23. Oktober 2017

Orang-Utan-Duo auf dem Weg der Besserung

Die Geschichte von Susanne und Topan berührte letzte Woche Orang-Utan-Freunde in aller Welt. Sie erin­nern sich: Inner­halb von nur 48 Stunden mussten unsere Einsatz­kräfte gleich zweimal ausrü­cken, um hilf­losen Menschen­affen-Babys erste Hilfe zu leisten. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Nach ersten Tagen voller Bangen und Hoffen konnten unsere Tier­ärzte aus Nyaru Menteng Entwar­nung geben: Die drei­jäh­rige Susanne und die neun Monate alte Topan sind über den Berg. Ihr Gesund­heits­zu­stand hat sich stabi­li­siert, vorerst stehen die Zeichen für eine weitere Gene­sung auf grün.

Unser Vete­rinär im Baby­haus, Dr. Arga Sawung Kusuma, ist hoch erfreut: „Susanne hat richtig guten Appetit. Sie trinkt viel Milch, hat zuge­nommen.“ Und auch die kleine Topan, die mit nur 1,5 Kilo Körper­ge­wicht ins Schutz­zen­trum kam, gibt Anlass zu Hoff­nung. Der Experte: „Sie war in einem deso­laten körper­li­chen Zustand, dehy­driert und extrem unter­ge­wichtig. Nach einer Woche Inten­siv­be­hand­lung hat Topan sich soweit erholt, dass sie gemeinsam mit Susanne zu den anderen Babys in die Quaran­tä­ne­sta­tion kann.“

Hier treffen die beiden auf alte Bekannte. Zu ihren Spiel­ge­nossen, mit denen sie jetzt auf dem Indoor­spiel­platz in den Seilen und Ästen klet­tern, zählen nämlich auch „Schmug­ge­läff­chen“ Taymur und der kleine Josh. Gemeinsam sind die vier jetzt auf dem Weg, ein einge­schwo­renes Team zu werden, auch wenn die beiden Neuzu­gänge hin und wieder noch kleine Unsi­cher­heiten zeigen. Kein Wunder, die neu gewon­nene Frei­heit scheint so zerbrech­lich. Und wir wissen nicht, was die beiden in der Vergan­gen­heit erlebt haben.

Während sich Susanne in trau­rigen Stunden mit ausgie­bigen Klet­ter­par­tien und Schmu­seein­heiten bei ihren Pfle­gern ablenkt, braucht die kleine Topan noch sehr viel Liebe und Zuspruch von den Betreuern. Sie vermisst ihre Mama doch sehr, weint sogar hin und wieder.

Wie unsere zwei Glücks­kinder gute und schlechte Zeiten in Nyaru Menteng bewäl­tigen, sehen Sie in diesem Video.

 

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Herz­li­chen Dank!