Auf frischer Tat ertappt

Unser Team hat in Samboja Lestari illegale Rodungen und Brandstiftung aufgedeckt

Datum

Montag, 30. September 2019 - 11:45

In dieser Trockenzeit waren Samboja Lestari und das Gebiet rund um unser Rettungszentrum in Ost-Kalimantan von Bränden und illegalen Rodungen weitgehend verschont geblieben. Doch jetzt gab es gleich zwei Vorfälle, bei denen das schnelle Eingreifen unserer Mitarbeiter Schlimmeres verhindern konnte.

Bei einer Patrouille rund um unser Rettungszentrum Samboja Lestari sind unsere Mitarbeiter vergangene Woche auf ein etwa 5.000 Quadratmeter großes Stück frisch gerodetes Land gestoßen. Ordentlich gestapelt lagen die bereits zu Brettern gesägten Baumstämme bereit zum Abtransport.


Frisch gerodetes Holz auf dem Gebiet von Samboja Lestari

Frisch gerodetes Holz auf dem Gebiet von Samboja Lestari

Als unsere Sicherheitsleute während ihrer Morgenpatrouille das kreischende Geräusch von Kettensägen vernahmen, machten sie sich eilends auf die Suche. Sie entdeckten vier Männer, die gerade dabei waren, frisch gefällte Bäume zu Brettern zu zersägen, um sie für den Abtransport vorzubereiten. Unser Team informierte umgehend die örtlichen Behörden, die die Männer festnahmen. Erste Ermittlungen ergaben, dass die vier Holzfäller Bauern aus der Umgebung waren. Sie sollen auch für die illegalen Ananas- und Ölpalmenplantagen verantwortlich sein, die Anfang des Jahres an anderer Stelle von Samboja Lestari gefunden worden waren. 


Die Polizei ermittelt

Die Polizei ermittelt

Damit nicht genug: Am nächsten Tag brach ein Feuer rund zwei Kilometer vom Ort der Rodung entfernt aus. Sofort rannten unsere Mitarbeiter zur Brandstelle. Nach fast vier Stunden harter Arbeit konnte das Feuer glücklicherweise vollständig gelöscht werden. Doch eine Fläche von 0,59 Hektar mit rund 210 Bäumen, die wir seit Anfang der 2000er Jahre gepflanzt hatten, wurde vollständig niedergebrannt.


Vier Stunden kämpften unsere Mitarbeiter gegen die Flammen

Vier Stunden kämpften unsere Mitarbeiter gegen die Flammen


Eine Katastrophe konnte verhindert werden

Eine Katastrophe konnte verhindert werden

Zwei traurige Vorfälle, die in ihren Ausmaßen jedoch weit von den katastrophalen Feuern entfernt sind, die in diesem Jahr rund um unser Rettungszentrum Nyaru Menteng in Zentral-Kalimantan gewütet haben. Wir sind sehr stolz auf das schnelle und entschlossene Eingreifen unserer Mitarbeiter, die so Schlimmeres verhindern konnten.

Auch Sie können uns im Kampf gegen das Feuer helfen!

Damit unsere Mitarbeiter auch für künftige Löscheinsätze gewappnet sind, arbeiten wir das ganze Jahr an Brandschutzmaßnahmen, der Ausbildung im Feuerschutz, dem Bau neuer Brunnen und Löschwasserspeicher und einem ausreichenden Bestand an Ausrüstung.

Bitte helfen Sie uns mit einer Spende und ermöglichen Sie uns, unsere Feuerschutzmaßnahmen weiter auszubauen.

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