Die neuen Wilden - 2019

Marlies wurde ursprünglich illegal als Haustier in Jakarta gehalten und kam am 20. März 2003 auf die Rettungsstation in Samboja Lestari. Die Babysitter in der Waldschule erlebten sie oft als sehr clever und selbstständig, weswegen sie recht schnell auf eine Vorauswilderungsinsel durfte. 

Ihr Rehabilitationsprozess verzögerte sich jedoch 2010, als ein BOS-Mitarbeiter entdeckte, dass sie schwanger war. Sicherheitshalber holte man sie zurück auf die Station. Im Mai des folgenden Jahres gebar Marlies dann ihre Tochter, Maureen, mit welcher sie schon ein weiteres Jahr später wieder auf die Vorauswilderungsinsel ziehen konnte.

Heute ist Marlies 20 Jahre alt und nach 16 Jahren Rehabilitation endlich bereit, als eigenständiger, wildlebender Orang-Utan in den Wald von Kehje Kewen entlassen zu werden.

Sumirah wurde am 10. Juni 2002 aus einem Zoo in Surabaya (Ost-Java) gerettet.
Leider war sie zu aggressiv, um sie in die Waldschule zu integrieren. Trotzdem konnte das BOS-Team durch intensive, individuelle Förderung ihre sozialen Kompetenzen und Überlebensfähigkeiten für die Wildnis ausbauen. Gegenwärtig ist sie 25 Jahre alt und bereit, endlich ein freies Leben in der Wildnis zu führen.

Arman wurde sein erstes Lebensjahr als illegales Haustier gehalten und am 4. August 1998 auf die Rettungsstation in Samboja Lestari gebracht. Die ersten medizinischen Untersuchungen ergaben, dass Arman mit dem Hepatitis B Virus infiziert war und demnach sofort in Quarantäne musste.

2010 konnte er endlich von seiner Krankheit geheilt werden, was 2018 zu einem Abschluss des Rehabilitationsprozesses führte. Schlussendlich kann Arman mit seinen 22 Jahren im Kehje Sewen Wald ausgewildert werden und wird mit Sicherheit keine Probleme haben, ein autarkes, wildes Leben zu führen.

Randy wurde im Dorf Lempake, nahe Samarinda, in Ost-Kalimantan gefunden. Am 11. Oktober 1997 kam er im Alter von fünf Jahren nach Samboja Lestari auf die Rettungsstation. Glücklicherweise zeigte Randy trotz seines vermutlich langen Aufenthalts in der Umgebung von Menschen noch viele Verhaltensweisen, die typisch für wilde Orang-Utans sind. Allerdings war er mit Hepatitis B infiziert und konnte erst nach ganzen dreizehn Jahren vollständig davon geheilt werden.

Während seiner langen Rehabilitation eignete Randy sich alle notwendigen Überlebensfähigkeiten für die Wildnis an, sodass er mit seinen 27 Jahren demnächst endlich ausgewildert werden kann.

Tarwan ist ein Opfer der thailändischen Tourismusindustrie, die glücklicherweise befreit werden konnte und am 22. November 2006 mit 47 anderen Orang-Utans aus Thailand zurück nach Borneo gebracht werden konnte. Damals war sie fünf Jahre alt und wog 20 Kilogramm.
Die verschiedenen Aufgaben der Waldschule meisterte sie mit Bravour und durfte so im November 2017 auf die Vorauswilderungsinsel „Bangamat Island“ umziehen. Hier wurde sie zu einer guten Entdeckerin, sammelte erfolgreich Nahrung, vermied Streitigkeiten mit anderen Orang-Utans und zeigte eine starke Abneigung gegenüber Menschen.
Mittlerweile ist Tarwan achtzehn Jahre alt, wiegt 38 Kilo und ist bereit für die Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark.

Bungsu wurde einem Dorfbewohner in Parenggean, Zentral-Kalimantan, abgenommen und im Alter von sechs Jahren am 30. Januar 2008 ins Rettungszentrum Nyaru Menteng gebracht.
Nachdem die nötige Quarantäne abgeschlossen war, konnte sich Bungsu prächtig in der Waldschule entwickeln. Im Jahr 2016 kam Bungsu zunächst auf die Vorauswilderungsinsel „Bangamat Island“, zwei Jahre später zog sie auf die Kaja-Insel um. Besonders bekannt war sie für ihren sozialen Charakter und ihre absolute Gleichgültigkeit gegenüber Menschen.
Im Alter von 17 Jahren, nach elf Jahren der Rehabilitation, können wir Bungsu auswildern.
Somit kann auch sie nun den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks ihr Zuhause nennen und die Freiheit als wildlebendes Orang-Utan-Weibchen genießen.

