5. Februar 2021

Elst­ners Reisen

Mode­rator Frank Elstner begibt sich in seiner Arten­schutz-Doku auf die Spuren der Nashörner in Ostafrika. Kaum eine andere Tierart ist in den vergan­genen Jahren so stark durch Wilderer dezi­miert worden. Die Nach­frage nach Horn, das in Südost­asien als Aphro­di­siakum gilt, ist unge­bro­chen. Eine wahre Mafia, mit moderner Technik und Waffen ausge­stattet, erlegt jedes Jahr Hunderte von Nashörnern.

„Wenn man die Bilder der Ranger sieht, die sie von den getö­teten Nashör­nern gemacht haben, dann ist man fassungslos, was diese Krimi­nellen anrichten“, zeigt sich Elstner auf der Reise geschockt. Frank Elstner besucht daher Menschen, die für die Nashörner kämpfen. So zum Beispiel Johannes Kirch­gatter, den Afrika-Experten des WWF Deutsch­land. Er kennt die Situa­tion der Nashörner vor Ort genau und nimmt Frank Elstner mit zu der wich­tigsten Umsie­de­lungs­ak­tion für diese Tiere in den vergan­genen Jahr­zehnten. Mehrere Nashörner sollen aus dem Natio­nal­park Nakuru im Norden Kenias nach Tsavo im Süden gebracht werden. In diesem Natur­schutz­ge­biet lebten bis in die 1950er Jahre fast 20.000 Nashörner — heute sind es nur noch 14. „Es ist unglaub­lich, welcher Aufwand hier betrieben wird, um einige Nashörner dahin zurück­zu­bringen, wo sie eigent­lich seit Millionen Jahren leben“, beschreibt Elstner die Opera­tion der kenia­ni­schen Behörden. Die umge­sie­delten Tiere sollen helfen, die Popu­la­tion in Tsavo wieder anwachsen zu lassen. Doch die Umsie­de­lung mit Heli­ko­ptern, einem Dutzend Fahr­zeugen und 50 Rangern ist alles andere als einfach — und endet völlig anders als gedacht. Mit Frank Wirth, einem deut­schen Lodge-Besitzer und ehren­amt­li­chen Nashorn-Schützer, besucht Frank Elstner die wild­le­benden Nashörner und Löwen im Schutz­ge­biet Solio sowie Auffang­sta­tionen für Giraffen und Baby-Elefanten in Nairobi. Außerdem trifft er „Sudan“, das letzte männ­liche nörd­liche Breit­maul­nas­horn der Erde — es starb kurz nach den Dreh­ar­beiten und besie­gelte damit das Aussterben dieser Unterart. An der kenia­ni­schen Küste besucht Frank Elstner zudem die Meeres­schild­kröten-Schutz­sta­tion „Local Ocean Conser­va­tion“, wo er nicht nur bei der Rettung von Meeres­schild­kröten hilft, sondern ganz plötz­lich live dabei ist, als ein Nest mit fast 100 Baby-Schild­kröten am Strand schlüpft. Immer an seiner Seite ist Matthias Rein­schmidt, der Karls­ruher Zoodi­rektor, der Frank Elstner auf seinen Reisen zu den bedrohten Tier­arten der Erde begleitet.