durfte Dani nach Pulau Hampapak umsiedeln. Bereit für die Vorauswilderung. Er reifte zu einem dominanten Männchen heran. Daher musste er am 3. September 2013 die Insel wieder verlassen und ein letztes Mal nach Nyaru Menteng zurückkehren.  Als einer der Auswilderungskandidaten wurde er in einem gesonderten Gebäudekomplex auf seinen großen Tag vorbereitet.

22 Jahre alt und mit einem Gewicht von 80 Kilogramm ist Dani nun gerüstet für den Geschmack von wahrer Freiheit im Bukit Batikap-Schutzwald.

Jaki wurde aus einem Dorf in Zentral-Kalimantan gerettet. Als er am 8. März 2000 in Nyaru Menteng ankam, war er ungefähr vier Jahre alt und wog 12 Kilogramm.

Im Oktober 2000 zog Jaki in den Sozialisierungskomplex um. Seit dem 2. Februar 2002 genoss er zusammen mit Uban, Mas und Fitun das Leben auf der Vorauswilderungsinsel Kaja. Jaki wuchs auf der Insel schnell zu einem dominanten Männchen heran. Er war glücklich, die Insel zu erkunden und blieb gerne für sich allein.  Am 24. Juli 2012 musste er die Insel verlassen, um als Kandidat für die Auswilderung vorbereitet zu werden.

Heute ist Jaki 21 Jahre alt und wiegt stolze 113 Kilogramm. Er mag die Anwesenheit von Menschen nicht. Der Orang-Utan-Mann wirkt imposant mit seinen großen Backenwülsten, seinem durchdringenden Blick und seinem dicken Bart. Jaki  ist mehr als reif für ein Leben in der Wildnis des Bukit Batikap-Schutzwaldes.

Der recht langhaarige Mas wurde am 7. Februar 2000 nach seiner Rettung aus einem Dorf in Palangka Raya nach Nyaru Menteng gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war er vier Jahre alt, wog 14 Kilogramm und hatte eine Wunde an seinem linken Zeh. Menschen gegenüber war er ziemlich vorsichtig.

Schon kurz nach seiner Ankunft in Nyaru Menteng besuchte Mas die Waldschule. Im November 2001 konnte mit der Vorauswilderung auf Kaja Island begonnen werden. Während seiner Inselzeit mauserte sich der inzwischen dominante Orang-Utan-Mann zu einem unabhängigen Wesen.

Am 26. Juni 2008 kam Mas von der Insel zurück nach Nyaru Menteng. Dann, am 24. Juli 2012 wechselte er in einen anderen Gebäudekomplex, wo er als Auswilderungskandidat angenommen wurde.

Mas ist 21 Jahre alt und bringt 79 Kilogramm auf die Waage. Mit seinen ausgeprägten Backenwülsten, dem scharfen Blick und einem goldroten Bart macht er eine gute Figur.  Jetzt ist er gerüstet für ein Leben als wahrhaft wilder Orang-Utan im Bukit Batikap-Schutzwald.

Santa wurde am 10. Januar 2014 von einem Dorfbewohner in Ost-Kalimantan gerettet. Berichten zufolge wurde sie mutterseelenallein gefunden. Unsere Mitarbeiter starteten eine großangelegte Suche nach ihrer Mutter. Leider ohne Erfolg. Santa war zu diesem Zeitpunkt geschätzt drei Jahre alt und wog nicht einmal 11 Kilo. Sie wurde nach Samboja Lestari gebracht und begann dort ihren Resozialisierungsprozess.

Zunächst absolvierte das Orang-Utan-Mädchen alle Stationen der Waldschule und schloss diese 2017 erfolgreich ab. Jetzt ist sie sehr geschickt im Bauen von Nestern hoch in den Bäumen, zudem eine gute Futterfinderin und Entdeckerin. 

Unsere Santa ist mittlerweile sieben Jahre alt und zeigt unabhängiges Verhalten, sodass auch sie schon bald zu einem wilden Leben in Kehje Sewen aufbrechen kann.

Yuniar kam am 17. August 2006 nach Samboja Lestari. Sie kam aus Jakarta, war damals vier Jahre alt und wog 14 Kilo. Wie alle Orang-Utans, die von außerhalb Borneos kommen, durchlief auch Yuniar zunächst die Quarantäne. Anschließend begann ihre Zeit in der Waldschule, die sie 2010 erfolgreich beendete.

Nach elfjähriger Lernphase, die sie zur Vervollkommnung ihrer Überlebensfertigkeiten zuletzt auf eine unserer Vorauswilderungsinseln führte, wird die nun 15jährige, 38 Kilo schwere Yuniar nun mit den anderen den Regenwald von Keje Sewen erkunden.

Auch Tiny ist in Samboja Lestari geboren. Am 26. April 2006 kam er mit knapp zwei Kilo Körpergewicht zur Welt. Dank der guten Instinkte seiner Mama Tasya lernte der kleine Tiny alle lebenswichtigen Fertigkeiten, die er für ein Überleben in freier Natur braucht. Von klein auf verinnerlichte er angemessene natürliche Verhaltensweisen. Von Menschen hält der schüchterne Kerl nicht viel. Sobald sich jemand nähert, kussschmatzt er.

Der kleine Entdecker Tiny ist jetzt elf Jahre alt und wiegt 38 Kilo. Beste Voraussetzungen, sein neues Zuhause im Wald von Kehje Sewen zu erkunden.

Ivan wurde am 23. Mai 2013 auf einer unserer Vorauswilderungsinseln geboren. Er ist Ingrids zweites Kind. Ivan konnte von Geburt an bei seiner Mutter aufwachsen. Das trug dazu bei, dass er halbwild aufwachsen konnte. Ivan mag keine Menschen in seiner Nähe. Wenn sich jemand nähert, macht er die für Orang-Utans typischen Kuss-Schmatz-Geräusche oder flüchtet sich schnell zu seiner Mutter.

Mit vier Jahren und einem stolzen Gewicht von 18 Kilo ist er jetzt fit genug, mit Mama Ingrid in Freiheit zu leben.

Ingrid war schon acht Jahre alt und wog 34 Kilo, als sie nach Samboja Lestari kam. Vorher wurde sie in Jakarta illegal als Haustier gehalten. Ihr „Besitzer“ übergab sie am 24. März 2002 an unser Schutzzentrum.

Nach zwei Monaten in Quarantäne kam sie in einen eigens für ältere Orang-Utans eingerichteten Komplex. Seit 2006 lebt sie auf einer Vorauswilderungsinsel. Die Lady ist sehr unabhängig und eine wahre Expertin im Finden von leckeren Waldfrüchten. Auch den Nestbau beherrscht sie perfekt. Kein Wunder: Die zweifache Mama hat unter unserer Obhut ja auch schon Junge großgezogen. Eines von ihnen, Indonesia, konnte bereits ausgewildert werden. 2016 kam das Weibchen im Alter von zwölf Jahren nach Kehje Sewen, wo sie in Kürze ihre Mutter wieder treffen wird.

Mittlerweile ist Ingrid 23 Jahre alt und wiegt gute 38 Kilo. 15 Jahre Lernen und Leben in unseren Schutzgebieten liegen hinter ihr. Jetzt ist es Zeit für neue Wege. Mit Sohn Ivan zieht sie nach Kehje Sewen.

Stuart wurde am 5. April  2003 von einem Dorfbewohner in Parenggean im Regierungsbezirk Ost – Kotawaringin, Zentral-Kalimantan gerettet. Er war jünger als 1 Jahr alt und wog knapp vier Kilogramm als er nach Nyaru Menteng kam.

Am 6. Juni 2016 wurde Stuart nach Absolvierung der Waldschule auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat gebracht. Er passte sich seiner Umwelt gut an und jetzt nach über einem Jahr Training auf der Insel zeigt er große Selbständigkeit.

Heute ist Stuart 15 Jahre alt und wiegt knapp 45 kg. Während seiner gesamten Kindheit war er kurzhaarig. Nun da er erwachsen ist, hat er sich zu einem starken Orang-Utan  mit einem prachtvollen dicken Bart und beginnenden Backenwülsten entwickelt. Stuart ist definitiv bereit für ein Leben in der Wildnis des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks.

Imot wurde am 1. November 2009  von einem Dorfbewohner in Luwuk Bunter im Regierungsbezirk Ost – Kotawaringin, Zentral – Kalimantan beschlagnahmt. Er kam nach Nyaru Menteng als er zweieinhalb Jahre alt war. Damals wog er sechs Kilo.

Imot durchlief die Stationen der Waldschule und wurde am 18. März 2014 auf die Vorauswilderungsinsel Palas gebracht. Nach zwei Jahren auf Palas wechselte er  zur letzten Station des Vorauswilderungstrainings auf die Insel Bangamat über.

Heute ist Imot 11 Jahre alt und wiegt gut 43 Kilo. Acht Jahre der Resozialisierung haben ihm geholfen, sein wildes Verhalten zu entwickeln und seine Überlebensfähigkeiten zu verbessern. Das wird ihm helfen, sich zurechtzufinden, wenn er endgültig ausgewildert wird.

Nanga wurde 2006 aus Thailand zurückgeholt. Sie kam im Alter von fünfeinhalb Jahren nach Nyaru Menteng und wog damals 22 Kilo. Nanga ertrug einen langen Anpassungsprozess infolge ihrer engen Wechselbeziehung zu Menschen während ihrer Gefangenschaft. Dennoch hat sie es geschafft, alle Stationen der Waldschule erfolgreich zu durchlaufen.

Am 10. Mai 2010  im Alter von fast 10 Jahren brachte sie ein gesundes Männchen zur Welt. Aufgrund ihres noch jungen Alters musste sie von ihrem Baby, welches Ben getauft wurde, getrennt werden. Ben wuchs unter Aufsicht des medizinischen Personals und eines Babysitters auf.

Am 24. März 2016 bekam Nanga letztendlich die Chance, auf der Vorauswilderungsinsel Bangamat zu leben. Dort blühte sie auf und entwickelte ihre Fähigkeiten der Nahrungssuche. Nach 11 Jahren der Resozialisierung ist die freundlich dreinblickende Nanga nun 17 Jahre alt und wiegt gut 39 Kilogramm. Jetzt ist sie soweit, dass sie frei und unabhängig im Urwald leben kann.

Rowo wurde am 25. Januar 2004 von einem Dorfbewohner in Horowu im Regierungsbezirk Gunung Mas in Zentral-Kalimantan gerettet. Sie kam im Alter von 18 Monaten nach Nyaru Menteng und wog knapp fünf Kilo.

Schon kurz nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng besuchte sie die Waldschule und erhielt erst am 28. März 2016 die Möglichkeit, neue Erfahrungen auf der Vorauswilderungsinsel Bangamat zu sammeln.

Rowo ist mittlerweile 15 Jahre alt und wiegt 53 Kilo. Mit den Fertigkeiten, die sie im Laufe der letzten 13 Jahre erlangt hat, kann die reichbehaarte Rowo nun wild und frei im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark leben.

Die langbehaarte  Hangei kam am 29. September 2008 in Nyaru Menteng an, nachdem sie von einem Dorfbewohner in Tumbang Hangei im Regierungsbezirk Katingan in Zentral – Kalimantan beschlagnahmt wurde. Zu dieser Zeit war sie 4 Jahre alt, wog sechs Kilo und zeigte wilde Verhaltensweisen.

Nach erfolgreichem Durchlaufen aller Stadien der Waldschule zog Hangei am 7. Juni 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat – zur letzten Station ihrer Resozialisierung.  Während ihrer Zeit auf Bangamat wurde Hangei zu einer interessierten Entdeckerin.

Hangei ist nun 13 Jahre alt und wiegt gut 35 Kilo. Nach neun Jahren Resozialisierung ist die mutige Hangei bereit, ihre neue Heimat im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark zu erforschen.

Puput wurde am 27. Januar 2006 aus den Händen eines Anwohners von Palangka Raya in Zentral – Kalimantan beschlagnahmt. Da war sie 3 Jahre alt und wog gut acht Kilo.

Puput ist ein Weibchen mit einem leicht „backenwülstigen“ Gesicht. Sie durchlief alle Resozialisierungsstationen und wurde am 10. Dezember 2010 auf der Insel Palas vorausgewildert. Am 20. Juli 2015 zog sie auf die Insel Kaja um. Während ihrer Zeit auf den beiden Vorauswilderungsinseln baute Puput kontinuierlich ihre Forschungs – und Anpassungsfähigkeiten aus.

Mittlerweile ist Puput 14 Jahre alt und wiegt über 40 Kilogramm. Nach 12 langen Jahren der Resozialisierung auf Nyaru Menteng ist sie jetzt bereit, den Urwald im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark zu erkunden – ihre neue Heimat.

Kahim wurde zusammen mit zwei weiteren Orang-Utans (Leggi und Endut) von einer Palmölplantage der PT. Solonok Ladang Mas im Regierungsbezirk Ost-Kotawiringin in Zentral-Kalimantan gerettet. Alle drei wurden illegal von Plantagenarbeitern in deren Unterkünften als Haustiere gehalten. Als Kahim am 2. Februar 2007 im Alter von zwei Jahren nach Nyaru Menteng kam, wog er fünfeinhalb Kilo.

Während seiner Resozialisierung wuchs Kahim zu einem aktiven und sozialen Orang-Utan heran. Er und Gurita (der bereits im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark ausgewildert wurde) wurden enge Freunde. Nach Absolvierung der Stationen der Waldschule begann am 25. März 2014 seine Vorauswilderungszeit auf der Insel Palas. Am 8. April 2017 zog er dann auf die Insel Bangamat. Kahim wurde während seiner Zeit auf Palas und Bangamat zu einem guten Entdecker.

Kahim ist jetzt 12 Jahre alt und wiegt knapp 47 Kilo. Der freundliche Kahim ist bei anderen Orang- Utans sehr beliebt. Er hat einen scharfen Blick, kräftige Kiefer und einen dünnen goldenen Bart. Wenn er in die Fußstapfen seines Kumpels Gurita tritt, wird er schon bald ein wilder und unabhängiger Orang-Utan im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark.

Am 16. Mai 2005 wurde Rawa aus Gefangenschaft bei einem Dorfbewohner in Danau Rawa im Unterbezirk Mantangai des Regierungsbezirks Kapuas gerettet. Er wurde dort über ein Jahr lang illegal als Haustier gehalten. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng war er 3 Jahre alt und wog knapp neun Kilo.

Seine ersten Jahre in Nyaru Menteng waren sehr schwer für ihn. Er erkrankte an Malaria und andauerndem Typhus. Nach einer langen Phase der intensiven Pflege unter den aufmerksamen Augen unseres medizinischen Teams und der Babysitter erholte sich Rawa vollständig.

Rawa entwickelte und verfeinerte seine Fähigkeiten in der Waldschule. Im Juli 2009 hat er alle Stationen der Waldschule durchlaufen. Am 7. April 2016 war er soweit und konnte auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen.

Jetzt ist Rawa 15 Jahre alt und wiegt knapp 59 Kilo. Sein dickes Haar, der lange Kiefer und der dünne goldene Bart heben ihn von anderen männlichen Orang-Utans ab. Nach 12 langen Jahren der Resozialisierung ist der zähe Kerl  bereit, in die Wildnis zurückzukehren.

Sukamara wurde im Jahr 2006 aus Thailand zurückgeholt. Sie kam am 22. November 2006 zusammen mit Nanga nach Nyaru Menteng. Zu diesem Zeitpunkt war sie neun Jahre alt und bei bester Gesundheit.

Sukamara besuchte in Nyaru Menteng eine spezielle Waldschulklasse, die extra für aus Thailand zurückgeholte Orang-Utans eingerichtet wurde. Am 6. Mai 2014 wurde sie auf die Vorauswilderungsinsel Palas gebracht und am 14. Juni 2016 wechselte sie auf die Insel Bangamat.

Sukamara, eine dominante Persönlichkeit unter den weiblichen Tieren, ist jetzt 20 Jahre alt und wiegt gut 42 Kilo.  Mit den Fertigkeiten ausgestattet, die sie über einen Resozialisierungsprozess von über 11 Jahren entwickelt und verfeinert hat, ist Sukamara mehr als bereit, ihre neue Heimat im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark auszukundschaften.

Am 5. Februar 2006 rettete ein engagiertes Team der BOS Foundation aus Nyaru Menteng zusammen mit der regionalen Naturschutzbehörde die Orang–Utan–Dame Rebecca. Sie befand sich in der Stadt Sampit im Regierungsbezirk Ost–Kotawiringin. Als sie in Nyaru Menteng ankam, war sie dehydriert und untergewichtig und wog mit zwei Jahren nur viereinhalb Kilo.

Zehn Jahre nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng konnte Rebecca die Waldschule erfolgreich hinter sich lassen und am 3. August 2016 zur Vorauswilderung auf die Insel Kaja umsiedeln. Sie entwickelte sich auf Kaja sehr gut. Sie baute geschickt Nester, suchte selbständig ihre Nahrung und erkundete die Insel.

Rebecca ist mittlerweile 13 Jahre alt und wiegt einunddreißig Kilo. Sie ist zu einer wundervollen Persönlichkeit herangewachsen und wird schon bald nach ihrer Auswilderung im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark den Geschmack von echter Freiheit  kennenlernen.

Bruni wurde am 25. Juni 2008 nach Nyaru Menteng gebracht. Da war sie erst zwei Jahre alt und wog acht Kilo. Sie wurde aus einer Palmölplantage der Firma PT. Tunas Agro Subur Kencana in Zentral-Kalimantan gerettet.

Bruni absolvierte sämtliche Stationen der Waldschule, bevor sie am 7. Juni 2016 für den nächsten Schritt der Resozialisierung bereit war – der Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat. Dort zeigte sich, dass Bruni die Fähigkeiten zum Überleben hatte. Sichtbare Erfolge konnte sie vor allem im Erkunden und in der Nahrungssuche vorweisen. Sie wurde auf der Insel regelmäßig zusammen mit ihrer besten Freundin Puji gesehen.

Jetzt ist Bruni elf Jahre alt und wiegt bald 33 Kilo. Dieses hübsche Mädchen ist nun bereit, die wilde Umgebung des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu erkunden – an der Seite ihrer besten Freundin Puji.

Puji wurde von einer Palmölplantage im Keruing Raya Estate, Dorf Keruing im Regierungsbezirk Ost – Kotawiringin in Zentral – Kalimantan gerettet. Am 24. Februar 2007 wurde sie im Alter von nicht einmal 12 Monaten und einem Gewicht von kaum vier Kilo nach Nyaru Menteng gebracht.

Während ihrer Waldschultage entwickelte Puji ihre grundlegenden Überlebensstrategien und konnte am 3. August 2016 zur Vorauswilderung auf die Insel Kaja. Puji passte sich schnell ihrer neuen Umgebung an und zusammen mit ihrer besten Freundin Bruni weitete sie ihre Nestbaukenntnisse aus, sowie auch Fertigkeiten wie Nahrungssuche und die Erkundung der Insel.

Jetzt ist Puji 11 Jahre alt und wiegt fast 36 Kilogramm. Mit einem ordentlichen Repertoire an Fertigkeiten ausgestattet, ist sie jetzt bereit für neue Abenteuer mit ihrer besten Freundin Bruni in den Wäldern des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks.

Tubagus befreiten wir am 17.August 2005 aus illegaler Haustierhaltung. Auch er erreichte Nyaru Menteng völlig unterernährt und dehydriert und wog mit seinen zwei Jahren gerade einmal 5,5 Kilogramm als. Tubagus hat sich durch die verschiedenen Stufen des Rehabilitationsprogrammes gearbeitet und kam im Februar 2015  auf die Bangamat-Vorauswilderungsinsel. Er entpuppte sich als ein eifriger Entdecker, der sich sein Essen lieber selber suchte, als auf die Fütterungsplattformen angewiesen zu sein. Auch wenn er von Natur aus kein aggressiver Orang-Utan ist, weiß er trotzdem sich zu verteidigen, wenn es denn nötig ist.

Nun ist Tubagus 15 Jahre alt, trägt einen dünnen Bart und wiegt 47,4 Kilogramm. Nach 12 Jahren im Schutzzentrum wird er nun, neben seiner besten Freundin Geragu, ein wilder Orang-Utan werden.  

Otong retten wir im Juni 2003 aus einem Dorf in Zentralkalimantan. Damals war er zwei Jahre alt und wog 5,5 Kilogramm.

Der neugierige Otong schloss alle Etappen der Waldschule ab und kam 2015 auf die Bangamat-Vorauswilderungsinsel, wo er seine Fähigkeiten in der Nahrungssuche ausbauen konnte.

Jetzt bringt der schöne Orang-Utan mit den langen Haaren 41,1 Kilogramm auf die Waage und darf ein neues Leben in Freiheit beginnen.

Cameron wurde am 14. April 2004 von einem Dorfbewohner in Zentralkalimantan konfisziert. Das kleine Orang-Utan-Mädchen kam in einem sehr schlechten Zustand in unserem Schutzzentrum Nyaru Menteng an. Sie war um die 18 Monate alt und wog 6,5 Kilogramm.

Nachdem sie die verschiedenen Klassen der Waldschule durchlaufen hatte, kam sie im Juni 2013 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort verbrachte sie ihre Zeit damit, ihre Umgebung unter die Lupe zu nehmen und Freundschaften mit ihren Mitbewohnern zu schließen.

Cameron ist jetzt 15 Jahre alt und wiegt 37,3 Kilogramm. Mit ihren 13 Jahren im Rehabilitationsprogramm und den Erfahrungen, die sie auf Kaja machen konnte, ist sie auch bereit, den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark unsicher zu machen.

Am  15. April 2004 nahmen wir Tuhe von einem Dorfbewohner aus dem Tumbang-Dorf in Zentralkalimantan ab und brachten ihn nach Nyaru Menteng. Der kleine Waise war damals 18 Monate alt und in einem fürchterlichen Zustand. Tuhe wog 4,4 Kilogramm, war völlig dehydriert und hatte durch sein starkes Untergewicht ganz dünne Arme und einen hervorstehenden Bauch. An seinem linken Arm hatte er mehrere Verletzungen.

Nach der obligatorischen Quarantäne-Zeit kam Tuhe in die Waldschule, wo seine Rehabilitation beginnen konnte. Am 5. Juli 2015 schließlich wurde er zur Vorauswilderung auf unsere Kaja-Insel gebracht.

Tuhe hat gute Fähigkeiten in der Nahrungssuche entwickelt und bringt mit einem Alter von 15 Jahren 43,7 Kilogramm auf die Waage. Er mag es ausgedehnte Streifzüge zu unternehmen und hat sich zu einem prächtigen Individuum entwickelt. Sein Markenzeichen ist der stylische Mittelscheitel auf seinem Kopf.  Nach 13 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng, ist Tuhe nun bereit, im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark sein neues, wildes Leben zu beginnen.

Mariam wurde am 29. Mai 2009 nach Nyaru Menteng gebracht, nachdem sie einem Dorfbewohner in Zentralkalimantan abgenommen wurde. Sie war drei  Jahre alt und wog 16 Kilogramm. Dieses äußerst schöne Orang-Utan-Mädchen mit dem ovalen Gesicht und runden Augen, schloss im März 2014 die Waldschule ab. Anschließend kam sie auf die Kaja-Vorauswilderungsinsel, auf der sie sich zu einer neugierigen Entdeckerin entwickelt hat.

Mit einem guten Repertoire an Überlebensfähigkeiten, die sie über die acht Jahre erlernt hat, ist sie mehr als bereit, in ihr natürliches Habitat zurückzukehren. Mit ihren elf Jahren und einem Gewicht von 32,3 Kilogramm wird sie sich sicherlich zu einer großartigen Entdeckerin im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark entwickeln.

Geragu kam am  20. August 2004 mit einem Alter von zwei Jahren und einem Gewicht von 5,3 Kilogramm zu uns ins Schutzzentrum Nyaru Menteng. Wie so oft, mussten wir auch dieses verängstigte Mädchen aus illegaler, privater Haltung befreien.

Geragu ist sehr intelligent und hat innerhalb weniger Jahre gute Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben erlernt. Nach der Waldschule wurde sie im Februar 2016 auf die Kaja-Insel gebracht, damit sie ihre Talente dort unter Beweis stellen konnte.

Die wissbegierige Entdeckerin ist jetzt 15 Jahre alt und wiegt 44,3 Kilogramm. Nach 13 Jahren in der Rehabilitation ist Geragu bereit, nun den Wald von Bukit Baka Bukit Raya mit ihrem besten Freund, Tubagus, zu erkunden.

Wir befreiten Heidi am 20. Oktober 2006 aus privater Haltung eines Dorfbewohners in Zentralkalimantan. Sie war 2,5 Jahre alt und wog nur 4,1 Kilogramm.

Diese charmante Dame wurde im Juli 2015 auf die Kaja-Insel verlegt, um dort ihre finalen Schritte zur Auswilderung zu gehen. Auf der Insel bewies sie, dass sie ein sehr soziales Tier ist, die sich schnell mit anderen Orang-Utans anfreundet.

Jetzt ist sie 14 Jahre alt und wiegt 35,4 Kilogramm. Heidi hat alles wichtige erlernt und ist nach elf Jahren Rehabilitation bestens auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Suryani wurde ebenfalls einem Dorfbewohner aus Zentralkalimantan abgenommen. Sie erreichte am 16. April 2007 das Schutzzentrum Nyaru Menteng. Sie war gerade einmal zwei Jahre alt war und wog 8,5 Kilogramm.

Nachdem auch sie alle Etappen der Waldschule abgeschlossen hatte, kam die soziale und sanfte Suryani im November 2014 auf die Bangamat-Insel. Während ihrer Zeit dort, verbesserte sie ihre Fähigkeiten in der Nahrungssuche deutlich. Gerade wenn es um ihr Lieblingsessen, Sprossen, ging, entwickelte sie einen beeindruckenden Ehrgeiz.  

Suryani ist 12 Jahre alt und wiegt 29,15 Kilogramm. Nach 10 Jahren im Rehabilitationsprogramm ist sie nun bereit, all ihre Fähigkeiten in Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark unter Beweis zu stellen.

Niken kam am 13. Juli 1999 zunächst in unser Schutzzentrum Samboja Lestari. Zu dieser Zeit war sie zwei Jahre alt und wog 8 Kilogramm.

Während ihrem Training in  der Waldschule war sie eine sehr aktive und wissbegierige Schülerin. Niken entwickelte eine enge Bindung zu Leke, welcher im März 2014 in den Wald von Kehje Sewen ausgewildert wurde. Am 18.April 2014 brachten wir das inzwischen ausgewachsene Mädchen nach Nyaru Menteng. Wir hatten zwischenzeitlich festgestellt dass sie zu einer bestimmten Unterspezies des Borneo-Orang-Utans gehört, der in Zentralkalimantan angesiedelt ist.

Nach drei Jahren in Nyaru Menteng, kann Niken endlich denselben Weg wie Leke gehen. Mit 20 Jahren und einem Gewicht von 52,1 Kilogramm ist Niken bereit, den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark für sich zu entdecken.

Pak Edi konfiszierten wir am 19. Juli 2003 von einem Dorfbewohner in Jakarta. Er war nur drei Jahre alt und wog 7,5 Kilogramm.

Nach der Quarantäne, trat Pak Edi in der Waldschule seine Rehabilitation an. Im Februar 2016 schließlich, kam er auf die Kaja-Insel, um dort seine Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben unter Beweis zu stellen. Mit Vorliebe jagte er hier nach seinem Leibgericht: Termiten.

Jetzt ist er 14 Jahre alt und wiegt 50,6 Kilogramm. Während seiner Zeit in Nyaru Menteng, erlernte er alle notwendigen Fähigkeiten, um in der Wildnis zu leben. Nun kann er endlich als freier Orang-Utan leben.

Seruni retten wir am 16. Oktober 2006  von einer Palmölplantage in der Nähe des Parenggean-Dorfes, Zentralkalimantan. Sie war allein, etwa zwei Jahre alt und wog 7 Kilogramm.

Nachdem sie die Waldschule abschlossen hatte, wurde sie im November 2014 auf die Bangamat-Insel verlegt, um ihre letzten Schritte der Rehabilitation zu gehen. Sie mochte es, die gesamte Insel auszukundschaften und hat dank ihrer sozialen Fähigkeiten viele Freunde gewonnen.

Jetzt ist sie 13 Jahre alt und wiegt 35,9 Kilogramm. Nach elf Jahren Rehabilitation kann sie nun in der Wildnis des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks ein neues Leben beginnen.

Elin wurde am 15. Oktober 2006 aus privater Gefangenschaft konfisziert, in der sie für zwei Monate lebte. Sie war 2,5 Jahre alt, wog 7 kg und war in einem verhältnismäßig guten Zustand.

Im Februar 2015, startete Elin ihre finalen Schritte der Rehabilitation auf der Kaja-Insel, nachdem sie alle Level der Waldschule abgeschlossen hatte. Auf Kaja hat die überaus neugierige Elin ihre Fähigkeiten verfeinert und sich an ihre neue Umwelt und Freunde angepasst.

Sie ist nun 14 Jahre alt und wiegt 36,2 Kilogramm. Nach fast elf Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng, ist Elin bereit zu beweisen, dass sie als wilder und unabhängiger Orang-Utan im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark leben kann.

Alejandro ist Abels Sohn und nun sieben Jahre alt. In seinen ersten Lebenstagen hatte er einige Probleme, Muttermilch zu trinken. Diese überwindete er aber schnell durch die grenzenlose Fürsorge seiner Mutter und hat sich seitdem prächtig entwickelt.

Alejandro ist ein gesunder Orang-Utan, der immer noch die Nähe seiner Mutter braucht. Wie seine Mama es ihm beigebracht hat, scheut auch er den Kontakt zu Menschen.

Abel ist ein Orang-Utan-Weibchen und inzwischen um die 21 Jahre alt. Als sie am 21. März 2001 zu uns kam, war sie gerade einmal vier Jahre alt und wog 10,5 Kilogramm.

Der Dorfbewohner, der sie uns übergab, hatte Abel gefangen genommen, weil sie in seine Farm eingedrungen war. 

Da Abel von Anfang an noch wilde Verhaltensweisen aufwies, wurde sie nicht in die Waldschule geschickt, da sie von dort weggerannt wäre. So brachte man sie in den Sozialisierungskomplex.

Am 6. Oktober 2010 brachte Abel Alejandro zur Welt. Durch ihre guten Mutterinstinkte war das Babyglück perfekt und die beiden konnten schon bald auf eine spezielle Insel für Mamas und ihre Kinder gebracht werden.

Abel hat seit jeher den Kontakt mit Menschen gescheut. Beste Voraussetzungen um sie und ihren Sohn nun endlich auszuwildern.  

Imut ist eine Orang-Utan-Dame und heute 19 Jahre alt ist. Sie wurde am 26. Juli 2000 an uns übergeben, als sie etwa gerade einmal zwei Jahre alt war. In den ersten Wochen litt sie unter Durchfall, einer Wurminfektion und hatte eine Lungenentzündung. Wir gaben alles, bis wir sie endlich gesund gepflegt hatten.

Anfang März 2010, brachte Imut den kleinen Ical zur Welt. Bei seiner Geburt schien es, als ob Imut unter dem sogenannten „Baby Blues“ litt und verstieß ihren Sohn. Daraufhin trennten wir die zwei für acht Tage voneinander. Glücklicherweise nahm die Mama ihren Sohn danach dann an.

Viele unserer Orang-Utans, die als Waisen zu uns kommen, konnten durch die frühe Trennung von ihren eigenen Müttern keinen richtigen Mutterinstinkt entwickeln.  Das war sicherlich auch bei Imut der Fall. Umso glücklicher sind wir, dass Imut ihren eigenen Verlust überwunden und ihren Sohn doch noch angenommen hat.

Ical ist wie Alejandro ein siebenjähriger Orang-Utan, der in unserem Schutzzentrum geboren wurde. Er ist furchtlos und liebt es die Insel alleine auszukundschaften. Ical lässt sich nur schwer beeindrucken und Menschen interessieren ihn gar nicht. Außer sein Lieblingspfleger Syahrul.

Belinda ist ein 22 Jahre altes Orang-Utan-Weibchen, welches wir am 25. September 1998 aus Sebulu retteten. Zu dieser Zeit war sie zwei Jahre alt und zeigte sogar noch wilde Verhaltensweisen.

Belinda ist eine unabhängige Einzelgängerin. Ihre Fähigkeiten, um in der Wildnis zu leben, sind gut ausgebildet. Wir bekommen sie nur selten zu Gesicht, da sie sich lieber versteckt und Menschen generell meidet.

Kumar ist ein stolzes voll ausgewachsenes Orang-Utan-Männchen. Er ist 23 Jahre alt und kam am 26. Oktober 1998 zu uns, als er vier Jahre alt war. Er wurde im Gebiet von Sangatta gerettet und zeigte von Anfang an wilde Verhaltensweisen.

Kumar neigt dazu, Menschen zu meiden und hat gute Fähigkeiten entwickelt, um in der Wildnis zu leben. 

Maureen wurde am 17. Mai 2011 bei uns im Schutzzentrum geboren und ist nun sechs Jahre alt.

