13. Oktober 2017

Zwei Rettungs­ein­sätze in nur zwei Tagen

Gleich zwei Mal ist unser Rettungs­team aus Nyaru Menteng gestern und heute ausge­rückt, um Orang-Utan-Babys aus Gefan­gen­schaft zu befreien.

Heute: Säug­ling gerade einmal ein halbes Jahr alt

Im Dorf Sigi, eben­falls Zentral­ka­li­mantan, machten wir eine noch trau­ri­gere Entde­ckung. Dort retteten wir einen winzigen Orang-Utan, der gerade einmal 6–8 Monate alt zu sein scheint. Unser Tier­arzt, Dr. Arga Sawung Kusuma, war sicht­lich scho­ckiert, als er den alar­mie­rend dehy­drierten und unter­ernährten Säug­ling noch vor Ort ganz behutsam untersuchte.

 

Gestern: Orang-Utan-Mädchen schon seit drei Jahren in Gefangenschaft.

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Im Dorf Teluk Nyatu, Zentral­ka­li­mantan retteten wir ein ca. drei­jäh­riges Orang-Utan-Weib­chen. Nach unseren Recher­chen wurde das Baby dort schon seit ca drei Jahren als Haus­tier gehalten. Das Mädchen scheint also schon kurz nach der Geburt seine Mutter verloren zu haben und anschlie­ßend in Gefan­gen­schaft geraten zu sein. Auf den ersten Blick konnte unsere Tier­ärztin, Dr. Lia Kris­tina, trotz offen­sicht­li­cher Unter­ernäh­rung des Babys, aber erst einmal Entwar­nung geben.

 

Ein neues Leben beginnt

In unserem Schutz­zen­trum in Nyaru Menteng werden beide nun mit allem versorgt, was ihre kleinen Körper so drin­gend brau­chen: Vitamine, Milch und ganz viel Liebe. Sobald sie sich erholt haben, können sie endlich langsam, aber sicher lernen, ein rich­tiger wilder Orang-Utan zu werden. Für sie beginnt nun ein neues Leben.

Das Mädchen und der Junge sind der 18. und 19. geret­tete Orang-Utan, die wir dieses Jahr in unserem Schutz­zen­trum Nyaru Menteng aufge­nommen haben.