Aktivisten fordern: „Stoppt die grausamen Orang-Utan-Boxkämpfe!“

21. September 2015

In Thailand werden Orang-Utans dazu gezwungen, sich zur Belustigung des Publikums im Boxring zu bekämpfen. In freier Wildbahn leben die bedrohten Menschenaffen gern für sich und verbringen nur wenig Zeit auf dem Waldboden. Meist sind sie in den Baumwipfeln des Regenwalds anzutreffen.

Für die Orang-Utans ist es zweifellos eine Qual, im Boxer-Outfit in den Ring geschickt zu werden, um sich dort in Showmatches mit einstudierten Tritten und Schlägen zu bekriegen. Auch weibliche Orang-Utans werden dazu gezwungen, sich an dem Spektakel zu beteiligen. In knappen Outfits werden Sie als Nummerngirls präsentiert.

Ein am 14.09.2015 veröffentlichtes Foto zeigt eines der „Nummerngirls“, wie es ein Männchen in Boxer-Outfit bei einem Ringkampf während einer Show im Wildpark Safari World in Bangkok küsst. Mittlerweile gibt es unzählige Vergnügungsparks in Thailand, die Orang-Utans zur Unterhaltung ihrer Besucher missbrauchen. Tierschützer fordern seit Jahren, dem grausamen Treiben ein Ende zu setzen und die abartigen Shows offiziell zu verbieten. Doch ziehen die Kämpfe erstaunlicherweise noch immer ein breites Publikum an.

Weitere Fotos eines Orang-Utan-Box-Kampfs vom September aus Safari World, sind nun aufgetaucht. „Es ist schockierend, dass eine so grausame und herabwürdigende Behandlung von Tieren noch immer dafür eingesetzt wird, Touristen zu unterhalten. Orang-Utans sind hochintelligente und sensible Geschöpfe, die 97% ihrer DNA mit dem Menschen gemein haben. Sie gehören nicht in einen Boxring, in dem sie sich zum Kampf gegenüberstehen.“ kommentierte Philip Mansbridge, Direktor des IFAW in Großbritannien, gegenüber Metro.co.uk das Geschehen.

Er weist ebenfalls darauf hin, dass sich Touristen darüber im Klaren sein müssen, mit einem Besuch der Boxshows Tiermissbrauch aktiv zu unterstützen. Tierschützer sind der Meinung: “Beim Anblick der Orang-Utans, die in Boxkämpfen dazu gezwungen werden, schmerzhafte und unnatürlich anstrengende Bewegung zu machen, muss dem Beobachter bewusst sein, dass sie dies nicht aus Spaß tun. Die Menschenaffen sind verängstigt und eingeschüchtert. Oft werden sie mit Elektroschocks gefoltert, mit brennenden Zigaretten misshandelt oder sind Schlägen ausgesetzt, wenn sie Trainingsanweisungen nicht Folge leisten.

Es handelt sich um Tiere, die in ihrer natürlichen Umgebung auf Bäumen leben und sich kletternd und schwingend fortbewegen. Allein das Stehen auf verkrümmten Füßen ist eine große Anstrengung für sie. Viele der misshandelten Orang-Utans wurden bereits früh ihrer Mutter entrissen, um in den schäbigen Touristenfallen zur Schau gestellt zu werden.“

 

Quelle: Metro.co.uk | http://ow.ly/Uc6aO

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