Die neuen Wilden - 2016

Wir freuen uns Ihnen unsere 2016 Auswilderungskandidaten vorzustellen. Diese Orang-Utans haben im Schnitt zehn Jahre am BOS-Rehabilitationsprogramm teilgenommen. Freilebende Orang-Utans haben eine Lebenserwartung von 40 – 50 Jahren. Die rotbraunen Menschenaffen haben also noch 30-40 Jahre in Freiheit vor sich. Viel Erfolg, neue Wilden!

Sofi wurde am 15. November 2006 von einer Palmölplantage gerettet.
Das Team der indonesischen Forstbehörde BKSDA und die Mitarbeiter der BOS Foundation brachten die damals Viereinhalbjährige, die gerade einmal acht Kilogramm wog, nach Nyaru Menteng.


Sofi war bei ihrer Rettung sehr schwach und hatte schlimme Brandwunden an ihren Hand- und Fußgelenken. Ihre Arme waren angeschwollen und sie konnte diese nicht richtig benutzen. Nichtsdestotrotz zeigte sie sehr schnell, dass sie auf menschliche Hilfe nicht angewiesen und sehr selbstständig ist. Man brachte sie auf die Quarantäne-Station, um sie gesund zu pflegen.


Sofi ist nun 14 Jahre alt und wiegt 56 Kilogramm. Nach neun Jahren Aufenthalt in der BOS Rettungsstation Nyaru Menteng wartet nun das Abenteuer Wildnis auf sie. Sie wird im Wald von Bukit Batikap ausgewildert.

Das Orang-Utan Weibchen Belli  wurde im März 2006 aus den Händen eines Mitarbeiters einer Palmölplantage gerettet. Damals war sie vier Jahre alt und wog nur knapp acht Kilogramm.

Im Jahr 2009 schaffte Belli es mit einigen anderen Orang-Utans aus der Waldschule auszureißen. Als man sie wieder fand, hatte sie eine Infektion im rechten Auge und musste sofort medizinisch versorgt werden. Das Ärzteteam musste das Auge operieren, um zu verhindern, dass die Infektion sich weiter ausbreitete. Leider konnte  ihr rechtes Auge nicht gerettet werden und nun ist sie auf diesem Auge blind. Dennoch lernte sie alles nötige zum Überleben im Regenwald.

Im September 2014 konnte sie die Waldschule abschließen. Sie wurde auf die Kaja Insel gebracht und lebte sich dort sehr gut ein. Belli ist sehr höflich und freundlich gegenüber anderen Orang-Utans. Die Futtersuche bereitet ihr keinerlei Schwierigkeiten.

Mit ihren 15 Jahren und 40 Kilogramm ist Belli nun mehr als bereit endlich im Bukit Batikap Wald ein freies Leben zu führen.

Nobri ist im August 2005 auf der Kaja Insel geboren worden. Sie ist die erste Tochter von Shelli, die im November 2013 mit ihrer zweiten Tochter Forest im Bukit Batikap Wald ausgewildert wurde.

Die kleine Nobri hat sich zu einem unabhängigen und selbstsicheren Individuum entwickelt und liebt es auf der Insel umherzustreifen. Zu ihren Stärken gehört das Bauen von Schlafnestern. Außerdem sticht sie aus der Menge heraus, weil sie einen extrem starken und muskulösen Körper hat. Die Anwesenheit von Menschen mag sie nicht besonders und zeigt ihr Missfallen darüber durch die bei Orang-Utans dann üblichen Kuss-Geräusche.

Im Alter von elf Jahren und mit einem Gewicht von 30 Kilogramm wird sie nun in den Bukit Batikap Wald gebracht und mit ihrer Mama Shelli und ihrer jüngeren Schwester Forest wiedervereinigt.

 

Das Orang-Utan Männchen Lomon wurde 2006 aus Privathaltung beschlagnahmt. Es wurde angeblich gefunden, als es gerade über ein Feld mit Ananasfrüchten herfiel.

Angekettet und in einer viel zu kleinen Holzkiste gefangen gehalten, kam er stark unterernährt und krank nach Nyaru Menteng. Sehr wahrscheinlich lagen viele Jahre Mangelernährung hinter ihm.

Und doch wuchs Lomon zu einem unabhängigen und gesunden Männchen heran. Außerdem war er einer der Stars der BBC-Dokumentation „Orangutan Diary“. Diese Sendung berichtete über die Arbeit der BOS Foundation und der Tierschützerin Lone Drøscher Nielsen auf Borneo.

Seine Kennzeichen sind ein stets wehmütiger Blick und seine ziemlich hellen Lippen. Als er die Waldschule verließ, kam er auf die Bagamat-Insel. Dort wurde er schnell zu einem Anführer und neugierigem Erforscher.

Während der Fütterung dominierte er die Plattform und suchte sich als erstes die Früchte heraus, die er am liebsten mochte. Sein Talent bestand darin, Kokosnüsse innerhalb von 30 Sekunden zu knacken.

Als er in Nyaru Menteng ankam, war er damals sehr dünn und ohne Zuversicht. Zehn Jahre in der Rehabilitation von BOS machten ihn aber zu einem selbstsicheren, dominanten und von seinen Artgenossen geachteten Orang-Utan-Mann.

Im Alter von 14 Jahren durfte er als wilder Orang-Utan endlich in den Wald zurückkehren.

Suta wurde 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Palmölplantage gerettet. Nachdem sie die Waldschule absolviert hatte, zog sie auf die Bagamat-Insel um. Dort herrschte 2013 eine Dürre und der Rungan-Fluss trocknete aus. Suta wurde daraufhin auf die Kaja-Insel verbracht. Dort lebte sie sich sehr schnell ein, baute gute Schlafnester und hatte keine Probleme sich selbst Futter zu suchen.

Die hübsche Suta ist leicht zu erkennen, da sie große, runde Augen und eine Beule auf ihrer Stirn hat. Nach neun Jahren unter Aufsicht wurde es für Suta Zeit, in die Freiheit im Wald von Bukit Batikap entlassen zu werden.

