4. November 2020

Ökozid

Es ist das Jahr 2034: Die Folgen der Klima­ka­ta­strophe sind drama­tisch. Dürre und Hoch­wasser vernichten die Lebens­grund­lage von Millionen Menschen. Nach der dritten Sturm­flut in Folge wurde der Sitz des Inter­na­tio­nalen Gerichts­hofs in Den Haag geräumt. In einem provi­so­ri­schen Inte­rims­ge­bäude in Berlin wird die Klima­ka­ta­strophe zum Gegen­stand eines juris­ti­schen Verfahrens.

Zwei Anwäl­tinnen vertreten 31 Länder des globalen Südens, die ohne Unter­stüt­zung der Welt­ge­mein­schaft dem Unter­gang geweiht sind. Sie stellen die Frage nach Verant­wor­tung, fordern Scha­den­er­satz und ein Recht der Natur auf Unver­sehrt­heit, um ihr eigenes Über­leben zu sichern.

Rang­hohe Vertre­te­rinnen und Vertreter aus Politik und Indus­trie werden als Zeugen geladen. Das Gericht muss entscheiden, ob die deut­sche Politik für ihr Versagen beim Klima­schutz zur Verant­wor­tung gezogen und damit ein Präze­denz­fall geschaffen wird. 

Im Rahmen der ARD-Themen­woche “#WIELEBEN — BLEIBT ALLES ANDERS” zeigt Das Erste den Fern­seh­film mit Nina Kunzen­dorf, Ulrich Tukur, Edgar Selge u.v.a.. Bis 16.12.2020 ist er zudem in der ARD-Media­thek abrufbar.