17. März 2021

Klima­wandel im Supermarkt

Der Film unter­sucht die Entwick­lungen unter­schied­li­cher Lebens­mittel. Vor allem für den Kaffee sieht die Zukunft düster aus. Die Kaffee­bauern in Latein­ame­rika kämpfen mit Dürren und Hitze­wellen. In Kolum­bien besucht der Deut­sche Chris­tian Bunn betrof­fene Farmer­fa­mi­lien. Der Agrar­ökonom erforscht im Auftrag des Inter­na­tional Center for Tropical Agri­cul­ture die Auswir­kungen des Klima­wan­dels auf Kaffeepflanzen.

Experten vermuten, dass bis zum Jahr 2080 die besten Anbau­ge­biete für die Edelsorte Arabica stark geschrumpft oder sogar ganz verschwunden sind. Die Kaffee­preise wird das voraus­sicht­lich in unge­kannte Höhen treiben. Der morgend­liche Munter­ma­cher würde so zum Luxusgut.Thilo Pomme­re­ning, Klima­schutz­ex­perte des WWF, hat sich die Szena­rien für andere Produkte wie Bananen, Orangen und Hasel­nüsse ange­schaut. Auf Versuchs­fel­dern bauen die Forscher Weizen­sorten an, die sonst für die Herstel­lung von Brot und Teig­waren verwendet werden. Die Pflanzen werden mit CO2 begast, um so die Aussen­luft der Zukunft zu simu­lieren. Das Ergebnis: schlech­tere Back­ei­gen­schaften, weniger Nähr­stoffe, Gefahr der Fehl­ernäh­rung. Der Klima­wandel sorgt bei uns also nicht «nur» für stei­gende Tempe­ra­turen, er beein­flusst auch ganz konkret das, was bei uns auf den Teller kommt.