Olbert wurde im Februar 2007 einem Mitarbeiter einer Palmölplantage abgenommen. Damals war er drei Jahre alt und wog nur sechs Kilogramm. Nach einiger Zeit in Quarantäne kam er in die Waldschule, um am Rehabilitationsprogramm teilzunehmen.

Nachdem er die Waldschule erfolgreich abgeschlossen hatte, kam er im Dezember 2012 auf die Bagamat-Insel.

Olbert ist mit seiner ebenen Stirn, seinem orangfarbenen Bart und seinen großen Backenwülsten ein sehr gutaussehendes Orang-Utan-Männchen. Nun ist er zwölf Jahre alt und mit den Fähigkeiten, die er sich angeeignet hat, ist er mehr als bereit, sein neues Zuhause im Bukit Batikap Wald zu erobern.

Gina kam im November 2001 nach Nyaru Menteng. Sie war gerade mal ein Jahr alt, wog vier Kilogramm und hatte eine Brandwunde an ihrem kleinen Finger. Durch intensive Pflege der Ärzte konnte ihr Finger aber wieder heilen.

Wie die anderen Orang-Utans durchlief sie die Waldschule und wurde anschließend auf die Bagamat-Insel gebracht.

Unsere Ärzte entdeckten 2012, dass ihr rechtes Auge von grauem Star befallen war. Dies hatte jedoch keinerlei Auswirkungen auf ihre täglichen Aktivitäten und sie ist in der Lage wie zuvor durch die Bäume zu klettern, Schlafnester zu bauen und Futter zu suchen.

Mit 16 Jahren und stolzen 60 Kilogramm Gewicht wurde sie im Wald von Bukit Batikap ausgewildert.

Zakia kam 2003 nach Nyaru Menteng. Sie wurde von der Naturschutzbehörde BKSDA aus einem Privathaushalt gerettet, wo ihr Besitzer sie in einer Holzkiste gefangen hielt.

Sie war zarte acht Monate alt, wog gerade mal knapp zwei Kilo und war stark dehydriert. Die Ärzte mussten sich sofort um sie kümmern. Doch sie erholte sich und konnte wie andere Orang-Utans in die Waldschule gehen. Nach der Waldschule lebte sie auf der Bagamat-Insel. Wasser in jeder Form bereitet ihr große Freude und sie spielt sehr gern damit.

Zakia entwickelte sich prächtig und durfte nach 13 Jahren Rehabilitation die Schönheit des Waldes wieder entdecken.

Olivia, Rufname Olivia, wurde im März 2003 in einem Dorf in West-Kalimantan konfisziert. Sie kam im Alter von zwei Jahren mit einem Gewicht von neun Kilogramm nach Nyaru Menteng.

Im Jahr 2013 zog sie auf die Kaja-Insel. Sie ist eine starke Persönlichkeit und mag Menschen nicht besonders. Durch ihr schwarzes Gesicht und ihre rötlichen Augenlider ist sie sehr einfach wiederzuerkennen.

Olivia ist bei ihrer Auswilderung 15 Jahre alt und wiegt 54 Kilogramm. Sie hat 13 Jahre in Nyaru Menteng gelebt und wurde bestens auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet.

Sule kam mit zwei Jahren und einem Gewicht von siebeneinhalb Kilogramm im November 2010 nach Nyaru Menteng. Auch sie zählte zu den Tieren, die von einem Einheimischen beschlagnahmt werden mussten.

Nach vier Jahren in der Waldschule wurde sie 2014 auf die Kaja-Insel gebracht. Das dunkellbraunhaarige Weibchen war nie agressiv, sondern eher von der schüchternen Sorte. Sie war stets auf der Hut vor anderen Tieren und streifte lieber allein umher. Menschliche Nähe mochte sie ebenso nicht.

Nach sechs Jahren Rehabilitation und in einem Alter von neun Jahren begann sie ein neues Leben im Wald von Bukit Batikap.

Kevin wurde durch eine gemeinschaftliche Rettungsaktion der Naturschutzbehörde BKSDA und dem Team der BOS Foundation aus illegaler Privathaltung konfisziert. Er war damals zwei Jahre alt und brachte sieben Kilo auf die Waage.

Nach seiner Zeit in der Waldschule kam er 2012 auf die Bagamat-Insel. Dort präsentierte er sich als aggressives und dominantes Männchen. Menschen hielten sich besser fern, wenn sie ihn sahen.

Mit seinen schwärzlich-braunen Haaren und seinen wulstigen Schläfen machte er einen starken Eindruck. Seine wachsenden schwarzen Backenwülste unterstützten dieses Erscheinen.

Kevin befand sich 13 Jahre in Rehabilitation und kehrte mit 16 Jahren endlich in die Wildnis zurück.

2005 wurde Ella aus einem Privathaushalt  im Alter von zwei Jahren beschlagnahmt.

Im Jahre 2013 kam sie auf die Kaja-Insel und entwickelte sich zu einer einzelgängerischen Erforscherin und Wildbeuterin. Stets war sie in höchster Alarmbereitschaft und erklomm sehr rasch einen Baum, sobald sie  nur ein Fünkchen Gefahr witterte.

Die hübsche und kurzhaarige Ella konnte im Alter von 14 Jahren unter Beweis stellen, dass sie für die Wildnis bereit war.

Kenji wurde 2010 von der lokalen Naturschutzbehörde (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) gerettet. Er befand sich zur Zeit der Rettung in illegaler Privathaltung im Dorf Tenggarong. Der Dorfbewohner, der ihn gehalten hat, meinte, dass er Kenji in der Nähe von einer Palmölplantage in der Nähe vom Dorf Wanasari gefunden hätte. Kenji befand sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und hatte an seiner Hüfte eine Macheten-Wunde. Er war um die Zeit ein Jahr alt, extrem gestresst und traumatisiert und hat sich sogar geweigert, getragen zu werden. Er kam am 17.Okt. 2010 in die Babygruppe der Waldschule in Samboja Lestari. Mittlerweile ist er dort in der zweiten Stufe mittlerweile ein Experte im Sammeln von den leckersten Waldfrüchten geworden. Kenji liebt es, in der Waldschule auch zu schlafen. Man kann ihn sehr einfach an seinem dünnen dunkelbraunen Haar erkennen.

