16. Juni 2020

Anna und die wilden Tiere

Anna hat schon viele Menschaffen gesehen: Schim­pansen, Gorillas und Orang-Utans. Man nennt sie auch die „Großen Menschen­affen“. Es gibt aber auch die „Kleinen Menschen­affen“ und das sind die Gibbons mit insge­samt 16 Arten.

Gibbons haben so einiges drauf. Mit ihren langen Armen und Händen hangeln sie sich in einem Affen­zahn durch die Baum­kronen. 15-Meter-Sprünge sind kein Problem. Mit ihrem beson­deren Gesang vertreiben sie Feinde, markieren ihr Revier und die Männ­chen träl­lern sich in die Herzen der Weib­chen. Aber in wenigen Jahren könnte der Gesang der Gibbons verstummen. Durch ille­gale Wilderer sind die Tiere stark gefährdet. Die kleine Amank, die Anna in einer Rettungs­sta­tion besucht, haben Jäger ange­schossen. Und wegen der Abhol­zung der Wälder finden die Affen keine Nahrung mehr. Der Hunger treibt sie in die Nähe der Menschen, wo sie dann nach Futter suchen. Aber das ist keine Lösung für das Über­leben unserer kleinen, wilden Verwandten aus dem Tierreich.