2015 mussten wir sie von ihrer Mutter Marlies trennen, da diese an einer ansteckenden Infektionskrankheit litt.

Seitdem hat sie eine enge Bindung zu Abel und Belinda aufgebaut, die mit ihr auf einer Insel lebten.  

Maureen ist weitestgehend unabhängig und meidet den Kontakt zu Menschen – auch hier wieder ein gutes Zeichen, dass sie bereit für die Auswilderung ist.

Carmen erreichte Nyaru Menteng am 10. Februar 2004, als sie einem Dorfbewohner weggenommen  wurde. Sie war zwei Jahre alt und wog magere fünfeinhalb Kilogramm.  In den nächsten zehn Jahren arbeitete sich Carmen durch alle Level der Rehabilitation, bis sie schließlich im März 2015 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja kam, um dort ihre finale Ausbildung zu erlernen. Auf der Insel entwickelte sie sich zur Einzelgängerin, die aber sehr erfolgreich in der Nahrungssuche wurde.

Jetzt, im Mai 2017, ist sie 15 Jahre alt und wiegt 39 Kilogramm. Nach 13 Jahren Rehabilitation ist sie nun bereit, den Wald von Bukit Baka Bukit Raya unsicher zu machen.

Kipoy wurde durch die BOS Foundation und der BKSDA von einer Ölpalmplantage gerettet.  Am 23. Juli 2006 erreichte sie Nyaru Menteng als sie gerade einmal drei Jahre alt war und nur 4,3 Kilogramm wog.

In der Waldschule bewies sie, wie schlau sie war und wie stetig sie ihre Fähigkeiten verbessern konnte. Ende November 2014 wurde sie auf die Bangamat-Insel verlegt und passte sich dort ihrem neuen Leben sehr gut an. Im Mai 2017 wurde sie 14 Jahren alt und wog über 37 Kilogramm. Mit ihren guten Fähigkeiten wird sie als lebenstüchtige Orang-Utan-Dame in Bukit Baka Bukit Raya leben dürfen.

Susan wurde am 9. November 2006 wie so viele ihrer Art- und Leidensgenossen gerettet, nachdem sie illegaler Weise als Haustier in Zentralkalimantan gehalten wurde. Im Alter von zwei Jahren und einem Gewicht von vier Kilogramm kam sie nach Nyaru Menteng.

Bald bewies sie, wie intelligent sie ist, denn sie lernte rasch von ihren menschlichen Pflegerinnen. Nachdem sie die Waldschule erfolgreich absolviert hatte, wurde sie auf die Bangamat-Insel gebracht. Dort kam sie gut mit den anderen Orang-Utans aus und entwickelte sich gut in der Nahrungssuche.

Nach elf Jahren Rehabilitation wurde Susan im Mai 2017 13 Jahre alt, wiegt stattliche 40,4 Kilogramm und ist bereit, als echter und wilder Orang-Utan in der Wildnis zu leben.

Zoe wurde am 20. September 2004 einem Dorfbewohner abgenommen. Das dreijährige Jungtier erreichte Nyaru Menteng in einem desolaten Zustand und mit mehreren Verbrennungen an ihrem Körper.

Nach ihrer Rehabilitation durfte Zoe am 2.März 2015 endlich auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Während dieser Zeit hielt sie Abstand zu Menschen. Sie wurde zu einer richtigen Entdeckerin und guten Nahrungssucherin.

Jetzt (Mai 2017) ist sie 16 Jahre alt und wiegt 33 Kilogramm. Bald wird sie als freier und wilder Orang-Utan im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya leben.

Auch Kato wurde am 24. Juni 2003 aus illegaler Haustierhaltung gerettet. Mit zwei Jahren erreichte er Nyaru Menteng und wog sechs Kilogramm. Zu dem Zeitpunkt zeigte er noch wildes Verhalten. Kato kam in die Waldschule, wo er sich nach und nach anpasste und von unseren engagierten Babysittern lernte. Anfang März 2015 zog er schließlich auch auf die Vorauswilderungsinsel Kaja, wo er sich zu einem dominanten Orang-Utan-Männchen entwickelte und von anderen Artgenossen als solcher auch respektiert wird.  

Kato ist jetzt (Mai 2017) 15 Jahre alt und wiegt wuchtige 79 Kilogramm. Er entwickelt starke Backenwülste und bekommt bald die Chance, seine Dominanz im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya unter Beweis zu stellen.

Ranesi wurde am 30. Juli 2005 aus illegaler Gefangenschaft gerettet und in der Station Nayru Menteng aufgenommen. Zu der Zeit war sie etwa vier Jahre alt und wog dreizehn Kilogramm. Anfang März 2015 zog sie auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort verbrachte sie die meiste Zeit in den Bäumen und entwickelte sich zu einer guten Nahrungssucherin. Jetzt, im Mai 2017 wiegt sie gute 34,5 Kilogramm, scheut menschliche Nähe und ist bereit, im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya als freier Orang-Utan zu leben.

Justin wurde im Oktober 2010 durch die Naturschutzbehörde BKSDA einem Dorfbewohner aus Bangun, Ostkalimantan, abgenommen. Dieser sagte aus, Justin in der Nähe seines Feldes verwahrlost gefunden zu haben. Daraufhin brachte man das dreijährige Orang-Utan-Männchen nach Samboja Lestari. Zu dieser Zeit befand es sich in einem guten Zustand, fürchtete sich aber vor Menschen.

 

Nachdem Abschluss der Quarantäne begann seine erfolgreiche Rehabilitation in der Waldschule. Justin wird immer unabhängiger und ist gut darin, Früchte zu erkennen. Er ist in der Lage, stabile Nester zu bauen und bevorzugt es, auch im Wald zu übernachten.

 

Nunmehr zehn Jahre alt und 33 Kilogramm schwer, ist Justin bereit, seine erlernten Überlebensfähigkeiten im Wald von Kehje Sewen unter Beweis zu stellen.

Ung wurde aus illegaler Gefangenschaft konfisziert und kam Anfang April 2010 als Fünfjährige nach Samboja Lestari.

 

Nach der Quarantäne begann sie ihre Rehabilitation in der Waldschule, wo sie sich zu einer geschickten Nahrungsentdeckerin und Nestbauerin entwickelte und 2012 in die nächsthöhere Stufe der Waldschule „versetzt" werden konnte.

 

Ung wird 2017 zwölf Jahre alt und wiegt 41 Kilogramm. Nach sieben Jahren Rehabilitation in Samboja Lestari wird sie bald als freier Orang-Utan in Kehje Sewen leben.

Wie so viele seiner Art wurde auch der zweijährige Robert einem Dorfbewohner abgenommen, der den kleinen Orang-Utan illegal als Haustier gehalten hatte. Am 18. Juli 2010 kam er nach Samboja Lestari. Zu der Zeit zeigte er noch wilde Verhaltensweisen, da er sich gegenüber Babysittern aggressiv verhielt, sobald sie sich ihm nähern wollten.

 

Der schlaue Robert kam aus dem Waldkindergraten direkt in die zweite Stufe der Waldschule. Zu dieser Zeit war er der jüngste in der Gruppe, verstand aber genau, was er lernen sollte. 2014 durfte er auf Insel 4 in Samboja Lestari umziehen. Seitdem wächst er zu einem dominanten Männchen heran, welches lieber alleine seine Zeit verbringt. Er ist ein guter Nahrungssucher und verbringt die meiste Zeit in den Bäumen.

Mit neun Jahren und einem Gewicht von 40 Kilogramm ist Robert bereit, in den Wald von Kehje Sewen zurückzukehren.

Reckie wurde durch die zuständige Naturschutzbehörde aus dem Botanischen Garten in Samarinda befreit, einer Touristenattraktion. Das Orang-Utan-Weibchen erreichte Samboja Lestari im April 2010, als sie ein Jahr alt war. Reckie begann ihre Rehabilitation im Waldkindergarten und durchlief schrittweise alle drei Ebenen der Waldschule Level 1,2 und 3. Als unabhängige Orang-Utan-Dame mit einem guten Gespür in der Nahrungssuche und guten Nestbaufähigkeiten verbringt sie die meiste Zeit hoch oben in den Bäumen.

Reckie ist jetzt acht Jahre alt und bringt 30 Kilogramm auf die Waage. Nach sieben Jahren im Rehabilitierungszentrum wird sie bald ein Leben als freier Orang-Utan führen dürfen und den Wald von Kehje Sewen entdecken.

Tree wurde der BOS Foundation Ende August 2006 übergeben – von der Verwaltung eines Bergwerks! Durch die liebevolle Fürsorge unserer Babysitter in Samboja Lestari wurde Tree zu einem idealen Auswilderungskandidaten. Die meiste Zeit verbringt sie alleine in den Bäumen und vermeidet Interaktionen mit Menschen. Deren Nähe macht sie nervös. Tree ist ein dominantes Weibchen in der Waldschule und andere Orang-Utans respektieren sie.

Jetzt elf Jahre alt und 27 Kilogramm schwer, ist sie bereit, unabhängig in den tiefen Wäldern von Kehje Sewen zu leben.

Heli wurde durch lokale Behörden einem Dorfbewohner weggenommen. Dieser sagte aus, Heli sei von einem Baum hinunter gefallen. Ihre Mutter sei von Hunden verjagt worden. Heli gelangte in guter Verfassung Ende November 2008 nach Samboja Lestari, als sie ungefähr ein Jahr alt war.

Während ihrer Zeit in der Waldschule wurde Heli bekannt für ihre sozialen Fähigkeiten. Sie mochte es, jüngere Orang-Utans zu unterrichten. Außerdem versteht sich Heli gut mit Reckie, die ebenfalls ausgewildert wird. Die beiden verbringen auch sehr viel Zeit miteinander.

Jetzt ist sie Heli zehn Jahre alt und wiegt 34 Kilogramm. Bald wird auch sie die Wildnis von Kehje Sewen entdecken.

Elisa wurde von der Naturschutzbehörde BKSDA in der Stadt Samarinda (Ost-Kalimantan) aus illegaler Privathaltung befreit. Sie war gerade mal ein Jahr alt, als sie am 2. August 1993 in Samboja Lestari ankam. Mit den Jahren hat sich Elisa zu einer starken Orang-Utan-Persönlichkeit entwickelt. 2008 durfte sie ihre Rehabilitation auf der Vorauswilderungsinsel Nr. 5 fortsetzen. 2012 zog sie auf die Insel Nr. 2 um, weil Insel Nr.5 nun ausschließlich für Mütter mit Kindern genutzt wurde. Auf den Inseln entwickelte sich Elisa zu einer guten Nestbauerin, die ständig auf Streifzügen unterwegs war. Mit jetzt 25 Jahren und 54 Kilogramm Gewicht darf Elisa endlich ihr Leben als wilder Orang-Utan im Wald von Kehje Sewen beginnen.

Wardah wurde in der Stadt Jambi auf Sumatra von der BKSDA Sumatra aus illegaler Haltung befreit und an die BKSDA Ost-Kalimantan übergeben. Sie erreichte Samboja Lestari am 18. März 2002 im Alter von fünf Jahren.
Nach der üblichen Quarantänezeit durfte Wardah ihre Rehabilitation in die Waldschule beginnen. Hier machte sie außergewöhnlich gute Fortschritte, vor allem bei der Nahrungssuche und im Nestbau. In der Waldschule war sie aufgrund ihres freundlichen Wesens sehr beliebt.
Mittlerweile ist Wardah 19 Jahre alt und wiegt 49 Kilogramm. Nun darf sie nach 15 Jahren Rehabilitation in die Freiheit von Kehje Sewen ziehen.

Emmy kam am 16. Juni 1997 aus Samarinda (Ost-Kalimantan) in die damalige Rettungsstation Wanariset Samboja (das heutige Samboja Lestari). Damals war sie ein Jahr alt.
Dank der fürsorglichen Pflege durch unser engagiertes Team, konnte Emmy nach einigen Jahren in der Rehabilitation zu ihren Artgenossen auf die Insel Nr. 6 umziehen, eine der künstlich angelegten Inseln in Samboja Lestari. 2015 zog sie auf Insel Nr. 2 um, da Bujang – ein nicht auswilderungsfähiges dominantes Männchen – auf Insel Nr. 6 ziehen sollte. Ihre Zeit auf den Inseln nutzte Emmy für ausgedehnte Streifzüge. Mit 21 Jahren und 51 Kilogramm ist Emmy bereit, als freier Orang-Utan in Kehje Sewen leben.

Am 29. Mai 2001 wurde Cemong von der lokalen BKSDA aus dem Maskot Park, einem Vergnügungspark in Banjarbaru (Süd-Kalimantan), gerettet. Im Alter von vier Jahren kam er in guter körperlicher Verfassung in Samboja Lestari an. Cemong zeigte während seiner Zeit in Samboja Lestari deutlich seine Abneigung gegenüber Menschen, war jedoch immer freundlich zu seinen Artgenossen.
Bei dieser Auswilderung aus Samboja Lestari ist Cemong mit einem stolzen Gewicht von 125 Kilogramm das größte Männchen! Mit jetzt 20 Jahren ist auch er bereit, den Wald von Kehje Sewen sein neues Zuhause nennen zu dürfen.

Wulani kam am 20. März 2007 im Alter von zehn Jahren aus Banjarbaru (Süd-Kalimantan) in Samboja Lestari an. Bei ihrer Ankunft zeigte sie wilde Verhaltensweisen. 2010 war Wulani bereit, zusammen mit Emmy auf der Insel Nr. 6 zu leben. Mit Emmy zog Wulani auch 2015 auf die Insel Nr. 2, um Platz für Bujang zu machen. Während ihrer Zeit auf den Inseln, mied Wulani unsere Mitarbeiter und nahm sich nur dann Früchte von der Fütterungsplattform, wenn sich das Team schon weit genug entfernt hatte. Wulani ist jetzt 20 Jahre alt und bringt 41 Kilogramm auf die Waage. Nach zehn Jahren in Samboja Lestari darf auch sie jetzt die Freiheit von Kehje Sewen genießen.

Beni wurde der BOS Foundation am 4.Dezember 2006 vom Tierrettungszentrum PPS Tegal Alur in Jakarta übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war er zehn Jahre alt. Beni zeigte ausschließlich wilde Verhaltensweisen, was darauf hindeutet, dass er nur wenige bis gar keine Kontakte zu Menschen hatte. Im Umgang zeigte er aber einen freundlichen Charakter. Beni ist jetzt 21 Jahre alt, wiegt 45 Kilogramm und ist dabei, Backenwülste auszubilden. In seiner neuen Heimat, dem Wald von Kehje Sewen, wird er sich zu einem dominanten Orang-Utan-Mann entwickeln können.

Eris wurde in Banjarbaru (Süd-Kalimantan) von den lokalen Behörden aus illegaler Tierhaltung befreit. Als sie nach Samboja Lestari kam, war sie vier Jahre alt. Nach abgeschlossener Quarantäne begann sie 2004 in der Waldschule ihre Rehabilitation. Eris war eine gelehrige Schülerin, die neue Fertigkeit sehr schnell annahm. Am liebsten verbrachte sie ihre Zeit hoch in den Bäumen auf Erkundungstouren. Jetzt ist Eris 20 Jahre alt und wiegt 36 Kilogramm. Die Nähe von Menschen lehnt sie ab. Mit ihren bei BOS erlernten Fähigkeiten ist auch sie jetzt bereit, in ihren natürlichen Lebensraum in die Wälder von Kehje Sewen zurück zu kehren.

Pak Herry wurde am 28. August 2003 nach Nayru Menteng gebracht. Er wurde von einem Dorfbewohner beschlagnahmt, der ihn illegal als Haustier gehalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt war er zwei Jahre alt, wog sieben Kilogramm und zeigte teilweise noch wilde Verhaltensweisen. Anfang 2012 geriet er in einen Kampf mit einem anderen Orang-Utan, der damit endete, dass sein kleiner rechter Finger amputiert werden musste. Am 28. Februar 2015 zog er auf die Bangamat-Flussinsel um. Dort war er einer der aggressiveren und dominanteren Orang-Utans, der von den anderen Inselbewohnern gefürchtet wurde. Mit jetzt 14 Jahren und einem Körpergewicht von 73 Kilogramm hat er in 13 Jahren der Rehabilitation gute Fähigkeiten entwickelt, um sein Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya endlich frei und selbstständig leben zu dürfen.

Ine wurde einem Dorfbewohner aus Zentral-Kalimantan abgenommen und kam am 20. Januar 2004 nach Nyaru Menteng. Zu diesem Zeitpunkt war sie zwei Jahre alt und brachte 4,7 Kilogramm auf die Waage. Sie zeigte bereits Ansätze von wildem Verhalten. Nachdem der üblichen Quarantäne-Zeit, begann sie mit ihrer Rehabilitation in der Waldschule von Nyaru Menteng. Sie schloss alle Stufen erfolgreich ab, so dass sie am 29. Juni 2013 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umzog. Im Juli 2015 versuchte sie, den Fluss in Richtung Bangamat-Insel zu überqueren. Sie wurde von Mitarbeitern der BOS Foundation zurückgeholt und hat sich seitdem gut an ihre Umwelt angepasst. Ine liebt es zu wandern und sich mit anderen Artgenossen zusammenzuschließen. Allerdings möchte auch sie mal Zeit für sich alleine haben. Nun ist sie 14 Jahre alt und wiegt 48 Kilogramm. Sie meidet die Nähe zu Menschen. Nach zwölf Jahren Rehabilitation ist sie mehr als bereit, um als freier Orang-Utan im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark zu leben.

Bagio wurde der BOS Foundation von der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA übergeben und am 6. November 2013 nach Nyaru Menteng gebracht. Als Fünfjähriger wurde er von einem Indonesier aus Palangkaraya gerettet, der ihn in einem damals frisch gerodeten Gebiet gefunden hatte. Er war mit 6,4 Kilogramm Gewicht in einem sehr schlechten Zustand und stark dehydriert. Am Auge hatte er eine offene Wunde und sein Oberschenkelknochen war gebrochen. Sein Verhalten war das eines halbwilden Orang-Utans. Nach einer umfassenden medizinischen Behandlung bei BOS verbesserte sich sein Gesundheitszustand und er durfte schon bald in die Waldschule gehen. Im November 2014 zog er auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort war er eher ein Einzelgänger. Menschliche Näher versuchte er zu vermeiden. Mit jetzt neun Jahren und einem Gewicht von 43 Kilogramm ist er bereit, das freie Leben in Bukit Baka Bukit Raya entdecken zu dürfen.

Buntut kam am 16. Januar 2003 nach Nyaru Menteng, nachdem sie bei einem Dorfbewohner beschlagnahmt wurde. Sie war zwei Jahre alt, wog sechs Kilogramm und zeigte teilweise wilde Verhaltensweisen. Ihre beiden Handgelenke hatten tiefe Wunden und alte Narben von den Seilen, mit denen man sie festgebunden hatte. Nachdem Buntut die Waldschule von Nyaru Menteng erfolgreich abgeschlossen hatte, durfte sie am 19. November 2014 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Hier begab sie sich mit großer Begeisterung auf Entdeckungsstreifzüge und entwickelte eine gesunde Abneigung gegenüber Menschen. Jetzt ist Buntut 16 Jahre alt und wiegt 42 Kilogramm. Nach über 14 Jahren bei BOS freuen wir uns nun, sie in die Freiheit des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks ziehen zu lassen.

Wanna ist eine der 48 Orang-Utans, die aus Thailand zurück in ihre Heimat Borneo geholt wurden. Am 22. November 2006 traf Wanna mit sechseinhalb Jahren und 28 Kilogramm in Nyaru Menteng ein. Bei ihrer Ankunft war sie Menschen gegenüber sehr anhänglich. Die Waldschule beendete Wanna im Juni 2013, als sie auf die Kaja-Insel umzog, um die letzte Etappe ihrer Ausbildung anzutreten. Sie passte sich ihren neuen Lebensbedingungen sehr schnell an, begab sich begeistert auf Streifzüge, sammelte fleißig Nahrung und baute stabile Schlafnester. Wanna ist jetzt 17 Jahre alt und wiegt 56,7 Kilogramm. Nach zehn Jahren bei der BOS Foundation wird sie der erste, der zurückgeführten Orang-Utans sein, der ausgewildert wird. Bald kann sie ihre Fähigkeiten in der Wildnis des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks unter Beweis stellen.

Besty kam am 19. Dezember 2004 in Nyaru Menteng an, nachdem sie einem Arbeiter auf einer Ölpalmplantage abgenommen wurde. Sie war damals ein kleines Baby von gerade einmal zehn Monaten, wog knapp über zwei Kilogramm und befand sich in einem herzzerreißenden Zustand. Ihr Holzverschlag stand auf der Plantage in der prallen Sonne. So war sie völlig dehydriert und ihre Kopfhaut und ihr Gesicht waren so ausgedörrt und von der Sonne verbrannt, dass die Haut sich ständig abschälte.

Nach einer intensiven medizinischen Behandlung begann Besty ihre Rehabilitation in der Waldschule, um alle nötigen Fähigkeiten eines wilden Orang-Utans zu erlernen. Im November 2014 war es soweit: sie zog auf die Vorauswilderungsinsel  Bangamat um. Einmal hatte sie sich sogar auf den Weg zur Nachbarinsel gemacht, kam aber schnell wieder zurück. Diese wunderbare Orang-Utan-Dame wird nicht gern von anderen gestört und verbringt ihre Zeit lieber allein auf der Insel, wo sie auf Futtersuche und Erkundungstouren geht.

Besty ist heute 13 Jahre alt und wiegt fast 50 Kilogramm. Jetzt beginnt ihre Reise durch die Wälder von Bukit Baka Bukit Raya, wo sie endlich als wilder Orang-Utan die Freiheit genießen kann.

Meggi wurde am 17. Januar 2005 aus illegaler privater Haltung gerettet. Ein Arbeiter einer Palmölplantage hielt ihn über 9 Monate lang in einem kleinen Käfig gefangen. Als er nach Nyaru Menteng kam, wog er 14 Kilogramm und war zwei Jahre alt. Nach intensiver Betreuung und Quarantäne durfte Meggi bald zu seinen Artgenossen in die Waldschule. Ende Februar 2015 wurde Meggi auf die Bangamat-Insel gebracht, um die letzten Schritte vor der Auswilderung zu lernen. Er genoss es sehr, dort als unabhängiger Orang-Utan leben zu dürfen.

Nach 11 Jahren in Nyaru Menteng hat Meggi eine faszinierende Persönlichkeit entwickelt. Jetzt ist er 13 Jahre alt und wiegt um die 50 Kilogramm. Mit seinen erlernten Fähigkeiten darf auch er bald den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark sein Zuhause nennen.

Janu kam am 20. Januar 2010 in Nyaru Menteng an, nachdem er einem Dorfbewohner abgenommen wurde. Er war 18 Monate alt und wog bei seiner Ankunft ca. neun Kilogramm. Sehr schnell unterzog er sich der Rehabilitation, die er im November 2014 mit dem Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Kaja mit einem wichtigen Zwischenschritt abschloss. Er ist sehr gut in der Nahrungssuche geworden. Janu sieht ungerne Menschen in seiner Nähe und nimmt sehr schnell Abwehrhaltung ein, wenn ihm jemand zu nahe kommt.

Mit seinen acht Jahren und einem Gewicht von 42 Kilogramm, entwickelt sich Janu zu einem dominanten Männchen. Diese Dominanz darf er bald in Freiheit ausleben.

Aulin wurde am Heiligen Abend 2005 von der lokalen Naturschutzbehörde und der BOS Foundation aus den Händen Palmölarbeiters konfisziert. Sie war zweieinhalb  Jahre alt und wog knapp über sechs Kilogramm. Ihr Zustand war desolat - dehydriert, extrem unterernährt, mit Wunden an beiden Beinen, herrührend von den Seilen, mit denen sie gefesselt war. Nach einem Monat intensiver Pflege wurde sie in die Waldschule versetzt. Anfang März 2015 durfte sie auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen, wo sie lernte, selbständig zu agieren. Sie liebt es, die Insel zu erkunden und tritt gerne in Konkurrenz mit ihren Artgenossen. Teilweise so stark, dass sie sich in einer Auseinandersetzung einen Finger brach. Das hält sie aber durchaus nicht davon ab, weiterhin Streit zu suchen…

Aulin, jetzt 14 Jahre alt und fast 40 Kilogramm schwer, wird nach elf Jahren endlich ein Leben in der Freiheit von Bukit Baka Bukit Raya führen.

Nyiwuh wurde am 1. Dezember 2003 von einem Dorfbewohner im West-Kalimantan gerettet. Sie war erst 18 Monate alt und wog bei der Ankunft in Nyaru Menteng neun Kilogramm. Früh begann auch ihre Rehabilitation. Sie lernte schnell und befolgte fleißig die Anweisungen der Babysitter. Am 2. März 2015 folgte die nächste Etappe ihrer Rehabilitation: der Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort ist sie sehr gut in der Futtersuche geworden und hat gute soziale Fähigkeiten entwickelt. Trotzdem bleibt sie eher für sich.

Nyiwuh ist mittlerweile 15 Jahre alt und wiegt über 46 Kilogramm. Bewaffnet mit allem nötigen Wissen und Fähigkeiten ist sie jetzt bereit, in die Wildnis zu gehen.

Mit zwei Jahren und einem Gewicht von fast sieben Kilogramm kam Sophia im August 2005 nach Nyaru Menteng an. Auch sie wurde aus illegaler Haltung gerettet. Nach Ende der Quarantäne kam sie in die Waldschule. Erfolgreich meisterte sie dort alle Etappen, um dann ab November 2014  auf der Vorauswilderungsinsel Bangamat die finalen Schritte der Rehabilitation zu absolvieren. Sophia hat sich zu einer großartigen Entdeckerin entwickelt. Inmitten ihrer Artgenossen zeigt sie sich sehr lebhaft, verweigert aber menschliche Kontakte.

Jetzt ist Sophia 17 Jahre alt und wiegt 37,5 Kilogramm. Nach elf Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng ist sie bereit, als wilder und freier Orang-Utan in Bukit Baka Bukit Raya zu leben.

Eka kam im Januar 2004 nach Nyaru Menteng an. Sie wurde in einer gemeinsamen Aktion von der lokalen Naturschutzbehörde und der BOS Foundation gerettet. Als sie zu uns kam, war sie zwei Jahre alt, unterernährt und wog unter sieben Kilogramm.

Am 24. November 2014 absolvierte Eka erfolgreich die Waldschule und wurde auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat verlegt, wo sie sich zu einer guten Erkunderin ihrer Umgebung entwickelte. Durch ihren freundlichen Charakter kam sie gut mit ihren Artgenossen klar. Dennoch wird sie unruhig, wenn andere Orang-Utans oder Menschen versuchen, sich ihr zu nähern.

Eka unterzog sich 12 Jahren Rehabilitation und ist jetzt 14 Jahre alt. Sie wiegt 45 Kilogramm und ist bereit, ihr Leben in Freiheit zu leben.

Valen kam im Alter von vier Jahren nach Samboja Lestari. Die Naturschutzbehörde konfiszierte ihn von einem Einheimischen in Surabaya (Ost Java), der Valen illegal als Haustier hielt. In Samboja Lestari angekommen, musste Valen zunächst auf die Quarantänestation und durfte anschließend in die Waldschule. Dort nahm er die Anweisungen der Babysitter unglaublich schnell auf und setze alles in die Tat um, was man ihm beibringen wollte. Im Jahr 2008 war er für die Vor-Auswilderungsinsel bereit, wo er sich seitdem zu einem immer dominanteren Männchen entwickelt. Gegenüber Menschen zeigt er zunehmend Unmut. Valen ist jetzt 15 Jahre alt und wird demnächst im Kehje-Sewen-Wald sein neues Zuhause finden.

Rina wurde am 26. März 2003 durch die Naturschutzbehörde BKSDA von einem Dorfbewohner konfisziert. Als sie in Nyaru Menteng ankam, war sie eineinhalb Jahre alt, wog fünf Kilogramm und in einem schlechten körperlichen Zustand aufgrund einer schlimmen Kopfverletzung. Unser Ärzteteam musste sie intensiv behandeln, bevor sie mit ihrer Rehabilitation in der Waldschule beginnen konnte.

Nachdem Rina unter Beweis gestellt hatte, wie gut ihre Fähigkeiten in der Nahrungssuche waren,  konnte sie am 24. Juni 2013 erfolgreich die Waldschule beenden und auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Dieser weibliche Orang-Utan bevorzugt es, die Tiefen des Regenwaldes allein zu erkunden.

Rina ist jetzt 15 Jahre alt, wiegt 53 Kilogramm und wird jetzt, nach 13 Jahren Rehabilitationsprozess, endlich wieder frei sein.

Juky wurde (zusammen mit Susi) am 28. März 2003 von der Naturschutzbehörde BKSDA in einem Dorf in West-Kalimantan konfisziert. Der kleine Juky war damals eineinhalb Jahre alt und wog sieben Kilogramm. Nach Beendigung der Waldschule unternahm Juky auf der Vorauswilderungsinsel Kaja seine letzten Ausbildungsschritte vor seinem neuen Leben in Freiheit. Sein gutes Aussehen – betont durch seinen hell-orangenen Bart und seine wachsenden Backenwülste – helfen ihm, seine Dominanz auszubilden.

Mit heute 15 Jahren und 66 Kilogramm Gewicht ist dieser männliche Orang-Utan mehr als bereit, den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu erobern.

Susi wurde zusammen mit dem Männchen Juky von einem Dorfbewohner in West-Kalimantan durch die Naturschutzbehörde BKSDA konfisziert, der die beiden illegal als Haustiere gehalten hatte. Sie kam am 28. März 2003 mit eineinhalb Jahren und einem Gewicht von acht Kilogramm nach Nyaru Menteng. Wie alle Neuankömmlinge musste auch sie erst zwei Monate in Quarantäne, ehe sie mit ihrer Rehabilitation in der Waldschule beginnen konnte.

Nach Beendigung der Waldschule kam am 20. Juni 2013 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Auf der Insel zeigte sich Susi gesellig mit den anderen Orang-Utans und blieb meist in der Nähe der Bäume, die ihr reichlich Nahrung boten.

Diese wunderschöne Orang-Utan-Dame ist inzwischen 15 Jahre alt und wiegt 49,3 Kilogramm. Nach 13 Jahren in Nyaru Menteng wird auch Susi jetzt in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark in die Freiheit entlassen.

Die Naturschutzbehörde BKSDA konfiszierte Beda am 2. Februar 2004 im Alter von zehn Monaten von einem Dorfbewohner in Zentral-Kalimantan. Sie brachte fünfeinhalb Kilogramm auf die Waage.

Nach Abschluss der Waldschule bezog sie am 24. Juni 2016 die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort verfeinerte sie ihre Fähigkeiten in der Nahrungssuche und ließ keine Ecke der Insel unerforscht, um noch mehr Köstlichkeiten zu finden.

Nach nunmehr zwölf Jahren in der Rehabilitation in Nyaru Menteng steht die 13-jährige Beda kurz vor ihrer Auswilderung in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark, um dort als unabhängiger und wilder Orang-Utan im Regenwald leben zu dürfen.

Am 28. September 2005 kam Sarimin nach Nyaru Menteng. Die Naturschutzbehörde BKSDA hatte ihn bei einem Dorfbewohner in Zentral-Kalimantan beschlagnahmt, der ihn illegal als Haustier gehalten hatte. Damals war er zwei Jahre alt und wog gerade mal sechs Kilogramm. Nach der notwendigen zweimonatigen Quarantänezeit in der Klinik von Nyaru Menteng, begann Sarimin sein Rehabilitationsprogramm bei BOS.

Nachdem er die Waldschule am 20. November 2014 abgeschlossen hatte, unternahm er die finalen Schritte seiner Ausbildung auf der Vorauswilderungsinsel Kaja. Sarimin, ein Männchen mit langem, dichtem Fell, ist ein Einzelgänger. Vor allem die Nähe von Menschen mag er gar nicht. Das machte es für die BOS-Mitarbeiter nicht immer einfach, ihn auf der Insel zu überwachen.  

Jetzt ist Sarimin 13 Jahre alt und wiegt 48,3 Kilogramm. Im Dezember 2016 wird er in den Nationalpark von Baka Bukit Raya ausgewildert, um dort sein neues Leben als wilder Orang-Utan zu beginnen.

Zwei Wochen nach Kisars Befreiung konnte die BKSDA mit der BOS Foundation im gleichen Ort ein eineinhalb Jahre altes Weibchen retten. Sie erhielt den Namen Mini. Mini war sehr dünn, hatte aber einen dicken Bauch und brachte viereinhalb Kilogramm auf die Waage. Nach zwei Monaten in Quarantäne, durfte sie die Waldschule besuchen. Ebenso wie Kisar, zog sie nach Abschluss der Waldschule auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort lebte sie in den vergangenen drei Jahren und erkundete den Wald. Sie befand sich vierzehn Jahre lang in der Obhut der BOS Foundation und ist nun bestens auf die Freiheit in Bukit Baka Bukit Raya vorbereitet. Wir wünschen diesem hübschen, langhaarigen 16 Jahre alten Weibchen alles Gute für ihr neues Leben.

