Kleine Greta ganz groß

Datum

Donnerstag, 21. März 2019 - 14:45

Wenn ein Baby in eines unserer BOS-Rettungszentren kommt, steht an erster Stelle die Versorgung der kleinen Waise. Als nächstes jedoch braucht das Kleine einen Namen. Manchmal liegt der auf der Hand, wie zum Beispiel bei Valentino, der seinen Namen in Anlehnung an den Tag seiner Ankunft, den Valentinstag, erhielt. Hin und wieder aber benötigen wir auch die Hilfe unserer Unterstützer.

Mitte Februar konnte unser Rettungsteam in Zentralkalimantan ein kleines Orang-Utan-Mädchen in Sicherheit bringen. Ohne Mutter war die Kleine umhergeirrt, bei ihrem Aufgreifen völlig geschwächt und erschöpft. Diesem kleinen Wesen wollten wir nicht nur eine neue Heimat bieten, sondern auch einen ganz besonderen Namen schenken.

Darum waren Unterstützer auf der ganzen Welt dazu aufgerufen, Namensvorschläge einzusenden. Die meisten Teilnehmer kamen aus Indonesien, gefolgt von Großbritannien und den USA. In Deutschland wollten viele das kleine Mädchen Emma oder Hope nennen.

Letztlich machte der Name Greta das Rennen. Der Name ist deutscher Herkunft und bedeutet „Perle“. Gleichzeitig ist er aber auch eine Anspielung an die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, die unermüdlich gegen den Klimawandel und damit auch für den Erhalt des Regenwalds kämpft.

Früherer Armbruch gut verheilt

Orang-Utan-Mädchen Greta steht noch ganz am Anfang ihres Kampfes um ein Leben in der freien Wildbahn. Der erste Gesundheitscheck war trotz eines diagnostizierten früheren Armbruchs zufriedenstellend. Nach einem Monat in Nyaru Menteng hat sie sich gut erholt, wird täglich selbstbewusster und aktiver. Auch an die neue Umgebung und ihre Babysitter hat sie sich gut gewöhnt.

Mit gerade mal einem halben Jahr kann die Kleine noch nicht richtig klettern. Umso mehr mag sie es zu schwingen oder in den Armen der Babysitter zu kuscheln. Mit Hilfe unserer Pfleger beginnt Greta nun grundlegende Fähigkeiten zu erlernen, die sie als wilder Orang-Utan später einmal benötigt. Mittlerweile kann sie sich bereits richtig gut an Ästen festhalten. Sie hat auch schon entdeckt, wie gut Blätter, Beeren und Milch schmecken. Bei ihrem Appetit bringt Greta jetzt 2,9 Kilo auf die Waage – normal für ihr Alter.

Wenn sie die nächsten zwei Monate in Quarantäne gut übersteht, kann es weiter gehen auf dem langen Weg zu einem freien Orang-Utan im Regenwald.

 

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