Unsere Patentiere stellen sich vor

Wirbelwind Monita

Mit nur drei Monaten kam Monita als Säugling in unser Schutzzentrum Nyaru Menteng. Wir befreiten sie an einem heißen Tag aus illegaler Haustierhaltung. Die Sonne brannte nur so vom Himmel herunter und das kleine Mädchen steckte mit ihrem dicken Fell in einem Kinderkleid. Monita wurde von ihren Haltern wie Spielzeug behandelt. Sie wurde gebadet, wie eine Puppe angezogen, mit Essensresten gefüttert und wenn es langweilig wurde, kam das Mädchen wieder in den Käfig. Heute ist Monita eine echte Entdeckerin – vor allem wenn es ums Essen geht. Mit viel Geduld und sehr entschlossen löst Monita auch die kniffligsten Aufgaben, die ihr ihre Babysitterin stellt.

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Der abenteuerlustige Bumi

 

Bei seiner Rettung war Bumi stark unterkühlt und so geschwächt, dass er kaum die Augen öffnen konnte. Er war noch so jung, dass sein Bauchnabel noch nicht einmal von der Geburt verheilt war. Wir wickelten den kleinen Bumi sofort in eine Decke und blieben Tag und Nacht an seiner Seite. Anfangs weinte er noch sehr oft, aber nachdem wir ihm ein Kuscheltier schenkten, das ihm zusätzlichen Trost spendete, ging es ihm deutlich besser. Der inzwischen dreijährige Waldschüler ist nun ein ganz aufgewecktes Kerlchen. Er überlässt den Mittagsschlaf lieber anderen Klassenkameraden, um weiter durch die Bäume zu klettern und leckere Früchte zu naschen.

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Der tapfere Taymur

Es war ein Zufall, der Taymur rettete. Noch keine zwei Jahre alt, wurde er Opfer des illegalen internationalen Handels mit Wildtieren. Aus Indonesien wurde er nach Kuwait geschmuggelt. Dort hielt ihn sein Besitzer als Haustier, gab ihm zum Spaß Drogen. Heute lebt Taymur im Rehabilitationszentrum der BOS Foundation in Nyaru Menteng. Hier erlernt er mit anderen, gleichaltrigen Menschenaffen-Waisen alle Fähigkeiten, um eines Tages selbständig im Regenwald zu bestehen.

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Die wilde Topan

Als wir die kleine Topan retteten, war ihr Zustand lebensbedrohlich. Mit ihren gerade einmal 1,5 Kilogramm war sie so abgemagert und dehydriert, dass wir sie sofort auf unsere Intensivstation brachten. Sie erholte sich körperlich, doch die Trauer über den Verlust ihrer Mutter war noch lange spürbar. Oft schrie und weinte sie und suchte die Nähe und Geborgenheit ihrer Babysitter. Heute geht sie in die erste Klasse der Waldschule und ist ein vor allem sehr unabhängiges und wildes Mädchen. Zwar ist sie die Kleinste in der Gruppe, doch erklimmt gerade sie die höchsten Bäume von allen. Ihre ungezähmte Art ist unsere größte Freude, zeigt sie doch, dass sich Topan später in Freiheit wunderbar zurechtfinden wird.

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Nicht auswilderbar, dafür wunderbar: Unser König Kopral

Unserem König Kopral hat das Schicksal besonders übel mitgespielt. Als Baby verlor er seine Mutter und wurde vier Jahre lang illegal als Haustier gehalten. Was er während seiner Gefangenschaft durchmachen musste, können wir nur erahnen. Es war jedoch so schlimm, dass er versuchte zu fliehen und auf einen Strommast kletterte. Dabei bekam er einen Stromschlag und verbrannte sich beide Arme, die wir amputieren mussten. Nur so konnten wir sein Leben retten. Inzwischen lebt Kopral schon über zehn Jahre bei uns und hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Zwar können wir ihn aufgrund seiner Behinderung nicht auswildern, aber wir haben ihm ein nahezu freies Leben auf einer Schutzinsel geschenkt. Wer eine Patenschaft für Kopral übernimmt, übernimmt damit stellvertretend eine Patenschaft für alle unsere Orang-Utans, die wir aufgrund von psychischen oder physischen Einschränkungen nicht mehr auswildern können. Auch ihnen wollen wir das bestmögliche Leben geben. Bei einer Lebenserwartung von 30-40 Jahren eine Mammutaufgabe bei der wirklich jede Unterstützung zählt.

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