19. November 2019

Mutter-Sohn-Duo zieht wieder in ihre wohl­ver­diente Freiheit

Es grenzt an ein Wunder! In den wenigen Monaten seit ihrer Rettung im Früh­jahr, hat sich Orang-Utan-Mutter Juba­edah unter der inten­siven medi­zi­ni­schen Fürsorge bei BOS von einem abge­ma­gerten und schwer­ver­letzten Bündel Elend in einen fitten und wilden Orang-Utan zurück verwandelt. 

Sie wurde im Früh­jahr zusammen mit ihrem Sohn Jubaedi im Dorf Guntung gerettet und musste aufgrund ihres schreck­li­chen gesund­heit­li­chen Zustands schnellst­mög­lich in unsere Rettungs­sta­tion Samboja Lestari gebracht werden.

Doch heute, nach sieben Monaten inten­siver Pflege und medi­zi­ni­scher Behand­lung, erwiesen sich die beiden als gesunde Wieder­aus­wil­de­rungs­kan­di­daten. Das Mutter-Kind-Duo konnte letzte Woche zusammen mit dem domi­nanten Orang-Utan Männ­chen Titon endlich in den Wald von Kehje Sewen  gebracht werden. Titon hat glück­li­cher­weise keine trau­ma­ti­sche Vergan­gen­heit aufzu­ar­beiten, denn er wurde in unserer Station in Samboja Lestari geboren. Nach vielen Jahren der Vorbe­rei­tung kann er sich nun zum ersten Mal in abso­luter Frei­heit entfalten. 

Titon kurz nach der Käfigöffnung
Titon kurz nach der Käfigöffnung

Die für die drei Wald­men­schen hoffent­lich letzte Reise in die Frei­heit star­tete früh am Morgen am 12. November.

Die Reise in die Freiheit
Die Reise in die Freiheit

20 Stunden musste sich das Auswil­de­rungs­team bei schlechtem Wetter seinen Weg durch unweg­sames Gelände bahnen, bis es endlich den Auswil­de­rungsort erreichte. Die Frei­las­sung dieser drei Orang-Utans ist glück­lich verlaufen und war aller Mühen wert. 

 

Im Jahr 2019 wird es für Kehje Sewen die letzte Auswil­de­rung gewesen sein. Mit Juba­edah, Jubaedi und Titon leben dort nun 118 der insge­samt bisher 436 von BOS ausge­wil­derten Orang-Utans.

Jubaedah und Jubaedi
Juba­edah und Jubaedi

Um weiteren Orang-Utans ein freies, selb­stän­diges Leben in der Wildnis bieten zu können, bedarf es aller­dings noch mehr an sicheren Regen­wald­ge­bieten. Die Kapa­zität von Kehje Sewen ist mit dreißig weiteren Auswil­de­rungen ausge­schöpft. Doch auf den Rettungs­sta­tionen von BOS warten immer noch viele Orang-Utans auf ein Leben in Freiheit.

Wir bedanken uns ganz herz­lich bei der BOS Foun­da­tion und allen unseren Part­nern und Spen­dern! Auch diese Auswil­de­rung war nur durch Ihre uner­müd­liche Arbeit und Unter­stüt­zung möglich. 

Werden auch Sie zum BOS-Unter­stützer. Mit Ihrer Spende helfen Sie den Orang-Utans, dem Regen­wald und damit auch unserem Klima. Jeder Beitrag hilft.