26. Februar 2021

Begeg­nung mit den Meeresvölkern

Jahr­hun­der­te­lang zogen die Badjao in ihren „Lepa“ genannten Haus­booten an den Küsten Indo­ne­siens und der Phil­ip­pinen entlang. Heuet leben diese Seenomaden in Pfahl­bau­sied­lungen. Trotz Sess­haf­tig­keit spielt das Meer weiterhin die Haupt­rolle in ihrem Leben: Es ernährt und beschützt sie.

Der leiden­schaft­liche Segler und Schiff­bauer Marc Thier­celin besucht die Badjao, ein Noma­den­volk, das jahr­hun­der­te­lang auf Haus­booten an den phil­ip­pi­ni­schen Küsten entlang zog, bevor es sich in Stel­zen­dör­fern nieder­ließ. Die Sied­lung Sampela liegt im Wakatobi-Archipel auf der indo­ne­si­schen Insel Kale­dupa und besteht aus zahl­rei­chen Pfahl­bauten, umgeben von riesigen Mangro­ven­wäl­dern. Das Dorf Sampela zählt 1.000 Einwohner — alles Badjao. Es liegt einen Kilo­meter vom Ufer entfernt, bei Ebbe fällt das Land trocken. Hier haben sich die Badjao eine Lebens­weise bewahrt, die eng mit dem Meer verbunden ist: Die Kinder lernen eher schwimmen als laufen; die Piroge ist das wich­tigste Verkehrs­mittel, und die Menschen leben vom Fischen und Frei­tau­chen. Sampelas Lebens­rhythmus ist vom Fisch­fang geprägt, der einzigen Einnah­me­quelle der Badjao.Die Badjao glauben an verschie­dene Meeres­gott­heiten, die über die Qualität der Fisch­fänge entscheiden. Um sich ihr Wohl­wollen zu sichern, wenden sie sich an einen Scha­manen — den Vermittler zwischen Menschen und Göttern. Lauda ist einer der besten Frei­tau­cher des Dorfes. Er benutzt diese tradi­tio­nelle Technik zum Fischen wie bereits sein Vater. Er gibt Einblicke in seinen Alltag und zeigt, wie sich die Badjao trotz der Sess­haf­tig­keit ihre tradi­tio­nelle Kultur bewahrt haben.