Nach dem er alles, was er für ein Leben in der Wildnis braucht, in Samboja Lestari gelernt hat, wird er Ende Mai in den Kehje-Sewen-Wald ausgewildert, wo er sein neues Leben in Freiheit starten darf.

Angely wurde von der lokalen Naturschutzbehörde in Tenggarong (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) aus illegaler Privathaltung gerettet. Sie kam am 18. Juni 2010 in Samboja Lestari an und war um die Zeit ein Jahr alt. Das Orang-Utan Weibchen war am Anfang sehr gestresst und traumatisiert und weigerte sich, von den Tierpflegern getragen oder behandelt zu werden. Seitdem aber hat sich Angely zu einem klugen und unabhängigen Individuum entwickelt und besucht aktuell die zweite Stufe der Waldschule. Sie verbringt ihre Zeit gerne mit Entdeckungsreisen in der Umgebung und Klettern in den Bäumen. Angely ist mittlerweile sieben Jahre alt, wiegt 23 Kilos und hat dünnes dunkel-braunes Fell. Nach sechs Jahren Rehabilitation hat sich Angely alle überlebenswichtigen Fähigkeiten angeeignet und ist jetzt bereit, ein selbständiges Leben im Kehje Sewen Wald zu führen.

Hope wurde am 17.Oktober 2010 von der lokalen Naturschutzbehörde in East Kalimantan (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA) aus illegaler Privathaltung in Balikpapan gerettet. Er kam in sehr schlechtem gesundheitlichem Zustand nach Samboja Lestari und war nicht einmal in der Lage zu sitzen und zu essen.

Der Zustand von Hope war so kritisch, dass die BOS-Mitarbeiter trotz der Überfüllung einen Platz für den Kleinen finden mussten. Nach zwei Monaten dedizierter Versorgung von unserem Tierarztteam konnte sich Hope komplett von seiner Krankheit erholen. Hope wurde zu einem sehr guten Waldschüler, wo er sich gut mit anderen Orang-Utans sozialisiert hat. Hope ist schnell zu einem guten Waldfrüchtesammler geworden. Er hat auch sehr schnell die Fähigkeit erworben, Nester zu bauen.

Der hübsche Hope ist mittlerweile sechs Jahre alt, wiegt 27 Kilos und hat einen ausgesprochen muskulösen Körper. Jetzt ist die Zeit gekommen, zurück in sein natürliches Habitat zurückzukehren. 

Gadis war fünf Jahre alt und wog 23 Kilo, als sie von einem Kohlebergbauunternehmen an die BOS Foundation übergeben wurde. Sie wurde am 20. Februar 2014 nach Samboja Lestari gebracht - bewusstlos und an Typhus leidend. Dank der schnellen und intensiven Behandlung durch unser Tierarztteam gesundete sie rasch und ihre Rehabilitation konnte beginnen. In der Waldschule hat sie dann auch rasante Fortschritte gemacht. Ihr schwarz-braunes Fell macht sie zu einem sehr attraktiven Weibchen. Gadis verzichtet aber lieber auf die Aufmerksamkeit der männlichen Orang-Utans und bleibt lieber mit sich alleine. Sie kann mittlerweile sehr gut Waldfrüchte unterscheiden, klettert hoch in die Bäume und kann Nester bauen. Die siebenjährige Schönheit wiegt mittlerweile 33 Kilo und ist bereit, sich auf die Reise in die Wildnis in den Kehje-Sewen-Wald zu machen.

Raymond wurde am 27. April 2007 von Dorfbewohnern als kleines Baby in der Nähe der Stadt Bontang in Ost-Kalimantan gefunden. Zu der Zeit war er achteinhalb Monate alt und wog 3,6 Kilo.

Seine Retter übergaben ihn der lokalen Naturschutzbehörde (Balai Konservasi Sumber Daya Alam, BKSDA), die ihn wiederum zur Rehabilitationsstation Samboja Lestari brachten. Raymond hatte am Anfang instinktiv den Kontakt mit Menschen vermieden. Nach der Quarantäne wurde Raymond der Babygruppe zugewiesen. Er hat schnelle Fortschritte gemacht und befindet sich momentan in der zweiten Stufe der Waldschule. Raymond hat dünne, schwarz-braune Haare und ist leicht an seiner breiten Stirn und den kleinen Augen erkennbar. Ihn regt es auf, wenn er unbekannte Menschen trifft und ist einer der dominanten Orang-Utans in seiner Gruppe. Im Klettern ist er Meister und erkennt sehr gut die diversen Arten an Waldfrüchten. Mittlerweile ist er neun Jahre alt und wiegt 29 Kilo.

Jetzt besitzt er alle Fähigkeiten, um in der Wildnis zu überleben. Nach zahlreichen medizinischen Untersuchungen steht jetzt fest – Raymond darf nach Hause in den Regenwald!

Kameloh wurde von der Naturschutzbehörde aus Privathaltung konfisziert. Er war, anders als oft in solchen Fällen, in guter Verfassung, als er im Januar 2007 in Nyaru Menteng Aufnahme fand. Der Zweijährige wog acht Kilo und zeigte noch natürliches Verhalten.

Im November 2014 wurde er ach Kaja Island umgesiedelt, um dort unter naturnahen Bedingungen seine während der Rehabilitation erworbenen Überlebensfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Seine hochgewachsene Statur und seine sich entwickelnden Backenwülste machen ihn leicht identifizierbar. Kameloh ist ein ziemlich unabhängiger Einzelgänger und zeigt regelmäßig, dass er die Nähe von Menschen nicht mag.

Jetzt ist Kameloh elf Jahre alt und wiegt knapp 67 Kilo. So gut, wie er sich entwickelt hat, kann man ihm beste Erfolgsaussichten in seiner neuen Heimat im Bukit Baka Bukit Raya National Park bescheinigen.

