2. Dezember 2015
Orang-Utan-Auswilderungskandidaten

Vier Auswil­de­rungs­kan­di­daten sind unterwegs

2. Dezember 2015

Vier Auswil­de­rungs­kan­di­daten haben ihre Reise zur Auswil­de­rung in den Wald von Kehje Sewen, Ost-Kali­mantan ange­treten. Hanung, Teresa, Joni und Bungan heißen die Glücklichen.

In den kommenden Wochen nach der ersehnten Frei­las­sung werden die Post-Moni­to­ring-Teams ihnen auf Schritt und Tritt folgen und ihr Verhalten beob­achten, um sicher zu gehen, dass sie sich in der freien Wild­bahn auch zurecht finden und gut überleben.

Das sind die vier Auserwählten:

Bungan

Am 24. Mai 2007 wurde Bungan nach Samboja Lestari gebracht, nachdem sie von einem Bewohner aus Muara Wahau ausge­hän­digt wurde. Zu diesem Zeit­punkt war sie ein Jahr alt.

Bungan ist zu einer unab­hän­gigen, starken Orang-Utan Dame heran­ge­wachsen. In der Wald­schule haben sich Ihre Fähig­keiten schnell entwi­ckelt. Sie ist sehr intel­li­gent, was sich deut­lich bei der Nahrungs­suche und beim Bau der Schlaf­nester zeigt. Die meiste Zeit verbringt sie in den Bäumen. Zudem unter­richtet sie gern jüngere Orang-Utans.

Die hübsche dunkel­haa­rige Bungan ist jetzt neun Jahre alt und wiegt 32 kg. In den vergan­genen acht Jahren, die Bungan in Samboja Lestari verbrachte, hat sie viele Fähig­keiten erworben, um im Regen­wald zu über­leben. Jetzt ist sie nur noch wenige Augen­blicke von ihrem neuen Leben in Frei­heit entfernt.

Teresa

Teresa wurde am 18. Juni 2010 von der BKSDA bei einem Einhei­mi­schen in Muara Wahau beschlag­nahmt. Im Alter von zwei Jahre kam sie nach Samboja Lestari und begann den Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess in der Waldschule.
Teresa meis­terte alle Aufgaben ausge­zeichnet: Schlaf­nester bauen, natür­liche Feinde ausma­chen und auf Nahrungs­suche fündig werden. Ihre große Neugier half ihr, alle Ecken der Wald­schule zu erforschen.
Dieses wunder­schöne Orang-Utan-Mädchen ist sieben Jahre alt und wiegt 29 kg. Nach fünf Jahren im Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess in Samboja Lestari bekommt Teresa die Chance eines Neuan­fangs in Frei­heit. Durch die Auswil­de­rung kommt Teresa endlich nach Hause.

Hanung

Hanung kam am 28. Juni 2007 nach Samboja Lestari, nachdem er von einem Einhei­mi­schen aus Balik­papan ausge­hän­digt worden war. Nach der Quaran­täne besuchte Hanung die Wald­schule, um wieder sein natür­li­ches Verhalten und notwen­dige Fähig­keiten zu erlernen.

Das Männ­chen mit dichtem braunen Fell und rötli­chem Bart hat einen freund­li­chen Charakter. Er mischt sich gern unter seines­glei­chen, ist sehr aktiv und unter­nimmt leiden­schaft­lich gern Streif­züge durch den Wald. So freund­lich Hanung auch ist, er mag es über­haupt nicht, wenn ihm jemand das Futter wegschnappt. Da hört bei ihm der Spaß auf.

Jetzt ist Hanung neun Jahre alt und wiegt 31 kg. Dieser entschlossen drein­schau­ende Orang-Utan darf nun bald durch die Wälder von Kehje Sewen streifen.

Joni

Joni wurde durch die BKSDA von einem Einhei­mi­schen in Sama­rinda, Ost-Kali­mantan beschlag­nahmt. Die BKSDA übergab Joni an die Rettungs­sta­tion Samboja Lestari, wo er am 11. März 2014 mit der Reha­bi­li­ta­tion begann. Damals war er sechs Jahre alt.

Nach einem Jahr im Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum wurde Joni Schüler der Wald­schule. Er zeichnet sich durch seine Selbst­stän­dig­keit und seinen Entde­cker­geist aus. Joni ist sehr aktiv, bewegt sich geschickt in den Bäumen und ist beson­ders begabt bei der Futter­suche. Über Nacht blieb er eigen­ständig im Wald.