1. August 2018

Großer Fort­schritt bei der kleinen Topan

Gerade einmal acht Monate alt war Topan, als sie am 13. Oktober 2017 dem Team der BOS Foun­da­tion in Nyaru Menteng über­geben wurde. Bewohner des Dorfes Sigi in Zentral-Kali­mantan hatten sie angeb­lich schwach und verlassen an einer Fluss­bank gefunden.

Über Topans Vergan­gen­heit ist nicht viel bekannt. Ein erster medi­zi­ni­scher Check ergab, dass sie an schwerer Dehy­drie­rung und Unter­ernäh­rung litt. Die Kleine wog zum Zeit­punkt ihrer Einlie­fe­rung nur 1,5 Kilo­gramm. Die erste Zeit im Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum verbrachte sie in Quaran­täne, um sich von den trau­ma­ti­schen Erleb­nissen zu erholen.

Neun Monate später ist sie nun fester Bestand­teil des Wald­kin­der­gar­tens. Gemeinsam mit ihren Klas­sen­ka­me­raden Mema, Ucup, Zahri, Bumi und Jacqui lernt Topan jeden Tag Neues. Ihr Ziel: der Sprung in die erste Klasse der Wald­schule. Anfangs war das Orang-Utan-Mädchen lieber allein. Abhängen mit anderen? Nein, danke.

Eine unglaub­liche Verwandlung

Heute erkennt man die Kleine kaum wieder. Sie hat sich zu einem freund­li­chen, tapferen Klet­ter­äff­chen entwi­ckelt, das jeden Tag aufs Neue das Aben­teuer sucht. So zeigt Topan wenig Zögern, wenn sie in die Baum­wipfel klet­tert oder an hohen Ästen baumelt.

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Arga Sawung Kusuma, Tier­arzt in Nyaru Menteng, erzählt: „Obwohl Topan im Gegen­satz zu ihren Mitschü­lern kleiner ist, ist sie viel mutiger. Einmal waren wir fassungslos, wie sie in 15 Metern Höhe auf einem Baum rumklet­terte! Wir hatten Angst, dass sie sich allein nicht mehr hinunter trauen würde. Doch sie meis­terte diese Aufgabe ohne Mühe.“ Diese Furcht­lo­sig­keit und ihr Mut sind deut­liche Anzei­chen dafür, dass Topan weiterhin wildes Verhalten entwickelt.

Arga beschei­nigte Topan auch einen ausge­zeich­neten Gesund­heits­zu­stand: „Vor kurzem hatte sie Fieber, aber jetzt geht’s ihr wieder gut und sie zeigt wieder hervor­ra­gende Verhal­tens­weisen. Wir sind so stolz auf ihre Fort­schritte”. Wie alle Orang-Utan-Babys, die in unsere Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­tren kommen, braucht Topan immer noch viel Aufmerk­sam­keit und liebe­volle Fürsorge, um den Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess erfolg­reich abzu­schließen. Wir werden sie auf ihrem langen Weg begleiten.

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