Mima war zur Zeit ihrer Beschlagnahme aus illegaler Haltung im Oktober 2003 drei Jahre alt und wog sechs Kilo. Kontakt zu Menschen war ihr sichtlich unangenehm.

Mima entwickelte sich in der Waldschule zu einer außergewöhnlichen Orang-Utan-Persönlichkeit und nahm schließlich den letzten Schritt in ihrer Ausbildung, als sie im November 2014 auf Kaja Islands umzog. Wie die meisten Orang-Utans zieht es Mima vor, für sich alleine Futter zu sammeln und ihre Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.

Jetzt, mit 15 Jahren und 44 Kilo Gewicht ist sie bereit für ein Leben in der Wildnis.

Rambo kam im Juni 2009 im Alter von zwei Jahren mit einem verletzten Arm nach Nyaru Menteng. Nach gut fünf Jahren Waldschule konnte er schon nach Kaja Island umgesiedelt werden. Er ist, trotz seines Namens, nicht sonderlich aggressiv, verteidigt sich aber entschlossen, wenn er sich bedroht fühlt. Menschen weicht er für gewöhnlich aus. Auch wenn er nicht als ausgesprochen dominant eingeschätzt wird, ist er sehr überlebenstüchtig und ein guter Entdecker seiner Umwelt. Er wird sich jetzt, im Alter von 12 Jahren, im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya gut machen.

Dara erreichte Nyaru Menteng, als sie drei Jahre alt war. Sie wurde im Dezember 2005 aus eine Palmölplantage gerettet kam nach einer Quarantänezeit in die Sozialisierungsanlage von Nyaru Menteng. Ihr Verhalten gegenüber Menschen war ausgesprochen aggressiv. Schließlich wurde auch sie nach Kaja Island umgesiedelt.

Jetzt ist Dara 14 Jahre alt und zu einem wunderschönen, unabhängigen Orang-Utan herangewachsen. Nach 12 Jahren der Rehabilitation wird die kluge Dara nun endgültig ihre Reise in die Freiheit antreten.

Auch Awa wurde aus illegaler Privathaltung befreit. 18 Monate war sie alt, als sie im Februar 2000 nach Nyaru Menteng am.

Sobald sie ihr Training in der Waldschule beendet hatte, kam sie nach Kaja Island, wo sie sich als sehr aktiv und unabhängig erwies. Am 13. Februar 2008 bekam sie ein gesundes Baby. Die Kleine wurde Ewa genannt und wuchs schon fast wie ein wilder Orang-Utan auf. Menschen mag sie nicht besonders, sondern flüchtet sich bei ihrem Anblick oder wenn sie sich sonst bedroht fühlt, in die fürsorglichen Arme ihre Mutter Awa.

Nach insgesamt 16 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng wird Awa zusammen mit ihrer Tochter Ewa endlich in die Freiheit entlassen.

Doren wurde im Februar 2003 aus privater Gefangenschaft befreit. Im Dezember 2012 schließlich war Doren soweit, auf Bangamat Island umgesiedelt zu werden, wo sie sich unter naturnahen Bedingungen auf die endgültige Freiheit vorbereiten konnte. Allerdings gelang es ihr einmal, die Insel zu verlassen und blieb zwei Monate lang verschwunden. 30 Kilometer entfernt tauchte sie wieder auf, bei guter Gesundheit übrigens, und kam nach Kaja Island.

Im März 2015 bekam Doren ihr erstes Baby – ein Junge, den man Daichi nannte. Doren ist mit ihren 12 Jahren und stattlichen 60 Kilo nun bereit, ihrem Sohn Daichi das richtige Orang-Utan-Leben in der Wildnis des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya beizubringen.

Winda wurde im Januar 2007 einem Plantagenarbeiter weggenommen und nach Nyaru Menteng verbracht. Sie litt sehr unter Mangelernährung und etlichen Wunden. Dank der hingebungsvollen Pflege des Teams von Nyaru Menteng erholte sich Winda und begann den langen Prozess ihrer Rehabilitation. Am 8. Juli 2014 bekam sie ein wunderschönes Söhnchen, Wihim genannt. November 2014 gelangten Mutter und Sohn schließlich nach Kaja Island, zur letzten Station vor ihrer Auswilderung.

Die nunmehr 14-jährige Winda liebt ihren Sohn ganz offensichtlich, und beide werden bald im Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya in Freiheit leben.

Usro kam im Februar 2016 nach Nyaru Menteng. Zu diesem Zeitpunkt war sie zweieinhalb Jahre alt, wog sechs Kilo und zeigte noch ein Gutteil wildes Verhalten.

Sie überstand die Zeit in Quarantäne gut. Im November 2014 kam sie auf die Vorauswilderungs-Insel (Pre-Release) Kaja. Dort wurde festgestellt, was sie doch noch von ihrer wilden Seite behalten hat.

Während ihrer Zeit auf dieser Insel kam sie mit den anderen Orang-Utans gut zurecht. Obwohl (oder auch weil) bereits mit Menschen in Kontakt gekommen, ist sie ihnen gegenüber misstrauisch. Ein gutes Zeichen für ihre wilde Seite. Kommt ihr ein Mensch zu nah, wirft sie mit kleinen Zweigen und zeigt ihren Unmut.

Usro ist nun 13 Jahre alt und bringt 42 Kilo auf die Waage. Nach zehn Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng ist sie nun für ein Leben im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark bereit.

Sincan kam September 2004 im Alter von drei Jahren nach Nyaru Menteng.
Sie wurde von Mitarbeitern der Naturschutzbehörde BKSDA und der BOS Foundation gerettet. Man fand sie auf einer Palmölplantage.

Die Zeit in Quarantäne überstand sie gut. Nur zwei Monate nach ihrer Ankunft in Nyaru Menteng kam sie auf die „Vor-Auswilderungs-Insel“ Kaja, wo sie als ziemlich dominantes Weibchen über die Fütterungsplattform herrschte.