Randang wurde am 16. Juni 2007 von einem Dorfbewohner in Timpah beschlagnahmt und im Alter von 18 Monaten ins Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht.
Etwa sieben Jahre verbrachte sie in der Waldschule, bevor sie auf die Bangamat-Insel umziehen konnte, um ihre letzten Ausbildungsschritte zu einem selbständigen Orang-Utan abzuschließen.
Jetzt kann das vierzehn Jahre alte Orang-Utan-Weibchen mit einem Gewicht von 36,4 Kilo ausgewildert werden und darf nun die Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark genießen.

Salu wurde in einem Dorf in Zentral-Kalimantan illegal als Haustier gehalten und während seiner Gefangenschaft nur mit Essensresten, Reis und Wasser gefüttert. Daher war er bei seiner Rettung in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und brachte mit seinen drei Jahren nur 6,5 Kilogramm auf die Waage.
Dennoch konnte er im Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng die Quarantäne, die Waldschule und seine Ausbildung auf der Vorauswilderungsinsel „Salat Island“ erfolgreich abschließen und ist mittlerweile mit seinen siebzehn Jahren ein prächtiges, wildes Orang-Utan Männchen, das seinen Platz im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark finden wird.

Am 22. April 2010 konnte Dini mit vier Jahren und sechzehn Kilogramm auf einer Palmölplantage in Zentral-Kalimantan gerettet und in das BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht werden. Nach sieben Lehrjahren in der Waldschule begann sie am 13. April 2017 die letzte Phase ihrer Rehabilitation auf der Kaja-Insel, wo sie sich zu einem prächtigen Orang-Utan-Weibchen entwickeln konnte: freundlich und umgänglich mit anderen Orang-Utans, fleißig bei der Nahrungssuche und immer auf der Hut vor Menschen. Im Alter von 13 Jahren und mit einem Gewicht von 35 Kilogramm kann sie mit ihren erlernten Überlebensfähigkeiten nun die Freiheit im Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks genießen.

Elly wurde von einem Team der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA am 27. April 2006 in einem Dorf gerettet. Der Dorfbewohner, dem sie abgenommen wurde, sagte, sie hätte nur zehn Tage bei ihm gelebt. Elly war damals drei Jahre alt, als sie in unser Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht wurde.
Recht bald nach ihrer Rettung begann Elly ihre Ausbildung in der Waldschule. 2014 kam es zu einem Zwischenfall. Elly büxte aus der Waldschule aus – und wurde drei Tage später auf dem Feld eines Kleinbauern entdeckt. Tragischerweise hatte sie eine schwere Verletzung am linken Auge. Sie musste für mehrere Tage in unsere Klinik. Doch leider konnten die Ärzte ihr Auge nicht mehr retten.
Die Behinderung beeinträchtigte ihre gute Entwicklung in der Waldschule allerdings kaum.
Am 13. April 2017 konnte Elly darum auf der Kaja-Insel die letzte Stufe ihrer Rehabilitation beginnen und nun, nach dreizehn Jahren Rehabilitation und trotz ihrer Verletzung, endlich ihr  freies Leben im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark beginnen.

Am 1. Juni 2012 wurde Toby im Alter von drei Jahren einem Palmölplantagen-Arbeiter im Distrikt Kapuas, Zentral-Kalimantan abgenommen.
Nachdem der sieben Kilogramm schwere Orang-Utan die notwendige Quarantäne-Zeit abgeschlossen hatte, durfte er mit der Waldschule beginnen und dort seine Überlebensfähigkeiten trainieren.
Am 23. November 2017 konnte Toby auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat und ein Jahr später auf die Insel Kaja umziehen, wo er die letzten Entwicklungsschritte hin zu einem unabhängigen Orang-Utan machen konnte.
Jetzt ist Toby zehn Jahre alt und wiegt 30 Kilogramm. Dieser hübsche Orang-Utan-Mann mit engstehenden Augen und einem dichten Fell darf nun den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks erobern.

