25. März 2019

Kina­bat­angan — Der Amazonas des Ostens

Der Fluß Kina­bat­angan durch­zieht die Land­schaften Borneos bis zu seiner Bestim­mung, die Sulusee. Dschungel und ausge­dehnte Schwemm­ebenen säumen seine Ufer, und die Menschen teilen sich diesen einzig­ar­tigen Lebens­raum mit einer Viel­zahl von Tieren und Pflanzen, viele von ihnen der (west­li­chen) Wissen­schaft bislang gar nicht geläufig.

Der malay­si­sche Wild­life-Foto­graf Cede Prudente hat sich aufge­macht zu einer aben­teu­er­li­chen Reise auf dem Kina­bat­angan. Er will die Natur­schön­heiten der Region auf Bildern fest­halten, um damit einen Beitrag zur Rettung dieses einma­ligen Ökosys­tems zu leisten, denn die urtüm­liche Welt des Kina­bat­angan ist mit drama­ti­schen Verän­de­rungen konfrontiert.

Die fried­liche Koexis­tenz von Fauna und Flora gerät aus den Fugen, auch wenn vorder­gründig das Urwald­spek­takel in diesem Natur­pa­ra­dies atem­be­rau­bend bleibt. Forscher entde­cken weiterhin nahezu täglich neue Spezies in dieser Heimat der Orang-Utans, Nasen­affen und Zwerg­ele­fanten. In dieser wahren Quelle des Lebens stechen die einen durch Farben­pracht hervor, andere durch akro­ba­ti­sche Höchst­leis­tungen und wieder andere durch ihre pure Selten­heit. Cede Prudente beginnt seine Reise an den Wasser­fällen von Imbak, am Ober­lauf des Flusses.

Die dort lebenden Fischer­fa­mi­lien können das Verschwinden von immer mehr Spezies hautnah beob­achten. Am stärksten bedroht sind die dem Menschen gene­tisch beson­ders nahe­ste­henden Orang-Utans. Dabei ist weniger die Jagd die Ursache für ihr drohendes Verschwinden, sondern die Redu­zie­rung ihres Lebens­raums durch die Rodung des Urwaldes zugunsten der Palmölgewinnung.