Sincan ist sehr aufmerksam und beobachtet alles ganz genau. Mit ihren 16 Jahren und 42 Kilogramm ist sie nun bereit für ihre Auswilderung im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Auch Kumba wurde 2007 aus einer Palmölplantage gerettet. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng hatte er eine Wunde im linken Auge und Schnitte in seinen Händen. Er verhielt sich überwiegend wild und kam 2014 auf die Insel Kaja.

Kumba mag es nicht, wenn ihm Menschen zu nah kommen. Er bevorzugt auch unter Orang-Utans eher das Alleinsein. Auf der Insel bewies er eindeutig, dass er in der Lage ist, sich selbst ausreichend Futter zu suchen.

Mittlerweile 14 Jahre alt und 27 Kilo schwer, wird Kumba demnächst seine Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark wieder erlangen.

Anggi kam 2005 mit nur dreieinhalb Jahren nach Nyaru Menteng. Ihr gesundheitlicher Zustand war sehr kritisch. Sie brachte nur sechs Kilo auf die Waage. Sie kam direkt in die Klinik und wurde medizinisch versorgt. Dabei stellte man fest, dass sie eine Infektion hatte, die von Handwunden herrührte. Ihre Hände waren mit Kunststofffasern gefesselt und sie war völlig dehydriert. Zum Glück konnte das BOS-Team sie aber wieder aufpäppeln.

Nach einiger Zeit unter ärztlicher Aufsicht und intensiver Behandlung erholte Anggi sich und konnte den anderen Orang-Utans im Rehabilitationszentrum zugesellt werden. Dort lehnte sie den Kontakt zu den Babysittern und anderen Mitarbeitern ab. Daraufhin wurde sie in den Sozialisierungskomplex umgesiedelt. Sie ist nun 14 Jahre alt und es ist Zeit für sie, in den Wald zurückzukehren.

Ijum wurde von einem Ortsansässigen in Palangka Raya, Zentral-Kalimantan, gerettet. Sie kam mit zwei Jahren und einem Gewicht von gerade mal neun Kilo im September 2007 in Nyaru Menteng an. Mehr und mehr legte sie wildes Verhalten an den Tag und kam 2012 auf die Pre-Release -Insel Bangamat.

Ihr Missfallen über menschliche Anwesenheit tut sie durch kussähnliche Geräusche kund. Man erkennt Ijum sofort an ihrem schwarzen Gesicht und den schmalen Augenlidern.

Mit den Fähigkeiten, die sie sich in neun Jahren Rehabilitation angeeignet hat, ist sie bereit für die Auswilderung. Das zwölfjährige und 56 Kilo schwere Weibchen wird in Bukit Baka Bukit Raya ein neues Zuhause finden.

Pluto lebte zwei Jahre lang als Haustier bei einem Einheimischen in Kapuas. Er erreichte die Station in Nyaru Menteng im Jahre 2002. Zu diesem Zeitpunkt war er zweieinhalb Jahre alt und in sehr schlechter Verfassung. Er litt mit nur knapp vier Kilo stark an Untergewicht. Auf der Brust und den Armen trug er mehrere Schürfwunden. Sein rechtes Augenlid war aufgrund einer Infektion gelähmt, so dass er das Auge ging nicht mehr richtig schließen konnte. Die Haut war schwarz als Folge von Dehydrierung. Er hatte eine geschwollene Leber und nur sehr kurzes dünnes Haar und atmete unregelmäßig.

Es dauerte fünf Jahre, bis die engagierten Tierärzte in Nyaru Menteng Pluto gesund bekamen und er endlich für die Waldschule bereit war. Dort durchlief er den Rehabilitationsprozess zur Vorbereitung auf die Wildnis. Letztes Jahr kam er nach Bangamat.

Nach seiner Ankunft auf der Insel entwickelte sich Pluto zu einem außergewöhnlichen Entdecker und Nahrungssucher. Der 14-jährige ist für seinen ausdrucksvollen Blick und seine markante Erscheinung bekannt. Mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet, ist Pluto nun bereit, um in Bukit Baka Bukit Raya zu leben.

Ibut kam im November 2006 nach Nyaru Menteng. Er war damals zweieinhalb Jahre alt, wog 6 Kilo und schien gesund zu sein.

Fünf Jahre später musste ihm jedoch ein Finger amputiert werden, da sich sonst eine Infektion ausgebreitet hätte. Danach wurde er intensiv betreut und gepflegt. Ein Jahr später kam auch er auf die Insel Bangamat. Dort zeigte er, dass er sich gegen andere Orang-Utans durchsetzen kann. Mittlerweile äußert er Missfallen, sobald er auf Menschen trifft. Beste Voraussetzungen also für ein unabhängiges und selbstständiges Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Ibut ist sehr einfach an seinem hübschen roten Bart zu erkennen. Ohne Zweifel wird das 13-jährige Männchen mit seinen fast 50 Kilo ohne große Probleme in der Wildnis gut leben können. Sein zehnjähriger Aufenthalt in Nyaru Menteng hat ihn bestens vorbereitet.

Gurita wurde im April 2006 aus illegaler Haustierhaltung befreit. Sie war vier Jahre alt und wog 14 Kilo.

Nach ihrer Quarantäne kam sie zu den anderen Orang-Utans auf die Station. Ihre Waldschule schloss sie 2013 erfolgreich ab. Anschließend lebte sie auf der Insel Kaja und freundete sich dort mit Beda und Chanel an. Trotzdem verbringt sie ihre Zeit am liebsten allein. Gurita ist ein sehr wachsames Orang-Utan-Weibchen, aber nicht aggressiv. Auf der Insel kam sie bereits bestens ohne Hilfe zurecht und hält nicht viel von menschlicher Präsenz.

Gurita ist nun 14 Jahre alt und wiegt 59 Kilogramm. Sie hat eine dunkle Haut und ihr rundes Gesicht wird von einem Pony eingerahmt. Nach zehn Jahren Rehabilitation wird Gurita nun in die Freiheit entlassen. Freilebende Orang-Utans haben eine Lebenserwartung von 40 – 50 Jahren. Gurita hat also, wenn alles gut geht noch 25-30 Jahre in Freiheit vor sich.