Tom wurde am 27. Januar 2004 von einem Dorfbewohner in Kasongan, Zentral-Kalimantan gerettet und im Alter von zehn Monaten in unser Schutzzentrum Nyaru Menteng gebracht. Damals wog er gerade einmal 6,2 Kilogramm, konnte sich jedoch nach der Quarantäne schnell der Waldschule anschließen.
Am 3. September 2016 im Alter von zwölf Jahren erreichte Tom die letzte Stufe seines Rehabilitations-Prozesses. Er durfte auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat umziehen, wo er sich auf selbständige Erkundungstouren machte, seine Überlebenskünste weiter ausbildete und mit anderen Orang-Utans sozial interagieren konnte.
Mittlerweile ist Tom ganze 32 Kilogramm schwer, 16 Jahre alt und darf jetzt die Freiheit im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya erleben.

Am 17. August 2006 kam Riki gemeinsam mit ihrer Tochter Febri nach Samboja Lestari. Vorher wurde sie im Ancol-Wasserpark in Jakarta gehalten. Nach Abschluß der Quarantäne wurde das ehemalige Opfer der Unterhaltungsindustrie in das Sozialisationsgehege gebracht, um dort mit dem Rehabilitationsprozess zu beginnen. Mit ihren 13 Jahren war sie leider zu alt, um die Waldschule zu besuchen. 2015 brachte sie ihr zweites Kind zur Welt, ein kleines Mädchen namens Rini. Kurz nach der Entbindung wurden Riki und Baby Rini auf die Vorauswilderungsinsel 1 gebracht, gefolgt von Insel 2, um dort die letzte Phase der Rehabilitation abzuschließen. Obwohl Riki zuvor als Zirkustier mißbraucht wurde, ist es ihr doch gelungen, die notwendigen Überlebensfähigkeiten zu entwickeln. Sie verbringt ihre Zeit gerne in den Kronen der Bäume und ist zu einer sehr erfolgreichen Sammlerin geworden. Außerdem ist Riki eine liebevolle und beschützende Mutter, die Menschen meidet. Nach 13 Jahren der Rehabilitation wird die 26-jährige Riki jetzt zusammen mit ihren beiden Töchtern im Wald von Kehje Sewen endlich die Freiheit erleben.

Rini wurde am 5. Juli 2015 in Samboja Lestari als Tochter der Orang-Utan-Mutter Riki geboren. Kurz nach ihrer Geburt wurden die beiden auf eine Vorauswilderungsinsel gebracht, wo das Mutter-Kind-Paar die notwendigen Überlebensfähigkeiten entwickeln sollte.

Während ihrer Zeit auf der Insel entwickelte sich Rini zu einem selbstbewussten Orang-Utan-Mädchen, die menschliche Präsenz überhaupt nicht mag. Sie machte Kussgeräusche, brach Äste und schüttelte Bäume, wenn sie einen Menschen in der Nähe ihrer Insel entdeckte. Unter der Anleitung ihrer Mutter hat sie angefangen Nahrung zu identifizieren und Nester zu bauen.

Rini ist jetzt vier Jahre alt und wird bald zusammen mit ihrer Mutter als wildes Orang-Utan-Mädchen im Wald von Kehje Sewen leben.

Febri kam am 17. August 2006 zusammen mit ihrer Mutter Riki nach Samboja Lestari. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade zwei Jahre alt. Tragischerweise waren Mutter und Tochter schon seit Febris Geburt getrennt.

So wurde Febri nach dem Abschluß der Quarantäne in die Babygruppe geschickt, wo sie den Rehabilitationsprozess unter der Obhut unserer engagierten Babysitterinnen begonnen hat. Im Alter von drei Jahren wechselte sie in die Waldschule, wo sie grundlegende Überlebensfähigkeiten erlernte. Bis 2013 hatte sie alle Klassen der Waldschule absolviert und zog auf die Vorasuwilderungsinsel 4 um, wo sie die letzte Rehabilitationsstufe abschloss.

Febri ist jetzt 15 Jahre alt und bereit, gemeinsam mit ihrer Mutter Riki und ihrer kleinen Schwester Rini die Freiheit im Wald von Kehje Sewen zu genießen.

Misri wurde am 4. November 2006 im Alter von vier Jahren von Samarindas Naturschutzbehörde zum BOS Rettungszentrum Samboja Lestari gebracht. Vermutlich wurde Misri illegal als Haustier gehalten.

