Ein Jahr nach den Bränden

Wie sieht es aus in unseren Projektgebieten

Datum

Montag, 12. Oktober 2020 - 13:00

Vor einem Jahr kämpften wir in unseren Projektgebieten – oftmals verzweifelt – gegen die schlimmsten Brände seit Jahren. Monatelang waren unsere Mitarbeiter Seite an Seite mit den regionalen Feuerwehren und den nationalen Einsatzkräften tagtäglich im Einsatz gegen die Flammen. Glücklicherweise konnten wir unsere Orang-Utans so immer vor den Bränden beschützen. Auch dank der großen Solidarität, Anteilnahme und Hilfe, die unsere Unterstützerinnen und Unterstützer auf der ganzen Welt uns entgegenbrachten.

In Folge der Brände und massiven Rauchentwicklungen litten vor allem in unserem Schutzzentrum Nyaru Menteng viele Orang-Utans unter Atemwegsinfekten. Glücklicherweise haben sich inzwischen alle Tiere wieder vollständig erholt. Nur unsere Schützlinge, die vorher schon chronisch erkrankt waren, werden auch weiterhin liebevoll von unseren engagierten Tierärzten behandelt.


Rachel und Uru spielen wieder in der Waldschule

Rachel und Uru spielen wieder in der Waldschule

In Samboja Lestari haben die Feuer 2019 knapp zehn Hektar Regenwald zerstört. Da wir hier schon länger in einem dauerhaften Projekt 1.800 Hektar aufforsten, werden wir auch die im letzten Jahr verlorenen zehn nach und nach wieder anpflanzen.

In Mawas wurden die zerstörten Baumschulen wieder hergerichtet. Unsere Mitarbeiter sind schon wieder fleißig dabei, weitere Sämlinge zu ziehen und neue starke Setzlinge in unseren Aufforstungsgebieten anzupflanzen.

Verstärkt sind wir gerade dabei, den Torfmoorboden von Mawas wieder zu vernässen. Zu diesem Zwecke errichten wir Staudämme, die die Kanäle blockieren, die vor 25 Jahren dort angelegt wurden, um das Moor trockenzulegen. So kann das Wasser bleiben, wo es hingehört – im Moorboden. Die Natur kann sich so regenerieren – und außerdem sind unsere Aufforstungsflächen auf diese Weise vor Bränden gut geschützt.


Der erste Kanal in Mawas


Der erste fertige Staudamm in 2020

Um bei neuen Waldbränden in unseren Projektgebieten immer sofort einsatzbereit zu sein, überprüfen wir monatlich unsere Ausrüstung zur Feuerbekämpfung und testen unsere Hydranten. In der jetzigen Trockenzeit patrouillieren wir täglich durch die Gefahrenzonen. So haben wir alles im Blick und können schnell eingreifen.

Im Namen unserer Schützlinge danken wir Ihnen nochmals von ganzem Herzen. Dank Ihrer unglaublichen Unterstützung konnten wir unsere Orang-Utans erfolgreich vor den Waldbränden im letzten Jahr beschützen und für zukünftige Feuer vorsorgen! 

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