Angely genießt ihr Leben im Kehje-Sewen-Wald

Datum

Donnerstag, 28. Juli 2016 - 15:30

Orang-Utan-Weibchen Angely wurde im September 2015 ausgewildert. Seit sie ein Jahr alt war, lebte sie in Samboja Lestari und konnte nach sechs Jahren Rehabilitation nach Kehje Sewen in die Freiheit entlassen werden. Das BOS-Team konnte sie nun wieder aufspüren und beobachten. Angely hat sich sehr gut in ihrer neuen Heimat eingelebt und scheint in der Brotbaumfrucht ihre Lieblingsspeise gefunden zu haben.





Wenn sie am Morgen ihr Schlafnest verlässt, geht sie direkt auf Nahrungssuche. Fündig geworden, verbringt sie mit ihren Mahlzeiten Stunden auf den Bäumen. Wir brauchen uns also keine Sorgen zu machen; Angely zeigt uns, dass sie sehr gut für sich selbst sorgen kann.

Nach dem Essen zieht sie sich tiefer in den Wald zurück, wobei sie sich ausgesprochen flink und geschickt bewegt. Manchmal muss sich unser Team ziemlich anstrengen, um ihr folgen zu können. Kurze Sprinte durchs Unterholz sind nicht selten, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Umso mehr freut es das Team, wenn Angely am Mittag eine Pause einlegt und ein Nickerchen in den Baumwipfeln hält.





Ihr Nest für die Nacht beginnt sie in der Regel schon am Nachmittag gegen halb fünf zu bauen, da in den Tropen die Sonne recht früh untergeht. Uns hat übrigens wirklich beeindruckt, dass sie ihr Frühstück für den nächsten Tag vorbereitet, indem sie Feigen sammelt und diese in ihrem Nest lagert. Sobald die Sonne aufgeht, labt sie sich an diesem Vorrat, bevor sie das Nest verlässt und in den neuen Tag startet.

 

 





 

Einen ausgewilderten Orang-Utan wie Angely so selbstverständlich im Kehje-Sewen-Wald zu sehen, ist herzerwärmend und ermutigend. Wir hoffen, dass ihr noch viele weitere Orang-Utans in die Freiheit folgen werden.

 

 

 

 

Quelle: PRM team in Camp Nles Mamse, Kehje Sewen Forest

2016 feiert BOS Deutschland sein 15-jähriges Jubiläum. Das sind 15 Jahre erfolgreicher Einsatz für den Erhalt der Orang-Utans und ihrer Habitate! Helfen Sie uns, ein neues Babyhaus zu bauen, damit wir auch zukünftig traumatisierte Waisen aufnehmen und ihnen wieder Geborgenheit und Zukunft geben können.

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