Zu den neuen Auswilderungskandidaten gehört unter anderem das Orang-Utan-Männchen Rafli. Er stammte ursprünglich aus dem Waldgebebiet Sebulu, das in den Jahren 1997/98 größtenteils niederbrannte. Rafli kam 2005 mit 13 Jahren nach Samboja Lestari.

Nach seiner Rettung legte er wildes Verhalten an den Tag, was bedeutet, dass er nie in Gefangenschaft lebte. Nach seine Ankunft auf der Station verbrachte er einige Zeit im Sozialisierungskomplex mit anderen Orang-Utans und kam Anfang letzten Jahres auf die Vor-Auswilderungsinsel. Rafli nahm seine neue Umgebung ohne Probleme an und wandte seine erlernten Techniken bei der Futtersuche und dem Nestbau direkt an.

Er ist nun 24 Jahre alt und wiegt stolze 75 Kilo. Sein Rehabilitationsprozess hat 11 Jahre gedauert. Wir wünschen ihm ein tolles Leben in der Wildnis.

Gemeinsam mit seiner leiblichen Mutter Inul wurde Saprol 2006 gerettet und nach Samboja Lestari gebracht. Inul war derart schwer verletzt, dass sie nicht überlebte. Saprol klammerte sich ganz verstört an seine tote Mutter und wollte sie nicht los lassen. Doch wurde die kleine Waise von den Pflegerinnen und Pflegern bei BOS mit sehr viel Liebe und Zärtlichkeit groß gezogen.

Gemeinsam mit Jamur, J-Lo, Sarmi, Nila und anderen Orang-Utans verbrachte er die letzten Jahre auf der Vor-Auswilderungsinsel Pulau. Das Orang-Utan-Weibchen Sarmi nahm sich seiner damals auf dieser Insel an. Ihre leibliche Tochter Sani akzeptierte Saprol auch gern als ihren neuen Bruder.

Saprol ist nun 11 Jahre alt und bringt 38 Kilo auf die Waage. Eventuell wird er in der Wildnis auf seine selbst gewählte Ersatzmutter Sarmi treffen. Sie wurde zwar bereits vor drei Jahren ausgewildert, doch wird sie sich sicher noch an ihn erinnern können.

Jamur ist bereits seit 1998 in Samboja Lestari. Die damals Vierjährige wurde von der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA gerettet und wuchs ohne ihre Mutter im Rehabilitationszentrum auf. Davon merkt man ihr heute nichts mehr an, denn sie kümmerte sich von Anfang an sehr gut um ihre Tochter und brachte ihr vieles bei.

Gemeinsam mit ihrer Tochter J-Lo wird sie sich auf den Weg in die Freiheit machen. Dort wird J-Lo wahrscheinlich ihren eigenen Weg gehen, da sie bereits ein unabhängiger Orang-Utan geworden ist. Sollte sie sich anfangs unsicher fühlen, weiß sie ihre Mutter in der Nähe.

Jamur brachte J-Lo 2006 in Samboja Lestari zur Welt. Die kleine J-Lo lernte von ihrer Mutter alle Fähigkeiten für ein Leben in der Wildnis. Sie identifiziert Nahrung, baut Nester und geht Menschen eher aus dem Weg. Dabei macht sie die typischen, Missfallen bekundenden Kussgeräusche.

Mit ihren zehn Jahren wird sie nun gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem besten Freund Saprol in die Wildnis entlassen.

Kent kam 1999 als zwei Monate altes Baby nach Samboja Lestari. Man hatte ihn auf einer Farm beschlagnahmt, auf der er - halb verdurstet und von Würmern - offensichtlich nicht gut behandelt worden war. Im März 2014 wurde er mit 16 Jahren zum ersten Mal ausgewildert. Leider hatte er Pech. Er geriet in einen Revierkampf und wurde dabei schwer verletzt. Die Wunden waren noch nicht ganz verheilt, da griff ihn ein Bienenschwarm an. Daraufhin entschieden die Tierärzte ihn zurück nach Samboja Lestari zu holen. Nun bekommt er seine zweite Chance.

Bana ist ein wilder Orang-Utan, der am 14. Oktober 2016 von der Naturschutzbehörde BKSDA gemeinsam mit der BOS Foundation gerettet und nach Nyaru Menteng gebracht wurde. Das etwa 25 Jahre alte Männchen war in einem kleinen Waldstück aufgegriffen worden. Rundherum war der Wald großflächig für große neue Siedlungen gerodet worden. Dorfbewohner erwischten das große Orang-Utan-Männchen regelmäßig auf ihren Feldern, wo er Früchte klaute. Zum Glück informierten sie die BKSDA.

Bei seiner Rettung hatte Bana einige schlimme Verletzungen an den Armen, die sofort behandelt werden mussten. In der Rettungsstation Nyaru Menteng wurde Bana medizinisch versorgt, bis seine Wunden verheilt waren. Der dominate Orang-Utan-Mann wird nun in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark ausgewildert.

Nur eine Woche nach Banas Rettung, musste sich die Naturschutzbehörde BKSDA wieder gemeinsam mit der BOS Foundation auf den Weg zu einer Rettung machen. Dieses Mal ging es um eine Orang-Utan-Mutter und ihren Nachwuchs. Auch Sawa und ihre Tochter Sawi wurden auf einem kleinen Waldstück inmitten einer großflächigen Rodung gefunden. Am 23. Oktober 2016 wurden die beiden nach Nyaru Menteng gebracht.

Sawa ist schätzungsweise 15 Jahre alt und wiegt etwa 30 Kilogramm. Bei ihrer Rettung hatte sie offene Wunden an ihren Armen und eine Linsentrübung in ihrem linken Auge. Ihre Wunden am Arm verheilten dank der fachmännischen Pflege unseres Ärzteteams glücklicherweise sehr schnell. Gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter Sawi wird Sawa nun bald zu den neuen Bewohnern des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks gehören.