Kisar kam im Alter von zwei Jahren am 1. September 2002 in die Rettungsstation Nyaru Menteng. Er wog damals keine sechs Kilogramm. Nach seiner Rettung durch die Naturschutzbehörde BKSDA in Zusammenarbeit mit der BOS Foundation in einem Dorf in Zentral-Kalimantan, besuchte er die Waldschule. Als er diese nach einigen Jahren erfolgreich abgeschlossen hatte, durfte er auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Auf der Insel konnte das Männchen seine erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen und weiter ausbauen. Kisar ist ein hervorragender Futtersammler. Junge Blätter, Farne und Früchte – nichts schien er zu übersehen. Mit seinen 16 Jahren und guten 62 Kilogramm ist er nun für seine Auswilderung bereit. Im Bukit Baka Raya Nationalpark wird er als wilder Orang-Utan sein Leben genießen können.

Nur eine Woche nach Banas Rettung, musste sich die Naturschutzbehörde BKSDA wieder gemeinsam mit der BOS Foundation auf den Weg zu einer Rettung machen. Dieses Mal ging es um eine Orang-Utan-Mutter und ihren Nachwuchs. Auch Sawa und ihre Tochter Sawi wurden auf einem kleinen Waldstück inmitten einer großflächigen Rodung gefunden. Am 23. Oktober 2016 wurden die beiden nach Nyaru Menteng gebracht.

Sawa ist schätzungsweise 15 Jahre alt und wiegt etwa 30 Kilogramm. Bei ihrer Rettung hatte sie offene Wunden an ihren Armen und eine Linsentrübung in ihrem linken Auge. Ihre Wunden am Arm verheilten dank der fachmännischen Pflege unseres Ärzteteams glücklicherweise sehr schnell. Gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter Sawi wird Sawa nun bald zu den neuen Bewohnern des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks gehören.

Bana ist ein wilder Orang-Utan, der am 14. Oktober 2016 von der Naturschutzbehörde BKSDA gemeinsam mit der BOS Foundation gerettet und nach Nyaru Menteng gebracht wurde. Das etwa 25 Jahre alte Männchen war in einem kleinen Waldstück aufgegriffen worden. Rundherum war der Wald großflächig für große neue Siedlungen gerodet worden. Dorfbewohner erwischten das große Orang-Utan-Männchen regelmäßig auf ihren Feldern, wo er Früchte klaute. Zum Glück informierten sie die BKSDA.

Bei seiner Rettung hatte Bana einige schlimme Verletzungen an den Armen, die sofort behandelt werden mussten. In der Rettungsstation Nyaru Menteng wurde Bana medizinisch versorgt, bis seine Wunden verheilt waren. Der dominate Orang-Utan-Mann wird nun in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark ausgewildert.

Miri wurde am 24. November 2002 von der Naturschutzbehörde BKSDA in einem Dorf in Zentral-Kalimantan konfisziert. Sie kam mit zwei Jahren und sechs Kilogramm Gewicht in einem körperlich schlechten Zustand in Nyaru Menteng an. An ihrem rechten Mittelfinger hatte sie eine offene, stark entzündete Wunde. Eine intensive Behandlung durch unser Ärzteteam war nötig, ehe sie mit der Waldschule starten konnte.

Am 20. Juni 2013 begann sie ihre letzte Rehabilitationsphase auf der Vorauswilderungsinsel Kaja. Miri ist meist eine Einzelgängerin, doch neugierig wie sie ist, sucht sie hin und wieder auch Kontakt zu anderen Orang-Utans. Und Miri liebt es über alles, mit Wasser zu spielen.

Mit jetzt 17 Jahren ist Miri bereit, wieder in die Freiheit zurückzukehren. Auch wenn sie kein dominantes Wesen hat, werden ihr ihre erlernten Fähigkeiten helfen, ein unabhängiges Leben im Nationalpark von Bukit Baka Bukit Raya zu führen.

Das vierjährige Orang-Utan-Weibchen Bong wurde im Dezember 2006 aus einem Zoo in Vietnam von der Naturschutzbehörde BKSDA nach Samboja Lestari gebracht. Sie kam in die Waldschule und zeigte in nur kurzer Zeit sehr gute Fortschritte. Deshalb kam sie auch bald auf eine Vor-Auswilderungsinsel. Von Anfang an mochte sie es nicht, von Menschen beobachtet zu werden und war lieber für sich allein. Mit ihren 14 Jahren ist Bong jetzt bereit für die Freiheit, die ihr der der Wald von Kehje Sewen bietet.
Wir freuen uns besonders, dass Bong nun zu den „neuen Wilden“ gehört, da sie eines unserer Patentiere war. Bong ist ein Beweis dafür, dass wir den Orang-Utans helfen können. Durch die hervorragende Arbeit der Kollegen auf Borneo und Ihrer Unterstützung ist auch diese Auswilderung möglich geworden.

Cita wurde ebenfalls in Samboja Lestari geboren. Sie kam am 15. Mai 2005 auf die Welt und ist nur ein Jahr später mit ihrer Mutter Cinta auf eine der Vor-Auswilderungsinseln gezogen. Seit 2012 lebt Cita immer unabhängiger von ihrer Mutter Cinta. Das ist eine gute und ganz typische Entwicklung für die Jungtiere. Cita ist nun in der Lage, sich selbstständig ausreichend Futter zu suchen und sich stabile Nester für die Nacht zu bauen. Die Anwesenheit von Menschen mag sie allerdings nicht. Darüber sind wir sehr froh, denn in freier Wildbahn ist der Mensch in erster Linie eine Gefahr. Der Kehje-Sewen-Wald begrüßt Cita bald als neue Bewohnerin.

Unsere erste Auswilderungskandidatin trägt den Namen Indonesia. Am 15. August 2004 erblickte sie in Samboja Lestari das Licht der Welt, geboren von der Orang-Utan-Dame Ingrid. Die beiden wurden 2006 auf eine der Vor-Auswilderungsinseln gebracht. Im Laufe der Zeit hat sich Indonesia prima entwickelt und ist zu einem selbstständigen Orang-Utan-Weibchen geworden. Sie ist sehr sozial und hat viele Freunde. Im Klettern und Nester bauen ist sie spitze. Demnächst wird die nunmehr zwölfjährige Indonesia ihre Freiheit im Wald von Kehje Sewen genießen.

Signe kam 2009 nach Samboja Lestari. Sie wurde einem Einheimischen in Ost-Kalimantan weggenommen, der die damals zweijährige illegal als Haustier hielt. Signe entwickelte sich schnell zu einer guten Nahrungssammlerin. 2015 brachte Signe ihr erstes Kind zur Welt - ihren Sohn Bungaran. Das Mutter-Sohn-Gespann ist bekannt dafür, sich sehr schnell durch die Baumkronen zu bewegen und große Strecken zurück zu legen. Bungaran kann sich sehr glücklich schätzen, eine so gute Mutter wie Signe zu haben. Sie bringt ihm ganz geduldig alles bei, was er braucht, um allein in der Wildnis zu überleben. Signe ist nun neun Jahre alt und wird gemeinsam mit ihrem sehr aktiven einjährigen Sohn in den Wald von Kehje Sewen ausgewildert.

Ijum wurde von einem Ortsansässigen in Palangka Raya, Zentral-Kalimantan, gerettet. Sie kam mit zwei Jahren und einem Gewicht von gerade mal neun Kilo im September 2007 in Nyaru Menteng an. Mehr und mehr legte sie wildes Verhalten an den Tag und kam 2012 auf die Pre-Release -Insel Bangamat.

Ihr Missfallen über menschliche Anwesenheit tut sie durch kussähnliche Geräusche kund. Man erkennt Ijum sofort an ihrem schwarzen Gesicht und den schmalen Augenlidern.

Mit den Fähigkeiten, die sie sich in neun Jahren Rehabilitation angeeignet hat, ist sie bereit für die Auswilderung. Das zwölfjährige und 56 Kilo schwere Weibchen wird in Bukit Baka Bukit Raya ein neues Zuhause finden.

Ibut kam im November 2006 nach Nyaru Menteng. Er war damals zweieinhalb Jahre alt, wog 6 Kilo und schien gesund zu sein.

Fünf Jahre später musste ihm jedoch ein Finger amputiert werden, da sich sonst eine Infektion ausgebreitet hätte. Danach wurde er intensiv betreut und gepflegt. Ein Jahr später kam auch er auf die Insel Bangamat. Dort zeigte er, dass er sich gegen andere Orang-Utans durchsetzen kann. Mittlerweile äußert er Missfallen, sobald er auf Menschen trifft. Beste Voraussetzungen also für ein unabhängiges und selbstständiges Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Ibut ist sehr einfach an seinem hübschen roten Bart zu erkennen. Ohne Zweifel wird das 13-jährige Männchen mit seinen fast 50 Kilo ohne große Probleme in der Wildnis gut leben können. Sein zehnjähriger Aufenthalt in Nyaru Menteng hat ihn bestens vorbereitet.

Gurita wurde im April 2006 aus illegaler Haustierhaltung befreit. Sie war vier Jahre alt und wog 14 Kilo.

Nach ihrer Quarantäne kam sie zu den anderen Orang-Utans auf die Station. Ihre Waldschule schloss sie 2013 erfolgreich ab. Anschließend lebte sie auf der Insel Kaja und freundete sich dort mit Beda und Chanel an. Trotzdem verbringt sie ihre Zeit am liebsten allein. Gurita ist ein sehr wachsames Orang-Utan-Weibchen, aber nicht aggressiv. Auf der Insel kam sie bereits bestens ohne Hilfe zurecht und hält nicht viel von menschlicher Präsenz.

Gurita ist nun 14 Jahre alt und wiegt 59 Kilogramm. Sie hat eine dunkle Haut und ihr rundes Gesicht wird von einem Pony eingerahmt. Nach zehn Jahren Rehabilitation wird Gurita nun in die Freiheit entlassen. Freilebende Orang-Utans haben eine Lebenserwartung von 40 – 50 Jahren. Gurita hat also, wenn alles gut geht noch 25-30 Jahre in Freiheit vor sich.

Usro kam im Februar 2016 nach Nyaru Menteng. Zu diesem Zeitpunkt war sie zweieinhalb Jahre alt, wog sechs Kilo und zeigte noch ein Gutteil wildes Verhalten.

Sie überstand die Zeit in Quarantäne gut. Im November 2014 kam sie auf die Vorauswilderungs-Insel (Pre-Release) Kaja. Dort wurde festgestellt, was sie doch noch von ihrer wilden Seite behalten hat.

Während ihrer Zeit auf dieser Insel kam sie mit den anderen Orang-Utans gut zurecht. Obwohl (oder auch weil) bereits mit Menschen in Kontakt gekommen, ist sie ihnen gegenüber misstrauisch. Ein gutes Zeichen für ihre wilde Seite. Kommt ihr ein Mensch zu nah, wirft sie mit kleinen Zweigen und zeigt ihren Unmut.

Usro ist nun 13 Jahre alt und bringt 42 Kilo auf die Waage. Nach zehn Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng ist sie nun für ein Leben im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark bereit.

Pluto lebte zwei Jahre lang als Haustier bei einem Einheimischen in Kapuas. Er erreichte die Station in Nyaru Menteng im Jahre 2002. Zu diesem Zeitpunkt war er zweieinhalb Jahre alt und in sehr schlechter Verfassung. Er litt mit nur knapp vier Kilo stark an Untergewicht. Auf der Brust und den Armen trug er mehrere Schürfwunden. Sein rechtes Augenlid war aufgrund einer Infektion gelähmt, so dass er das Auge ging nicht mehr richtig schließen konnte. Die Haut war schwarz als Folge von Dehydrierung. Er hatte eine geschwollene Leber und nur sehr kurzes dünnes Haar und atmete unregelmäßig.

Es dauerte fünf Jahre, bis die engagierten Tierärzte in Nyaru Menteng Pluto gesund bekamen und er endlich für die Waldschule bereit war. Dort durchlief er den Rehabilitationsprozess zur Vorbereitung auf die Wildnis. Letztes Jahr kam er nach Bangamat.

Nach seiner Ankunft auf der Insel entwickelte sich Pluto zu einem außergewöhnlichen Entdecker und Nahrungssucher. Der 14-jährige ist für seinen ausdrucksvollen Blick und seine markante Erscheinung bekannt. Mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet, ist Pluto nun bereit, um in Bukit Baka Bukit Raya zu leben.

Anggi kam 2005 mit nur dreieinhalb Jahren nach Nyaru Menteng. Ihr gesundheitlicher Zustand war sehr kritisch. Sie brachte nur sechs Kilo auf die Waage. Sie kam direkt in die Klinik und wurde medizinisch versorgt. Dabei stellte man fest, dass sie eine Infektion hatte, die von Handwunden herrührte. Ihre Hände waren mit Kunststofffasern gefesselt und sie war völlig dehydriert. Zum Glück konnte das BOS-Team sie aber wieder aufpäppeln.

Nach einiger Zeit unter ärztlicher Aufsicht und intensiver Behandlung erholte Anggi sich und konnte den anderen Orang-Utans im Rehabilitationszentrum zugesellt werden. Dort lehnte sie den Kontakt zu den Babysittern und anderen Mitarbeitern ab. Daraufhin wurde sie in den Sozialisierungskomplex umgesiedelt. Sie ist nun 14 Jahre alt und es ist Zeit für sie, in den Wald zurückzukehren.

Kent kam 1999 als zwei Monate altes Baby nach Samboja Lestari. Man hatte ihn auf einer Farm beschlagnahmt, auf der er - halb verdurstet und von Würmern - offensichtlich nicht gut behandelt worden war. Im März 2014 wurde er mit 16 Jahren zum ersten Mal ausgewildert. Leider hatte er Pech. Er geriet in einen Revierkampf und wurde dabei schwer verletzt. Die Wunden waren noch nicht ganz verheilt, da griff ihn ein Bienenschwarm an. Daraufhin entschieden die Tierärzte ihn zurück nach Samboja Lestari zu holen. Nun bekommt er seine zweite Chance.

Gemeinsam mit seiner leiblichen Mutter Inul wurde Saprol 2006 gerettet und nach Samboja Lestari gebracht. Inul war derart schwer verletzt, dass sie nicht überlebte. Saprol klammerte sich ganz verstört an seine tote Mutter und wollte sie nicht los lassen. Doch wurde die kleine Waise von den Pflegerinnen und Pflegern bei BOS mit sehr viel Liebe und Zärtlichkeit groß gezogen.

Gemeinsam mit Jamur, J-Lo, Sarmi, Nila und anderen Orang-Utans verbrachte er die letzten Jahre auf der Vor-Auswilderungsinsel Pulau. Das Orang-Utan-Weibchen Sarmi nahm sich seiner damals auf dieser Insel an. Ihre leibliche Tochter Sani akzeptierte Saprol auch gern als ihren neuen Bruder.

Saprol ist nun 11 Jahre alt und bringt 38 Kilo auf die Waage. Eventuell wird er in der Wildnis auf seine selbst gewählte Ersatzmutter Sarmi treffen. Sie wurde zwar bereits vor drei Jahren ausgewildert, doch wird sie sich sicher noch an ihn erinnern können.

Zu den neuen Auswilderungskandidaten gehört unter anderem das Orang-Utan-Männchen Rafli. Er stammte ursprünglich aus dem Waldgebebiet Sebulu, das in den Jahren 1997/98 größtenteils niederbrannte. Rafli kam 2005 mit 13 Jahren nach Samboja Lestari.

Nach seiner Rettung legte er wildes Verhalten an den Tag, was bedeutet, dass er nie in Gefangenschaft lebte. Nach seine Ankunft auf der Station verbrachte er einige Zeit im Sozialisierungskomplex mit anderen Orang-Utans und kam Anfang letzten Jahres auf die Vor-Auswilderungsinsel. Rafli nahm seine neue Umgebung ohne Probleme an und wandte seine erlernten Techniken bei der Futtersuche und dem Nestbau direkt an.

Er ist nun 24 Jahre alt und wiegt stolze 75 Kilo. Sein Rehabilitationsprozess hat 11 Jahre gedauert. Wir wünschen ihm ein tolles Leben in der Wildnis.

Auch Kumba wurde 2007 aus einer Palmölplantage gerettet. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng hatte er eine Wunde im linken Auge und Schnitte in seinen Händen. Er verhielt sich überwiegend wild und kam 2014 auf die Insel Kaja.

Kumba mag es nicht, wenn ihm Menschen zu nah kommen. Er bevorzugt auch unter Orang-Utans eher das Alleinsein. Auf der Insel bewies er eindeutig, dass er in der Lage ist, sich selbst ausreichend Futter zu suchen.

Mittlerweile 14 Jahre alt und 27 Kilo schwer, wird Kumba demnächst seine Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark wieder erlangen.

Sincan kam September 2004 im Alter von drei Jahren nach Nyaru Menteng.
Sie wurde von Mitarbeitern der Naturschutzbehörde BKSDA und der BOS Foundation gerettet. Man fand sie auf einer Palmölplantage.

Die Zeit in Quarantäne überstand sie gut. Nur zwei Monate nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng kam sie auf die „Vor-Auswilderungs-Insel“ Kaja, wo sie als ziemlich dominantes Weibchen über die Fütterungsplattform herrschte.

Sincan ist sehr aufmerksam und beobachtet alles ganz genau. Mit ihren 16 Jahren und 42 Kilogramm ist sie nun bereit für ihre Auswilderung im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Jamur ist bereits seit 1998 in Samboja Lestari. Die damals Vierjährige wurde von der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA gerettet und wuchs ohne ihre Mutter im Rehabilitationszentrum auf. Davon merkt man ihr heute nichts mehr an, denn sie kümmerte sich von Anfang an sehr gut um ihre Tochter und brachte ihr vieles bei.

Gemeinsam mit ihrer Tochter J-Lo wird sie sich auf den Weg in die Freiheit machen. Dort wird J-Lo wahrscheinlich ihren eigenen Weg gehen, da sie bereits ein unabhängiger Orang-Utan geworden ist. Sollte sie sich anfangs unsicher fühlen, weiß sie ihre Mutter in der Nähe.

Jamur brachte J-Lo 2006 in Samboja Lestari zur Welt. Die kleine J-Lo lernte von ihrer Mutter alle Fähigkeiten für ein Leben in der Wildnis. Sie identifiziert Nahrung, baut Nester und geht Menschen eher aus dem Weg. Dabei macht sie die typischen, Missfallen bekundenden Kussgeräusche.

Mit ihren zehn Jahren wird sie nun gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem besten Freund Saprol in die Wildnis entlassen.

Kameloh wurde von der Naturschutzbehörde aus Privathaltung konfisziert. Er war, anders als oft in solchen Fällen, in guter Verfassung, als er im Januar 2007 in Nyaru Menteng Aufnahme fand. Der Zweijährige wog acht Kilo und zeigte noch natürliches Verhalten.

Im November 2014 wurde er ach Kaja Island umgesiedelt, um dort unter naturnahen Bedingungen seine während der Rehabilitation erworbenen Überlebensfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Seine hochgewachsene Statur und seine sich entwickelnden Backenwülste machen ihn leicht identifizierbar. Kameloh ist ein ziemlich unabhängiger Einzelgänger und zeigt regelmäßig, dass er die Nähe von Menschen nicht mag.

Jetzt ist Kameloh elf Jahre alt und wiegt knapp 67 Kilo. So gut, wie er sich entwickelt hat, kann man ihm beste Erfolgsaussichten in seiner neuen Heimat im Bukit Baka Bukit Raya National Park bescheinigen.

Mima war zur Zeit ihrer Beschlagnahme aus illegaler Haltung im Oktober 2003 drei Jahre alt und wog sechs Kilo. Kontakt zu Menschen war ihr sichtlich unangenehm.

Mima entwickelte sich in der Waldschule zu einer außergewöhnlichen Orang-Utan-Persönlichkeit und nahm schließlich den letzten Schritt in ihrer Ausbildung, als sie im November 2014 auf Kaja Islands umzog. Wie die meisten Orang-Utans zieht es Mima vor, für sich alleine Futter zu sammeln und ihre Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.

Jetzt, mit 15 Jahren und 44 Kilo Gewicht ist sie bereit für ein Leben in der Wildnis.

Winda wurde im Januar 2007 einem Plantagenarbeiter weggenommen und nach Nyaru Menteng verbracht. Sie litt sehr unter Mangelernährung und etlichen Wunden. Dank der hingebungsvollen Pflege des Teams von Nyaru Menteng erholte sich Winda und begann den langen Prozess ihrer Rehabilitation. Am 8. Juli 2014 bekam sie ein wunderschönes Söhnchen, Wihim genannt. November 2014 gelangten Mutter und Sohn schließlich nach Kaja Island, zur letzten Station vor ihrer Auswilderung.

Die nunmehr 14-jährige Winda liebt ihren Sohn ganz offensichtlich, und beide werden bald im Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya in Freiheit leben.

Dara erreichte Nyaru Menteng, als sie drei Jahre alt war. Sie wurde im Dezember 2005 aus eine Palmölplantage gerettet kam nach einer Quarantänezeit in die Sozialisierungsanlage von Nyaru Menteng. Ihr Verhalten gegenüber Menschen war ausgesprochen aggressiv. Schließlich wurde auch sie nach Kaja Island umgesiedelt.

Jetzt ist Dara 14 Jahre alt und zu einem wunderschönen, unabhängigen Orang-Utan herangewachsen. Nach 12 Jahren der Rehabilitation wird die kluge Dara nun endgültig ihre Reise in die Freiheit antreten.

Auch Awa wurde aus illegaler Privathaltung befreit. 18 Monate war sie alt, als sie im Februar 2000 nach Nyaru Menteng am.

Sobald sie ihr Training in der Waldschule beendet hatte, kam sie nach Kaja Island, wo sie sich als sehr aktiv und unabhängig erwies. Am 13. Februar 2008 bekam sie ein gesundes Baby. Die Kleine wurde Ewa genannt und wuchs schon fast wie ein wilder Orang-Utan auf. Menschen mag sie nicht besonders, sondern flüchtet sich bei ihrem Anblick oder wenn sie sich sonst bedroht fühlt, in die fürsorglichen Arme ihre Mutter Awa.

Nach insgesamt 16 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng wird Awa zusammen mit ihrer Tochter Ewa endlich in die Freiheit entlassen.

Rambo kam im Juni 2009 im Alter von zwei Jahren mit einem verletzten Arm nach Nyaru Menteng. Nach gut fünf Jahren Waldschule konnte er schon nach Kaja Island umgesiedelt werden. Er ist, trotz seines Namens, nicht sonderlich aggressiv, verteidigt sich aber entschlossen, wenn er sich bedroht fühlt. Menschen weicht er für gewöhnlich aus. Auch wenn er nicht als ausgesprochen dominant eingeschätzt wird, ist er sehr überlebenstüchtig und ein guter Entdecker seiner Umwelt. Er wird sich jetzt, im Alter von 12 Jahren, im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya gut machen.

Doren wurde im Februar 2003 aus privater Gefangenschaft befreit. Im Dezember 2012 schließlich war Doren soweit, auf Bangamat Island umgesiedelt zu werden, wo sie sich unter naturnahen Bedingungen auf die endgültige Freiheit vorbereiten konnte. Allerdings gelang es ihr einmal, die Insel zu verlassen und blieb zwei Monate lang verschwunden. 30 Kilometer entfernt tauchte sie wieder auf, bei guter Gesundheit übrigens, und kam nach Kaja Island.

Im März 2015 bekam Doren ihr erstes Baby – ein Junge, den man Daichi nannte. Doren ist mit ihren 12 Jahren und stattlichen 60 Kilo nun bereit, ihrem Sohn Daichi das richtige Orang-Utan-Leben in der Wildnis des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya beizubringen.

Hope wurde am 17.Oktober 2010 von der lokalen Naturschutzbehörde in East Kalimantan (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) aus illegaler Privathaltung in Balikpapan gerettet. Er kam in sehr schlechtem gesundheitlichem Zustand nach Samboja Lestari und war nicht einmal in der Lage zu sitzen und zu essen.

Der Zustand von Hope war so kritisch, dass die BOS-Mitarbeiter trotz der Überfüllung einen Platz für den Kleinen finden mussten. Nach zwei Monaten dedizierter Versorgung von unserem Tierarztteam konnte sich Hope komplett von seiner Krankheit erholen. Hope wurde zu einem sehr guten Waldschüler, wo er sich gut mit anderen Orang-Utans sozialisiert hat. Hope ist schnell zu einem guten Waldfrüchtesammler geworden. Er hat auch sehr schnell die Fähigkeit erworben, Nester zu bauen.

Der hübsche Hope ist mittlerweile sechs Jahre alt, wiegt 27 Kilos und hat einen ausgesprochen muskulösen Körper. Jetzt ist die Zeit gekommen, zurück in sein natürliches Habitat zurückzukehren. 

Gadis war fünf Jahre alt und wog 23 Kilo, als sie von einem Kohlebergbauunternehmen an die BOS Foundation übergeben wurde. Sie wurde am 20. Februar 2014 nach Samboja Lestari gebracht - bewusstlos und an Typhus leidend. Dank der schnellen und intensiven Behandlung durch unser Tierarztteam gesundete sie rasch und ihre Rehabilitation konnte beginnen. In der Waldschule hat sie dann auch rasante Fortschritte gemacht. Ihr schwarz-braunes Fell macht sie zu einem sehr attraktiven Weibchen. Gadis verzichtet aber lieber auf die Aufmerksamkeit der männlichen Orang-Utans und bleibt lieber mit sich alleine. Sie kann mittlerweile sehr gut Waldfrüchte unterscheiden, klettert hoch in die Bäume und kann Nester bauen. Die siebenjährige Schönheit wiegt mittlerweile 33 Kilo und ist bereit, sich auf die Reise in die Wildnis in den Kehje-Sewen-Wald zu machen.

Raymond wurde am 27. April 2007 von Dorfbewohnern als kleines Baby in der Nähe der Stadt Bontang in Ost-Kalimantan gefunden. Zu der Zeit war er achteinhalb Monate alt und wog 3,6 Kilo.

Seine Retter übergaben ihn der lokalen Naturschutzbehörde (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA), die ihn wiederum zur Rehabilitationsstation Samboja Lestari brachten. Raymond hatte am Anfang instinktiv den Kontakt mit Menschen vermieden. Nach der Quarantäne wurde Raymond der Babygruppe zugewiesen. Er hat schnelle Fortschritte gemacht und befindet sich momentan in der zweiten Stufe der Waldschule. Raymond hat dünne, schwarz-braune Haare und ist leicht an seiner breiten Stirn und den kleinen Augen erkennbar. Ihn regt es auf, wenn er unbekannte Menschen trifft und ist einer der dominanten Orang-Utans in seiner Gruppe. Im Klettern ist er Meister und erkennt sehr gut die diversen Arten an Waldfrüchten. Mittlerweile ist er neun Jahre alt und wiegt 29 Kilo.

Jetzt besitzt er alle Fähigkeiten, um in der Wildnis zu überleben. Nach zahlreichen medizinischen Untersuchungen steht jetzt fest – Raymond darf nach Hause in den Regenwald!

Kenji wurde 2010 von der lokalen Naturschutzbehörde (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) gerettet. Er befand sich zur Zeit der Rettung in illegaler Privathaltung im Dorf Tenggarong. Der Dorfbewohner, der ihn gehalten hat, meinte, dass er Kenji in der Nähe von einer Palmölplantage in der Nähe vom Dorf Wanasari gefunden hätte. Kenji befand sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und hatte an seiner Hüfte eine Macheten-Wunde. Er war um die Zeit ein Jahr alt, extrem gestresst und traumatisiert und hat sich sogar geweigert, getragen zu werden. Er kam am 17.Okt. 2010 in die Babygruppe der Waldschule in Samboja Lestari. Mittlerweile ist er dort in der zweiten Stufe mittlerweile ein Experte im Sammeln von den leckersten Waldfrüchten geworden. Kenji liebt es, in der Waldschule auch zu schlafen. Man kann ihn sehr einfach an seinem dünnen dunkelbraunen Haar erkennen.

Nach dem er alles, was er für ein Leben in der Wildnis braucht, in Samboja Lestari gelernt hat, wird er Ende Mai in den Kehje-Sewen-Wald ausgewildert, wo er sein neues Leben in Freiheit starten darf.

Angely wurde von der lokalen Naturschutzbehörde in Tenggarong (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) aus illegaler Privathaltung gerettet. Sie kam am 18. Juni 2010 in Samboja Lestari an und war um die Zeit ein Jahr alt. Das Orang-Utan Weibchen war am Anfang sehr gestresst und traumatisiert und weigerte sich, von den Tierpflegern getragen oder behandelt zu werden. Seitdem aber hat sich Angely zu einem klugen und unabhängigen Individuum entwickelt und besucht aktuell die zweite Stufe der Waldschule. Sie verbringt ihre Zeit gerne mit Entdeckungsreisen in der Umgebung und Klettern in den Bäumen. Angely ist mittlerweile sieben Jahre alt, wiegt 23 Kilos und hat dünnes dunkel-braunes Fell. Nach sechs Jahren Rehabilitation hat sich Angely alle überlebenswichtigen Fähigkeiten angeeignet und ist jetzt bereit, ein selbständiges Leben im Kehje Sewen Wald zu führen.

Sule kam mit zwei Jahren und einem Gewicht von siebeneinhalb Kilogramm im November 2010 nach Nyaru Menteng. Auch sie zählte zu den Tieren, die von einem Einheimischen beschlagnahmt werden mussten.

Nach vier Jahren in der Waldschule wurde sie 2014 auf die Kaja-Insel gebracht. Das dunkellbraunhaarige Weibchen war nie agressiv, sondern eher von der schüchternen Sorte. Sie war stets auf der Hut vor anderen Tieren und streifte lieber allein umher. Menschliche Nähe mochte sie ebenso nicht.

Nach sechs Jahren Rehabilitation und in einem Alter von neun Jahren begann sie ein neues Leben im Wald von Bukit Batikap.

Kevin wurde durch eine gemeinschaftliche Rettungsaktion der Naturschutzbehörde BKSDA und dem Team der BOS Foundation aus illegaler Privathaltung konfisziert. Er war damals zwei Jahre alt und brachte sieben Kilo auf die Waage.

Nach seiner Zeit in der Waldschule kam er 2012 auf die Bagamat-Insel. Dort präsentierte er sich als aggressives und dominantes Männchen. Menschen hielten sich besser fern, wenn sie ihn sahen.

Mit seinen schwärzlich-braunen Haaren und seinen wulstigen Schläfen machte er einen starken Eindruck. Seine wachsenden schwarzen Backenwülste unterstützten dieses Erscheinen.

Kevin befand sich 13 Jahre in Rehabilitation und kehrte mit 16 Jahren endlich in die Wildnis zurück.

Nobri ist im August 2005 auf der Kaja Insel geboren worden. Sie ist die erste Tochter von Shelli, die im November 2013 mit ihrer zweiten Tochter Forest im Bukit Batikap Wald ausgewildert wurde.

Die kleine Nobri hat sich zu einem unabhängigen und selbstsicheren Individuum entwickelt und liebt es auf der Insel umherzustreifen. Zu ihren Stärken gehört das Bauen von Schlafnestern. Außerdem sticht sie aus der Menge heraus, weil sie einen extrem starken und muskulösen Körper hat. Die Anwesenheit von Menschen mag sie nicht besonders und zeigt ihr Missfallen darüber durch die bei Orang-Utans dann üblichen Kuss-Geräusche.

Im Alter von elf Jahren und mit einem Gewicht von 30 Kilogramm wird sie nun in den Bukit Batikap Wald gebracht und mit ihrer Mama Shelli und ihrer jüngeren Schwester Forest wiedervereinigt.

2005 wurde Ella aus einem Privathaushalt  im Alter von zwei Jahren beschlagnahmt.

Im Jahre 2013 kam sie auf die Kaja-Insel und entwickelte sich zu einer einzelgängerischen Erforscherin und Wildbeuterin. Stets war sie in höchster Alarmbereitschaft und erklomm sehr rasch einen Baum, sobald sie  nur ein Fünkchen Gefahr witterte.

Die hübsche und kurzhaarige Ella konnte im Alter von 14 Jahren unter Beweis stellen, dass sie für die Wildnis bereit war.

Sofi wurde am 15. November 2006 von einer Palmölplantage gerettet.
Das Team der indonesischen Forstbehörde BKSDA und die Mitarbeiter der BOS Foundation brachten die damals Viereinhalbjährige, die gerade einmal acht Kilogramm wog, nach Nyaru Menteng.


Sofi war bei ihrer Rettung sehr schwach und hatte schlimme Brandwunden an ihren Hand- und Fußgelenken. Ihre Arme waren angeschwollen und sie konnte diese nicht richtig benutzen. Nichtsdestotrotz zeigte sie sehr schnell, dass sie auf menschliche Hilfe nicht angewiesen und sehr selbstständig ist. Man brachte sie auf die Quarantäne-Station, um sie gesund zu pflegen.


