Bennis Reisetagebuch - Treffen mit den Orang-Utans Selly, Maya, Boy und Mona

Datum

Donnerstag, 28. April 2016 - 18:00

Familie Over besucht das Sintang Orangutan Center (SOC) und Benni trifft auf die ersten Orang-Utans.

26. April / Sintang Orangutan Center (SOC) / Treffen mit Pastor Maessen (direkt am SOC):
Zunächst führt uns Willie Smits durch das Orang-Utan-Center und erläutert die Arbeit des SOC. Man hat den Eindruck, dass Willie mit jedem dieser kleinen oder auch größeren Wesen spricht und diese Willie verstehen.
Der Pfleger und Betreuer bringt Bennis zwei neue Patentiere auf eine große Wiese. Die beiden kleinen Mädchen Selly und Maya sind wie siamesische Zwillinge und nicht zu trennen. Immer, wenn die neugierige und freche Selly Interesse an Benni zeigt, wird sie von der ängstlichen Maya wieder zurück gezogen. Dabei waren sie doch - so Willie - beim ersten Kennenlernen recht zickig zueinander.
Der kleine Orang-Utan-Junge Boy zeigt recht schnell Interesse an Benni und reicht ihm die Hand. Boy wurde als Haustier gehalten und von Willie befreit. Man hat lange gebraucht, Boy wieder in seine eigentliche Bestimmung zu führen. Er wurde über Jahre wie ein Mensch erzogen und regelrecht vom Mittagstisch einer Menschen-Familie ernährt. Er war verstört, als er zu seinen Artgenossen in das SOC kam. Umso erstaunlicher ist es, dass Boy recht schnell Vertrauen zu Benni gewann. Und dann kam auch noch die kleine einjährige Mona …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man solche Bilder sieht, dann geht das Herz auf. Um so unbegreiflicher ist es, dass man die Mamas der Orang-Utan-Kinder wegen der Abholzung des Regenwaldes einfach tötet und die Babies zurück lässt oder als Haustiere verkauft. Die Arbeit des SOC, der BOS Foundation und anderer Hilfsorganisationen kann gar nicht hoch genug geschätzt werden; denn wie in dem Trickfilm „Henry rettet den Regenwald“ gilt: „Wenn du die Orang-Utans rettest, dann rettest du auch die Menschen“. Die Vernichtung des Regenwaldes ist nicht nur ein riesengroßes Problem in Indonesien selbst, sondern steht durch die Folgen für das Klima direkt vor unserer Haustür im 15.000 Kilometer entfernten Deutschland.

Hinweis: Es ist völlig unüblich, dass man „Fremde“ in die Begegnung mit Orang-Utans in den Rescue Camps zulässt (Benni trägt zum Schutz der Orang-Utans einen Mundschutz). Nur aufgrund des großen Engagements von Bennis Projekt und um Bennis großen Herzenswunsch zu erfüllen, hat Willie Smits eine Ausnahme gemacht und „Ja“ gesagt. Willie und Benni sind wohl schon ganz gute Freunde geworden; wenn auch in völlig unterschiedlichen Welten, dafür aber im gemeinsamen Anliegen um die Orang-Utans unterwegs.

Am Nachmittag besuchen wir Bruder Piet, ein 68 Jahre alter Holländer und seit vielen Jahren in Indonesien. … Fortsetzung folgt!

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