Bei seiner Ankunft in Samboja Lestari begann Misri sofort mit seiner Quarantäne, gefolgt von einem mehrjährigen Besuch in der Waldschule. Bis 2010 hatte Misri alle Stufen der Waldschule abgeschlossen und wurde auf die Vorauswilderungsinsel Vier geschickt, wo er die letzte Rehabilitationsstufe abschließen sollte. Auf der Insel entwickelte sich Misri zu einem begeisterten Entdecker und Nahrungssammler, gleichzeitig ist er Menschen gegenüber ziemlich gleichgültig geworden.

Nach der langjährigen Rehabilitation wird der 17-Jährige mit heranwachsenden Wangenwülsten als einziger Orang-Utan-Mann in dieser Auswilderungsgruppe bald wild und frei den Wald von Keje Sewen erkunden.

Jack wurde bereits am 7. April 2004 in Banjur Baru, einer Stadt in Südkalimantan, aus illegaler Privathaltung gerettet und nach Nyaru Menteng verbracht. Zu der Zeit war er zwei Jahre alt und wog knapp sechs Kilo. Nach seiner Quarantänezeit absolvierte er erfolgreich alle drei Stufen der Waldschule, so dass er Anfang November 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island umziehen konnte. Damit bewältigte er seine letzte Etappe vor der endgültigen Freiheit.

Während dieser Zeit entwickelte er seine Überlebensfähigkeiten weiter und zeigte sich als aufgeweckter Erforscher seiner Umwelt. Jack befreundete sich auch mit seiner Artgenossin Sisil, die schon im September 2018 ausgewildert wurde. Man sah die beiden oft gemeinsam bei der Futtersuche und wie sie die Insel erkundeten.

Nach eineinhalb Jahrzehnten der Rehabilitation ist der mittlerweile Siebzehnjährige bereit, in die wilden Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya entlassen zu werden, wo er hoffentlich seine Freundin Sisil wieder treffen wird.

Lyeka gelangte am 21. Juli 2008 im Alter von zehn Monaten und mit einem Gewicht von gut vier Kilo nach Nyaru Menteng. In einer gemeinsamen Aktion von BOS und der regionalen Naturschutzbehörde

wurde sie aus illegaler Gefangenschaft befreit. Sie vollendete ihre Waldschul-Ausbildung und konnte Anfang November 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island umziehen. Dort fiel sie rasch durch ihre Wachsamkeit und ihre Abneigung gegenüber Menschen auf.

Nach fast 11 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng ist die nunmehr Zwölfjährige für neue Abenteuer in den Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya.

Die Forstpolizei brachte Melisa im Juli 2010 zur Station Nyaru Menteng. Zu der Zeit war sie viereinhalb Jahre alt und wog knapp zehn 10 Kilo. Wie alle Neuankömmlinge durchlief auch Melisa erst eine Quarantänezeit. Recht schnell absolvierte sie alle Stufen der Waldschule. Anfang August 2017 kam sie nach Salat Island, wo sie sich mit einer Reihe von anderen Orang-Utans anfreundete und lebhaft ihre Umgebung erforschte.

Nach neun Jahren der Rehabilitation zeigt Melisa, dass sie alle Fertigkeiten beherrscht, die sie zum Überleben im Dschungel benötigt. Bald schon wird sie ein neues Leben als wilder Orang-Utan im Wald von Bukit Baka Bukit Raya beginnen.

Tingky wurde am 25. August 2007 einem Dorfbewohner aus Zentralkalimantan weggenommen, der sie illegal als Haustier hielt. Als sie nach Nyaru Menten kam, war sie 18 Monate alt und wog neun Kilo. Nach der Quarantäne folgte wie üblich die Waldschule. Anfang April 2017 konnte Tingky nach Salat Island umziehen, wo sie ihre Fertigkeiten für ein Leben in der Wildnis vervollkommnete.

Mit nunmehr dreizehn Jahren ist Tingky bereit, die Wälder des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya als echter, wilder Orang-Utan zu erforschen.

Auch Trixie kam aus illegaler Privathaltung zu BOS. Am 10. August 2007 erreichte sie Nayru Menteng, 18 Monate alt und fünfeinhalb Kilo schwer. Nach Absolvierung aller Stufen der Waldschule kam sie endlich nach Kaja Island, wo sie sich rasch an die schon fast natürliche Umgebung anpasste und eine gesunde Abneigung gegen Menschen entwickelte. Trixie ist jetzt 14 Jahre alt und bereit ihr neues Leben als wilder Orang-Utan im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu beginnen.