Sofi ist nun 14 Jahre alt und wiegt 56 Kilogramm. Nach neun Jahren Aufenthalt in der BOS Rettungsstation Nyaru Menteng wartet nun das Abenteuer Wildnis auf sie. Sie wird im Wald von Bukit Batikap ausgewildert.

Das Orang-Utan Weibchen Belli  wurde im März 2006 aus den Händen eines Mitarbeiters einer Palmölplantage gerettet. Damals war sie vier Jahre alt und wog nur knapp acht Kilogramm.

Im Jahr 2009 schaffte Belli es mit einigen anderen Orang-Utans aus der Waldschule auszureißen. Als man sie wieder fand, hatte sie eine Infektion im rechten Auge und musste sofort medizinisch versorgt werden. Das Ärzteteam musste das Auge operieren, um zu verhindern, dass die Infektion sich weiter ausbreitete. Leider konnte  ihr rechtes Auge nicht gerettet werden und nun ist sie auf diesem Auge blind. Dennoch lernte sie alles nötige zum Überleben im Regenwald.

Im September 2014 konnte sie die Waldschule abschließen. Sie wurde auf die Kaja Insel gebracht und lebte sich dort sehr gut ein. Belli ist sehr höflich und freundlich gegenüber anderen Orang-Utans. Die Futtersuche bereitet ihr keinerlei Schwierigkeiten.

Mit ihren 15 Jahren und 40 Kilogramm ist Belli nun mehr als bereit endlich im Bukit Batikap Wald ein freies Leben zu führen.

Gina kam im November 2001 nach Nyaru Menteng. Sie war gerade mal ein Jahr alt, wog vier Kilogramm und hatte eine Brandwunde an ihrem kleinen Finger. Durch intensive Pflege der Ärzte konnte ihr Finger aber wieder heilen.

Wie die anderen Orang-Utans durchlief sie die Waldschule und wurde anschließend auf die Bagamat-Insel gebracht.

Unsere Ärzte entdeckten 2012, dass ihr rechtes Auge von grauem Star befallen war. Dies hatte jedoch keinerlei Auswirkungen auf ihre täglichen Aktivitäten und sie ist in der Lage wie zuvor durch die Bäume zu klettern, Schlafnester zu bauen und Futter zu suchen.

Mit 16 Jahren und stolzen 60 Kilogramm Gewicht wurde sie im Wald von Bukit Batikap ausgewildert.

Das Orang-Utan Männchen Lomon wurde 2006 aus Privathaltung beschlagnahmt. Es wurde angeblich gefunden, als es gerade über ein Feld mit Ananasfrüchten herfiel.

Angekettet und in einer viel zu kleinen Holzkiste gefangen gehalten, kam er stark unterernährt und krank nach Nyaru Menteng. Sehr wahrscheinlich lagen viele Jahre Mangelernährung hinter ihm.

Und doch wuchs Lomon zu einem unabhängigen und gesunden Männchen heran. Außerdem war er einer der Stars der BBC-Dokumentation „Orangutan Diary“. Diese Sendung berichtete über die Arbeit der BOS Foundation und der Tierschützerin Lone Drøscher Nielsen auf Borneo.

Seine Kennzeichen sind ein stets wehmütiger Blick und seine ziemlich hellen Lippen. Als er die Waldschule verließ, kam er auf die Bagamat-Insel. Dort wurde er schnell zu einem Anführer und neugierigem Erforscher.

Während der Fütterung dominierte er die Plattform und suchte sich als erstes die Früchte heraus, die er am liebsten mochte. Sein Talent bestand darin, Kokosnüsse innerhalb von 30 Sekunden zu knacken.

Als er in Nyaru Menteng ankam, war er damals sehr dünn und ohne Zuversicht. Zehn Jahre in der Rehabilitation von BOS machten ihn aber zu einem selbstsicheren, dominanten und von seinen Artgenossen geachteten Orang-Utan-Mann.

Im Alter von 14 Jahren durfte er als wilder Orang-Utan endlich in den Wald zurückkehren.

Suta wurde 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Palmölplantage gerettet. Nachdem sie die Waldschule absolviert hatte, zog sie auf die Bagamat-Insel um. Dort herrschte 2013 eine Dürre und der Rungan-Fluss trocknete aus. Suta wurde daraufhin auf die Kaja-Insel verbracht. Dort lebte sie sich sehr schnell ein, baute gute Schlafnester und hatte keine Probleme sich selbst Futter zu suchen.

Die hübsche Suta ist leicht zu erkennen, da sie große, runde Augen und eine Beule auf ihrer Stirn hat. Nach neun Jahren unter Aufsicht wurde es für Suta Zeit, in die Freiheit im Wald von Bukit Batikap entlassen zu werden.

Olbert wurde im Februar 2007 einem Mitarbeiter einer Palmölplantage abgenommen. Damals war er drei Jahre alt und wog nur sechs Kilogramm. Nach einiger Zeit in Quarantäne kam er in die Waldschule, um am Rehabilitationsprogramm teilzunehmen.

Nachdem er die Waldschule erfolgreich abgeschlossen hatte, kam er im Dezember 2012 auf die Bagamat-Insel.

Olbert ist mit seiner ebenen Stirn, seinem orangfarbenen Bart und seinen großen Backenwülsten ein sehr gutaussehendes Orang-Utan-Männchen. Nun ist er zwölf Jahre alt und mit den Fähigkeiten, die er sich angeeignet hat, ist er mehr als bereit, sein neues Zuhause im Bukit Batikap Wald zu erobern.

Zakia kam 2003 nach Nyaru Menteng. Sie wurde von der Naturschutzbehörde BKSDA aus einem Privathaushalt gerettet, wo ihr Besitzer sie in einer Holzkiste gefangen hielt.

Sie war zarte acht Monate alt, wog gerade mal knapp zwei Kilo und war stark dehydriert. Die Ärzte mussten sich sofort um sie kümmern. Doch sie erholte sich und konnte wie andere Orang-Utans in die Waldschule gehen. Nach der Waldschule lebte sie auf der Bagamat-Insel. Wasser in jeder Form bereitet ihr große Freude und sie spielt sehr gern damit.

Zakia entwickelte sich prächtig und durfte nach 13 Jahren Rehabilitation die Schönheit des Waldes wieder entdecken.

Olivia, Rufname Olivia, wurde im März 2003 in einem Dorf in West-Kalimantan konfisziert. Sie kam im Alter von zwei Jahren mit einem Gewicht von neun Kilogramm nach Nyaru Menteng.

Im Jahr 2013 zog sie auf die Kaja-Insel. Sie ist eine starke Persönlichkeit und mag Menschen nicht besonders. Durch ihr schwarzes Gesicht und ihre rötlichen Augenlider ist sie sehr einfach wiederzuerkennen.

Olivia ist bei ihrer Auswilderung 15 Jahre alt und wiegt 54 Kilogramm. Sie hat 13 Jahre in Nyaru Menteng gelebt und wurde bestens auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet.

Teresa ist ein Orang-Utan-Weibchen welches von der BKSDA aus Muara Wahau in Ost-Kalimantan am 18. Juni 2010  konfisziert wurde. Als sie nach Samboja Lestari kam, war sie zwei Jahre alt und begann ihre Rehabilitation mit der Waldschule.

Ihre Fähigkeiten im Nestbau sowohl die Nahrungssuche oder die Erkennung natürlicher Prädatoren stellen für sie kein Problem dar. Ihre Neugierde sorgt zudem dafür, dass sie aktiver wird und jede Ecke von Samboja Lestari auskundschaften möchte.

Diese wunderschöne Orang-Utan-Dame ist sieben Jahre alt und wiegt 29 Kilogramm. Nach fünf Jahren Rehabilitation, erhält sie eine neue Chance als freier und wilder Orang-Utan in Kehje Sewen zu leben. Diese Auswilderung ist ein leichtes Spiel für Teresa und Bungan, da sie nach Hause zurückkehren.

Bungan kam am 24. Mai 2007 nach Samboja Lestari. Sie wurde von einem Bewohner aus Muara Wahau an die BOS Foundation übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war sie ein Jahr alt.

 

Bungan hat sich zu einem unabhängigen und starken Orang-Utan entwickelt. Ihre Fähigkeiten wurden in der Waldschule immer besser. Sie ist sehr intelligent in der Auswahl natürlicher Früchte und im Nestbau. Die meiste Zeit verbringt sie in den Bäumen und mag es jüngere Orang-Utans zu unterrichten.

Diese Schönheit ist neun Jahre alt und wiegt 32 Kilogramm. In den letzten acht Jahren hat sie viele überlebensnotwendige Fähigkeiten erlernt. Bald lebt sie ihr Leben als wilder Orang-Utan im Wald von Kehje Sewen. Diese Auswilderung ist auch für sie leichtes Spiel denn sie spielt gerne mit Wasser und ihren Besten Freunden Hanung, Leonie und Long, die ebenfalls ausgewildert werden.

Joni ist ein Orang-Utan-Männchen, welches durch die Naturschutzbehörde einem Dorfbewohner in Ost- Kalimantan abgenommen wurde. Er kam nach Samboja Lestari, um sich dort der Rehabilitation zu unterziehen. Die Rehabilitation begann am 11.März 2014, als er sechs Jahre alt war.

Nach einem Jahr der Rehabilitation, wurde Joni in Gruppe zwei der Waldschule versetzt. Er ist für seine unabhängige Natur und seine Entdeckungsfähigkeiten bekannt.

Er bewegt sich sehr aktiv durch die Bäume und ist sehr gut in der Nahrungssuche. Joni würde auch Nächte im Wald verbringen. Dieser dunkelhäutige Orang-Utan-Mann ist jetzt sieben Jahre alt und wiegt 21 Kilogramm. Es ist Zeit ihn als wilder Orang-Utan in den Wald von Kehje Sewen ziehen zu lassen.

Hanung wurde am 28. Juni 2007 von einem Bewohner aus Balikpapan zur Rettungsstation Samboja Lestari übergeben.

Nach der Quarantäne kam Hanung zur Waldschule, um seine natürlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen wiederzugewinnen.

Dieser dunkle Orang-Utan mit braunem Haar ist ein freundliches Wesen mit einem dicken Bart. Er liebt es mit anderen Zeit zu verbringen. Er ist sehr aktiv und durchstreift den Wald sehr intensiv. So freundlich er auch ist, mag er es nicht wenn andere Orang-Utans sein Essen wegschnappen.

Jetzt ist Hanung neun Jahre alt und wiegt 31 Kilogramm. Bald darf er in den Wald von Kehje Sewen, wo er sich zu einem wilden Orang-Utan entfalten kann.

Arief ist ein junges Orang-Utan-Männchen, welches von der Naturschutzbehörde aus Ost-Kalimantan konfisziert wurde. Der zweijährige verlor seine Mutter und befand sich seit März 2013 in der Obhut der BOS Foundation. In der Waldschule traf er auf Long, einer neunjährigen Orang-Utan-Dame, die ihn als Adoptivsohn akzeptierte und ihn wie ihr eigenes Kind liebte. Die Geschichte dieser besonderen Beziehung begann mit einem Treffen in der Waldschule Level 1. Long war damals Schülerin der Waldschule Level 2. Long befand sich  außerhalb der üblichen Sichtweise und kam in die Waldschule  Level 1, wo Arief spielte. Sie begutachtete ihn zum ersten Mal und es schien als ob ihre mütterlichen Instinkte geweckt wurden, da sie ihn sofort auf ihren Arm nahm. Arief ein junger Waise, der die mütterliche Nähe brauchte, akzeptierte sie bedingungslos. Seither sind beide unzertrennlich.

Dank der Pflege unserer Babysitter und der mütterlichen Pflege von Long wuchs er zu einem stattlichen Männchen heran. Er ist fünf Jahre alt und wiegt 14 Kilogramm. Arief wird jetzt mit seiner Pflegemutter in den Wald von Kehje Sewen in die Freiheit entlassen.

Die Orang-Utan-Dame Long wurde am 8. August 2007 von einem Dorfbewohner gefunden und dann der BOS Foundation übergeben. Sie war gerade ein Jahr alt, als sie nach Samboja Lestari kam. Bei ihrer Rettung zeigte sie wildes Verhalten und wollte in  ihrem natürlichen Lebensraum bleiben. Sie mochte  es nicht berührt oder umarmt werden. Gefunden wurde Long in der Nähe vom Wald von Kehje Sewen. Long hat sich zu einem dominanten Weibchen mit guten Fähigkeiten und einer sanften mütterlichen Seite entwickelt. In der Waldschule ergriff sie die Chance, die Verantwortung für einen jungen Orang-Utan namens Arief zu übernehmen und wurde so seine Pflegemutter. Wo auch immer Long hingeht, weicht ihr Arief nicht von der Seite. Gemeinsam verbringen die beiden lange Stunden im Spielen und Essen. Außerdem wurde sie häufig dabei beobachtet, wie sie Arief den Wald zeigt, sowie ihm beibringt natürliche Früchte zu identifizieren oder Nester zu bauen.

Jetzt ist sie neun Jahre alt und wiegt 34 Kilogramm. Sie ist bereit, wieder als wilder Orang-Utan im Wald von Kehje Sewen zu leben und wird zusammen mit Arief ausgewildert.

Leonie ist ein weiblicher Orang-Utan, welches von einem Dorfbewohner aus Ost-Kalimantan der BOS Foundation übergeben wurde. Der Finder behauptete, sie in der Nähe eines Bergwerkes gefunden zu haben. Am 8.November 2006 erreichte sie dann Samboja Lestari im Alter von zwei Jahren und einer großen Enttäuschung gegenüber Menschen.

Leonie die helles braunes Haar und eine große Statur hat, ist eines  der cleversten Schülerinnen in Level 2 der Waldschule. Ständig ermutigt sie ihre Freunde dazu, sie bei Entdeckungstouren und streifen durch den Wald zu begleiten. Außerdem zeigt sie ihnen, welche Früchte essbar sind. In der Waldschule zeigte sie immer die Verachtung gegenüber den Pflegern. Sie ist jetzt ein großer und unabhängiger Orang-Utan.

Mit ihren elf Jahren und einem Gewicht von 34 Kilogramm ist sie bereit ihre erlernten Fähigkeiten im Wald von Kehje Sewen unter Beweis zu stellen.

Ajeng ist ein weiblicher Orang-Utan. Sie wurde von der Naturschutzbehörde in Ost-Kalimantan von illegaler Tierhaltung gerettet. Sie kam am 9. August 2007 in Samboja Lestari an als sie gerade ein Jahr alt war. Ajeng befand sich in guter physischer Verfassung und zeigte zum Teil noch ihr wildes Verhalten. Sie mochte die menschliche Nähe gar nicht und sehnte sich zurück in den Wald.

Über die Zeit, wuchs Ajeng zu einer intelligenten und willigen Schülerin heran. In Level 2 der Waldschule in Samboja Lestari ist sie eins der schlauesten Orang-Utans. Sie ist so gut wie unabhängig und ziemlich gut darin, natürliche Früchte zu identifizieren. Außerdem ist sie eine gute Entdeckerin und sehr aktiv in den Bäumen unterwegs. Im Vergleich zu ihren Artgenossen, ist sie ein sehr entschlossenes Weibchen.

Jetzt ist Ajeng neun Jahre alt und bringt 33 Kilogramm auf die Waage. Diese wunderschöne Orang-Utan-Dame wird bald dazu in der Lage sein, ihre Unabhängigkeit zurück im natürlichen Habitat des Waldes von Kehje Sewen zu beweisen.

Erica ist ein Orang-Utan-Weibchen, welches die Naturschutzbehörde von einem Dorfbewohner in Ost-Kalimantan abgenommen hatte. Sie kam am 17. April 2006 in Samboja Lestari an, als sie gerade mal zehn Monate alt war und die Pflege unserer Babysitter dringlich gebraucht hat.

Erica und ihre Artgenossen lernen und spielen jeden Tag zusammen in der Waldschule. Mit jedem weiteren Tag werden ihre Entwicklungen immer beeindruckender. Man kann sie als einen unabhängigen Orang-Utan betrachten, der sehr aktiv die Bäume erkundet und eine faszinierende Entdeckerin ist.

Nun ist Erica neun Jahre alt und 23 Kilogramm schwer. Bald wird sie in ihr wahres Zuhause in den Wald von Kehje Sewen ausgewildert.

Gembira heißt übersetzt „glücklich“. Sie ist Sumehs Tochter und deren erstes 2007 auf der Kaja-Insel geborenes Kind. Sie beherrscht vortrefflich den Nestbau, das Erkennen natürlicher Feinde und die Nahrungssuche. Neigierig und sehr aktiv erforschte sie die Insel gern auf eigene Faust. Wie ein wilder Orang-Utan meidet sie menschliche Nähe und verleiht ihrem Missfallen darüber mit typischen "Kussgeräuschen" Ausdruck. Mit ihren acht Jahren (2015) ist Gembira bereit, in ihrer Waldheimat zu leben – gemeinsam mit ihrer Mutter und dem kleinen Bruder Sawung.

Cheetah wurde 2001 nach ihrer Beschlagnahmung in Jakarta in Nyaru Menteng aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war sie drei Jahre alt und in keinem guten Zustand. Ihr rechter Daumen war von einem Messer so traktiert worden, dass die BOS-Tierärzte ihn nur noch amputieren konnten. Einige Monate nach der Operation gesellte sich Cheetah zu ihren Kameraden in der Waldschule. Nach der Waldschul-Zeit wurde sie auf die Palas-Insel gebracht, wo sie zu einer munteren Entdeckerin wurde. Allerdings erlitt sie dort einen schweren Sturz, der einen komplizierten Armbruch nach sich zog. Ihr musste eine spezielle Titaniumplatte eingesetzt werden. Nach der OP erholte sie sich schnell und ihr linker Arm ist nun wieder völlig funktionstüchtig. Mit 17 Jahren und nach 14 Jahren der Rehabilitation durfte die Orang-Utan-Dame ab August 2015 endlich die Freiheit in Bukit Batikap genießen.

Samba wurde 2000 in dem Dorf „Samba“ beschlagnahmt, daher sein Name. Als einjährige Waise war er ohne seine Mutter aufgefunden worden. Die BOS-Waldschule absolvierte er im Rekordtempo und überall nahm man sich vor ihm in Acht, weil er bekannt für seine Abneigung gegen Menschen war. Bevor er seine Quarantänezeit vor der Auswilderung antrat, lebte er zufrieden auf der Flussinsel Palas, wo er sich zu einem dominanten Orang-Utan-Mann entwickelte. Er ist ganz besonders begabt darin, die leckersten Früchte zu finden und spürt auch das kleinste Termitennest auf. Von seinen männlichen Artgenossen wird er gefürchtet. Der 90-Kilo-Koloss wurde 2015 siebzehn Jahre alt und macht nun den Dschungel von Bukit Batikap unsicher.

Bento wurde 2004 in Jakarta aus einem Privathaushalt gerettet, wo man ihn als Haustier gehalten hatte. Die Naturschutzbehörde hatte ihn beschlagnahmt und an BOS übergeben. Er war damals schon 13 Jahre alt. Nach einigen Jahren der Eingewöhnung (Für Bento war die Gegenwart von Artgenossen fremd) konnte er auf die Flussinsel Kaja umgesiedelt werden. Dort legte er ein sehr dominantes Verhalten an den Tag, gebar sich Menschen gegenüber aggressiv und war am liebsten allein, was ganz typisch für erwachsene Orang-Utan-Männchen ist. Als dominantes Männchen bringt er stattliche 75 kg auf die Waage (2015), hat er ausgeprägte Backenwülste und ein langhaariges Fell. Bento findet sich sicher schnell in seiner neuen Heimat zurecht.

Der kleine Sawung ist Sumehs jüngtes Kind und lebt zusammen mit seiner Mutter in Bukit Batikap. Gembira ist seine ältere Schwester.

Sumeh wurde 2000 als Vierjährige in einer Wohnung in Palangka Raya beschlagnahmt. Sie war fast vollständig abhängig von Menschen – die Folge ihrer langen Gefangenschaft. Daher benötigte sie intensive Betreuung in der Waldschule, um ihre natürlichen Fähigkeiten und ihr wildes Verhalten zurückzuerlangen.

Während ihrer 15 Jahre der Rehabilitation hat Sumeh zweimal Nachwuchs auf der Insel Kaja bekommen. Ihre erste Tochter Gembira, die 2007 geboren wurde, lebt mittlerweile selbstständig. Sumehs zweites Kind, der 2014 geborene Sawung war noch auf die schützenden Arme seiner Mutter angewiesen.

Obwohl sie im Rehabilitationszentrum aufgewachsen ist, zeigt Sumeh ein überraschend natürliches Verhalten gegenüber ihrem Nachwuchs. Sie ist eine aktive und unabhängige Orang-Utan-Dame, die bewiesen hat, dass sie für das Leben im richtigen Urwald bereit ist. Sie wurde 2015 neuzehn  Jahre alt und lebt nun gemeinsam mit ihren Kindern Gembira und Sawung in Bukit Batikap.

Chiki ist ein Weibchen, das am 24. September 2003 von der Naturschutzbehörde BKSDA bei konfisziert wurde, als sie 4 Jahre alt war. Chiki wuchs bei BOS zu einer unabhängigen Orang-Utan-Dame heran. Nachdem sie 2005 die Waldschule beendete, konnte sie auf die Bangamat-Insel umziehen. Die zwölf Jahre, die sie im Rehabilitationszentrum verbrachte, halfen ihr, eine Vielzahl von überlebensnotwendigen Fähigkeiten zu erwerben. Die kann sie nun endlich als freier Orang-Utan im Wald von Bukit Batikap anwenden.

Mumpuni ist ein richtiges Energiebündel. Er mag Menschen überhaupt nicht und versteckt sich immer sofort hinter seiner Mutter Mawar, wenn sich ein BOS-Mitarbeiter nähert. Mumpuni wurde 2015 drei Jahre alt. Jetzt leben beide im Regenwald von Bukit Batikap.

Als Nora 2003 in einem Privathaushalt beschlagnahmt wurde, war sie vier Jahre alt und wog 12 kg. Nora lebte die letzte Zeit auf der Palas-Insel. Weil sie sich bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Orang-Utan Wunden am Rücken und am Auge zugezogen hatte, musste sie 2010 wieder nach Nyaru Menteng geholt werden. Nach drei Jahren in einem Käfigkomplex wurde sie 2013 schließlich auf die Insel Kaja gebracht. Die unabhängige Nora zeigte sich kaum in der Nähe der Fütterungsplattform, weil sie es offenbar spannender fand, die Insel zu erkunden und selbst Futter zu suchen. Vielleicht hatte sie aber auch Angst davor, wieder ihre geliebte Insel verlassen zu müssen. Nun hat die 16-Jährige ihre letzte Menschen-Reise angetreten. In Zukunft gestaltet sie ihre Reisen ganz alleine durch die Baumwipfel von Butik Batikap.

Das damals dreijährige Orang-Utan-Mädchen wurde 2006 aus einer Palmölplantage gerettet. Sie hatte Schrammen in Gesicht und Nacken, die auf frühere Misshandlungen hinwiesen. Nach der Waldschule kam Meklies auf die Kaja-Insel. Schnell fanden mehrere Männchen auf der Insel Gefallen an ihr. 2012 bekam sie ihren ersten Sohn, der Meklias genannt wurde. Die schöne Meklies liebt ihren Sohn über alles.

Afri wurde in der Provinzhauptstadt Palanka Raya als Haustier gehalten und 1999 beschlagnahmt. In Nyaru Menteng musste die Vierjährige erst wieder lernen, sich wie ein Orang-Utan zu verhalten. Ihre Artgenossen halfen ihr dabei. Nach der Waldschule lebte sie schließlich auf der Insel Palas, auf der sich die freundliche Orang-Utan-Dame gut mit den anderen Inselbewohnern verstand. Sie ist als Entdeckerin bekannt und zeigte sich hervorragend in der Auswahl natürlicher Nahrung. Afri hat in Nyaru Menteng 16 Jahre lang ihre natürlichen Fähigkeiten erlernen können und ein neues Leben in Bukit Batikap begonnen.

Mawar wurde im November 2000 von der Naturschutzbehörde in Palangka Raya beschlagnahmt, wo sie als Haustier gehalten wurde. Sie kam als 7-Jährige nach Nyaru Menteng – auf einem Auge blind. Nach der Waldschule lebte sie auf der BOS-Insel Kaja, wo sie eine der temperamentvollsten Orang-Utan-Damen war. 2012 bekam sie ihren ersten Sohn: Mumpuni. Nach 15 Jahren der Rehabilitation in Nyaru Menteng ist Mawar heute (August 2015) 22 Jahre alt.

Meklias wurde 2015 drei Jahre alt. Mit den Erfahrungen, die seine Mutter während ihrer neun Jahre in Nyaru Menteng gemacht hat, wird Meklias nun direkt im Bukit-Batikap-Urwald lernen, wie man als wilder Orang-Utan lebt.

Jamartin ist heute (August 2015) ein zweijähriger kräftiger Orang-Utan-Junge und wiegt drei Kilogramm. Zusammen mit seiner Mutter Jambi leben er nun endlich zusammen in seiner wahren Heimat.

Sigi wurde 2007 von einem Dorfbewohner zu BOS in die Rettungsstation gebracht. Er hatte Sigi in einer Palmölplantage nahe des Dorfs Pundu gefunden. Sigi war in einem sehr schlechten Zustand, hatte eitrige Wunden an den Händen. Als er nach Nyaru Menteng kam, wurde er umgehend medizinisch behandelt und verbrachte die ersten Wochen in der Tierklinik. Drei Finger mussten amputiert werden. Einige Monate nach der Operation begann Sigi schon, seine Kletterkünste in der Waldschule unter Beweis zu stellen. Seine Behinderung hielt ihn nicht davon ab. 2012 trat er die letzte Stufe im Rehabilitationsprozess auf der Insel Bangamat an. Der 2015 elf Jahre alte und 45 kg schwere Sigi zeigt seine Zähne, wenn sich ihm Menschen nähern. Er wird sich in Bukit Batikap gut zurecht finden.

Mardianto wurde 2005 als zweijähriges Orang-Utan-Junges von der Naturschutzbehörde BKSDA aus einem Anbaugebiet für Ölpalmen gerettet. In Nyaru Menteng durchlief er alle Rehabilitationsstufen und wuchs zu einem selbstbewussten Orang-Utan-Mann heran. Als er die Waldschule 2012 verließ, wurde er auf die Bangamat-Insel umgesiedelt. Mardianto hat eine breite, flache Stirn und ein dunkles Gesicht. Er versteht sich gut mit seinen Artgenossen und hat besonders mit Maha und Wombat viel Zeit verbracht. Er ist ein sehr aktiver und abenteuerlustiger Orang-Utan. Der 2015 dreizehnjähige Mardianto war nach zehn Jahren Rehabilitation soweit, in seiner natürlichen Heimat, dem Dschungel Borneos zu leben, gemeinsam mit seinem besten Freund Wombat.

Die Orang-Utan-Dame Jambi wurde schon 1999 aus den Händen eines Dorfbewohners konfisziert. Damals war sie drei Jahre alt war und wog nur sechs Kilogramm. Sie war gesundheitlich in einem sehr schlechten Zustand und hatte Verletzung am Finger, die vermutlich von einer Machete stammte. Vielleicht hatte sie sich geweigert, ihre tote Mutter loszulassen. Nach der Waldschule wurde sie auf die Flussinsel Palas umgesiedelt – die letzte Station vor ihrer Auswilderung. Da sie gern allein auf Entdeckungstour geht, verschwand sie eines Tages und war drei Monate lang wie vom Erdboden verschluckt. Im Dezember 2012 war sie dann plötzlich wieder da und bekam am 20. Juni 2013 ihren kleinen Sohn, der Jamartin genannt wurde. Gemeinsam mit ihm zog sie dann auf die Kaja-Insel und kehrte 2015 – als 18-Jährige –zurück in ihrer wahren Heimat.

Wombat wurde 2007 in einem Privathaushalt beschlagnahmt. Als er nach Nyaru Menteng kam, war er zwei Jahre alt und wog 11 Kilogramm. Seit 2012 lebte er auf der Flussinsel Bangamat. Er hat ein freundliches Wesen und ist gern in Gesellschaft von anderen Orang-Utans. Wombat ist sehr aktiv und geht gern auf Erkundung. Aus der Reserve wird er nur gelockt, wenn ein anderer Orang-Utan ihm seine Früchte wegnehmen will. Dann kann er sehr ungemütlich werden. Markant ist sein dünner roter Bart. Nachdem er acht Jahre in der BOS-Rehabilitation verbracht hat, ist er mittlerweile (2015) 11 Jahre alt und 38 Kilo schwer. Besonders gespannt sind wir auf das Wiedersehen mit Maha im Bukit-Batikap-Wald.

Benjol wurde 2005 von der Naturschutzbehörde in einem Dorf in Zentral-Kalimantan beschlagnahmt. Das verwaiste 2-jährige Orang-Utan-Mädchen war von einem Dorfbewohner aus einer Ölpalmplantage gerettet worden. Die lebhafte Benjol hatte sich bei ihrer Ankunft in Nyaru Menteng noch einiges an wildem Verhalten bewahrt und ihre Überlebensfähigkeiten rasch ausgebaut.
 
2015 war sie 12 Jahre alt und wog 28 kg. In Bukit Batikap hat ihr Leben neu begonnen.

Didik stammt ebenfalls aus einer Beschlagnahmung. Er kam im Jahr 2000 als Vierjähriger nach Nyaru Menteng. Nach einer zweimonatigen Quarantäne ging er zur Waldschule und danach auf die Kaja-Insel, um die finale Phase seiner Ausbildung zu beginnen. 2015 wurde er 18 Jahre alt und wog 75 kg. Der kleine Didik hat sich zu einem großen, dominanten Männchen mit voll ausgebildeten Backenwülsten entwickelt. Anhand seiner etwas nach hinten versetzten Stirn ist er leicht zu erkennen. Nun kann Didik seine Fähigkeiten und seine Unabhängigkeit als wirklich freier Orang-Utan im Wald von Bukit Batikap beweisen.

Maha stammt aus der Stadt Mahajandau in Zentral-Kalimantan. 2007 wurde er von BOS zusammen mit der Forstpolizei und der Naturschutzbehörde beschlagnahmt. Damals war er erst zweieinhalb Jahre alt. Weil er die ersten zwei Jahre seines Lebens in Freiheit verbracht hatte, konnte er als sogenannter „halbwilder“ Orang-Utan im Rehabilitationsprozess eingestuft werden. Deshalb machte Maha auch rasche Fortschritte in der Waldschule. Er war sehr geschickt bei der Auswahl wilder Früchte und beim Nestbau und verbrachte die meiste Zeit in den Bäumen - stets aktiv und unabhängig. 2015 war Maha 10 Jahre alt und wog 35 Kilogramm. Nach acht Jahren im Rehabilitationszentrum kann der hübsche Maha nun wieder ein Leben in Freiheit genießen. 

Als Mentos am 22. Juni 2000 aus einem Privathaushalt beschlagnahmt wurde, war sie erst zweieinhalb Jahre alt. Nach der Quarantäne besuchte sie die Babygruppe. Die dunkelhaarige Orang-Utan-Dame wurde nach der Babygruppe und der Waldschule erst auf die Palas- und 2013 schließlich auf die Kaja-Insel umgesiedelt. Obwohl sie so ruhig ist, verbringt sie gern Zeit mit anderen Orang-Utans und liebt das Wasser. 2015 wurde sie 17, wog 50 Kilogramm und kann endlich wieder als wilder Orang-Utan durch die Baumwipfel von Bukit Batikap streifen.

Jatihan wurde aus illegaler Privathaltung konfisziert. Er kam am 6. Januar 2008 nach Nyaru Menteng und war damals erst eineinhalb Jahre alt. Nach der Waldschule, die er vorbildlich meisterte, wurde Jatihan auf die Bangamat-Insel umgesiedelt. Er hatte sich zu einem furchtlosen jungen Orang-Utan mit guten Kletterfertigkeiten entwickelt - trotz eines fehlenden Fingers, der von unseren Tierärzten nach einem Konflikt mit einem anderen Orang-Utan amputiert werden musste. Er ist ein großer Entdecker und liebt es, sich mit anderen Orang-Utans auszutauschen. 2015 war er schon neun Jahre alt und wog 40 Kilogramm. Das Orang-Utan-Männchen mit dem dunkelbraunen Fell und dem stattlichen Bart hat seinen Weg in die Freiheit gefunden und ein neues Leben im Bukit-Batikap-Wald begonnen.

Das Orang-Utan-Weibchen Dewi wurde am 10. November 2001 in Ost-Java konfisziert. Als sie nach Nyaru Menteng gebracht wurde, war sie sechseinhalb Jahre alt. Dort begann sie ihren Rehabilitationsprozess in der Waldschule. 2005 wurde die wunderschöne braunhaarige Orang-Utan-Dame mit den schwarzen Punkten auf den Augenlidern dann auf die Bangamat-Insel versetzt. Dewi hat trotz ihres fröhlichen Gemüts stets einen sorgenvollen Gesichtsausdruck. 2015 wurde Dewi 20 und wog 44 kg. Sie mag es nicht, wenn Menschen auf sie zukommen und zieht sich dann sofort zurück. Nach 13 Jahren Training im Rehabilitationszentrum war sie bereit, den Bukit-Batikap-Wald ihr neues Zuhause zu nennen.

