Neues aus dem Mawas-Gebiet

Datum

Montag, 9. April 2018 - 17:00

Baba guckt von seiner kleinen Terrasse in die Weite. Der Senior hat eine ganz besondere Aufgabe. Im Auftrag von SOS Borneo bewacht Baba das Torfmoorgebiet um sein Haus und achtet drauf, dass keine Brände vor Ort entstehen. Denn Brände sind das Hauptproblem in dem ehemaligen Mega-Reis-Projekt.

Was wurde schon gemacht?

43.885 Setzlinge haben unsere Teams in Mawas in neun Monaten in den lokalen Baumschulen gezüchtet. Und das hat fantastisch geklappt: 63 Dorfbewohner, aufgeteilt in sechs Gruppen, konnten im vierten Quartal 2017 insgesamt 39,5 Hektar Wald pflanzen.


Die jungen Setzlinge

Die jungen Setzlinge

Unter den Bäumen finden sich zehn unterschiedliche Arten, ein Mix aus Obst- und anderen Nutzbäumen für die Orang-Utans. Somit sind in Mawas mittlerweile 73,4 Hektar Wald mit 88.362 Bäumen entstanden. Dieser Erfolg muss aber jeden Tag neu verteidigt werden, denn das größte Risiko für den neuen Wald sind die Brände, die auf dem trockenen Torfmoorboden besonders begünstigt werden. Deswegen hat BOS Mawas 92 Patrouillen aus Kleinbauern in dem Aufforstungsgebiet eingestellt mit der Aufgabe den neuen Wald an so genannten Hotspots, also besonders gefährdeten Punkten, vor Waldbränden aber auch illegaler Abholzung und Fischerei zu schützen. Baba ist einer davon.


Trockener Torfmoorboden

Trockener Torfmoorboden

Kann man die Brände verhindern?
 

„Bis die Entwässerungskanäle des ehemaligen Mega-Reis-Projektes geschlossen werden, wird es immer wieder Brände geben“, so Regalino der Leiter von BOS Mawas.




Verschlossene Entwasserungskanäle

Die Aufforstung des Gebiets ist ein mehrstufiger Prozess. Sehr wichtig ist dabei das fachmännische Verschließen sämtlicher Kanäle des Mega-Reis-Projekts. Sonst kann keine Wiedervernässung des Bodens stattfinden und das Gebiet wird brandanfällig bleiben. Außerdem werden die Kanäle für den Transport von illegal geschlagenem Holz verwendet.

Im Jahr 2017 konnten 30 Kanäle mit einer Gesamtfläche von 60,1 Kilometer verschlossen werden. Einer davon ist 300 Meter lang. Der Besitzer des Kanals wird gerade bei der Einrichtung einer Fischfarm unterstützt. So entsteht für ihn eine neue, legale Einkommensquelle.

Unser Dankeschön geht an alle Spender, die die Aufforstung von Mawas und das systematische Verschließen der Kanäle möglich machen.

Helfen Sie uns dabei, einen atmenden Regenwald zu schaffen – und so den Orang-Utans eine Chance zum Überleben zu geben! 
 

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