Kisar kam im Alter von zwei Jahren am 1. September 2002 in die Rettungsstation Nyaru Menteng. Er wog damals keine sechs Kilogramm. Nach seiner Rettung durch die Naturschutzbehörde BKSDA in Zusammenarbeit mit der BOS Foundation in einem Dorf in Zentral-Kalimantan, besuchte er die Waldschule. Als er diese nach einigen Jahren erfolgreich abgeschlossen hatte, durfte er auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Auf der Insel konnte das Männchen seine erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen und weiter ausbauen. Kisar ist ein hervorragender Futtersammler. Junge Blätter, Farne und Früchte – nichts schien er zu übersehen. Mit seinen 16 Jahren und guten 62 Kilogramm ist er nun für seine Auswilderung bereit. Im Bukit Baka Raya Nationalpark wird er als wilder Orang-Utan sein Leben genießen können.

Zwei Wochen nach Kisars Befreiung konnte die BKSDA mit der BOS Foundation im gleichen Ort ein eineinhalb Jahre altes Weibchen retten. Sie erhielt den Namen Mini. Mini war sehr dünn, hatte aber einen dicken Bauch und brachte viereinhalb Kilogramm auf die Waage. Nach zwei Monaten in Quarantäne, durfte sie die Waldschule besuchen. Ebenso wie Kisar, zog sie nach Abschluss der Waldschule auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort lebte sie in den vergangenen drei Jahren und erkundete den Wald. Sie befand sich vierzehn Jahre lang in der Obhut der BOS Foundation und ist nun bestens auf die Freiheit in Bukit Baka Bukit Raya vorbereitet. Wir wünschen diesem hübschen, langhaarigen 16 Jahre alten Weibchen alles Gute für ihr neues Leben.

Am 28. September 2005 kam Sarimin nach Nyaru Menteng. Die Naturschutzbehörde BKSDA hatte ihn bei einem Dorfbewohner in Zentral-Kalimantan beschlagnahmt, der ihn illegal als Haustier gehalten hatte. Damals war er zwei Jahre alt und wog gerade mal sechs Kilogramm. Nach der notwendigen zweimonatigen Quarantänezeit in der Klinik von Nyaru Menteng, begann Sarimin sein Rehabilitationsprogramm bei BOS.

Nachdem er die Waldschule am 20. November 2014 abgeschlossen hatte, unternahm er die finalen Schritte seiner Ausbildung auf der Vorauswilderungsinsel Kaja. Sarimin, ein Männchen mit langem, dichtem Fell, ist ein Einzelgänger. Vor allem die Nähe von Menschen mag er gar nicht. Das machte es für die BOS-Mitarbeiter nicht immer einfach, ihn auf der Insel zu überwachen.  

Jetzt ist Sarimin 13 Jahre alt und wiegt 48,3 Kilogramm. Im Dezember 2016 wird er in den Nationalpark von Baka Bukit Raya ausgewildert, um dort sein neues Leben als wilder Orang-Utan zu beginnen.

Die Naturschutzbehörde BKSDA konfiszierte Beda am 2. Februar 2004 im Alter von zehn Monaten von einem Dorfbewohner in Zentral-Kalimantan. Sie brachte fünfeinhalb Kilogramm auf die Waage.

Nach Abschluss der Waldschule bezog sie am 24. Juni 2016 die Vorauswilderungsinsel Kaja. Dort verfeinerte sie ihre Fähigkeiten in der Nahrungssuche und ließ keine Ecke der Insel unerforscht, um noch mehr Köstlichkeiten zu finden.

Nach nunmehr zwölf Jahren in der Rehabilitation in Nyaru Menteng steht die 13-jährige Beda kurz vor ihrer Auswilderung in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark, um dort als unabhängiger und wilder Orang-Utan im Regenwald leben zu dürfen.

Susi wurde zusammen mit dem Männchen Juky von einem Dorfbewohner in West-Kalimantan durch die Naturschutzbehörde BKSDA konfisziert, der die beiden illegal als Haustiere gehalten hatte. Sie kam am 28. März 2003 mit eineinhalb Jahren und einem Gewicht von acht Kilogramm nach Nyaru Menteng. Wie alle Neuankömmlinge musste auch sie erst zwei Monate in Quarantäne, ehe sie mit ihrer Rehabilitation in der Waldschule beginnen konnte.

Nach Beendigung der Waldschule kam am 20. Juni 2013 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja. Auf der Insel zeigte sich Susi gesellig mit den anderen Orang-Utans und blieb meist in der Nähe der Bäume, die ihr reichlich Nahrung boten.

Diese wunderschöne Orang-Utan-Dame ist inzwischen 15 Jahre alt und wiegt 49,3 Kilogramm. Nach 13 Jahren in Nyaru Menteng wird auch Susi jetzt in den Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark in die Freiheit entlassen.

Juky wurde (zusammen mit Susi) am 28. März 2003 von der Naturschutzbehörde BKSDA in einem Dorf in West-Kalimantan konfisziert. Der kleine Juky war damals eineinhalb Jahre alt und wog sieben Kilogramm. Nach Beendigung der Waldschule unternahm Juky auf der Vorauswilderungsinsel Kaja seine letzten Ausbildungsschritte vor seinem neuen Leben in Freiheit. Sein gutes Aussehen – betont durch seinen hell-orangenen Bart und seine wachsenden Backenwülste – helfen ihm, seine Dominanz auszubilden.

Mit heute 15 Jahren und 66 Kilogramm Gewicht ist dieser männliche Orang-Utan mehr als bereit, den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu erobern.

Rina wurde am 26. März 2003 durch die Naturschutzbehörde BKSDA von einem Dorfbewohner konfisziert. Als sie in Nyaru Menteng ankam, war sie eineinhalb Jahre alt, wog fünf Kilogramm und in einem schlechten körperlichen Zustand aufgrund einer schlimmen Kopfverletzung. Unser Ärzteteam musste sie intensiv behandeln, bevor sie mit ihrer Rehabilitation in der Waldschule beginnen konnte.