Orang-Utan-Dame Compost wurde von einem Arbeiter einer Ölpalmenplantage mutterlos in Zentral-Kalimantan gefunden. Ihr Alter wurde damals auf 2 Jahre geschätzt. Nachdem sie von einem Anwohner zwei Tage gepflegt worden war, brachte das Rettungsteam von BOS sie nach Nyaru Menteng. Der Name „Compost“ stammt von dem berühmten Tierfilmer und -fotografen Alain Compost, der die Dokumentation „Story Of Rimba“ drehte, in der Compost als Baby-Rimba mitgewirkt hatte. Sie ist mittlerweile zu einem unabhängigen und starken Orang-Utan herangewachsen. Nach der Waldschule bewohnte sie die Vor-Auswilderungsinsel Palas, und seit 2013 die Insel Kaja. Compost war 2015 13 Jahre alt. In den letzten Jahren hat sie in Nyaru Menteng viele Fertigkeiten für das Überleben im Wald erlernt. Jetzt lebt sie im Wald von Bukit Batikap.

Kiki kam am 18. April 2001 nach Nyaru Menteng, nachdem sie beschlagnahmt wurde. Sie war in West-Kalimantan illegal als Haustier gehalten worden. Damals war sie sechs Jahre alt und wog 18,5 Kilogramm. Neben dem leichten Untergewicht litt sie an einer Atrophie, einem Gewebsschwund, aufgrund des langen Aufenthalts in dem engen Käfig. Sie hatte nicht genug Platz, um sich in dem Käfig aufrichten zu können und war völlig verängstigt. In Nyaru Menteng kümmerte sich das Team liebevoll um die Kleine. Jeden Tag bekam sie Massagen und wurde von den BOS-Tierärzten umfangreich therapiert. Als es ihr besser ging, konnte sie in der Waldschule beweisen, dass sie sich wie ein wilder Orang-Utan verhalten konnte.

2005 wurde sie schließlich auf die Palas-Insel gebracht, wo sie es liebte, umherzustreunen. 2006 brachte sie die kleine Hardi zur Welt. Kiki und ihre Tochter waren zusammen mit Bonita, Kacio und Mego in der Dokumentation „Orangutan Island“ zu sehen. Mit 20 Jahren hat sie zusammen mit ihrer Tochter Hardi ein neues Leben im Bukit-Batikap-Wald begonnen.

Das Orang-Utan-Mädchen Hardi kam am 24. Oktober 2006 auf der Palas-Insel zur Welt. Nicht zuletzt durch ihr wildes und lebendiges Wesen lernte sie sehr rasch selbstständig Essbares zu finden und Schlafnester zu bauen. Sie verbringt die meiste Zeit in den Bäumen und  mag - wie ein wilder Orang-Utan -  die Anwesenheit von Menschen nicht.

Auf der Insel hatte sie nur wenig Kontakt zu anderen Orang-Utans gesucht. Nur weibliche, sanftmütige Orang-Utans genossen ihre Freundschaft; aber sie suchte nie die Nähe dominanter Männchen. Im Alter von acht Jahren wog die agile Hardi 26 Kilogramm und lebt nun mit ihrer Mutter Kiki in Bukit Batikap. 

Kacio wurde in Südkalimantan gerettet, als sie drei Jahre alt war. Das Orang-Utan-Weibchen mit dem dichten Fell kam am 13. Mai 2002 nach Nyaru Menteng. Sie hatte den mittleren Zeh ihres linken Fußes verloren, wahrscheinlich durch eine Verletzung mit einem scharfen Gegenstand. Kacio zog 2006 auf die Orang-Utan-Insel Palas, nachdem sie die Waldschule absolviert hatte. Kacio ist sehr begabt, wenn es darum geht, Futter zu finden. Sie verhielt sich sehr freundlich gegenüber fast allen Orang-Utans auf der Insel. Besonders gut war sie mit Kiki, Olympia und Yasmine befreundet. Wie schön, dass sie auch zusammen ausgewildert wurden!

Die selbstbewusste Karcio kam nur selten zur Fütterungsstelle, sondern erkundete viel lieber die Insel. Auch sie war einer der Stars in der Doku-Serie „Orangutan Island“. Mit 15 Jahren und 56 Kilogramm wurde der wunderschöne Orang-Utan mit den runden Augen im Bukit-Batikap-Schutzwald freigesetzt.

Bonita kam 2003 als Zweijährige zu BOS. Sie wurde in einem Dorf beschlagnahmt, in dem sie als Haustier gehalten worden war.  Das Orang-Utan-Kind wurde zunächst in der BOS-Babygruppe untergebracht. Als sie in die Waldschule kam, war Saturnus ihr bester Freund. Leider verstarb dieser 2011 an einer schweren Krankheit. Nach der Waldschule brachte man Bonita dann ebenfalls auf die Palas-Insel. Einmal war  Bonita zwei Monate lang verschwunden. Alle machten sich große Sorgen und eine erfolglose Suchaktion wurde gestartet. Eines Tages tauchte sie ganz unvermittelt wieder auf.

Bonita hat einen unbändigen Bewegungsdrang. Außerdem findet sie ohne Probleme essbare Blätter und Termiten und liebt die Gesellschaft anderer Orang-Utans. Mit vierzehn Lebensjahren und elf Jahren Rehabilitationserfahrung kommt sie sicher gut in Bukit Batikap zurecht.

Omego, auch Mego genannt, wurde aus Jakarta gerettet und kam 2001 nach Nyaru Menteng, als er gerade drei Jahre alt war. Als er gefunden wurde, hatte er Schorfwunden an der Brust sowie an Beinen und Armen. Nachdem die Tierärzte ihn versorgt hatten, konnte er sich erholen und an die Waldschule übergeben werden. 2005 kam er dann auf die Palas-Insel und wuchs dort zu einem dominanten Männchen mit Backenwülsten heran. Die Erfahrungen, die er in den 13 Jahren in Nyaru Menteng gesammelt hat, bereiteten ihn für ein Leben in der Wildnis gut vor. Tragischerweise wurde der draufgängerische 17-jährige und 72  Kilo schwere Orang-Utan wenigen Monate nach seiner Auswilderung von Unbekannten getötet.

Slamet wurde 1999 noch in der alten Station Wanariset entgegengenommen. Er war von BOS-Mitarbeitern in der Provinzhauptstadt Palangka Raya befreit worden, wo er illegal als Haustier gehalten wurde. Noch im selben Jahr wurde die Rehabilitations-Station Nyaru Menteng in Zentralkalimantan ganz in der Nähe von Palangka Raya gegründet, in der auch Slamet schließlich ein neues Zuhause fand. Zu diesem Zeitpunkt war er drei Jahre alt und 12 Kilogramm schwer.

Nach seiner Zeit in der Waldschule lebte er auf der Palas-Insel. Sein Bewegungsdrang, seine Dominanz und seine feindselige Einstellung gegenüber Menschen machten ihn zu einem idealen Auswilderungskandidaten. Und doch durfte er seine Freiheit nur sehr kurz auskosten. Wenige Monate nach seiner Auswilderung geriet er wohl in Konflikt mit Menschen und wurde getötet.

Am 27.3.2002 wurde Olympia nach Nyaru Menteng gebracht. Bevor sie auf ihre Auswilderung vorbereitet wurde, lernte sie zunächst in der Babygruppe und der Waldschule klettern, Nester bauen und essbare Früchte zu finden. Mit Kacio, ihrem Freund aus der Waldschule, lebte sie dann die letzten Jahre auf der Palas-Insel. Olympia ist ein liebenswürdiger und sehr sozialer Orang-Utan. Mit 15 Jahren und 53 Kilogramm war sie schließlich fähig, ein Leben in Freiheit zu verbringen.

Die damals einjährige Trold kam am 28. Februar 2002 nach Nyaru Menteng. Wie viele andere Orang-Utans wurde auch sie illegal als Haustier gehalten. Das junge, wild geborene Weibchen hatte bei ihrer Beschlagnahmung Wunden an Fingern und Zehen. Als sie 2006 die Waldschule hinter sich gelassen hatte, wurde sie auf die Palas-Insel gebracht. Trold hat ein schönes, dichtes Fell und ist eine Expertin im Erkunden ihrer Umgebung und im Erkennen der richtigen Nahrung im Wald. Außerdem hat sie ein freundliches Wesen und hält sich gern in Gesellschaft anderer Orang-Utans auf. Trold war 12 Jahre lang in Nyaru Menteng und wurde mit ihren 14 Jahren als auswilderungsfähig eingestuft.

Sella wurde von der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA in Palangka Raya beschlagnahmt und kam am 13.4.2002 nach Nyaru Menteng. Sie war erst drei Jahre alt. 2005 verließ sie die Waldschule und wurde auf die Palas-Insel umgesiedelt. Dort hat sie vor allem ihre Fähigkeiten bei der Nahrungssuche noch deutlich verbessern können. Am liebsten suchte sie nach Termiten. Sella wurde von allen Orang-Utans respektiert. Nach 12 Jahren Rehabilitation konnte sie im Alter von 15 Jahren endlich in die Wildnis des Bukit-Batikap-Waldes entlassen werden.

Für Miss Owen begann der Rehabilitationsprozess 1998 in Wanariset in Ost-Kalimantan. Wanariset war damals noch die einzige Orang-Utan-Rehabilitationsstation. Als im November 1999 Nyaru Menteng in Zentral-Kalimantan gegründet wurde, kam auch Miss Owen in die neue Station. Sie war zwei Jahre alt und wog sechseinhalb Kilo. In der Waldschule lernte Miss Owen die wichtigsten Dschungel-Lektionen und freundete sich mit Noor an. Noor war der erste Orang-Utan, der ein neues Zuhause in in Nyaru Menteng gefunden hatte. Er war schon im Februar in Bukit Batikap ausgewildert worden.

Seit 2004 lebte Miss Owen dann auf der Palas-Insel, wo sie viele neue Freunde fand. 15 Jahre Rehabilitation haben einen selbstbewussten Orang-Utan aus Miss Owen gemacht. Seit Apriol 2014 beweist sie, dass sie auch ohne menschliche Hilfe zurechtkommt. Und vielleicht hat sie ja auch schon bald ihren Freund Noor wiedergetroffen.

Wardah lebte ab 2006 in Nyaru Menteng. Die BKSDA (indonesische Naturschutzbehörde) und die BOS Foundation hatten sie aus einer Palmöl-Plantage gerettet. Sie war nur drei Jahre alt. Ihre Mutter war verschwunden, vermutlich getötet. Wardah ist ein sogenannter halb-wilder Orang-Utan. Zwar sind bereits acht Jahre seit Beginn der Rehabilitation vergangen, doch nach wie vor verhielt sie sich wie ein wilder Orang-Utan. Mit elf Jahren erlebt sie endlich wieder echte Freiheit.

Cuplis kam am 29.12.2005 nach Nyaru Menteng. Das BOS-Rettungsteam befreite sie aus dem Haus eines Schlangenbeschwörers. Cuplis war damals erst zwei Jahre alt. Sie war dünn und hatte eine Wunde, die wohl von einer Kette um ihre Hals stammte. Während ihrer Zeit in der Waldschule war die agile Cuplis bekannt für ihre Intelligenz. Mehrmals riss sie aus der Waldschule aus kam erst Tage später wieder zurück. Befördert von ihrer halb wilden Natur verbesserten sich ihre Fertigkeiten rasch. Mit 12 Jahren, strammen 52 Kilogramm und neun Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng war sie befähigt, selbstständig wieder in einem echten Wald zu leben.

Im Alter von vier Jahren kam Acul am 25.6.2001 aus Bontang nach Samboja Lestari. Er war erst vier Jahre alt. In der Waldschule lernte er schnell. Sein ungezügeltes Temperament und seine rasche Auffassungsgabe halfen ihm dabei. Er zeigte sich intelligent bei der Nahrungswahl und beim Nestbau.  Schon von Anfang an verbrachte er die meiste Zeit in den Bäumen. Acul ist heute ein dominanter Orang-Utan mit großen Backenwülsten. Trotz seiner Dominanz zeigt er sich nie aggressiv gegenüber seinen Freunden. 2014 wurde er 17 und brachte 62 Kilo auf die Waage. Nun erlebt der hübsche Acul die Freiheit im Kehje Sewen Wald.

Bajuri wurde 2006 sechsjährig nach Samboja Lestari gebracht. In der Waldschule war Bajuri sehr aktiv und unabhängig. Schnell meisterte er die Kunst des Nestbaus und erkannte schnell essbare Früchte und Blätter. Trotz seines dominanten Verhaltens ist er nicht aggressiv gegenüber seinen Freunden. Deshalb begannen schon bald die Vorbereitungen für seine Auswilderung. Mit 14 Jahren konnte Bajuri dann seine Überlebensfähigkeit im Wald von Kehje Sewen unter Beweis stellen.

Indo wurde 2001 von seinem Halter der BOS Foundation übergeben. Zu der Zeit wog Indo elfeinhalb Kilo und war fünf Jahre alt. Schnell gewöhnte er sich an sein neues Zuhause und war in seiner Waldschulgruppe der Beste. Der Umzug auf die Insel war der letzte Schritt vor der Auswilderung. Mit 18 Jahren war Indo bereit für ein Leben in seinem natürlichen Lebensraum.

Kent kam 1999 als zwei Monate altes Baby nach Samboja Lestari. Man hatte ihn auf einer Farm beschlagnahmt, auf der er - halb verdurstet und von Würmern - offensichtlich nicht gut behandelt worden war. Kent verließ 2004 die Waldschule und zog auf eine der Inseln. Mit 16 Jahren war er nun gut darauf vorbereitet, ein Leben in der Wildnis zu führen.

Leider stand seine Auswilderung unter keinem guten Stern.

Leke kam am 23. April 2001 nach Samboja Lestari. Das kleine Fellbündel, illegal als Haustier gehalten,  war drei Jahre alt und wog 5 Kg. Sie war dehydriert, hatte Durchfall und Mangelerscheinungen durch falsche, nicht artgerechte Ernährung. Zunächst musste sie eine Zeitlang aufgepäppelt und tierärztlich versorgt werden. Dann lernte sie in der Waldschule alles was sie zum Überleben im Dschungel wissen musste.

2008 kam sie auf eine der Inseln und konnte sich dort auf ihre Auswilderung  vorbereiten. Das große und dominante Weibchen lässt sich auch von ihren männlichen Artgenossen nicht beeindrucken und geht ihren Weg. Mit 16 Jahren und 51 kg Gewicht ist die mutige Leke bereit und gut gewappnet für ihr Leben in einem echten Regenwald.

Maduri kam am 16. Dezember 1998 als Zweijährige zu BOS. Sie war illegal als Haustier gehalten worden. Nachdem sie die Waldschule hinter sich gelassen hatte, begann für sie die letzte Phase der Rehabilitation auf einer der Inseln. Maduri zeigte Geschick und selbstständiges Verhalten. Trotz dieser guten Vorbedingung für ein Leben in Freiheit starb sie wenige Monate nach ihrer Auswilderung. Die Ursache konnte nicht ermittelt werden.

Nila kam am 22. April 1998 zu BOS. Sie stammt ebenfalls aus Bontang und war erst vier Jahre alt. Zunächst wurde sie im Sozialisierungsgehege untergebracht und lebte dort zusammen mit Titin, Juminten und Sarmi, die schon ein Jahr zuvor  ausgewildert wurden. Zuletzt bewohnte sie zusammen mit Oneng, die kurz nach ihr ausgewildert wurde, eine der Orang-Utan-Inseln der Station. Dort konnte sie ihre natürlichen Fähigkeiten für das Überleben im Wald schnell verbessern. Nila ist sehr gut bei der Auswahl der Nahrung und lehnte die von den Pflegern angebotenen Früchte irgendwann ab. Sie möchte sie lieber alleine suchen. Am liebsten ernährt sie sich sowieso von Blättern. Mit stolzen 20 Jahren kam sie in die Freiheit.

Oneng war bei ihrer Ankunft in Samboja Lestari 3 Jahre alt. Am 5.4.2006  hatte sie die örtliche Naturschutzbehörde beschlagnahmt. Nach einer Quarantänezeit konnte Oneng auf eine der Inseln ziehen. Zusammen mit Nila und Sarmi verbesserte sie dort ihr Können. Sarmi war bereits ausgewildert worden. Nun kamen Oneng und Nila an der Reihe.

Mit immerhin schon elf Jahren war Oneng der jüngste selbstständige Orang-Utan bei dieser Auswilderung. Oneng war berüchtigt für ihre Intelligenz und ihr Geschick beim Entwischen von der Insel. Sie hat zweifellos alle Fähigkeiten für das Überleben im Dschungel.

Upi wurde 2001 von einem Mann übergeben, der sie als Haustier gehalten hatte. Sie war fünf Jahre alt und 16 kg schwer. Auf ihrem Weg in Richtung Auswilderung lernte sie in der Waldschule und konnte schon 2004 auf eine der Inseln umziehen. Sie findet ohne Probleme ihre natürliche Nahrung und hat ein gutes Gedächtnis. Mit 18 Jahren konnte sie ein wunderschönes, freies Leben in ihrem neuem Zuhause, dem Kehje Sewen Wald beginnen.

Wani stammt ebenfalls aus einem Privathaushalt, in dem sie als Haustier gehalten wurde. Am 26. Juni 2002 kam sie als Fünfjährige nach Samboja Lestari. Wani hatte man mit gerade einmal zwei Monaten von ihrer Mutter getrennt und in einem Holzkäfig gefangen gehalten. Bei BOS besuchte sie bis 2004 die Waldschule und lernte dann weiter auf einer der Inseln. Sie hatte gelernt, sich in der Wildnis zu ernähren und erfüllte auch sonst alle Voraussetzungen für ein Leben im Regenwald. Doch Freiheit kann auch tückisch sein: Wani überlebte die ersten Monate in der Wildnis nicht. Die Ursache ihres Todes bleibt unbekannt - giftige Pflanzen, Gifttiere oder eine Krankheit können die Gründe gewesen sein.

Jane wurde von der Naturschutzbehörde 1999 im Alter von vier Jahren in Palangkaraya beschlagnahmt. Man weiß nicht, wie viel Zeit Jane in diesem Privathaushalt gelebt hatte. Bei ihrer Rettung wog sie 12,5 kg. Sie war sehr schüchtern und wich ihrer Babysitterin in Nyaru Menteng nicht von der Seite. Doch sie wurde älter und selbstbewusster, besuchte die Waldschule und lernte dort alles für das Überleben in der Wildnis. 2012 zog die Orang-Utan-Dame auf die Kaja-Insel um, wo sie nun beweisen musste, dass sie auch ohne Menschen zurechtkommt. Sie wurde immer abenteuerlustiger und unabhängiger. Jane hat inzwischen zwei Kinder.

Jojang wurde am 1.6.2007 noch auf der Kaja-Insel geboren. Jiro kam 2013 zur Welt, als Jane schon im Quarantäne-Komplex auf ihre Freilassung wartete. Eigentlich sollten Jane und Jojang schon im Februar 2013 ausgewildert worden sein. Doch als die Schwangerschaft festgestellt wurde, beschlossen die Tierärzte, die Geburt des Kindes noch abzuwarten. Jiro war schon seit der Geburt gesund und ist jetzt sieben Monate alt. Er wiegt  2,5 kg. Jane ist ebenfalls wohlauf. Sie ist heute (2014) 19 Jahre alt und wiegt 40,5 kg. Zu dritt erkunden sie  ihre neue Heimat.

Jojang ist Janes erster Sohn und wurde auf der Kaja-Insel am 1.6.2007 geboren. Seine Mutter überschüttete ihn regelrecht mit Liebe und lehrte ihn, in der Wildnis zu überleben. Der Orang-Utan-Junge mit dem dichten Fell verhält sich schon wie ein wilder Orang-Utan. Er mag die Anwesenheit von Menschen ganz und gar nicht. Jojang ist bereits ein Inselprofi und ein Experte im Nestbau. So ganz traute er sich aber dennoch nicht, seine  Mutter zu verlassen. 2014 war Jojang sieben Jahre alt und wog 16 kg. Im Dschungel Borneos wird er bestimmt seinen eigenen Weg finden.

Kitty wurde ebenfalls von der indonesischen Naturschutzbehörde (BKSDA) in einem Haushalt in Palangkaraya konfisziert. Das war am 12. August 2000. Sie war erst vier Jahre alt und wog 12 Kilo, als sie in Nyaru Menteng ankam. Auf der Palas-Insel, am Ende ihrer Rehabilitationszeit bei BOS, zeigte sich Kitty als sanfter Orang-Utan, der sich gut mit anderen Orang-Utans verstand. Kitty ist  abenteuerlustig und selbstständig. Am 6.8.2011 gebar sie die kleine Kate. Zusammen mit ihr macht sie nun Bukit Batikap unsicher.

Kitty wurde ebenfalls von der indonesischen Naturschutzbehörde (BKSDA) in einem Haushalt in Palangkaraya konfisziert. Das war am 12. August 2000. Sie war erst vier Jahre alt und wog 12 Kilo, als sie in Nyaru Menteng ankam. Auf der Palas-Insel, am Ende ihrer Rehabilitationszeit bei BOS, zeigte sich Kitty als sanfter Orang-Utan, der sich gut mit anderen Orang-Utans verstand. Kitty ist  abenteuerlustig und selbstständig. Am 6.8.2011 gebar sie die kleine Kate. Zusammen mit ihr macht sie nun Bukit Batikap unsicher.

Zena war fünf Jahre alt und 24 Kilo schwer,  als sie 2002 von der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA beschlagnahmt wurde. Weil sie lange Zeit als Haustier gehalten wurde, war Zena sehr von Menschen abhängig. In der Waldschule der Rettungsstation entdeckte sie aber wieder ihre natürlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen.

Zena ist introvertiert und bevorzugt die Einsamkeit. Aber sie liebt es, den Wald zu entdecken und in den Bäumen zu klettern. Auf der Hampak-Insel saß sie oft allein auf einem hohen Baum. Auch bei der Futtersuche ist sie sehr geschickt. Im Februar 2010 hatte sie auf der Insel ein Baby, William, zur Welt gebracht. 2014 war Zena 17 Jahre alt und 43 Kilo schwer, Baby William vier Jahre alt und acht Kilo schwer. William und seine Mutter Zena dürfen nun endlich als wilde Orang-Utans im Urwald leben.

Im Februar 2010 hatte Zena auf der Insel ein Baby, William, zur Welt gebracht. 2014 war Zena 17 Jahre alt und 43 Kilo schwer, Baby William vier Jahre alt und acht Kilo schwer. William und seine Mutter Zena dürfen nun endlich als wilde Orang-Utans im Urwald leben.

Die vierjährige Dita wurde im November 2002 konfisziert. Sie besuchte in Nyaru Menteng die Waldschule und lebte dann auf der Hampak-Flussinsel. Sie ist aktiv und zeigt gegenüber ihren Artgenossen ein freundliches Wesen. Am 23.1.2012 bekam Dita ein Baby, das Halt getauft wurde. Halt wurde 2014 zwei Jahre alt und war sieben Kilo schwer. Beide leben nun in Bukit Batikap.

Judy wurde 2002 von der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA aus illegaler Haltung beschlagnahmt und kam im Alter von sechs Jahren auf die Station Nyaru Menteng. Im Oktober 2012 bekam Judy ein Baby. BOS-Mitarbeiter nannten ihn Son. Judy liebte ihn offensichtlich sehr und begann damit, dem Zweijährigen wichtige Lektionen für das Überleben im Dschungel beizubringen.

 2014 wurde die damals 58 Kilo schwere Orang-Utan-Dame 18 Jahre alt und erfüllte alle Vorausetzungen für ein Leben in Freiheit. Am 7. Februar 2014 wurde sie zusammen mit ihrem Baby in Kehje Sewen ausgewildert. Aber die freie Natur ist nicht immer schön: Ranger fanden nur wenige Monate später ihre sterblichen Überreste. Was zu ihrem Tod geführt hat, ließ sich nicht mehr feststellen. Vielleicht hat sie trotz aller Vorbereitung giftige Früchte probiert, vielleicht wurde sie von einer Giftschlange gebissen, vielleicht erlag sie dem Befall durch Parasiten. Auch für Orang-Utans kann die Wildnis hart sein.

Im Oktober 2012 bekam Judy ein Baby. BOS-Mitarbeiter nannten ihn Son. Judy liebte ihn offensichtlich sehr und begann damit, dem Zweijährigen wichtige Lektionen für das Überleben im Dschungel beizubringen. Am 7. Februar 2014 wurde Judy zusammen mit ihrem Baby in Kehje Sewen ausgewildert.

Jupiter war erst ein Jahr alt und 4 Kilo leicht als sie konfisziert wurde. Sie hatte ihre Mutter verloren und fand am 13. März 2001 in Nyaru Menteng ein neues Zuhause. Nachdem sie die Waldschule absolviert hatte, zog  sie im Dezember 2006 auf die Palas-Insel. Sie ist aktiv und abenteuerlustig, doch mischt sie sich nur selten unter Artgenossen.

Am 29. April 2013 bekam Jupiter ihr erstes Baby, Julfa. Jupiter zeigt ihrer Tochter bestimmt, wie man sich als echter wilder Orang-Utan verhält. Wir wünschen beiden alles Gute für ihr Leben in Freiheit.

Joys wurde 2003 von der indonesischen Umweltbehörde BKSDA gerettet. Sie war ebenfalls als Haustier gehalten worden und hatte eine große Narbe am Hals, die von der Kette stammte, an der sie jahrelang gehalten wurde. Als sie nach Nyaru Menteng kam, war sie schon 33 Kilo schwer und acht Jahre alt. Nach zehn Jahren in der Waldschule lebte Joys eine lange Zeit auf der Hampak-Insel. Sie ist ein sehr sozialer Orang-Utan, der aber wieder gelernt hat, sich wie ein Wildtier zu verhalten und nicht wie ein Haustier. 2024 war sie 19 Jahre alt. Leider starb sie wenige Monater nach ihrer Auswilderung aus unbekannter Ursache. Giftige Früchte, der Biss eines giftigen Tieres oder Parasitenbefall kann der Grund gewesen sein. Solche traurigen Geschehnisse gehören leider auch zur Freiheit. Die Natur ist nicht immer nett.

Hamlet wurde gerettet, nachdem ein Dorfbewohner gemeldet hatte, dass in der Nachbarschaft ein Orang-Utan-Kind als Haustier gehalten würde. Das war 2001. Hamlet wurde sofort nach Nyaru Menteng gebracht. Er war sehr ängstlich, denn er war zu dem Zeitpunkt gerade einmal drei Jahre alt. In Nyaru Menteng durchlief Hamlet den Rehabilitationsprozess - von der Waldschule bis zur Palas- Insel, auf die er 2006 zog. Doch nach 14 in Nyaru Menteng verbrachten Jahren hatte Hamlet genug für ein Leben im Wald gelernt. Er wollte endlich wissen, wie es sich als wilder Orang-Utan in Freiheit lebt.

Mercury wurde 2002 in dem Dorf Muara Teweh entdeckt, wo er als Haustier missbraucht wurde. Mercury war erst anderthalb Jahre alt und wog 4,4 Kilo. Als die Retter ihn fanden, war er in keinem guten Zustand. Er war dehydriert, hatte Fieber und Durchfall. Mercury erhielt intensive Pflege durch die Tierärzte und Pflegerinnen. Nach zwei Monaten des Bangens ging es ihm bald wieder besser und er konnte die Waldschule besuchen. Auf Artgenossen zu treffen war etwas vollkommen Neues für die Orang-Utan-Waise.

2007 wurde dann das nächste Kapitel seiner Rehabilitation aufgeschlagen: Er durfte auf die Palas-Insel wechseln. Auf ihr konnte er nun ohne nächtliche Gitterstäbe leben. Er entwickelte sich zu einem draufgängerischen, neugierigen Orang-Utan, der gern um sein Futter rangelte. Seine besten Freunde zu der Zeit waren Troll und Jupiter. Nun, in Freiheit, wird der Mercury vielleicht seinen Freund Jupiter wieder sehen und mit ihm um die eine oder andere Orang-Utan-Dame streiten.

Mit zweieinhalb Jahren wurde Reno bei einer Privatperson konfisziert, die ihn illegal als Haustier gehalten hatte. Reno kam bei BOS in Quarantäne und wurde rundum versorgt. Als ansteckende Krankheiten oder der Befall mit Parasiten ausgeschlossen waren, konnte er in die Waldschule gehen, wo er neben Menschen viele Orang-Utans um sich herum hatte. Er fand dort allmählich zu seinen natürlichen Fähigkeiten zurück. 2007 verließ Reno die Waldschule und konnte sich in den Vor-Auswilderungs-Prozess auf der Palas-Insel begeben. Er war sehr ambitioniert bei der Erkundung der Insel und wurde schnell von den anderen männlichen Orang-Utans akzeptiert. Außerdem hatte er viele Verehrerinnen. Vor allem Manisha hatte es auf ihn abgesehen. Nun hat Backenwülste und ist zu einem dominanten Männchen herangewachsen. Zusammen mit Manisha erkundete er von da ab den Bukit-Batikap-Wald.

Am 23. August 1999 wurde das kleine Orang-Utan-Mädchen im Alter von zwei Jahren in Palangka Raya aus einem Privathaushalt gerettet. Damit war Noor der erste Orang-Utan der im gleichen Jahr gegründeten Station Nyaru Menteng. Nach einer Quarantänezeit kam sie in den Kindergarten, besuchte später dann die Waldschule und kam 2003 dann auf die Flussinsel Palas. Noors engste Freunde auf der Insel waren Miss Owen und Praya.

Noor hat im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen überhaupt keine Angst vor Wasser. Oft sah man sie im Rungan-Fluss baden, bis zum Hals im kühlen Nass. Dabei fischte sie Früchte heraus, die im Wasser trieben. Das tut sie vielleicht jetzt noch in Freiheit.

Sarita kam 2001 als Sechsjährige nach ihrer Beschlagnahmung in die Station Nyaru Menteng. Nach der Waldschule lebte sie auf der Palas-Insel und wurde zu einer ihrer cleversten Erkunderinnen. Trotz ihrer Zierlichkeit ist sie sehr lebhaft und wachsam. Sarita hat kleine Beulen auf der Stirn, an denen man sie immer sofort erkennen kann. Während ihrer 13 Jahre in Nyaru Menteng lernte sie alles, was sie zum Überleben im Dschungel wissen muss. Wir hoffen, dass sie uns das im Regenwald von Bukit Batikap noch lange beweisen wird. 

Auch Manisha stammt aus einem Privathaushalt. Sie war vier Jahre alt, als sie im Jahr 2000 gerettet wurde. Das Orang-Utan-Mädchen war sehr schwach und durch den Verlust ihrer Mutter traumatisiert. 2007 begann Manisha ihr neues Leben auf der Palas-Insel. Sie liebt es, die Insel zu erkunden und hat ein großes Talent dafür entwickelt, essbare Früchte und Blätter zu finden. Am liebsten isst sie allerdings Rinde und Termiten. Zu Beginn der Trockenzeit spielte Manisha immer gern im Schlamm. Mit 17 Jahren konnte die wunderschöne Orang-Utan-Dame endlich in ihr neues Zuhause, den Schutzwald von Bukit Batikap umgesiedelt werden. 

Gefunden und beschlagnahmt in Sebulu, Ostkalimantan, machte Diah die Rehabilitation in Samboja Lestari. Im Jahr 1999 hatte Samboja Lestari durch einen massiven Zugang von neuen Orang-Utans wegen großer Waldbrände mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen. Diah, die erst ein Jahr in Samboja Lestari gewesen war, wurde in das neu gegründete Nyaru Menteng gebracht. Als sie am 20.11.2000 dort ankam, war der weibliche Orang-Utan nur 4 Jahre alt und wog 15,5 kg. Sie trat der Waldschule bei, um ihre natürlichen Fähigkeiten wieder zu erlangen.

 

Diah ist freundlich gegenüber anderen Orang-Utans und hat hier einige Freunde gefunden. Nachdem Diah mit der Waldschule fertig war, kam sie auf die Insel Palas. Diese wird genutzt, um herauszufinden, ob die Orang-Utans wirklich bereit sind in die freie Natur entlassen zu werden. Die Einzelgängerin Diah war vorsichtig beim Erkunden der Insel und sehr gut im Finden von Essen. Diah ist jetzt 17 Jahre alt und wiegt 43 kg. Der wunderschöne weibliche Orang-Utan mit seinem langen braunen Haar genießt mittlerweile ihre Freiheit in ihrer wahren Heimat im Kehje Sewen Wald in Ostkalimantan.