Pandaran konnte im Alter von etwa zwei Jahren in Zentralkalimantan aus illegaler Privathaltung befreit werden. Am 8. Februar 2006 kam sie mit ihren damals knapp sieben Kilo in die Station Nyaru Menteng.

Nach der üblichen Quarantäne und der Absolvierung aller Stufen der Rehabilitation in der Waldschule durfte sich Pandaran ab Mitte Mai 2014 unter schon naturnahen Bedingungen auf der Vorauswilderungsinsel Palas bewähren. Knapp vier Jahre später, am 19. April 2018 zog sie nach Kaja Island um. Pandaran war immer eher eine Einzelgängerin, allerdings von überraschend sanftmütiger Wesensart. Davon abgesehen erwies sie sich als ausgesprochen neugierig und entwickelte sich zu einer exzellenten Nahrungssucherin.

Pandaran ist jetzt 16 Jahre alt und bereit, sich an der wahren Freiheit im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu erfreuen.

Lasa und seine Mutter „Mama Lasa“ wurden am siebten August 2007 vom Cikananga- Wildtierrettungszentrum in Westjava zu BOS nach Zentralkalimantan geflogen. Das Mutter-Kind-Paar erreichte Nayru Menteng, als Lasa gerade einmal fünf Monate alt war.

In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters von Mama Lasa schien es geboten, die beiden sofort auf eine Vorauswilderungsinsel zu bringen. Zuvor musste das Paar natürlich die übliche Quarantänezeit durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie nicht etwa Krankheiten einschleppten. Mitte Mai 2014 zogen sie auf die Insel Palas um und schließlich am 19. April 2018 nach Bangamat Island. Auf den Inseln, unter naturnahen Bedingungen, erlangte Lasa rasch seine Unabhängigkeit und besitzt nunmehr alle notwendigen Fähigkeiten, um in der Wildnis zu überleben.

Aus dem Baby wurde ein gutaussehender, mittlerweile zwölfjähriger Orang-Utan-Mann mit schmalen Augen und einer breiten Stirn. Er wird bald seine neue Heimat im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya erkunden und dort als wahrer, wilder Orang-Utan leben.

Romeo wurde im Juli 2006 aus den Händen eines Ölpalm-Plantagenarbeiters in Zentralkalimantan gerettet. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng war er fünf Jahre alt und wog 16 Kilo. Nach der üblichen Quarantänezeit entwickelte Romeo seine Fähigkeiten in der Waldschule und bewohnt seit Anfang November 2016 die Vorauswilderungsinsel Salat Island.

Dort beansprucht er ein beträchtliches Gebiet und geriet dabei in Konkurrenz zu Rizki, einem anderen dominanten Männchen. Zwischen den beiden kommt es, wann immer sie sich treffen, zu bedrohlichen Ruf-Duellen. Körperliche Auseinandersetzungen vermeiden sie allerdings.

Romeo ist jetzt 18 Jahre alt und wird bald den echten, wilden Wald kennenlernen, wenn er erst im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya ausgewildert ist.

Im Alter von vier Jahren konnte das Orang-Utan-Mädchen Anna Friel aus der illegalen Privathaltung eines Bewohners aus Balikpapan in Ostkalimantan gerettet. Am 21. Mai 2015 kam sie nach Samboja Lestari.
Dort hatte sie zunächst große Probleme sich an ihre neue Umgebung anzupassen. In Quarantäne aß Anna Friel nur Bananen und trank Milch. Etwas anderes wollte sie nicht. Außerdem war sie lieber alleine und wollte nicht mit den anderen Orang-Utans spielen. Nachdem sie mit der Waldschule begonnen hatte, wurde sie offener und knüpfte erste Freundschaften. Im Jahre 2017 zog Anna Friel auf die Vorauswilderungsinsel, auf der sie sich zu einer großen Entdeckerin entwickeln konnte. Eine besondere Begabung zeigte sie im Sammeln von Nahrung und im Nestbau.

Anna Friel ist mit ihren acht Jahren bereit für das Leben im Regenwald. Nun wird sie in ihr neues Zuhause, den Kehje Sewen Schutzwald einziehen.
Als 400. Orang-Utan, den die BOS Foundation seit 2012 auswildern konnte!

