9. September 2017

BOS eröffnet neue Voraus­wil­de­rungs­insel in Wahau, Ost-Kalimantan

Eine letzte Team­be­spre­chung, eine letzte tier­ärzt­liche Unter­su­chung und dann werden auch schon zehn Trans­port­boxen auf die Jeeps gehievt. An Bord sind Menur, Leslie, Louis, Arnold, Derek, Josta, Kikan, Mouri, Sakura und Totti. Für das BOSF Team und unsere zehn Voraus­wil­de­rungs­kan­di­daten geht es nun auf die 15-stün­dige Reise von Samboja Lestari zur neuen Voraus­wil­de­rungs­insel Juq Kehje Swen, was in der Dayak-Sprache – ganz prag­ma­tisch – Orang-Utan-Insel bedeutet.

Dem strengen Reise­pro­to­koll folgend, legt das Team zwischen­durch immer wieder Pausen ein um zu über­prüfen, ob es den Orang-Utans in ihren Trans­port­boxen auch gut geht und um sie gege­be­nen­falls mit Wasser und Früchten zu versorgen. 

 

Dr. Ir. Jamartin Sihite (Mitte)

Nach­hal­tiger Orang-Utan-Schutz braucht alle Stakeholder

Am 05. September 2017 ist es dann soweit: Unsere neue Voraus­wil­de­rungs­insel Juq Kehje Swen in Muara Wahau wird unter feier­li­cher Ansprache von BOSF-Geschäfts­führer Dr. Ir. Jamartin Sihite offi­ziell eröffnet.

Das BOSF-Team verlädt die Transportboxen

Mit Unter­stüt­zung aus dem Privat­sektor ist es uns gelungen weitere 83 Hektar Orang-Utan Lebens­raum zu schützen. Passend zur „Einwei­hungs­feier“ beziehen unsere zehn reha­bi­li­tierten Orang-Utans aus Samboja Lestari die Flussinsel.

 

Letzte Etappe: Abschluss in der Walduniversität

Das Schutz­ge­biet dient wie auch Salat Island und Insel 8 als letzter großer Selbst­stän­dig­keits­test vor der endgül­tigen Auswil­de­rung. Zuvor durch­laufen die Orang-Utans ein umfas­sendes Trai­ning, das in der Regel sieben bis acht Jahre in Anspruch nimmt und sie optimal auf ein Leben in Frei­heit vorbe­reitet. Die Reha­bi­li­ta­tion umfasst verschie­dene Stationen: Ähnlich wie unsere Kinder besu­chen die Orang-Utans als erstes Wald­kin­der­gärten, um dann in der Wald­schule grund­le­gende Über­le­bens­fä­hig­keiten zu erlernen. Die letzte Station vor der Auswil­de­rung sind die Flus­s­in­seln, auf denen die erwach­senen Tiere unter natur­nahen Bedin­gungen leben. Zum ersten Mal ganz auf sich selbst gestellt, müssen sie hier unter Beweis stellen, dass sie für die Auswil­de­rung bereit sind.

Unter den wach­samen Augen der BOS Mitar­beiter, müssen auch die zehn neuen Bewohner von Juq Kehje Swen den Abschluss­test meis­tern, um 2018 in den Kehje Sewen Schutz­wald ausge­wil­dert zu werden.

Wir wünschen Menur, Leslie, Louis, Arnold, Derek, Josta, Kikan, Mouri, Sakura und Totti viel Glück!

Borneo Oran­gutan Survival (BOS) ist welt­weit die größte Primatenschutzorganisation.
Wir helfen Orang-Utans – indem wir vertrie­bene, verletzte Tiere in Rettungs­sta­tionen versorgen und ihren Lebens­raum, den Regen­wald, schützen.

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