Yayang erreichte die Rettungsstation Nyaru Menteng am 03.01.2004, nachdem sie von der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA aus einer Gegend in Banjar Baru beschlagnahmt wurde. Zu dieser Zeit wurde sie auf 6,5 bis 7 Jahre geschätzt. Als sie in der Rettungsstation ankam, sah man deutlich, dass sie mit einem ein Seil um den Hals gefesselt gewesen war. Sofort erhielt Yayang eine intensive Pflege in der Klinik von Nyaru Menteng und trat bald der Waldschule bei. Heute ist der Orang-Utan mit den leicht schrägen Augen und dem dunkelbraunen Haar einer der Bewohner von Kaja Island. Auf dieser Insel leben Orang-Utans, die kurz vor ihrer Auswilderung stehen.

 

Yayang ist nun 15 Jahre alt und wiegt 36,8 kg. Sie ist sehr aktiv und liebt es, alles zu erkunden, mag es aber nicht, wenn Menschen sich ihr direkt nähern. Im April 2009 bekam Yayang ihr erstes Kind, Sayang, auf Kaja Island. Sayang ist nun vier Jahre alt und wiegt gesunde 9,3 kg. Sayang hat bereits angefangen sich ihr Essen selber zu suchen und ist nicht mehr ständig auf dem Arm ihrer Mutter. Die beiden wurden im Regenwald Kehje Sewen ausgewildert.

Bertha kam am 26. September 2002 nach Nyaru Menteng, als sie erst fünf Jahre alt war und 17 kg wog. Die Naturschutzbehörde BKSDA hatte das Orang-Utan-Weibchen von einem Bewohner aus Palangka Raya konfisziert. Sie hatte eine sichtbare Wunde am Hals, die von der Kette herrührte, mit der sie angebunden wurde. Außerdem hatte sie an ihren beiden großen Zehen die Fußnägel verloren.

 

Dieser weibliche Orang-Utan mit dichtem und langem hellbraunen Fell durchlief die Waldschule und führte ihre Ausbildung zum wilden Orang-Utan auf der Palas-Insel fort. Bertha ist sehr aktiv und geschickt in der Suche nach Früchten und Termiten. Zu anderen Orang-Utans verhält sie sich sehr freundlich, mag die Gegenwart von Menschen aber gar nicht. Mit ärgerlichen Lauten und dem Werfen von Zweigen äußert sie dann ihr Missfallen. Ihre Unabhängigkeit und ihr Gewicht von 48,5 kg machen die 16-jährige Bertha fähig, zu ihrer wahren Heimat, dem Wald von Bukit Batikap in Zentralkalimantan, zurückzukehren.

Die Naturschutzbehörde von Zentralkalimantan beschlagnahmte Boy aus illegaler Haltung von einem Dorfbewohner. Im Alter von sechs Jahren und mit nur 13 kg wurde er wurde am 31. Oktober 2002 nach Naru Menteng gebracht. Er kam zur Waldschule und im Jahr 2004 schließlich auf die Palas-Insel, auf der er seine Überlebenstechniken vervollkommnete. Mittlerweile ist Boy ein Experte im Erforschen der Insel und sehr gut in der Lage, Nahrung zu finden. Auch freundet er sich leicht mit anderen Orang-Utans an, z.B. mit den Männchen Mego und Samba.

 

Boy wurde in 2013 17 Jahre alt und wog 55,2 kg. Seine Backenwülste entwickeln sich allmählich und mit seinen langen dunkelbraunen Haaren sieht er sehr gut aus. Nach 11 Jahren in Nyaru Menteng und der Rückgewinnung seiner natürlichen Fähigkeiten ist auch Boy bereit, die grüne Wildnis von Bukit Batikap zu erforschen.

Cilik ist Riwuts älterer Bruder. Er wurde auch auf der Kaja-Insel geboren. 2007 erblickte er das grüne Licht der Welt. Er zählt schon zu den Halbstarken und kann sich sicher durch das Blätterdach der Inselbäume bewegen. Der sechsjährige Orang-Utan kann schon sein eigenes Nest bauen und eigene Nahrung finden. Er fängt allmählich damit an, den Wald auf eigene Faust zu erforschen, aber zu weit traut er sich doch noch nicht von seiner Mutter weg.

Cindy kam im Jahr 2000 nach Nyaru Menteng, als sie etwa fünf Jahre alt war. Kurz zuvor wurde sie aus einem Privathaushalt in Palangka Raya beschlagnahmt. Sie hatte ihr wildes Naturell nie verloren und so wurde sie nach der Quarantänezeit direkt auf eine der Flussinseln gebracht. Auf der Kaja-Insel hat sie nun jeden Winkel bereits erforscht und freut sich auf neue Herausforderungen. Zwei Babys hat sie seitdem auf der Insel das Leben geschenkt. Von den BOS-Mitarbeitern wurden sie Cilik und Riwut getauft. Cindy ist nun stolze 18 Jahre alt und wiegt 42 Kilo. Wir wünschen ihr ein glückliches neues Leben in Batikap.

Diese Schönheit mit kräftigem, hellbraunem Haar war zusammen mit Hamlet, Chacha, Cantik, Bonita und Komo einer der Hauptstars der Doku-Serie „Orangutan Island“ von Animal Planet. Sie wurde von der Naturschutzbehörde BKSDA von einem Bewohner aus Surabaya (Westjava) beschlagnahmt, der sie als Haustier hielt. Als sie am 27. November 2002 in der BOS-Station Nyaru-Menteng ankam, war sie gerade mal ein Jahr alt und wog 10,5 kg. Am 13. Dezember 2006 wurde sie auf die Palas-Insel umgesiedelt, der letzte Schritt vor der Auswilderung. Sie ist nicht nur eine hervorragende Erforscherin ihrer Umwelt, sondern auch sehr gut darin, Nahrung zu finden. Außerdem baut sie leidenschaftlich Schlafnester. Wenn sie nachts einmal aufwacht, errichtet sie sich gleich ein neues Bett aus Zweigen und Blättern, vielleicht weil sie es immer noch komfortabler haben möchte.

 

Daisy wurde im Jahr 2013 14 Jahre alt und wog 52,4 kg. Angesichts ihrer außerordentlichen Überlebensfertigkeiten hat sie nun die Chance, ihre Unabhängigkeit in ihrer wahren Heimat unter Beweis zu stellen: Im Wald von Bukit Batikap. Wir sind zuversichtlich, all denen, die die Serie von Animal Planet gesehen haben, noch mehr über Daisys Fortschritte berichten zu können.

Mit ihrer jüngeren Tochter Forest wird sie bald durch den Schutzwald von Bukit Batikap streifen. Forest ist Shellis zweites Kind. Sie wurde 2010 auf der Insel Kaja geboren. Dort konnte sie von Mama Shelli schon viel über das Leben im Dschungel lernen und sich Kniffe und Tricks abgucken, die ihr helfen werden, wenn sie einmal allein durch die Wälder streifen wird. Die kleine Forest ist nun drei Jahre alt und wiegt 5,4 Kilo. Gerade hat sie damit begonnen, allein auf den Baumästen zu spielen. Forest hat nun in ihrer Quarantänezeit zum ersten Mal einen Käfig gesehen. Wir alle hoffen, dass es auch das letzte Mal sein wird.

Ina ist Inungs zweites Kind. Sie wurde im Jahr 2012 geboren. Das einjährige Orang-Utan-Mädchen klammert sich immer eng an seine Mama und fühlt sich in ihrer Obhut sicher. Ina bekommt all das von ihrer Mama beigebracht, was sie für ein Leben in Freiheit wissen muss. Auch von ihrer sechsjährigen Schwester Indah lernt sie viele Regenwald-Lektionen. Indah ist Inas ältere Schwester und erstes Kind von Mama Inung. Sie wurde 2007 auf der Kaja-Insel der BOS Foundation geboren. Indah verhält sich wie ein wilder Orang-Utan. Dank der Hilfe ihrer Mutter hat sie schon gute Kenntnisse im Nestbau und bei der Nahrungssuche erworben. Sie baut sich schon ihre eigenen Nester und schläft getrennt von ihrer Mutter. Sie ist ein selbstbewusster, fröhlicher Orang-Utan, der keine Menschen mag. Heute ist Indah sechs Jahre alt und bereit, in einen echten Dschungel umzuziehen und ein glückliches Leben als wilder Orang-Utan zu führen.

Indah ist Inas ältere Schwester und erstes Kind von Mama Inung. Sie wurde 2007 auf der Kaja-Insel der BOS Foundation geboren. Indah verhält sich wie ein wilder Orang-Utan. Dank der Hilfe ihrer Mutter hat sie schon gute Kenntnisse im Nestbau und bei der Nahrungssuche erworben. Sie baut sich schon ihre eigenen Nester und schläft getrennt von ihrer Mutter. Sie ist ein selbstbewusster, fröhlicher Orang-Utan, der keine Menschen mag. Heute ist Indah sechs Jahre alt und bereit, in einen echten Dschungel umzuziehen und ein glückliches Leben als wilder Orang-Utan zu führen.

Inung wurde im Kapuas-Gebiet beschlagnahmt und kam im Jahr 2000 zu BOS. Sie war damals erst  zwei Jahre alt. Die hübsche Inung hat langes, lockiges Fell und ein zartes Wesen. Zwei Jahre nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng wurde sie zusammen mit einigen älteren Orang-Utans auf die Kaja-Insel gebracht, um dort zu beweisen, dass sie bereit sind für ein unabhängiges Leben im Regenwald. Inung fand sich schnell gut zurecht und fand auch schnell Gefallen daran, wilde Früchte zu suchen. Außerdem schloss sie auf der Insel schnell Freundschaften. Gute Freunde von ihr sind die dominanten Männchen Didik und Pedro. In den 13 Jahren bei BOS hat sie zwei Babys zur Welt gebracht. Die 15-jährige wiegt heute (2013) 31,2 Kilo und wird bald mit ihren Töchterchen Indah und Ina ihr neues Zuhause, den Wald von Bukit Batikap, beziehen.

Als Komo am 3. April nach Nyaru Menteng kam, war er gerade zwei Jahre alt. Ein Bewohner des Kapuas-Distrikts übergab ihn der BOS Foundation. Durch seine Haltung als Heimtier war Komo sehr von Menschen abhängig. In der Waldschule sollte er seine natürlichen Fähigkeiten wiedererlangen. Und genau wie Daisy gehörte er zu den Stars der Orangutan-Islands-Serie. Komo ist seit der Babystation und der Waldschule der beste Freund von Mandra. Sogar bis zu der Zeit vor der Auswilderung auf Palas Island waren diese beiden immer zusammen.

 

Trotzdem er kein dominantes Männchen ist, zeigt Komo viel Tapferkeit. Er würde z.B. nicht zögern, gegen andere Orang-Utans um die Wette nach Früchten zu angeln, die auf dem Wasser treiben. Mittlerweile ist Komo 15 Jahre alt, 38,5 kg schwer und unabhängig. Die Gesellschaft von Menschen schätzt er nicht mehr. Seine kurzen braunen Haare und sein dunkles Gesicht verleihen ihm ein schneidiges Äußeres. Bald wird er fähig sein, zusammen mit Mandra die Wildnis des Schutzwaldes von Bukit Batikap zu durchstreifen.

Dieser weibliche Orang-Utan wurde in Jakarta konfisziert und erreichte Nyaru Menteng am 30. Mai 2001. Lolin war erst sieben Jahre alt. Auch sie hatte eine ringförmige Wunde am Hals, hervorgerufen durch eine lange Zeit am Strick. Lolin litt an schwerem Durchfall und verweigerte Nahrung und Wasser, was zusätzlich eine  Dehydrierung verursachte. Sie kam 2004 zunächst auf die Bangamat-Insel und anschließend auf die Hampapak-Insel. Dort trieb sie 2012 auf einem Baumstamm den Rungan-Fluss hinunter, wurde aber glücklicherweise von BOS-Mitarbeitern gerettet, die zufällig gerade Futter auf die Inseln brachten.

Auf der Insel ist Lolin aktiv und unabhängig. Sie ist gut im Bau von Nestern und im Suchen von Nahrung. Mit nunmehr 19 Jahren und 26 kg ist Lolin bereit, im üppigen Wald von Bukit Batikap ausgewildert zu werden.

Mandra wurde ebenfalls von der Naturschutzbehörde BKSDA aus illegaler Gefangenschaft befreit. Am 8. März 2000 traf Mandra in Nyaru Menteng ein, etwa zweijährig und gerade einmal 5 kg leicht. Nach einer Quarantänezeit kam die kleine Mandra in die Babygruppe, wo sie Komo, ihren besten Freund, zum ersten Mal traf. Sie durchlief die Waldschule und setzte ihre Ausbildung auf Palas fort.

 

Obwohl sie nicht zu den dominanten Weibchen gehört, ist Mandra aktiv, unabhängig und sehr wissbegierig. Sie liebt es, zusammen mit Komo die Insel zu durchstreifen und Futter zu suchen. Jetzt ist sie 15 Jahre alt, wiegt 41,7 kg und lebt seit 13 Jahren in Nyaru Menteng. Bald werden Mandra und Komo ihre Tage zusammen in Bukit Batikap in Freiheit verbringen können.

Der kleine Nicky ist Nopis zweites Kind. Er wurde 2010 auf der Kaja-Insel geboren. Mit seinen drei Jahren ist er noch sehr von seiner Mutter abhängig und stets ganz nah bei ihr. Die neunjährige Zona ist Nickys Schwester und Tochter von Nopi. Zona ist sehr agil und hangelt sich schon behände von Ast zu Ast. Sie wird sich gut in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden und zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder den Schutzwald von Bukit Batikap erforschen.

Nopi wurde vor ihrer Rettung in Jakarta illegal als Haustier gehalten. Nach ihrer Beschlagnahmung wurde sie nach Borneo zur Station gebracht. Das war 2001. Sie war acht Jahre alt. Während ihrer Zeit auf Kaja gehörte sie eher zu den ruhigen Orang-Utans. Trotzdem hatte sie viele Freunde und keine Scheu vor Artgenossen. In 12 Jahren in der Obhut von BOS hat sie alles gelernt, was das Leben im Dschungel von einem Orang-Utan verlangt. Zwei Kinder namens Zona und Nicki hat sie in den Jahren zur Welt gebracht.

Riwut ist Cindys Zweitgeborenes. Sie wurde im November 2012 geboren und ist noch sehr stark von ihrer Mutter abhängig. Niemals würde sie das Fell ihrer Mutter loslassen, an das sie sich festklammert. Sie beginnt damit, sich Dinge von ihrer Mutter abzuschauen und ihre Umwelt besser wahrzunehmen. Auch lernt sie von ihrem älteren Bruder Cilik. Mittlerweile ist nun ein Jahr alt und wiegt zwei Kilo. Ihr und ihrer Familie steht eine wunderbare Zukunft als wilde Orang-Utans bevor.

Shelli wurde aus einem Privathaushalt in Jakarta gerettet, in dem sie illegal gehalten worden war, und zurück nach Borneo geschickt. Damals war die Kleine erst  acht Jahre alt. Weil sie mehrere Jahre von Menschen gehalten worden war, hatte sie ihr natürliches Verhalten fast vollkommen verlernt. Als sie in Nyaru Menteng ankam, hing sie sehr an ihrer Babysitterin. In der Waldschule schloss sie erstmals Freundschaften zu Artgenossen und schlug sich tapfer beim Erlernen ihrer Dschungel-Lektionen.

 

Nach der Waldschule ging es auf die Flussinsel, wo sie endlich beweisen konnte, dass sie ihr Gelerntes in der Natur, auch wenn es noch kein echter Dschungel war, anwenden konnte. Sie genoss ihre Zeit dort und verbrachte besonders viel Zeit mit den männlichen Bewohnern. Heute ist Shelli 20 Jahre alt und wiegt 30,5 Kilo. Sie ist eine unabhängige Orang-Utan-Dame und hat auf der Insel bereits zwei Kinder zur Welt gebracht.

Zona wurde 2004 auf der Insel Kaja geboren. Ihre Mutter Nopi umsorgte sie mit so viel Liebe und lehrte sie all die Überlebenstechniken, die ein Orang-Utan in der Wildnis braucht. Es überrascht daher nicht, dass sich Zona zu einem unabhängigen wilden Orang-Utan entwickelt hat, der die Insel selbständig erforscht. Zona baut sehr gut Schlafnester und kann ihre natürliche Nahrung auffinden. Sie lehnt auch die Gegenwart von Menschen ab und zeigt ihr Missfallen mit den typischen Kussgeräuschen. Nunmehr neun Jahre alt und 22,4 kg schwer wird dieser wunderschöne Orang-Utan mit dichtem Haar bald in ihre wahre Heimat, dem Schutzwald von Bukit Batikap, gehen. Wir sind sicher, dass sie die Baumkronen selbstsicher erobern wird!

Acong kam am 1. November 1998 als Orang-Utan-Baby in Samboja Lestari an. Damals war sie erst acht bis neun Monate alt. Jetzt ist sie 15 Jahre alt und wiegt 41 kg. In der Waldschule blieb sie die meiste Zeit in der Nähe der Babysisters. Trotzdem war sie beim Klettern sehr geschickt. Mit ihren besten Freunden Cici und Mayang verbrachte sie viel Zeit in den Bäumen. Acong lebt im Moment im Quarantänebereich. Dort ist sie nach Cici die zweitdominanteste Orang-Utan-Frau. Bald wird sie mit ihren besten Freunden im richtigen Regenwald Kehje Sewen leben und spielen. 

Agus kam am 3. Februar 2003 im Alter von drei bis vier Jahren in die BOS-Station Samboja Lestari. Er wurde von seinem ehemaligen Besitzer aus Tenggarong übergeben. Agus hat in der Waldschule und der Insel zweifellos alle Fähigkeiten für sein Leben in Freiheit erworben. Einmal flüchtete Agus aus der Rehabilitationsstation und lebte einige Monate im Wald von Samboja Lestari. Als man ihn wiederfand, wurde er im Sozialisierungskomplex auf seine Auswilderung vorbereitet. Agus ist jetzt 14 Jahre alt und wiegt 56 kg. Er kann es nicht erwarten die Baumkronen von Kehje Sewen zu erforschen.

Emerson war mit seinen 15 Jahren schon ein junger Erwachsener, als er in Sanggata gerettet und nach Samboja Lestari gebracht wurde. Das ist nun 12 Jahre her. Wegen seiner imposanten Größe und der Tatsache, dass die Platzkapazitäten der Station so gut wie ausgeschöpft waren, wurde Emerson in einem Individualkäfig untergebracht. Gegenüber Menschen zeigte Emerson von Beginn an eine gesunde Abneigung. In den letzten Jahren in Samboja Lestari entwickelte er sich aber gegenüber weiblichen Orang-Utans zu einem echten Gentleman. Weil er auch den anderen männlichen Orang-Utans gegenüber freundlich und aufgeschlossen ist, wurde er auf eine Orang-Utan-Insel „verlegt“. Die Insel wird bereits von Leo und seiner „Gang“ bewohnt. Deshalb wurden die Inselbewohner die erste Zeit gründlich beobachtet, um herauszufinden, ob sie sich gut verstehen und es zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen kommt.

 

Leo hieß Emerson willkommen und war regelrecht fasziniert von seiner imposanten Erscheinung mit den riesigen Backenwülsten. Emerson blieb ganz cool und schien froh zu sein, nicht zum Kampf herausgefordert zu werden. Obwohl die Beiden wohl niemals die besten Freunde werden, haben sie sich nie aggressiv verhalten. Während Leo um die Orang-Utan-Dame Juminten buhlt, hat Emerson eine enge Beziehung zu Sami aufgebaut. Das Leben auf der Insel könnte kaum harmonischer und schöner sein. Doch nun wird es ernst für ihre Bewohner. Bald geht es dahin, wo ihre Streifgebiete nahezu grenzenlos sind, und wo sie sich selbst um ihre Nahrung kümmern müssen. Wir wünschen Emerson viel Glück!

Inge wurde dreieinhalb Jahre lang in Bontang als Haustier gehalten. Im Alter von 6 Monaten verkaufte sie ein Tierhändler illegal für 30.000 Rupiah an einen Privatbesitzer. Am 3. März 2002 wurde sie von der Forstpolizei beschlagnahmt und in die Station Samboja Lestari gebracht. Damals war sie 4 Jahre alt und entwickelte sich in der Waldschule außerordentlich gut. Auch sie ist sehr geschickt im Nestbau und bei der Nahrungssuche. Während sie im Sozialisierungs-komplex auf ihre Auswilderung vorbereitet wurde, gehörte sie eher zu den dominanteren Orang-Utans.

 

Wegen ihres schönen Gesichts und ihres wunderbaren Fells gilt sie als schönster Orang-Utan Samboja Lestaris. Inge ist nun 15 Jahre alt und wiegt 37 kg. Schon sehr bald kann  sie ihre neue Freiheit in Kehje Sewen genießen.

Mayang kam am 20. März 2007 nach Samboja Lestari. Sie wurde BOS von der Naturschutzbehörde in Südkalimantan übergeben. Damals war sie etwa 10 Jahre alt. Nach ihrer Ankunft war Mayang sehr gestresst und kämpfte mit ihrer Eingewöhnung. Da sie von ihrem ehemaligen Besitzer jahrelang mit einer Eisenkette gefangen gehalten wurde, hatte sie eine kreisförmige Wunde am Bauch.

 

Mayang ist jetzt (2013) ungefähr 16 Jahre alt und wiegt 46 kg. Nach einem sechsjährigen Rehabilitationsprogramm in Samboja Lestari hat sie alle Fähigkeiten für ein Leben in Freiheit. erworben. Mit ihrer guten Freundin Cici verbringt sie viel Zeit in den Bäumen. Bald werden die beiden gemeinsam mit anderen ausgewilderten Orang-Utans im Regenwald von Kehje Sewen leben.

Auch Mona war vier Jahre alt, als sie 1997 nach Samboja Lestari kam. Sie hat ein hübsches, rundes Gesicht, was darauf schließen lässt, dass es sich bei ihr um einen Ost-Borneo-Orang-Utan (Pongo Pygmaeus morio) handelt. Auch Mona fand einen Platz auf einer der Orang-Utan-Inseln. Sie ist ein sehr kluger Orang-Utan. Sämtliche Fähigkeiten wie das Klettern, Schwingen und Erkennen von Waldfrüchten beherrscht sie ausgezeichnet.

 

Monas Position in der Insel-Hierarchie ist zwar ganz unten, doch weil sie mit Leo, dem großen Orang-Utan-Mann anbändelt, darf sie sich manchmal ihr Nest im selben Baum bauen. Die anderen weiblichen Orang-Utans sind ihr gegenüber sehr tolerant und spielen gern mit ihr. Nur Juminten hält sich ein wenig von ihr fern, um ihre eigene Dominanz nicht zu verlieren. Die hübsche Mona ist heute eine unabhängige Orang-Utan-Dame, die es verdient hat, endlich ein Leben in Freiheit zu führen.

Noel ist ein männlicher Orang-Utan und stammt aus Sangatta. Er kam am 4. Oktober 2013 nach Samboja Lestari und war erst ein bis zwei Jahre alt. In der Waldschule lernte er sehr schnell. Er war sehr geschickt beim Nestbauen und erinnerte sich gut an Stellen im Wald, an denen er Nahrung finden konnte. Er liebte es den Wald zu durchstreifen und entwickelte die unglaubliche Fähigkeit vor seinen Babysisters zu flüchten, wann immer er Lust dazu hatte. Jetzt ist Noel ca. 13 Jahre alt und wiegt 35 kg. Noel ist bereit den Regenwald von Kehje Sewen zu erforschen, der schon bald seine neue Heimat sein wird.

Die vierjährige Sarmi wurde in der Nähe eines Bergwerks gefunden. 1998 entstanden viele Bergbaugebiete, die sich auf Borneo ausbreiteten. Viele Wildtiere verloren ihre Heimat, so auch unzählige Orang-Utans. Im besagten Jahr kam auch die kleine Sarmi nach Samboja Lestari. Zusammen mit Mona und vielen weiteren Orang-Utans, die zu dieser Zeit gerettet wurden, lebte Sarmi in einem Sozialisierungskäfig, bis sie 2010 auf eine der Orang-Utan-Inseln umziehen durfte. In diesem Jahr hatte sie bereits eine fünfjährige Tochter namens Sani. Außerdem nahm sie sich eines kleinen verwaisten Orang-Utan-Jungens an. Sein Name ist Saprol.

 

Zu Beginn dieses Jahres wurde sie mit Emerson bekannt gemacht. Die beiden haben sich gleich gut verstanden und haben seitdem eine harmonische Beziehung zueinander. Wir können es kaum erwarten, wie sich ihre junge Liebe entwickelt, wenn sie erst in Freiheit sind und gemeinsam durch die Baumwipfel von Kehje Sewen streifen können.

Siwie wurde am 16. März 2006 vom Botanischen Garten in Samarinda an die Station Samboja Lestari übergeben. Siwie ist eine Freundin von Abbie, die früher auch im Botanischen Garten lebte. Abbie wurde schon im Mai 2012 nach Kehje Sewen ausgewildert und bekommt dort bald Gesellschaft von ihrer Freundin Siwie.

Siwie ist sehr selbständig und geschickt bei der Nahrungssuche. Sie hat noch viel von ihrem wilden Verhalten bewahrt und konnte deshalb im Vergleich zu anderen Orang-Utans den Rehabilitationsprozess in relativ kurzer Zeit absolvieren.

 

Trotz ihrer Wildheit, ist sie nicht aggressiv ihren Freunden gegenüber. Ihre besten Freunde sind Noel und Inge. Siwie ist jetzt 13 Jahre alt und wiegt 30 kg. Sie wird gemeinsam mit ihren Freunden in ihrer neuen Heimat Kehje Sewen frei gelassen. Vielleicht trifft sie dort auch ihre alte Freundin Abbie.

Arun war erst drei Jahre alt, als er im Dezember 2002 in Banjarmasin (Süd-Borneo) aus privaten Händen beschlagnahmt wurde. Das Rettungsteam der BOS Foundation und die Naturschutzbehörde übergaben den Orang-Utan an die BOS-Station Nyaru Menteng, um ihn der notwendigen medizinischen Versorgung und einer Rehabilitation unterziehen zu können. Nach 10 Jahren Orang-Utan-Training ist Arun heute 13 Jahre alt und bringt 55 Kilo auf die Waage. Gerade beginnen seine Backenwülste zu wachsen. Er ist ein sehr stattlicher und lebendiger Orang-Utan, der in der freien Wildbahn durchaus ein dominantes Männchen werden könnte.

Die kleine Astria, Matildas ältere Tochter, ist ein sehr lebhaftes Orang-Utan-Mädchen. Mit den Fähigkeiten, die sie von ihrer Mutter gelernt hat und noch lernen wird, ist die Fünfjährige selbstbewusst genug, den Wald auf eigene Faust zu erkunden. Auch im Nestbau ist sie schon gut ausgebildet. Astria ist fast wie ein wilder Orang-Utan. Das sieben Kilo leichte Orang-Utan-Mädchen mit dem wunderschönen Fell ist gut gewappnet für ein Leben in Freiheit.

Bonet ist als Dreijähriger in Pontianak, West-Borneo, als Haustier gehalten worden. Im Mai 2002 konnte er von BOS gerettet werden. Bonet ist heute 13 Jahre alt, wiegt etwa 46,6 Kilo und liebt es durch den Wald zu streifen. Er hat schmale Augen und hellbraunes Fell. Erst vor kurzem hat Bonet angefangen, die Aufmerksamkeit von seine weiblichen Artgenossen zu erhaschen.

Der kleine sechs-jährige Bule kam im Dezember 2002 nach Nyaru Menteng. Er war zuvor durch BOS von einem Dorfbewohner in Petak Bahandang beschlagnahmt worden. Er wurde wegen seines hellen Haars Bule genannt. Bule ist indonesisch und heißt Fremder oder Mensch von Übersee. Wer schon einmal in Indonesien war, dem wurde dies sicherlich auch schon hinterhergerufen. Bule ist nun 17 Jahre alt und bringt stattliche 73 Kilo auf die Waage. Mit dem Alter wurden seine Haare dunkler, länger und kräftiger und geben ihm ein sehr hübsches Aussehen. Trotz seiner hinreißenden allgegenwärtigen Neugier ist er doch ein dominanter, erwachsener Orang-Utan.

Die vierjährige Matilda wurde in Palangkara beschlagnahmt. Sie wog zu dem Zeitpunkt zwölf Kilo. 2007 brachte sie die kleine Astria zur Welt. Ihre zweite Tochter Georgina kam im Januar 2012 zur Welt. Matilda ist sehr aktiv und hat einen sehr freundlichen Umgang mit ihren Artgenossen. Viele männliche Orang-Utans fühlen sich von ihr angezogen. Matildas Baby Georgina ist noch sehr winzig und klammert sich stets am Fell ihrer Mutter fest.

In Jakarta beschlagnahmt kam Lona mit sechs Jahren und 18 Kilo in die Rettungsstation Nyaru Menteng. Gründerin der Station, Lone Drøscher Nielsen, gab dem Orang-Utan-Mädchen ihren Namen. Elf Jahre lang lebte Lona ein unbeschwertes Leben auf der Flussinsel Kaja, hatte viele Freunde und genoss das Herumstreifen durch den Wald der Insel.

Lulu wurde in Jakarta von einem Mann beschlagnahmt und im Juni 2002 nach Nyaru Menteng gebracht. Sie wog 17 Kilo und war gerade erst vier Jahre alt. Heute ist Lulu 15 und wiegt beachtliche 37 Kilo. In der letzten Station ihrer Rehabilitation in BOS’ Obhut lebte sie auf der Bangamat-Flussinsel. Dort war sie eher eine Einzelgängerin, die es genoss, den Wald auf eigene Faust zu erkunden. Einmal nahm Lulu Reißaus. Auf einem im Wasser treibenden Ast überquerte sie den Fluss. Nach einer 8-tägigen Suche konnte sie letztlich aufgespürt und zurück auf ihre Insel gebracht werden.

Ein Notruf aus dem Zoo in Pontianak erreichte eines Tages Lone Drøscher Nielsen. Ein weiblicher Orang-Utan und ihr Baby brauchten schnelle, intensive Pflege. Die Namen der Orang-Utans waren Mama Mozzy und Mozzy. Mit Hilfe der Naturschutzbehörde konnten die beiden nach Nyaru Menteng gebracht werden. Leider war der kleine Mozzy nicht kräftig genug und starb zwei Monate später an einem Herzfehler. Im April 2010 gebar Mama Mozzy jedoch ein weiteres Kind. Die kleine Myzo konnte ihre ersten drei Lebensjahre fast wie ein wilder Orang-Utan auf der Kaja-Flussinsel verbringen.

Die vierjährige Matilda wurde in Palangkara beschlagnahmt. Sie wog zu dem Zeitpunkt zwölf Kilo. 2007 brachte sie die kleine Astria zur Welt. Ihre zweite Tochter Georgina kam im Januar 2012 zur Welt. Matilda ist sehr aktiv und hat einen sehr freundlichen Umgang mit ihren Artgenossen. Viele männliche Orang-Utans fühlen sich von ihr angezogen. Matildas Baby Georgina ist noch sehr winzig und klammert sich stets am Fell ihrer Mutter fest.

Der Orang-Utan-Junge Max kam aus Jakarta zu BOS. Damals war er ungefähr drei Jahre alt. In Nyaru Menteng wurde er schnell ein Teil der Waldschule und lernte wissbegierig die Lektionen des Dschungels. Seitdem sind zwölf Jahre vergangen und Max ist zu einem kräftigen Orang-Utan-Mann (55,6 Kilo) herangewachsen. Sein hübsches Gesicht wird von dünnem rotbraunem Haar in den Schläfen umrahmt und gekrönt durch seinen Bart und die Backenwülste. Er ist ein lebhafter Teenager, der sich endlich von seinen menschlichen Pflegern abnabeln möchte.

Als Mita in Palangka Raya beschlagnahmt wurde, war sie vier Jahre alt und wog etwa zwölf Kilo. Mittlerweile hat sie 17 Kilo zugenommen und ist 17 Jahre alt. Mita ist ein sehr graziler Orang-Utan, voller Energie und ihren Artgenossen gegenüber sehr aufgeschlossen und freundlich.

Mongki stammt auch aus Palangka Raya. Er wog bei seiner Beschlagnahmung 17,5 Kilo und war ungefähr vier Jahre alt. Als er nach Nyaru Menteng kam, wurde er schnell ein Mitglied der Waldschule. Nachdem er erfolgreich die Waldschule hinter sich gelassen hatte, durfte Mongki auf die Palas-Flussinsel umziehen. Der kräftige Orang-Utan ist sehr aktiv und dominant. Mit seinen 16 Jahren und 40 Kilo bilden sich auch allmählich Backenwülste in seinem hübschen Gesicht.

Monmon wurde aus einem Haus in Jakarta gerettet, wo sie als Haustier gehalten wurde. Damals wog sie mit ihren vier bis fünf Jahren etwa 19 Kilo. Nach einigen Jahren in der Waldschule wurde sie auf die Flussinsel Bangamat gebracht und später auf die Kaja-Insel umgesiedelt. Die hübsche Monmon ist 13 Jahre alt und mehr als bereit für ihr großes Abenteuer in Freiheit.

