Ein neues Leben für Tarwan

Datum

Donnerstag, 12. September 2019 - 14:00

Während der September hierzulande langsam den Herbst einleitet, eröffnet er für unsere Orang-Utan-Dame Tarwan den Frühling des Lebens. Denn sie war eines der vielen Opfer der thailändischen Tourismusindustrie, in der zahlreiche unserer nächsten Verwandten unter unwürdigen Lebensverhältnissen grausam ausgebeutet und gequält werden. Jetzt darf sie endlich in der Freiheit des Regenwaldes leben.

Glücklicherweise konnte Tarwan im November 2006 im Alter von fünf Jahren mit 47 anderen Orang-Utans aus Thailand zurück nach Borneo gebracht werden. Doch unzählige weitere Waldmenschen, wie sie auf Malaiisch zutreffend genannt werden, fristen ihr Dasein weiterhin völlig perspektivlos in zubetonierten Zoos oder müssen geschminkt und verkleidet in Shows auftreten. Sie werden sexualisiert, müssen sich zur Bespaßung der Zuschauer lächerlich machen oder sogar gegeneinander im Boxring antreten. Eines haben sie alle gemeinsam: Fernab ihrer wahren Heimat Indonesien, werden sie gefangen gehalten und eines Lebens in Freiheit beraubt.


Tarwans erste Schritte in die Freiheit

Tarwans erste Schritte in die Freiheit

Tarwan und ihre 47 anderen Leidensgenossen hatten großes Glück, denn häufig kann bei den Menschenaffen nicht nachgewiesen werden, dass sie illegal aus Indonesien geschmuggelt worden sind. So bleiben sie ihrem traurigen Schicksal in fremden Ländern ausweglos überlassen.

Unsere Orang-Utan-Dame Tarwan konnte nun endlich im Alter von 18 Jahren, nach langjähriger sorgfältiger und liebevoller Rehabilitation, zusammen mit sieben weiteren unserer Schützlinge, in den Nationalpark Bukit Baka Bukti Raya entlassen werden. So können neben Tarwan nun auch die drei Orang-Utan-Männer Tom (16), Toby (10) und Salu (17), sowie die Weibchen Elly (16), Dini (13), Randang (14) und Bungsu (17) ein neues Leben fernab von Gittern in Freiheit genießen.

Ab in den Dschungel

Wie immer machte unser geschultes medizinisches Team die letzten gesundheitlichen Check-ups und sedierte unsere felligen Verwandten, um sie für die anstehende Reise, hoffentlich zum letzten Mal, in Transportkäfige einsperren zu können.


Die Vorbereitung auf den großen Moment

Die Vorbereitung auf die Reise

Die Auswilderungskandidaten werden in die Transportkäfige gebracht

Die Auswilderungskandidaten werden in die Transportkäfige gebracht

Nachdem die neuen Wilden die 19-stündige Reise in Richtung Regenwald hinter sich gebracht hatten, konnten sie endlich die Transportboxen verlassen und kletterten direkt die Bäume empor, um ihre Umgebung zu beobachten und Futter zu finden.


Randang genießt die Freiheit


Randang genießt die Freiheit

Seit März konnten wir somit 28 Orang-Utans aus unseren Rettungszentren Nyaru Menteng und Samboja Lestari erfolgreich auswildern. Somit steigt die Zahl der neuen Wilden im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya, in den BOS seit August 2016 rehabilitierte Orang-Utans auswildert, auf stolze 136. 

Werden auch Sie zum Orang-Utan-Retter. Mit Ihrer Spende helfen Sie den Orang-Utans, dem Regenwald und damit auch unserem Klima. Jeder Beitrag hilft.




Galerie