29. Dezember 2017

Unseren geret­teten Orang-Utan-Babys geht es jeden Tag besser!

Eine Woche nach der Rettung – Alejandra und Rachel geht es gut!

Wir freuen uns kurz vor dem Jahres­wechsel noch einmal eine posi­tive Nach­richt mit Ihnen teilen zu können: Die beiden weib­li­chen Baby-Orang-Utans, die wir kurz vor Weih­nachten retten konnten, erholen sich gut und werden mit jeden Tag wider­stand­fä­higer und kräftiger!

Am 22. Dezember konnte eine kleine Orang-Utan-Dame von uns in Sicher­heit gebracht werden. Wir schätzen, dass sie drei bis vier Monate alt ist. Etwas geschwächt kam sie in unserem Rettungs­zen­trum in Nyaru Menteng an und nach einigen medi­zi­ni­sche Unter­su­chungen war klar, dass sie zwar viel Nähe und Wärme brau­chen wird, um sich voll­ständig zu erholen, aber ihr Gesund­heits­zu­stand ansonsten unbe­denk­lich scheint.

Einen Namen hat die Kleine nun auch schon: ALEJANDRA. Bei ihrer Ankunft war sie noch nicht in der Lage zu sitzen — mit viel Geduld, Liebe und der Hilfe ihrer Baby­sit­terin, wird sie dies in den kommenden Wochen ebenso erlernen, wie andere lebens­not­wen­dige Fähig­keiten. Zur Erin­ne­rung: In der Wildnis leben Orang-Utan-Junge bis zu acht Jahren mit ihren Müttern zusammen und werden, ergän­zend zur Pflanzen- und Obst­nah­rung, teils auch bis zu diesem Alter zusätz­lich mit Mutter­milch versorgt .…

Unsere Baby­sit­te­rinnen ersetzten den Neuan­kömm­lingen im Baby­haus die Mutter, spenden Wärme, Zunei­gung und vermit­teln, was sonst die Orang-Utan-Mütter ihrem Nach­wuchs beigebracht hätten.
Und bei der kleinen Alejandra haben diese Bemü­hungen bereits Früchte getragen: Sie hat sich gut in ihrer neuen Umge­bung einge­lebt, wiegt nun immerhin schon etwas über zwei Kilo­gramm, liebt es Milch zu trinken und hat begonnen, weiche Früchte zu essen. Insge­samt macht sie uns einen zufrie­denen Eindruck. Wenn sie sich so gut weiter­ent­wi­ckelt, wird die Waage bald noch ganz andere Zahlen anzeigen.

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Kurz vor Weih­nachten: Weiterer Zuwachs im Babyhaus

Einen Tag vor Weih­nachten wurde ein weiteres Orang-Utan-Baby, von einem Dorf­be­wohner aus der Umge­bung, an unser Team in Nyaru Menteng über­geben. Die Kleine wurde uns in einer Holz­kiste ausge­hän­digt, nachdem man sie nicht weit von der Stelle entfernt gefunden hatte, an welcher bereits Alejandra einen Tag zuvor gerettet worden war. Auch dieses, auf 12 bis 18 Monate alt geschätztes Orang-Utan-Weib­chen, sollte nicht namenlos bleiben. Wir stellen vor: RACHEL. Bei ihrer Ankunft war sie anfäng­lich von all den neuen Gesich­tern etwas einge­schüch­tert. Doch inner­halb der letzten Woche hat sich Rachel sehr gut einge­lebt und arbeitet nun sehr erfolg­ver­spre­chend mit ihrer Ersatz­mutter, einer unserer liebe­vollen und enga­gierten Baby­sit­te­rinnen, zusammen um sich fit für die nächste Stufe, den Wald­kin­der­garten zu machen. Sie wiegt knapp acht Kilo­gramm, liebt Obst und Milch und hat bereits einige der Lern­spiel­zeuge im Baby­haus auspro­biert — wagt sich sogar schon auf nicht all zu hohe Bäume!

Mit Alejandra und Rachel werden nun derzeit im BOSF Nyaru Menteng-Baby­haus 24 Orang-Utans betreut. 
Bevor die beiden Neuan­kömm­linge Teil der Kinder­gar­ten­gruppe werden können, müssen sie eine zwei­mo­na­tige Quaran­täne-Phase durchlaufen.
Aber auch diese Zeit werden sie durch das bereits gewon­nene Vertrauen zu unserem Team meis­tern und in wenigen Wochen werden dann auch Alejandra und Rachel den Wald­kin­der­garten aufmischen.

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