Nun, während der Quarantänezeit, ist Myzo zum ersten Mal in einem Käfig. Mama Mozzy, ist heute 22 Jahre alt und wiegt 34 Kilo. Sie ist lebhafter und dominanter als die meisten ihrer Artgenossinnen. Auch sie zieht es immer wieder raus in die Ferne. Oft hat man sie am Flussufer hin und her streifen gesehen. Mama Mozzy und Myzo sind unzertrennlich. Sie werden noch ein paar Jahre gemeinsam die Wildnis erforschen.

Ein Jahr nachdem sie auf die Insel gezogen war, bekam sie schon ihr erstes Junges, die kleine Nielsen, die sie zärtlich umsorgt. Lona ist heute 18 Jahre alt und wiegt 35 Kilo. Sie ist bereit für ein Leben in echter Freiheit. Nielsen ist mittlerweile 7 Jahre alt und wiegt schon 18 Kilo. Sie hat große Angst vor Menschen und wird sich schon allein deshalb in ihrer neuen Heimat wohl fühlen.

Tehang ist ein weiblicher Orang-Utan, der 2003 aus einem kleinen Dorf gerettet wurde. Als sie in Nyaru Menteng ankam, war sie etwa vier Jahre alt. Die heute 14-Jährige hat ein schmales Gesicht, dunkle Haut und rotbraunes Fell. Sie ist sehr selbstbewusst und eine große Entdeckerin.

Auch Ubai stammt aus Jakarta. Das BOS-Rettungsteam vermutete bei ihrer Beschlagnahmung aus einem Privathaushalt, dass sie vorher auf einem illegalen Tiermarkt erworben worden war. Auch sie kam im Juni 2002 nach Nyaru Menteng. Sie muss ebenfalls vier oder viereinhalb Jahre alt gewesen sein. Wie Lulu wog sie 17 Kilo. Ubai ist ein wahrer Wildfang. Mit ihrem langen Bart sieht sie eher aus wie ein Männchen. Die dunkle Gesichtsfarbe und ihr taffes Auftreten verstärken den Eindruck. Sie wirkt sehr still, doch auf der Kaja-Flussinsel hatte sie sich bereits als dominantes Weibchen behauptet.

Der Orang-Utan Uban wurde von der Naturschutzbehörde in Palangka Raya beschlagnahmt und nach Nyaru Menteng gebracht. Er war etwa drei Jahre alt und wog zehn Kilo. Heute, 13 Jahre später, gehört Uban mit seinen 83 Kilo zu den schwersten Orang-Utans seines Alters. Kein Wunder, dass er ein dominantes Wesen hat und am liebsten in Ruhe gelassen wird.

Juminten wurde aus einer Baumplantage in der Nähe des Kutai-Nationalparks gerettet. Damals war sie erst sechs Jahre alt. In diesem Alter sind wilde Orang-Utans Teenager und für gewöhnlich schon unabhängig von ihren Müttern. Meist sind sie in der Lage allein in der Wildnis zurecht zu kommen. Juminten fand man in einer industriellen Akazien-Plantage und brachte sie am 12. April 1998 in die BOS-Station Samboja Lestari. Nach einem Gesundheitscheck stellte sich heraus, dass sie eine umfangreiche medizinische Behandlung benötigte.

 

Vor zwei Jahren konnte sie dann endlich auf die Orang-Utan-Insel umziehen, wo sie auch Leo traf. Die beiden umwerben sich nun schon eine ganze Weile. Juminten hat ein sehr freundliches Wesen. Sie kümmert sich sogar manchmal um das Baby eines anderen Orang-Utan-Weibchens, wenn es dieser nicht gut geht. Juminten ist heute eine 21-jährige Schönheit und wild wie eh und je. Es war an der Zeit, dass sie in ihren eigentlichen Lebensraum zurückkehren konnte.

Leo wurde gerettet, als er 4 oder 5 Jahre alt war. Die Gegend in der man ihn fand war in den Jahren 1997/98 von den schlimmsten Waldbränden heimgesucht worden, die Indonesien je erlebt hat. Im September 1997 kam er nach Samboja Lestari. Leo zeigte ein sehr wildes Verhalten und es war deutlich zu spüren, dass er in der Vergangenheit kaum oder keinen Kontakt zu Menschen gehabt hatte. Nach einigen Jahren im Sozialisierungskäfig, konnte er 2009 endlich auf die Orang-Utan-Insel umgesiedelt werden, auf der er seitdem ein zufriedenes Leben führt. Er war unendlich glücklich, keine Gitterstäbe mehr sehen zu müssen und auf Bäume klettern zu dürfen. Er fing sofort an Nester zu bauen und sich nach Essbarem auf der Insel umzuschauen.

 

2010 wurden ihm die Orang-Utan-Damen Eliza, Mona und Juminten vorgestellt. Er verhielt sich sehr vorbildlich und charmant. Während Mona und Eliza für ihn mittlerweile so etwas wie kleine Schwestern geworden sind, fühlt er sich zu Juminten auf eine ganz andere Art und Weise hingezogen... Leo hat die BOS-Mitarbeiter davon überzeugt, dass er bereit ist, in die Wildnis zurückzukehren. Jetzt ist der Orang-Utan-Mann mit den imposanten Backenwülsten zu Hause.

Titin ist schon seit 1994 ein Mitglied der BOS-Familie. Sie wurde mit 4 Jahren in der nahe gelegenen Stadt Samarinda beschlagnahmt. Im Jahr 2000 brachte sie ihr erstes Kind zur Welt, den kleinen Orang-Utan-Jungen Titon. Nachdem Titon zu anderen Gleichaltrigen umgesiedelt wurde, gebar sie 2008 noch ein weiteres Baby, die kleine Tina-Toon. Vor zwei Jahren brachte man Titin mit ihrer Tochter auf eine der Orang-Utan-Inseln, wo sie Leo und Juminten zum ersten Mal begegneten. Tino-Toon lebt heute nicht mehr bei ihrer Mutter, sondern besucht die Waldschule, in der sie zusammen mit Orang-Utans ihres Alters alle wichtigen Lektionen für das Überleben im Regenwald lernt.

 

Seit die Kleine nicht mehr bei Titin ist, entwickelt sich Titin auch viel schneller. Sie ist ein sehr harmoniebedürftiger Orang-Utan, der sich mit Leo und Juminten sehr gut versteht. Nun ist die heute 23-Jährige in ihre eigentliche Heimat zurückgekehrt.

Alibaba hat als Haustier bei einer Familie in dem Dorf Tumbang Samba gelebt. Als er gefunden wurde, war in schlechter Verfassung und ein Finger an seiner linken Hand war verstümmelt. Damals war er gerade mal zwei Jahre alt. Nach zehn Jahren in der BOS-Station geht es ihm aber wieder gut und er hat sich zu einem selbstbewussten jungen Orang-Utan-Mann entwickelt. Die Nähe zu den Menschen meidet er und auch sonst weist er alle Fähigkeiten auf, die ein wilder Orang-Utan besitzen muss. Heute darf er durch die Wälder von Bukit Batikap streifen und die wilden Orang-Utan-Frauen mit seinem starken Fell und den dunklen Augen beeindrucken.

Im Februar 2002 wurde Centil von der indonesischen Naturschutzbehörde beschlagnahmt. Erste Gesundheitschecks ergaben, dass das etwa 6 jährige Orang-Utan-Mädchen gesund war und nach Nyaru Menteng gebracht werden konnte. Im Oktober 2005 hatte sie die Waldschule abgeschlossen und wurde auf die Fluss-Insel „Bangamat“ gebracht. Man konnte der jungen Dame mit dem dunklen Fell sichtlich ansehen, wie sehr sie das Leben dort genoss.

 

Am 27. November 2009 brachte sie ihr zweites Baby zur Welt. Ihr erstes Kind Edwin verstarb an einer schweren Krankheit. Von dieser schmerzlichen Erfahrung geprägt kümmerte sich Centil nun um ihre Tochter Rose besonders intensiv und lässt sie nie aus den Augen. Mit 17 Jahren und 32,9 Kilo wird sie ihrer kleinen und gesunden Tochter endlich die große weite Welt des indonesischen Dschungels zeigen können.

Dagoy war schon 12 Jahre alt, als sie aus einem Haus in Kasongan befreit wurde. Am 8. März 2000 wurde sie in die BOS-Station gebracht, wo sie mit anderen Orang-Utans ihres Alters in einen der Sozialisierungsgehege kam. Zwei Jahre später durfte sie auf eine der Vor-Auswilderungsinsel umziehen. Dort lebt sie nun seit 10 Jahren. In den 10 Jahren hat sie sich viel Respekt von den anderen Orang-Utans verschafft. Im August 2004 hat sie ihren ersten Sohn geboren. Terusan wurde letztes Jahr ausgewildert und wir sind gespannt, ob es ein freudiges Wiedersehen geben wird. Ihr zweites Kind, Debby, das 2009 zur Welt kam, ist heute fast vier Jahre alt.

Als Danur am 23. August 2000 nach Nyaru Menteng kam mussten sich die Pfleger ganz intensiv um ihn kümmern. Er war 4 Jahre alt und wog 17 Kilo. Er war von einer Familie als Haustier gehalten worden. In der BOS-Station hat er sich durch die Zuwendung und Pflege blendend entwickelt. 

 

Heute ist er ein stolzer Orang-Utan-Mann, der mit 82,2 Kilo ein imposantes Äußeres hat. Doch nicht allein deshalb genießt er so viel Respekt von den anderen Tieren. Danur spielt sehr gern im Wasser, was eher untypisch für einen Orang-Utan ist. Wenn andere vor Wasserspritzern zurückschrecken, beweist er, wie mutig er ist. Er gehört zu den Orang-Utans, bei denen keiner des BOS-Teams Sorge hat, dass er das Leben ohne Menschen nicht perfekt meistern wird.

BOS Mitarbeiter fanden die 4 – 4,5 Jahre alte Darsi im Dezember 2006 in einer Ölpalmplantage in Kotawaringin. Sie war verdreckt, in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und von ihrer Mutter war keine Spur zu sehen. Sie wurde nach Nyaru Menteng gebracht, wo sie sich prächtig entwickeln konnte. Jetzt, kurz vor ihrer Rückkehr in den Regenwald ist sie 13 Jahre alt und 47,8 Kilo schwer. Sie lebte bereits 6 Jahre lang im Rehabilitaationsbereich, der ihrer natürlichen Umgebung sehr nahe kam. Dadurch hat sie eine starke Unabhängigkeit entwickelt. Sie scheut die Menschen und lebte absolut selbstständig im Wald. Deshalb sind sich alle Pfleger einig, dass Darsi das Leben in den Tiefen des Regenwaldes ohne Probleme meistern wird.

Edwan wurde ohne seine Mutter in einer Ölpalmplantage in der Nähe des Dorfes Antang Kalang gefunden. Am 27. August 2007 brachten ihn BOS-Mitarbeiter nach Nyaru Menteng. Zu diesem Zeitpunkt war Edwan etwa 4 Jahre alt. Schnell gab er sich seinem wilden Wesen wieder hin und verhielt sich wie ein freier Orang-Utan. Heute ist er 9 Jahre alt, wiegt 32 Kilo und hat kurzes, dickes Fell. Zusammen mit seinen Freunden hat er Nyaru Menteng nun wieder verlassen und wird fortan im geschützten Regenwaldgebiet Bukit Batikap auf Borneo leben.

Nachdem Isis im Februar 2003 mit etwa sieben Jahren aus einem Haus in Palangka Raya gerettet wurde, kam sie nach Nyaru Menteng. Nach mehreren Jahren auf der Vor-Auswilderungsinsel ist sie bereit für die Auswilderung. Sie ist eine hübsche und kreative Orang-Utan-Dame, die die Abwechslung und das Abenteuer liebt! Unzählige Male schwang sie sich elegant an den Ästen über das Wasser, das die Insel umgibt. Nun kann sie noch sehr viel mehr erleben, denn der ganze Wald von Bukit Batikap steht ihr nun zur freien Verfügung.

James wurde im August 2004 von der indonesischen Naturschutzbehörde aus einem Privathaushalt gerettet. Seither lebt der damals etwa Fünfjährige in der BOS-Station in Nyaru Menteng. Heute ist er 14 Jahre alt, wiegt 76 Kilo und hat markante Backenwülste. Zu den BOS-Mitarbeitern ist er sehr zutraulich und sanftmütig. Neugierig schlich er immer um sie herum, wenn sie sein Gehege passierten oder säuberten. Allmählich kommt aber auch ab und zu seine dominante Seite zum Vorschein. Er zeigt ganz deutlich, wenn er nicht gestört werden möchte, z. B. beim Spielen im Wasser oder beim Essen. Dann macht er laute Kussgeräusche mit den Lippen und signalisiert, dass man lieber auf Abstand bleiben sollte.

Klowor kam am 20. Februar 2005 nach Nyaru Menteng. Er war etwa 3 Jahre alt und lebte vorher in einem Privathaushalt im Dorf Pundu. Er ist ein aktiver Orang-Utan. Sobald er hört, dass seine Freunde gegen das Gehege hauen, stimmt er fröhlich mit ein. Er liebt es den Pflegern Streiche zu spielen. Alle nehmen sich in Acht, wenn es an die Gehegereinigung von Klowor geht. Nach 8 lustigen Jahren mit ihm ist es aber mehr als an der Zeit, dass er seine neue Heimat unsicher macht.

Am 17. Dezember 1999 kam Lesta nach Nyaru Menteng, nachdem sie aus einem Privathaushalt in Palangka Raya gerettet wurde. Sie war etwa 4 Jahre alt und wog 12 Kilo. Lange lebte sie auf der Vor-Auswilderungsinsel, wo sie von vielen männlichen Orang-Utans begehrt wurde. Sie ist zwar nicht dominant, steht aber trotzdem weit oben auf der Rangliste.

In den 13 Jahren, die Lesta in Nyaru Menteng lebt, hat sie bereits 3 Kinder zur Welt gebracht. Ihr Jüngstes ist Lewis, der am 16. März 2011 geboren wurde. Der heute Einjährige weicht nicht von ihrer Seite. Oft kann man beobachten, wie Lesta ihn liebevoll mit Früchten füttert. Heute kann Lewis seine ersten Kletterversuche in den Tiefen des Regenwaldes – in Freiheit – machen.

Lupita konnte nach nur 2 Wochen in nicht artgerechter Gefangenschaft von BOS befreit werden. Das Vierjährige Orang-Utan-Mädchen wurde von einem Einwohner von Buntok gefangen gehalten. Nach der Konfiszierung kam sie nach Nyaru Menteng, wo sie die nächsten neun Jahre leben sollte. Aus ihr wurde eine sehr selbstsichere Orang-Utan-Frau mit dickem roten Fell und ovalem Gesicht. Sie ist eine wahre Kletterkünstlerin. Vor keinem Baum macht sie halt. Mit 13 Jahren kann sie nun endlich auch wieder die Bäume in der Freiheit erklimmen.

Manggo ist Markisas Tochter und mittlerweile fast acht Jahre alt. Sie hatte das Glück, dass sie auf einer der Orang-Utan-Inseln von Nyaru Menteng geboren wurde und von Beginn an von ihrer eigenen Mutter aufgezogen werden konnte. Von ihr hat sie gelernt, wie man Nester baut, richtig klettert und welche Früchte und Blätter essbar sind. Sie ist unglaublich wissbegierig und aktiv. Jeden Tag erkundet sie den Wald aufs Neue. Sie ist zum hübschen Teenager herangereift, wiegt 29,7 Kilo und hat dickes langes Fell. Sie gehört eher zu den weniger dominanten Orang-Utans und beweist immer wieder, dass sie sich in unterschiedlichen Situationen richtig verhalten kann.

Markisa war erst vier Jahre alt, als sie aus einem Privathaushalt in Palangka Raya befreit und nach Nyaru Menteng gebracht wurde. 12 Jahre lang war die BOS-Station ihr Zuhause. Auf der Vor-Auswilderungsinsel hat sie zwei hübsche Mädchen geboren. Ihre ältere Tochter Manggo ist schon selbstständig und bestreitet ihr Leben allein.

Mexa wurde aus dem Haushalt eines Ölpalmplantagenarbeiter gerettet, der sie als Haustier hielt. Mit einer Kette um den Hals und in schlechter Verfassung wurde die 15-jährige Orang-Utan-Dame am 6. August 2006 gefunden und nach Nyaru Menteng gebracht. Die Zeit der Gefangenschaft ging nicht spürbar an Mexa vorüber. Nicht nur die Narbe am Hals spiegelten ihre letzten Jahre wider. Immer deutlicher zeigte sich auch ihre Abhängigkeit von den Menschen. Nach 7 Jahren Training und Geduld hat sich Mexa allerdings zu einem „Vorzeige-Orang-Utan“ gemausert. Sie ist gut für den Regenwald und ein Leben ohne Menschen vorbereitet.

Mogok ist ein männlicher Orang-Utan, der im Dezember 2002 aus dem Haus eines Dorfbewohners in Buntut Bali beschlagnahmt und in die BOS-Station Nyaru Menteng gebracht wurde. Damals war er erst zwei Jahre alt. Heute kann man ihn nicht mehr mit früher vergleichen. Der heute 13-Jährige hat sich wunderbar entwickelt, wiegt 49,3 Kilo und hat ausgeprägte Backenwülste bekommen. Der Teenager mit dem braunen Fell ist ein beachtlicher Erkunder! Während der Zeit auf der Vor-Auswilderungsinsel Palas konnte man ihn oft dabei beobachten, wie er wilde Früchte suchte und die größten Bäume erklomm. Oft war ein Orang-Utan-Mädchen namens Bonita an seiner Seite. Wir sind gespannt, was er in Freiheit anstellen wird und wem er im Regenwald näher kommen wird.

Im November 2006 gelang es der BOS Foundation zusammen mit der indonesischen Naturschutzbehörde einen jungen männlichen Orang-Utan zu retten. Sie fanden ihn von seiner Mutter getrennt in einer Ölpalmplantage in Kotawaringin. Am 15. November 2006 erblickte Rachmad erstmals sein neues Zuhause auf Zeit – Die BOS Station in Nyaru Menteng. Damals war er 2,5 – 3 Jahre alt und wog gerade mal 5 Kilo. Heute ist er 9 Jahre alt und bringt stolze 38,5 Kilo auf die Waage. Mit seinem dunklen Fell, den durchdringenden Augen und seinem neu entwickelten Selbstbewusstsein macht er nun endlich seine natürliche Umgebung unsicher.

Im Februar 2002 wurde Centil von der indonesischen Naturschutzbehörde beschlagnahmt. Erste Gesundheitschecks ergaben, dass das etwa 6 jährige Orang-Utan-Mädchen gesund war und nach Nyaru Menteng gebracht werden konnte. Im Oktober 2005 hatte sie die Waldschule abgeschlossen und wurde auf die Fluss-Insel „Bangamat“ gebracht. Man konnte der jungen Dame mit dem dunklen Fell sichtlich ansehen, wie sehr sie das Leben dort genoss.

 

Am 27. November 2009 brachte sie ihr zweites Baby zur Welt. Ihr erstes Kind Edwin verstarb an einer schweren Krankheit. Von dieser schmerzlichen Erfahrung geprägt kümmerte sich Centil nun um ihre Tochter Rose besonders intensiv und lässt sie nie aus den Augen. Mit 17 Jahren und 32,9 Kilo wird sie ihrer kleinen und gesunden Tochter endlich die große weite Welt des indonesischen Dschungels zeigen können.

Die einjährige Uli hingegen klammert sich noch an die liebenden Arme ihrer Mutter. Auch wenn Markisa selbst nicht bei Ihrer Mutter aufwachsen konnte, ist sie eine sehr gute Mutter für ihre Kinder. Sie ist mittlerweile 17 Jahre alt, wiegt 38,9 Kilo, ist sehr aufgeweckt und mehr als bereit für ein Leben im Dschungel.

Als Gadis in die BOS-Station nach Nyaru Menteng kam, war sie etwa 2,5 Jahre alt. Sie wurde von der Naturschutzbehörde in Zentral-Kalimantan beschlagnahmt und zur BOS Foundation gebracht. Zuvor war sie 2 Jahre lang als Haustier gehalten worden, zum Zeitpunkt ihrer Rettung jedoch in einem relativ guten Zustand. Die im Jahr 2012 15-jährige Gadis hat rundliche Wangen und ein dunkles Fell. In der Waldschule war sie sehr unabhängig und zurückgezogen. Später liebte sie es, die Flussinsel Kaja zu erkunden und genoss ihr Leben dort. Sie suchte sich gern ihre Nahrung im Wald und kam nur selten zu den Futterplattformen. Obwohl sie nicht gern mit anderen Orang-Utans zusammen ist, lernte sie vor wenigen Jahren Omega kennen, einen dominanten Orang-Utan-Mann mit stark ausgeprägten Backenwülsten. Die beiden verbrachten viel Zeit zusammen und umwarben sich gegenseitig. Das Ergebnis ihrer Zuneigung war das Orang-Utan-Baby Garu, den Gadis Ende 2009 zur Welt brachte.

Garu wurde am 15. Dezember 2009 auf der Flussinsel Kaja geboren. Sie kann sehr traurig gucken, aber das täuscht, denn die Kleine ist sehr aktiv und verspielt. Die zum Zeitpunkt ihrer Auswilderung dreijährige Garu hing noch sehr an ihrer Mutter und folgte ihr überall hin. Wenn ein Orang-Utan auf der Insel Kaja geboren wird, bedeutet das, dass er wie ein völlig wildes Tier aufwächst und nahezu die gleichen Dinge lernt wie in Freiheit. Wie ein wilder Orang-Utan hat Garu eine gesunde Angst vor Menschen. Wenn sie einen Menschen sieht, macht sie die drohenden Kussgeräusche mit den Lippen. In Bukit Batikap wird sie in Ruhe ihr Leben in Freiheit genießen können.

Die dunkelhaarige Orang-Utan-Dame Leonora wurde am 8. August 2000 vom BOS-Rettungsteam und der Naturschutzbehörde in die BOS-Station Nyaru Menteng gebracht. Leonora hatte davor bei einer Familie gelebt. Mit drei Jahren wurde sie jedoch zu groß und musste deshalb in einem Käfig außerhalb des Hauses ihr Dasein fristen. In den ersten Tagen nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng klatschte die freche Leonora einfach in die Hände, wenn sie trinken oder essen wollte. Nachdem sie aber zur Waldschule ging und später auf die Insel Kaja kam, ließ diese Angewohnheit langsam nach. Leonora wurde im Jahr 2012 16 Jahre alt und ist ein sehr hübscher Orang-Utan. Sie ist eher zurückhaltend, kann aber anderen weiblichen Orang-Utans gegenüber auch dominant sein. Mittlerweile hat sie auch einen kleinen Jungen, den süßen Lamar, geboren. Jetzt wird sie ihm im geschützten Regenwald Bukit Batikap alles beibringen können, was er zum Überleben wissen muss.

Am 7. November 2009 wurde Lamar auf der Flussinsel Kaja geboren. Wie fast alle Orang-Utan-Kinder ist er sehr verspielt und aktiv. 2012 hing er noch sehr an seiner Mutter Leonora und lag am liebsten in ihren sicheren Armen. Er liebte es, die Insel Kaja zu erkunden, aber nur, wenn seine Mutter in der Nähe war. Wenn sich Menschen näherten, machte er die drohenden Kussgeräusche und warf mit Ästen, um sie zu vertreiben. Das sind angeborene Verhaltensweisen von wilden Orang-Utans und somit beste Voraussetzungen für das Leben in Freiheit.

Anfang 2000 erfuhr die BOS Foundation von einem gefangen gehaltenen Orang-Utan in Palangkaraya. Gemeinsam mit der Naturschutzbehörde von Zentral-Kalimantan konfiszierte das BOS-Rettungsteam am 5. Januar das damals vierjährige Orang-Utan-Mädchen Emen. Wie auch bei zahlreichen anderen Orang-Utans waren die Jahre in Gefangenschaft nicht spurlos an ihr vorüber gegangen. So hatte sie an der rechten Hand nur noch den Daumen. Wie sie ihre restlichen Finger verloren hat, ist nicht bekannt.

Nach drei Jahren Waldschule und mit viel Liebe und Fürsorge der BOS-Pfleger konnte Emen bereits 2003 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja gebracht werden. Dort hat sie die letzten neun Jahre reichlich an Erfahrungen für ein Leben in Freiheit gesammelt. Sie ist ein ruhiger Orang-Utan und hat sich noch nie aggressiv oder dominant gegenüber ihren Freunden verhalten. 2009 hat Emen einen kleinen Sohn geboren, den die Pfleger Embong nannten. Mit 17 Jahren, 34,3 Kilo schwer und ihrem kleinen Baby wurde auch Emen zurück in den Regenwald Borneos entlassen.

Am 30. November 2009 wurde Embong geboren. Der kleine Orang-Utan-Junge ist sehr verspielt und aktiv. Emong hat drei Jahre auf Kaja gelebt und konnte aus erster Hand von seiner Mutter lernen, was es heißt, im Dschungel zu leben. Mittlerweile ist er zusammen mit seiner Mutter und anderen Orang-Utans in den Tiefen des Regenwaldes verschwunden.

Nachdem Sif von der Naturschutzbehörde von Zentral-Kalimantan aus einem größeren Dorf in Pulang Pisau beschlagnahmt wurde, kam sie am 27. April 2000 zusammen mit dem Orang-Utan Thor in die BOS-Station Nyaru Menteng. Sif und Thor hatten ihr gesamtes Leben in Gefangenschaft verbracht und beide litten unter starker Mangelernährung. Das junge Orang-Utan-Mädchen Sif war damals schätzungsweise zwischen 5 und 5,5 Jahren. In der Waldschule blühte Sif völlig auf und meisterte alles hervorragend! Später wurde auch sie auf die Vorauswilderungsinsel Kaja gebracht.

Sie ist eine clevere Orang-Utan-Dame geworden und findet die leckersten Früchte des Waldes mit Leichtigkeit. Auch wenn etwas Essbares vom Baum in den Fluss gefallen ist, tut sie sich nicht schwer daran, es herauszufischen. Heute sieht Sif ganz zauberhaft aus. Sie hat ein ovales Gesicht, volle dunkle Lippen, gelbliche Locken auf dem Kopf und ein dickes Fell. Ihre Tochter Sifa, die sie auf Kaja geboren hat, ähnelt ihr sehr. Sie lässt sich schnell auf andere Orang-Utans ein und es gibt keinen Zweifel, dass sie in der Freiheit sehr gut allein zurechtkommen wird.

Dieses süße Orang-Utan-Baby ist 2 Jahre alt und Sifs Tochter. Am 8. November 2010 erblickte sie auf Kaja zum ersten Mal die Welt. Sie ist genauso hübsch wie ihre Mutter. Sie hat langes dunkles Fell und ein ovales Gesicht mit dunkler Haut. Wir wünschen dir alles Glück der Erde, kleine Sifa! Im echten Wald zu leben wird großartig werden.

Chanel war etwa drei Jahre alt, als sie am 3. März 2003 in der Nähe einer Ölpalmplantage in Parenggen gefunden wurde. Sie wurde in die BOS-Station Nyaru Menteng gebracht. Bei ihrer Ankunft war sie sehr wild und konnte deshalb nicht in die Waldschule zu den anderen Orang-Utans gehen. Erst mit 5 Jahren konnte man sie zur Kaja-Insel bringen, auf der sie sich selbstständig auf ein Leben in Freiheit vorbereiten konnte. Chanel ist ein charmantes, schlankes Orang-Utan-Mädchen mit rotem Fell, 2013 wurde sie 13 Jahre alt und wog 33,9 Kilo.

Sie ist unabhängig und genießt die Zeit, in der sie allein ist. Ihrer Natur entsprechend scheut sie den Menschen und ist nicht gerne in seiner Nähe. Wenn sich Menschen nähern, macht sie drohende Kussgeräusche. Sie hat einen vierjährigen Jungen, der Charlie heißt und ebenfalls mit ihr im November 2012 in den Urwald zurückgekehrt ist.

Charlie ist der Sohn von Chanel. Er wurde am 1. Mai 2009 auf der Flussinsel Kaja geboren. Der reizende Kleine mit rundlichem Gesicht, gelblicher Haut und dickem, rotem Fell liebt es mit anderen Orang-Utan-Kindern zu spielen. Er verbringt seine Zeit aber auch gerne bei älteren männlichen Tieren. Heute, mit vier Jahren, ist er sehr mutig und hat keine Angst, sich auch mal von seiner Mutter zu entfernen. Er ist auch recht geschickt, denn momentan lernt er, wie man sich sein eigenes Schlafnest in den Bäumen baut. Jetzt, zurück im Regenwald, wird er noch viel mehr Zeit zum Üben haben.

Terusan wurde am 19. August 2004 auf der BOS-Insel Kaja geboren. Seinen Namen bekam er, weil er zum ersten Mal in der Nähe des Flusses Terusan gesehen wurde. Terusan lebt noch mit seiner Mutter Dagoy zusammen, aber er liebt es mindestens genauso sehr mit seinen Freunden und Geschwistern zu spielen. Acht Jahre lang durfte er wie ein wilder Orang-Utan auf der Insel Kaja leben und hat so alles gelernt, was ein Orang-Utan in Freiheit wissen muss.

Wie die Polizei aus Zentral-Kalimantan berichtete, wurde ein männlicher Orang-Utan beschlagnahmt, nachdem er von einem Dorfbewohner über längere Zeit als Haustier gehalten wurde. Am 15. März 2001 wurde der etwa 4 Jahre alte Orang-Utan nach Nyaru Menteng gebracht und „Menteng“ genannt. Nachdem er mit 7 Jahren die Waldschule erfolgreich beendet hatte, fand er schnell seinen Platz auf der Orang-Utan-Insel Kaja. Dort hat er sich zu einem selbstbewussten, aber auch leicht aggressiven Mann entwickelt. Trotz seines recht jungen Alters kann er sich auch gegen Ältere behaupten.

Der im Jahr 2012 15 Jahre alte Menteng ist eine stattliche Erscheinung. Trotzdem zieht es ihn eher selten zu Orang-Utan-Damen. Und Menteng hat noch mehr besondere Eigenschaften: Er kann schwimmen und sogar tauchen! Für Orang-Utans ist das sehr ungewöhnlich.

Am 18. April 2001 landete ein Wasserflugzeug aus Ketapang, West-Kalimantan in Nyaru Menteng. An Bord waren Studenten, die mehrere Orang-Utans in ihrer Obhut hatten. Alle Tiere waren zuvor in Gefangenschaft gewesen. Die Studenten hatten die Hoffnung, dass BOS die Orang-Utans aufnehmen könnte, was sie auch taten.


Einer der Orang-Utans war der 6-jährige Jamiat. Zunächst gab es Zweifel bezüglich seiner Unterart, weil er in West Kalimantan gefunden worden war. Letztendlich ergaben die Gentests aber, dass es sich bei ihm um einen echten Pongo pygmaeus wurmbii, also einen Borneo-Orang-Utan aus Zentral-Kalimantan handelte.

Jamiat genoss die Waldschule von Anfang an. Nachdem er sie erfolgreich beendet hatte, wurde er auf die Kaja-Insel, der Vorauswilderungsinsel in Nyaru Menteng gebracht. 2012 war er mit 17 Jahren und 45 Kilo schon ein junger Erwachsener. Sein Gesicht ist dunkel und lang, ebenso sein Fell, was ihn äußerst elegant wirken lässt. Aber er ist einer der Orang-Utans von Kaja, die ganz unten in der Rangliste stehen, was sich auf seine Statur auswirkt. Auch seine Backenwülste wachsen nur sehr langsam.

Das Leben auf Kaja hat ihm erst ermöglicht seinen wilden Charakter wieder zu entdecken. Er hat eine gesunde Angst vor Menschen und macht oft das drohende Kussgeräusch, wenn man sich ihm nähert, und damit jedem zu verstehen gibt, dass er uns nicht gerne in seinem Gebiet sieht. Nach 11 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng konnte Jamiat endlich in den grenzenlosen Wald zurückkehren.

2006 gab es viel zu tun für die Mitarbeiter der BOS Foundation. In diesem Jahr boomte das Geschäft der Palmölindustrie und viele kostbare Waldgebiete in Zentral-Kalimantan verschwanden. Stattdessen entstanden unzählige, gigantische Plantagen mit Ölpalmen. Orang-Utans, sowie auch andere Waldtiere, verloren ihre Heimat. Für viele war es das Todesurteil. In einem achttägigen Einsatz an der Grenze zwischen Sampi und Pangkalan Bun gelang es dem BOS-Rettungsteam 12 Orang-Utans zu retten.

 

 Einer von ihnen war Gusti, der zu diesem Zeitpunkt etwa 4 Jahre alt war. Zusammen mit den anderen Orang-Utans kam er am 26. Juli 2006 in die BOS-Station in Nyaru Menteng. Dort hat sich Gusti zu einem aktiven und verspielten Orang-Utan entwickelt. Er hat ein prächtiges dickes Fell und einen starken, stämmigen Körper. Gustis Stimme ist sehr markant, weshalb ihn die Pfleger leicht erkennen konnten. Und so wird es auch anderen Orang-Utans gehen, wenn sie Gustis markantes Rufen in den Tiefen des Waldes hören.

