3. Dezember 2021

Der Mensch, die Natur, das Abenteuer

Im König­reich Bhutan müssen buch­stäb­lich Berge versetzt werden, um ange­sichts der drohenden Klima­ka­ta­strophe durch Glet­scher­schmelzen im Hima­laya Zeit zu gewinnen. Wälder spielen als CO2-Spei­cher eine wich­tige Rolle.

Durch Auffors­tungen ließen sich große Mengen Treib­hausgas binden. Dieses Poten­zial wird in umfang­rei­chen Forschungs­pro­jekten karto­gra­phiert, um Instru­mente für die Zukunft zu entwi­ckeln. Doch die Forschung zeigt auch, dass das Vorgehen wohl­über­legt sein will: Damit Wälder ihre Funk­tion erfüllen und künf­tigem Wandel stand­halten können, müssen sie an geeig­neten Stand­orten gepflanzt werden und vor allem biolo­gisch viel­fältig sein. Die Viel­falt unter­schied­li­cher Arten ist der eigent­liche Schlüssel zu einer gesunden Natur. Zum einen muss die Biodi­ver­sität an vielen Orten der Erde wieder­her­ge­stellt werden, zum anderen kommt es darauf an, die noch intakten Gebiete zu schützen, wie etwa den Bialo­wieza-Urwald in Polen. Heute ist bekannt, dass neben Wäldern auch andere Ökosys­teme wie Torf­moore oder Seegras­wiesen riesige CO2-Spei­cher sind. Da ihre Zerstö­rung direkt zur Erder­wär­mung beiträgt, muss es höchste Prio­rität haben, diese Lebens­räume zu bewahren. Auch hier gilt es, die biolo­gi­sche Viel­falt zu erhalten, damit ihr fragiles Gleich­ge­wicht gewahrt bleibt. In Austra­lien hat man es geschafft, durch das Wieder­an­sie­deln von Haien die Schild­krö­ten­po­pu­la­tion zu regu­lieren. Dort können nun die Seegras­wiesen wieder gut gedeihen. Die Mensch­heit hängt von der Natur und ihren Ökosys­temen ab — und die Natur von uns. Es bleibt noch sehr viel zu tun, um sie zu schützen. In der Antarktis wurde ein beispiel­hafter Beschluss gefasst: Das Ross­meer, dessen Phyto­plankton eben­falls eine wich­tige Rolle als Kohlen­stoff­senke spielt, wurde zum Meeres­schutz­ge­biet erklärt. Damit ist gewähr­leistet, dass das marine Ökosystem dort auch in Zukunft intakt bleibt.