Nachdem Rina unter Beweis gestellt hatte, wie gut ihre Fähigkeiten in der Nahrungssuche waren,  konnte sie am 24. Juni 2013 erfolgreich die Waldschule beenden und auf die Vorauswilderungsinsel Kaja umziehen. Dieser weibliche Orang-Utan bevorzugt es, die Tiefen des Regenwaldes allein zu erkunden.

Rina ist jetzt 15 Jahre alt, wiegt 53 Kilogramm und wird jetzt, nach 13 Jahren Rehabilitationsprozess, endlich wieder frei sein.

Miri wurde am 24. November 2002 von der Naturschutzbehörde BKSDA in einem Dorf in Zentral-Kalimantan konfisziert. Sie kam mit zwei Jahren und sechs Kilogramm Gewicht in einem körperlich schlechten Zustand in Nyaru Menteng an. An ihrem rechten Mittelfinger hatte sie eine offene, stark entzündete Wunde. Eine intensive Behandlung durch unser Ärzteteam war nötig, ehe sie mit der Waldschule starten konnte.

Am 20. Juni 2013 begann sie ihre letzte Rehabilitationsphase auf der Vorauswilderungsinsel Kaja. Miri ist meist eine Einzelgängerin, doch neugierig wie sie ist, sucht sie hin und wieder auch Kontakt zu anderen Orang-Utans. Und Miri liebt es über alles, mit Wasser zu spielen.

Mit jetzt 17 Jahren ist Miri bereit, wieder in die Freiheit zurückzukehren. Auch wenn sie kein dominantes Wesen hat, werden ihr ihre erlernten Fähigkeiten helfen, ein unabhängiges Leben im Nationalpark von Bukit Baka Bukit Raya zu führen.

Unsere erste Auswilderungskandidatin trägt den Namen Indonesia. Am 15. August 2004 erblickte sie in Samboja Lestari das Licht der Welt, geboren von der Orang-Utan-Dame Ingrid. Die beiden wurden 2006 auf eine der Vor-Auswilderungsinseln gebracht. Im Laufe der Zeit hat sich Indonesia prima entwickelt und ist zu einem selbstständigen Orang-Utan-Weibchen geworden. Sie ist sehr sozial und hat viele Freunde. Im Klettern und Nester bauen ist sie spitze. Demnächst wird die nunmehr zwölfjährige Indonesia ihre Freiheit im Wald von Kehje Sewen genießen.

Cita wurde ebenfalls in Samboja Lestari geboren. Sie kam am 15. Mai 2005 auf die Welt und ist nur ein Jahr später mit ihrer Mutter Cinta auf eine der Vor-Auswilderungsinseln gezogen. Seit 2012 lebt Cita immer unabhängiger von ihrer Mutter Cinta. Das ist eine gute und ganz typische Entwicklung für die Jungtiere. Cita ist nun in der Lage, sich selbstständig ausreichend Futter zu suchen und sich stabile Nester für die Nacht zu bauen. Die Anwesenheit von Menschen mag sie allerdings nicht. Darüber sind wir sehr froh, denn in freier Wildbahn ist der Mensch in erster Linie eine Gefahr. Der Kehje-Sewen-Wald begrüßt Cita bald als neue Bewohnerin.

Das vierjährige Orang-Utan-Weibchen Bong wurde im Dezember 2006 aus einem Zoo in Vietnam von der Naturschutzbehörde BKSDA nach Samboja Lestari gebracht. Sie kam in die Waldschule und zeigte in nur kurzer Zeit sehr gute Fortschritte. Deshalb kam sie auch bald auf eine Vor-Auswilderungsinsel. Von Anfang an mochte sie es nicht, von Menschen beobachtet zu werden und war lieber für sich allein. Mit ihren 14 Jahren ist Bong jetzt bereit für die Freiheit, die ihr der der Wald von Kehje Sewen bietet.
Wir freuen uns besonders, dass Bong nun zu den „neuen Wilden“ gehört, da sie eines unserer Patentiere war. Bong ist ein Beweis dafür, dass wir den Orang-Utans helfen können. Durch die hervorragende Arbeit der Kollegen auf Borneo und Ihrer Unterstützung ist auch diese Auswilderung möglich geworden.

Valen kam im Alter von vier Jahren nach Samboja Lestari. Die Naturschutzbehörde konfiszierte ihn von einem Einheimischen in Surabaya (Ost Java), der Valen illegal als Haustier hielt. In Samboja Lestari angekommen, musste Valen zunächst auf die Quarantänestation und durfte anschließend in die Waldschule. Dort nahm er die Anweisungen der Babysitter unglaublich schnell auf und setze alles in die Tat um, was man ihm beibringen wollte. Im Jahr 2008 war er für die Vor-Auswilderungsinsel bereit, wo er sich seitdem zu einem immer dominanteren Männchen entwickelt. Gegenüber Menschen zeigt er zunehmend Unmut. Valen ist jetzt 15 Jahre alt und wird demnächst im Kehje-Sewen-Wald sein neues Zuhause finden.

Signe kam 2009 nach Samboja Lestari. Sie wurde einem Einheimischen in Ost-Kalimantan weggenommen, der die damals zweijährige illegal als Haustier hielt. Signe entwickelte sich schnell zu einer guten Nahrungssammlerin. 2015 brachte Signe ihr erstes Kind zur Welt - ihren Sohn Bungaran. Das Mutter-Sohn-Gespann ist bekannt dafür, sich sehr schnell durch die Baumkronen zu bewegen und große Strecken zurück zu legen. Bungaran kann sich sehr glücklich schätzen, eine so gute Mutter wie Signe zu haben. Sie bringt ihm ganz geduldig alles bei, was er braucht, um allein in der Wildnis zu überleben. Signe ist nun neun Jahre alt und wird gemeinsam mit ihrem sehr aktiven einjährigen Sohn in den Wald von Kehje Sewen ausgewildert.