Das vier Jahre alte Orang-Utan-Mädchen Iyos wurde von der Naturschutzbehörde in Zentral-Kalimantan beschlagnahmt, nachdem bekannt wurde, dass Iyos schon seit 6 Monaten als Haustier in einem Privathaushalt nahe Palangka Raya gehalten wurde. Glücklicherweise war sie in einem guten gesundheitlichen Zustand, als sie das BOS-Team am 16. Oktober 2009 in seine Obhut nahm. Menschen gegenüber war sie weder zutraulich noch zahm. Iyos war noch immer wild und hatte somit gute Chancen, bald wieder ausgewildert zu werden. Da sie aber noch so jung war, musste sie erst einmal mit in die BOS-Station in Nyaru Menteng, um alles für ein selbstständiges Leben in Freiheit zu lernen.

 Mit etwa vier Jahren wurde Giant in Sampit beschlagnahmt. Die Naturschutzbehörde informierte die BOS Foundation, die sofort ein Rettungsteam auf den Weg schickte. Am 16. September 2007 kam der damals noch kleine Giant dann in Nyaru Menteng an. Obwohl er bis 2012 in der Station lebte, hat er nie seine wilde Seele verloren. Er ist unberechenbar und lässt sich leichter von uns Menschen irritieren als andere Orang-Utans. In der freien Wildbahn wird er sich aber gut durchsetzen können.

Paluy wurde aus einer Ölpalmplantage in Sampit, Ost Koto Waringin gerettet. Das Orang-Utan Mädchen war sehr angriffslustig und wild, als sie in die Station kam Aber da sie erst 3 - 4 Jahre alt war, konnte man sie nicht sofort wieder auswildern. Stattdessen brachte sie das Rettungsteam am selben Tag (13.2.2006) in die BOS-Station in Nyaru Menteng. Die energische junge Dame hat dunkelrotes Fell, das mit der Zeit um Einiges gewachsen ist und nun ihre Stirn mit einem Pony bedeckt und somit wunderhübsch ihr Gesicht umrahmt. Sie hat einen dünnen gelbbraunen Bart und Narben auf beiden Handflächen sowie auf der linken Seite ihres Bauches, von denen keiner weiß, woher sie stammen.

 

Selbst nach einiger Zeit bei BOS hat sie ihren wilden Charakter behalten. Sie ist aktiv und verspielt, kann aber auch aggressiv sein. Sobald ihr ein Pfleger näher kam, um sie zu füttern oder ihr Gehege zu säubern, machte sie das typische Kussgeräusch, mit dem Orang-Utans Eindringlingen und Feinden drohen. Ihre starke Unabhängigkeit machte deutlich, dass Paluy wirklich bereit war für ein Leben in Freiheit in den Tiefen des Regenwaldes, ganz ohne Menschen. Und genau das hat sie jetzt!

Die kleine Gundul war etwa drei Jahre alt, als sie aus einer Palmölplantage in Ost-Koto Waringin gerettet wurde. Sie wurde zusammen mit ihrer Mutter und sieben weiteren Orang-Utans in die Obhut der BOS Foundation genommen. Unter ihnen war auch Bang Jagur, der bereits im März 2012 erfolgreich ausgewildert werden konnte. Gundul kam also am 18. März 2006 in die BOS-Station nach Nyaru Menteng. Ihre Mutter, Mama Gundul, war in einer sehr schlechten Verfassung, als sie gefunden wurden. Nachdem die Ärzte 2 Monate lang ihr Bestes gaben, erlag Mama Gundul leider den Folgen ihrer starken Verletzungen.

Trotz dieser Tragödie ist Gundul zu einem selbstbewussten Individuum herangewachsen. Manchmal konnte sie auch ganz schön frech sein. Oft ärgerte sie die Pfleger, indem sie diese spielerisch kniff oder anderen Blödsinn machte. Heute kann Gundul endlich wieder das glückliche Leben in ihrer Heimat - dem Regenwald Borneos - auskosten!

Der Orang-Utan-Junge Jamal war erst etwa 4 Jahre alt, als er von einem Plantagen-Mitarbeiter in Ost-Koto-Waringin gefunden wurde. Am 13. Juni 2006 wurde er mit vier weiteren Orang-Utans nach Nyaru Menteng gebracht. Seinen Namen verdankt er dem Rettungsteam. Sie benannten ihn nach dem Restaurant, in dem sie in Sampit manchmal einkehren. Über sechs Jahre später konnte auch Jamal seine Reise nach Hause in den Regenwald antreten.

Im Oktober 2006 berichtete ein BOS-Mitarbeiter des Mawas-Projektes aus Mentangai von einem Orang-Utan-Jungen, der von einem Dorfbewohner zum BOS-Forschungszentrum in Tuanan gebracht worden war. Das Rettungsteam von Nyaru Menteng holte den ungefähr vierjährigen Orang-Utan ab, um ihn in die BOS-Station zu bringen. Dort angekommen, wurde er einer umfangreichen ärztlichen Behandlung unterzogen, denn er hatte am ganzen Körper Verletzungen. Besonders die Wunden um seinen Mund herum mussten schnell desinfiziert und behandelt werden um Entzündungen vorzubeugen.

Im Jahr 2012 und nach sechs lehrreichen Jahren in Nyaru Menteng kam auch er zurück in den Regenwald.

Im März 2006 wurde ein 15-jähriger weiblicher Orang-Utan aus einer Palmölplantage gerettet. An ihr langes Fell klammerte sich ein zweijähriges Baby. Beide wurden zur ärztlichen Untersuchung in die Station Nyaru Menteng gebracht. Sie waren kerngesund und zogen daraufhin in den Sozialisierungsbereich der Station. Mama Ebol war im Jahr 2012 21 Jahre alt und wog über 30 Kilo. Zusammen mit ihrem Töchterchen Ebol ist sie nun endlich wieder frei.

Ebol wurde 2006 zusammen mit ihrer Mama Ebol aus einer Palmölplantage gerettet. Als man sie fand, hatte sie sich ängstlich an das Fell ihrer Mutter geklammert. Seitdem lebten die beiden zusammen in einem Sozialisierungskäfig und warteten dort auf ihre Auswilderung. Wir drücken die Daumen, dass sie sich schnell in ihrem neuen und vor allem freien Umfeld zurechtfinden wird.

Im Februar 2011 wurde die kleine Onceng in einem Dorf bei Palangka Raya beschlagnahmt. Dort hatte sie zwei Monate in einem winzigen Holzverschlag verbringen müssen. Die Dorfbewohner beteuerten, sie hätten Onceng auch aus der Kiste gelassen. Doch da sie dann immer sofort auf den nächsten Baum kletterte und begann ein Nest zu bauen, beschloss man, sie lieber nicht mehr raus zu lassen. Außerdem hatte man Angst, dass sie die Früchte der Ölpalmen fressen würde. Glücklicherweise überstand die siebenjährige Onceng diese schreckliche Zeit des Eingepferchtseins unversehrt. Die medizinische Untersuchung in der Station ergab, dass sie wohlauf und rundum gesund war. Jetzt kann sie wieder durch das Unterholz toben wie ein wilder Orang-Utan ihres Alters.

Auch Abam wurde Opfer der Palmölindustrie. Er wurde 2007 in einer Plantage gefunden. Damals war er erst etwa vier Jahre alt und hatte schwere Verletzungen an den Händen. Das Rettungsteam der BOS Foundation brachte ihn in die Station Nyaru Menteng, um ihn behandeln zu lassen. Leider mussten Teile des Zeige- und Ringfingers seiner rechten Hand amputiert werden. Der Lebensfreude des Wildfangs Abam sollte das aber keinen Abbruch tun. Der ungestüme Abam wurde in einer Gruppe anderer wilder Orang-Utans seines Alters untergebracht. Es war höchste Zeit, dass Abam in seine eigentliche Heimat zurückkehren konnte, um dort nun seine besten Jahre in echten Baumwipfeln zu verbringen.

Eine große, stolze Erscheinung war er bereits 2006, als er in einem Dorf in der Nähe einer Plantage beschlagnahmt wurde. Seine Backenwülste waren damals schon stark ausgeprägt. Die Dorfbewohner hatten ihn eingefangen und mit Seilen an einem Baum festgebunden. Die fest geschnürten Stricke hatten ihm schwere Verletzungen an den Armen zugefügt. Eigentlich wollte man Maradona direkt zu einem sicheren Waldstück bringen. Doch da er so schwer verletzt war, entschieden die BOS-Mitarbeiter, ihn erst einmal medizinisch zu behandeln. Also wurde er nach Nyaru Menteng gebracht, wo seine Wunden versorgt wurden und er aufgepäppelt wurde. Jetzt lebt er wieder frei im Regenwald.

Das damals neunjährige Orang-Utan-Mädchen Jessica kam im Jahr 2007 nach Nyaru Menteng. Auch sie wurde in einer Palmenölplantage gefunden, in der Nähe des Dorfes Sampit. An ihrer linken Hand waren mehrere Finger gebrochen. Sie war sehr temperamentvoll und schwer zu bändigen, ein sicheres Zeichen dafür, dass sie nie zuvor Kontakt zu Menschen gehabt hatte.

Als Sumbing im März 2004 aus einer Ölpalmenplantage gerettet wurde, war er etwa 15 Jahre alt. Er war schon ein stattliches Kerlchen mit seinem langen hellbraunen Haar. Auffällig an ihm war seine Lippen- und Gaumenspalte, die bei Orang-Utans selten vorkommen. Ohne lange zu überlegen, wurde er "Sumbing" getauft, was wortwörtlich Oberlippenspalte bedeutet. Sumbing ist wahrlich lange genug in Gefangenschaft gewesen. Er hat sich geduldig seinem Schicksal hingegeben, doch die Zeit des Ausharrens ist für ihn zum Glück vorbei – er ist wieder im Dschungel.

Im Oktober 2005 rückte das Team von BOS zusammen mit Gemeindevertretern der Region Ost-Kotawaringin im Rahmen einer groß angelegten Rettungsaktion nach Sei Babi aus. Fast eine Woche lang durchkämmten die Primaten-Retter eine Kautschukplantage nach verirrten Tieren, für die die Plantage die letzte Zuflucht war. Sempung war einer der sechs Orang-Utans, die in Sicherheit gebracht wurden. Er war damals 15 Jahre alt. Mittlerweile ist Sembung ein ausgewachsenes Männchen, was man auch an seinen ausgeprägten Backenwülsten erkennen kann. Er hat eine sehr dunkle Haut, wunderschönes braunes Haar und wirkt elegant.

Hamzah war nur vier Jahre mit seiner Mutter zusammen, und man konnte sehen, wieviel Wissen sie ihm in dieser Zeit bereits beigebracht hatte, denn zuhause fühlt sich Hamzah nur im Wald. Er hat eine gute Orientierung, baut stabile Nester und kann das beste Essen finden. Hinzu kommt, dass er total unabhängig ist. Dies verdeutlicht uns, dass wir Menschen, trotz aller Bemühungen und Anstrengungen, den Job eben nicht so gut machen können wie es eine echte Orang-Utan-Mutter tut.

Hamzah findet im Wald Nahrung, von der nur wenige sehr erfahrene Pfleger wissen. Außerdem lagert er seine Nahrung sehr effizient, was ihm Zeit gibt faul zu sein und sich wie ein typischer Halbwüchsiger zu benehmen. Er schläft gerne aus und an den meisten Tagen verlässt er sein Nest nicht vor zehn Uhr. Normalerweise stehen Orang-Utans kurz nach Sonnenaufgang auf, jedoch nicht so Hamzah.

Auch abends geht er erst spät schlafen. Statt mit dem Sonnenuntergang gegen 18 Uhr schlafen zu gehen, wandert er noch längere Zeit durch die Nacht. Sehr zum Leidwesen seiner Pfleger, die so lange bleiben müssen, bis er sich endlich hinlegt hat. Am nächsten Tag wiederum müssen sie schon um fünf Uhr an seinem Nest sein, denn wer weiß, ob er an diesem Tag nicht vielleicht doch schon früh aufsteht.

Hamzah gehörte zur zweiten Gruppe, die in das Waldgebiet Kehje Sewen gebracht wurde. Die Sehnsucht nach einem Zuhause lebt in jedem von uns. Einem sicheren Ort, wo wir nicht gefährdet sind. Hamzah ist endlich zu Hause!

Abbie war im Jahr 2012 bereits eine 12 Jahre alte Teenagerin. Mit 35 Kilo war sie gut genährt und bei weitem die Älteste der sechs Kandidaten. Sie erreichte Samboja Lestari im März 2006 mit einem geschätzten Alter von 7 Jahren. Sie war damals sehr pummelig und wog 26 Kilo. Vor ihrer Ankunft in Samboja Lestari lebte sie im Botanischen Garten von Samarinda, der Hauptstadt Ost-Kalimantans. Wir wissen nicht, wie sie dort hingekommen ist, und wie lange sie dort bereits lebte. Aber es kann nicht allzu lang gewesen sein, da sie kein Interesse daran zeigte, Menschen zu unterhalten oder anderweitig Aufmerksamkeit zu erregen. Zudem baute sie nicht auf menschliche Unterstützung.

In den letzten zwei Jahren lebte Abbie zusammen mit Hamzah, Casey, Berlian und Mail. Mit ihren zwölf Jahren ist Abbie zwar noch zwei Jahre davon entfernt, vom Teenager zum Erwachsenen zu werden, sie hat jedoch definitiv kein Interesse mehr an der Gesellschaft von anderen Weibchen. Sie jagt die jüngeren wie Berlian und Casey oft weg. Andererseits war sie immer sehr nett zu Mail. Es sieht nicht so aus, als würde sie in ihm einen potentiellen Partner sehen. Sie ist eher wie eine große Schwester für ihn, und wir erwarten, dass die beiden Freunde bleiben und Mail weiterhin von Abbie unterstützt wird. Später, in der Freiheit, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass sie zusammen bleiben, denn Orang-Utans sind vorwiegend Einzelgänger und bilden keine monogamen Beziehungen.

Da Abbie einer der stärksten Orang-Utans ist, haben wir sie zusammen mit Hamzah und Berlian in Gruppe 2 eingeteilt. Die Gruppe 2 wurde am 5. Mai 2012, zwei Wochen später als Gruppe 1, freigelassen. Dies sollte den schwächeren Tieren extra Zeit geben, um ihre Umgebung zu erforschen und sich einzuleben, bevor sie auf die älteren und stärkeren Orang-Utans wie Abbie treffen würden.

Genau wie Lesan kam Berlian 2006 nach Samboja Lestari. Sie kam aus Samarinda, war schätzungsweise vier Jahre alt und wog 9 Kilo. Von Anfang an wurden Berlian und Lesan Freunde, sodass sie teilweise gar nicht mehr zu trennen waren. Im Dezember 2011 kam Berlian in die Walduniversität. Die Pfleger, Yadi und Dirman, brachten sie dorthin, wo sie unmittelbar auf Mail traf, der gerne mit ihr spielen wollte. Berlian musste ihre Glieder nach der langen, im Transportkäfig verbrachten Zeit strecken, und nachdem sie ein Bisschen miteinander gespielt hatten, lief Berlian in eine andere Richtung, um Nahrung zu suchen. Nach einer kurzen Begegnung mit Hamzah setzte sie ihren Weg fort und baute sich ein Nest.

Sie bestätigte ihre fortgeschrittenen Fähigkeiten auch dadurch, dass sie immer draußen im Wald schlafen wollte. Daher war es kein Wunder, dass sie bereits nach dem ersten Tag zufrieden und vor Kraft strotzend aussah. Aufgrund der großen Unabhängigkeit Berlians war sie ein offensichtlicher Kandidat für die Auswilderungen nach Kehje Sewen. Nun ist sie neun Jahre alt und wiegt 28 Kilo. Sie wurde zusammen mit Hamzah und Abbie als zweite Gruppe am 5. Mai 2012 in die Freiheit entlassen.

Lesan kam im November 2006 nach Samboja Lestari. Der kleine weibliche Orang-Utan kam aus dem Berau Gebiet. Bei ihrer Rettung war sie ungefähr drei Jahre alt und wog sieben Kilo. Nachdem sie die Quarantänezeit hinter sich gebracht hatte, kam sie in die Waldschule und freundete sich schnell mit Berlian an. Berlian und Lesan waren wenig an den menschlichen Pflegemüttern interessiert, anscheinend konnten sie sich gegenseitig genug emotionale Wärme geben. Wie wild lebende Orang-Utan-Kinder verbrachten sie ihre Tage gemeinsam hoch in den Baumwipfeln und auf Futtersuche. Sie spielten auch mit anderen Orang-Utans aus der Waldschule, aber hauptsächlich hielten sie sich in den Bäumen auf. So knüpften sie zu anderen „schlaueren“ Orang-Utan-Waisen Kontakte.

 

Die Babysitter erzählten, dass beide jeden Nachmittag Probleme machten, da sie nicht einfach in die Nachtkäfige zurückkehren wollten. Stattdessen versuchten sie draußen im Wald zu bleiben. Wenn die Babysitter nach ihnen riefen und mit den anderen Tieren nach Hause liefen, blieben sie ganz still im Baum. Um Berlian zu fangen, versuchten die Babysitter oft Lesan mit Futter zu bestechen. Wenn Lesan dann herunter kam, um sich das Futter zu holen, konnten sie sie fangen und in den sicheren Käfig für die Nacht bringen. Meist gab Berlian darauf hin auch auf, herumzustreifen und schloss sich Lesan freiwillig an.

Nun ist Lesan acht Jahre alt und wiegt 31 Kilo. Während das Team sie darauf vorbereitete, sie in die Waldschule 3 (Walduniversität) zu entlassen, hatten sich Lesan und Berlin voneinander entfernt. Auch wenn die beiden sich immer noch gelegentlich trafen, genoss Lesan es, mit anderen Artgenossen gleichen Alters wie Casey und Mail zusammen zu sein. Daher wurden Lesan, Casey und Mail zu einer Gruppe zusammengefasst, der Gruppe 1. Diese Gruppe wurde zuerst freigelassen, sodass seit dem 22. April 2012 das Regenwaldgebiet Kehje Sewen auch Lesans neue Heimat ist.

Obwohl Casey sich mit vier Jahren einen Großteil der Hand verbrannte, bewegt sie sich elegant durch den Wald. Nur der kleine Finger und der Daumen konnten bei der Operation gerettet werden. Bemerkenswerterweise stellt dies jedoch keine Behinderung für sie dar. Casey nutzt ihre „Hand“, um sich von Baum zu Baum zu schwingen und nach den Ästen zu greifen. Ihr Griff ist sehr stark. Der einzelne Finger ist um einiges stärker und strapazierfähiger, da er die Funktion von vier Fingern erfüllen muss. Casey nutzt ihn zusammen mit dem Daumen, wenn sie in den Baumwipfeln unterwegs ist. Wir können keinen Unterschied bei der Benutzung ihrer gesunden linken Hand und der rechten feststellen. Casey ist ein Beispiel für die Grausamkeit beim Handel mit Orang-Utans-Babys. Ihre Besitzer ließen sie in der Nähe von elektrischen Kabeln spielen und dort geschah der Unfall.

Als sie nach Samboja Lestari kam, war sie vier Jahre alt und wog 16 Kilo. 2013 wurde Casey acht Jahre alt und wog das Doppelte. Sie ist sehr gut darin im Regenwald Nahrung zu finden, Nester zu bauen und ihren Weg durch den Dschungel zu finden.

Mail war drei Jahre alt und wog 10 Kilo, als er aus Petung gerettet wurde. Im Jahr 2012 wurde er acht Jahre alt und wog 24 Kilo. Er war schon immer etwas schüchtern und eine Weile auch sehr abhängig von den Babysittern. Dies ist allerdings charakteristisch für die Orang-Utan-Waisen, denn viele von ihnen haben mit ansehen müssen, wie ihre Mütter von Menschen abgeschlachtet wurden. Sie brauchen zuerst Zeit, zu realisieren, dass es auch nette Menschen gibt. Sobald sie das Trauma überwunden haben, suchen sie fast verzweifelt deren Aufmerksamkeit und Wärme.

In der Wildnis ist ein Orang-Utan-Kind fünf bis sieben oder sogar bis acht Jahre 24 Stunden mit seiner Mutter zusammen. Während dieser Zeit bekommt das Weibchen in der Regel keine weiteren Jungen, sodass dem Kleinen die ungeteilte Aufmerksamkeit und offensichtlich auch unerschöpfliche Geduld entgegengebracht werden kann. Wenn BOS Orang-Utan-Waisen rettet, kümmert sich ein Babysitter tagsüber um zwei bis vier Tiere. Somit müssen die Kleinen die sehr wichtigen sozialen Beziehungen untereinander ausbilden. Die dabei entstehenden Bindungen ermöglichen es den Tieren, Orang-Utans zu bleiben und nicht zu vermenschlichen. 

Als Mail zum Auswilderungskandidat ernannt wurde und in die Waldschule 3 kam, wurde er gezwungen, sich mehr auf die anderen Orang-Utans zu konzentrieren. Er behielt seine Freunde, war aber auch sichtlich glücklich darüber, auf Abbie zu treffen. Sie war wie eine ältere Schwester für ihn und tolerierte seine jugendlichen Bedürfnisse. Eine Zeitlang blieb er immer in Abbies Nähe, aß das gleiche Futter und baute sein Nest im selben Baum. Gelegentlich durfte er sogar am Morgen in Abbies Nest kommen und mit ihr zusammen in den Tag starten. Sie wurde für ihn eine Lehrerin und Quelle von Wohlbefinden und Sicherheit. Es ist so viel einfacher neugierig zu sein, wenn du dich sicher fühlst! 

Davon abgesehen hatte sich Mail auch sehr gut mit Casey und Lesan angefreundet. Die drei waren ungefähr im gleichen Alter und nachdem sie oft zusammen beobachtet wurden, traf das BOS-Team die Entscheidung, Mail mit den beiden und nicht mit Abbie freizulassen.

Komeng ist ein beeindruckendes, ausgewachsenes Orang-Utan-Männchen. Er war ungefähr 15 Jahre alt, als er im Jahr 2006 zu BOS kam. Seine Backenwülste waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebildet. In 2012 war er schon über 20 Jahre alt und wog stattliche 82,5 Kilogramm.

Die Orang-Utan-Dame Ika wurde im Jahr 2006 zusammen mit Bunga aus einer Palmölplantage gerettet. Sie war viereinhalb Jahre alt, unterernährt und wog nur 8,5 Kilo, als sie nach Nyaru Menteng kam. Um ihre Ohren herum hatte sie unzählige Kratzer. Heute wiegt sie über 30 Kilo, ist gesund und immer noch sehr wild.

Auch Bang Jagur wurde im Jahr 2006 aus einer Palmölplantage gerettet. Er befand sich in der Nähe der Ortschaft Sampit. Als er nach Nyaru Menteng kam, war er in einem guten Zustand, ungefähr zwischen 7 und 8 Jahre alt und wog 18 Kilogramm. Bang Jagur ist ein wilder Orang-Utan, der die Anwesenheit von Menschen ganz und gar nicht akzeptiert. Heute ist er etwa 15 Jahre alt, wiegt über 40 Kilo und ist in Topform. 

Mama Tata und ihr Kind Tata wurden im Jahr 2006 in der Palmölplantage bei Sampit aufgelesen und nach Nyaru Menteng gebracht. Sie wurden allerdings nicht von BOS gerettet und waren deshalb in einem sehr schlechten Zustand. Mama Tata war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt und Tata erst 4 Jahre. Heute sind beide rundum gesund. Mama Tata ist heute 21 Jahre alt und wiegt 47 Kilo, ihr Kind Tata ist gerade 10 Jahre alt geworden und wiegt 20 Kilo. Beide waren nur während der Quarantäne voneinander getrennt. Sie werden zusammen ausgewildert, spannend bleibt jedoch, ob Tata bald ihren eigenen Weg gehen wird.

Mama Tata und ihr Kind Tata wurden im Jahr 2006 in der Palmölplantage bei Sampit aufgelesen und nach Nyaru Menteng gebracht. Sie wurden allerdings nicht von BOS gerettet und waren deshalb in einem sehr schlechten Zustand. Mama Tata war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt und Tata erst 4 Jahre. Heute sind beide rundum gesund. Mama Tata ist heute 21 Jahre alt und wiegt 47 Kilo, ihr Kind Tata ist gerade 10 Jahre alt geworden und wiegt 20 Kilo. Beide waren nur während der Quarantäne voneinander getrennt. Sie werden zusammen ausgewildert, spannend bleibt jedoch, ob Tata bald ihren eigenen Weg gehen wird.

Kali ist ein hübsches Orang-Utan-Mädchen. Ihr Fell ist auf den Schultern dunkler als auf dem Rest des Körpers und im Gesicht schimmert es golden. Auch sie wurde aus einer Palmölplantage gerettet. Damals, im Jahr 2007, war sie viereinhalb Jahre alt und gesund. In 2012 war sie schon über 9 Jahre alt, wog 30 Kilo und ist nun endlich wieder frei.

Jojo wurde 2008 vom Nyaru-Menteng-Rettungsteam zusammen mit der Naturschutzbehörde (BKSDA) aus einer Palmölplantage in Murah Teweh gerettet. Er war in einem guten Zustand und rundum gesund. Jojo ist leicht zu erkennen, denn er hat ein sehr charakteristisches Äußeres. Zum Beispiel sind seine Lippen weiß gesprenkelt. Er hat sich in der Vergangenheit immer gut mit seinen Pflegern verstanden. Jetzt wird er sich jedoch wieder daran gewöhnen müssen, nicht von Menschen umgeben zu sein. Jojo ist heute 9 Jahre alt und wiegt 28,2 Kilo. Wahrscheinlich wird er seine neue Heimat zunächst mit seinem besten Freund Heldy erkunden. Wir wünschen Joja viel Spaß und Glück im Dschungel!

Heldi wurde im selben Jahr wie Jojo beschlagnahmt und nach Nyaru Menteng gebracht. Er wog 12 Kilo und war in einem guten Zustand. Zu diesem Zeitpunkt muss er etwa 4 Jahre alt gewesen sein. Alle Pfleger mochten Heldi, weil er so neugierig und freundlich ihnen gegenüber war. Zum Zeitpunkt seines letzten Gesundheitschecks wog er 34,5 Kilo und bewohnte zusammen mit Jojo einen Käfig. Es bleibt spannend, zu beobachten, ob die beiden genauso wie Astrid und Monic die erste Zeit im Dschungel zusammenbleiben und gemeinsam herumstreifen werden.

Bunga ist das indonesische Wort für Blume. Als sie im Jahr 2006 von BOS in einer Palmölplantage gefunden und gerettet wurde, wirkte sie eher wie ein vertrocknetes Pflänzchen. Mit ihren dreieinhalb Jahren wog sie nur 8 Kilo. Nach liebevoller Pflege ist aus ihr eine gesunde und fitte Orang-Utan-Dame geworden. Während ihrer Zeit in Gefangenschaft, hatte sie immer versucht mit lauten Kussgeräuschen ihre Pfleger zu vertreiben. Diese wird sie im Regenwald mit Sicherheit nicht vermissen.

Yaya wurde im Jahr 2006 ebenfalls aus einer Palmölplantage bei Sampit gerettet. Damals war sie erst dreieinhalb Jahre alt. Fast sechs Jahre später lehnte Yaya immer noch jeden Kontakt zu Menschen ab und wird sich deshalb mit Sicherheit schnell in Bukit Batikap eingewöhnen.

Im Juli 2004 wurde Ompong aus einer Plantage bei Palantaran gerettet und in die BOS-Station Nyaru Menteng gebracht. Er war mit seinen 20 Jahren schon ausgewachsen und sein Gesicht schmückten bereits prächtige Backenwülste. Bei seiner Rettung randalierte er dermaßen in seinem Transportkäfig herum, dass er sich dabei ein paar Zähne abbrach. Er wollte sich einen Weg aus der Transportkiste zurück in die Freiheit beißen. Glücklicherweise bereiteten ihm seine lädierten Zähne aber keine Schwierigkeiten und der 58 Kilo schwere Orang-Utan kann bisher alles essen, auch hartes Futter. In den vielen Jahren, die er bei BOS verbrachte, war er kein einziges Mal krank.

Tantri verbrachte fünf Jahre in der Obhut der BOS Foundation. Mit vier Jahren wurde sie gefunden und wog damals zehn Kilo. Ein Team der BOS Foundation und des BKSDA (indonesische Naturschutzbehörde) hat sie aus einer Palmölplantage gerettet. Tantri hatte zu diesem Zeitpunkt noch nie Kontakt zu Menschen gehabt. Im Alter von vier Jahren haben Orang-Utans normalerweise schon alle grundlegenden Fähigkeiten zum Überleben erworben, aber vermutlich wäre sie noch mindestens zwei Jahre bei ihrer Mutter geblieben.

Da sie ohne Mutter auf der Plantage gefunden wurde, war es zu riskant, sie direkt in ein ihr unbekanntes Waldstück freizulassen. Ohne ihre Mutter wäre Tantri wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, dort zu überleben. Tantri hat langes, braunes, lockiges Haar und ein weiß gesprenkeltes Gesicht. In 2012 war sie neun Jahre alt und glücklicherweise so unabhängig, dass sie bereit war, zurück in die Wildnis entlassen zu werden. Sie befand sich unter den ersten Auswilderungskandidaten von Nyaru Menteng und hat sich bereits gut in ihrer neuen Heimat eingewöhnt.

Tarzan lebte sieben Jahre bei BOS. Als uns Tarzan zum ersten Mal begegnete, sah dieser 17 Jahre alte Orang-Utan sehr verwegen aus. Er hatte schon ausgebildete Backenwülste. Das kann sehr furchteinflößend und einschüchternd wirken. Daher bat die lokale Bevölkerung die BOS Foundation um Hilfe, ihn an einen sicheren Ort zu bringen. Das Team der BOS Foundation rettete Tarzan am 16. Mai 2004 und brachte ihn in die Auffangstation Nyaru Menteng.

Während der ersten Jahre hatte Tarzan dort mindestens drei Mal versucht, sein Gehege zu zerstören und einen Fluchtweg zu schaffen. Er wollte eindeutig zurück in den Urwald! Mittlerweile ist Tarzan 24 Jahre alt. Sein Gesundheitszustand ist gut, er wiegt 78,3 Kilo und sieht noch furchteinflößender aus als früher. Dieser stattliche Orang-Utan ist heute zurück im Regenwald. Dort gibt es keine Käfige, aus denen er entkommen möchte, denn dort ist Tarzan endlich wieder frei!

Vier Jahre lang war Monic in Obhut der BOS Foundation. Anfang Juni 2008 wurde ein weiblicher Orang-Utan zwischen vier und fünf Jahre alt aus einem privaten Haushalt in Mantangai Hulu, Zentralkalimantan, beschlagnahmt. Der Hauseigentümer sagte, dass er das Tier auf einer Palmölplantage in der Nähe gefunden hätte. Bei dem Treffen mit dem Team der BOS Foundation war der Mann sehr kooperativ und übergab den Orang-Utan anstandslos. Das Tier wurde direkt zur Auffangstation Nyaru Menteng gebracht und bekam dort den Namen Monic. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Zustand sehr schlecht. Sie hatte in den zwei Tagen, von der Gefangennahme bis zur Beschlagnahmung, kein Wasser und Futter zu sich genommen. Daher war sie extrem dehydriert. Die Tierärzte gaben ihr intravenös Flüssigkeit, um sicherzustellen, dass sie die fünfstündige Fahrt zur Auffangstation überleben würde. Glücklicherweise waren dies die einzigen medizinischen Probleme.

Sobald Monic sich an die Pfleger gewöhnt hatte, fing sie wieder an zu essen und zu trinken. Diese Art von Stressverhalten bei der Ankunft in der Pflegestation ist sehr häufig, besonders bei wilden, fast erwachsenen Orang-Utans. Nach einer genauen Beurteilung durch unser Expertenteam war klar, dass Monic fast ausgewachsen war und schon das Wissen und die Fähigkeiten hatte, auch ohne Mutter in der Wildnis zu überleben. Heute lebt sie wieder ihr altes Leben frei im Urwald.

Astrid lebte fünf Jahre bei BOS. Die BOS Foundation fand Astrid auf einer Palmölplantage in Zentralkalimantan. Zu dieser Zeit war sie neun Jahre alt. In Nyaru Menteng wurde sie zuerst eingehend von den Tierärzten untersucht. Obwohl Astrid ein wilder Orang-Utan ist, wirkt sie sehr menschlich und zutraulich. Sie hat immer einen Ausdruck von schelmischer Neugier im Gesicht, und wenn sie etwas ärgert, macht sie die für Orang-Utans typischen Kussgeräusche. Wir nennen diese Geräusche kiss-squeakers („Kuss-Quietscher“).

Astrid sieht etwas anders als andere Orang-Utans aus. Die Haut an ihren Beinen scheint gelb zu sein, genauso wie das Haar in ihrem Gesicht. Knapp fünf Jahre war Astrid nun in Nyaru Menteng. Sie war guter Gesundheit und auch deshalb eines der vier glücklichen Tiere, die Nyaru Menteng als Erstes verlassen konnten.