Edgar kam am 7. März 2013 in Samboja Lestari an. Da war er gerade einmal 18 Monate alt. Ein Bürger aus Sebulus in Ostkalimantan hielt in für zehn Monate illegal als Haustier. Er sagte, er habe Edgar allein und mutterlos auf einem gerodeten Waldstück gefunden.
Bei BOS durchlief auch Edgar den üblichen Rehabilitationsprozess: Quarantäne, Waldschule und schließlich die Vorauswilderungsinsel. Hier hat er sich zu einem unabhängigen und dominanten Männchen entwickelt.
Nach sechs Jahren bei BOS kann Edgar nun in der Wildnis von Kehje Sewen zeigen, was er alles gelernt hat und dass er ein wilder Orang-Utan ist.

Elder kam am 1. September 2011 in Samboja Lestari zur Welt. Ihre Mutter Egi starb wenige Wochen nach Elders Geburt an Tuberkulose. Sofort wurde Elder ebenfalls untersucht und lebte für sechs Monate in Quarantäne. Glücklicherweise war sie gesund. Im Waldkindergarten begann sie dann endlich Ausbildung. Im Alter von zwei Jahren durfte Elder in die Waldschule wechseln. Dort lernte sie alle überlebensnotwendigen Fähigkeiten und schloss ihre Ausbildung 2018 erfolgreich ab. Seitdem lebt Elder auf einer Vorauswilderungsinsel. Sie ist schnell zu einer wilden Orang-Utan-Dame herangewachsen und nun bereit ausgewildert zu werden.
Mit ihren jungen sieben Jahren wird Elder nun das erste Mal in ihrem Leben im Regenwald zuhause sein.

Am 24. Februar 2012 übergab die Behörde des Kutai Nationalparks die dreijährige Mori an BOS. Ein Bewohner Sangattas hatte sie illegal als Haustier gehalten.
Nachdem sie die Quarantäne überstanden hatte, konnte ihre Rehabilitation im Rettungszentrum Samboja Lestari beginnen. 2017 war Mori dann soweit um auf die Vorauswilderungsinsel Juq Kehje Island zu ziehen. Dort musste sie aufgrund einer Anämie behandelt werden. Nach ihrer Genesung entwickelte sie sich zu einer unabhängigen und wilden Orang-Utan-Dame.
Nach sieben Jahren bei BOS wird die nun zehnjährige Mori ihren letzten großen Schritt machen. Sie wird in den Regenwald von Kehje Sewen ausgewildert.

Lito wurde am 3. März 1998 von BOS nach Samboja Lestari geholt. Ein Bewohner Samarindas in Ostkalimantan fand ihn wohl alleine auf einem Feld.

Im Rettungszentrum angekommen zeigte Lito noch wilde Verhaltensweisen, litt jedoch unter Hepatitis B. Nach jahrelanger Behandlung war der junge Orang-Utan endlich gesund und konnte seine Rehabilitation fortsetzen.

Nach seinen 21 Jahren bei BOS heißt es für Lito nun, Abschied zu nehmen und endlich das Leben zu führen das für ihn bestimmt ist. Der große, 26-jährige Orang-Utan-Mann Lito ist jetzt ein Bewohner des Regenwaldes.

Am 18. März 2001 kam Laila nach Samboja Lestari. Vorher lebte sie im Ragunan Zoo in Jakarta. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade einmal fünf Jahre alt, dennoch aber zu aggressiv, um die Waldschule besuchen zu können. Deshalb verbrachte Laila nach der Quarantäne ihre ersten Tage im Sozialisierungskomplex der Rettungsstation. 2018 schloss die Orang-Utan-Dame dann ihre Rehabilitation erfolgreich ab.

Mit 23 Jahren ist sie nun bereit für den Schritt in die Freiheit. Ihre erlernten Fähigkeiten werden Laila im Kehje Sewen Schutzwald ein großartiges Leben ermöglichen.

Am 15. März 2007 wurde Zakir an BOS übergeben. Man hielt ihn in Samarinda, Ostkalimantan, illegal als Haustier. In beide Ohren hatte man dem gerade einmal Dreijährigen Piercings gestochen. Seine Rehabilitation in Samboja Lestari verlief erfolgreich und er wurde immer unabhängiger, bis er schließlich zu einem dominanten Männchen herangewachsen war. Mit seinen 15 Jahren ist er nun bereit, die Weiten des Kehje Sewen Schutzwaldes zu erkunden und endlich in Freiheit zu leben.

Gino ist am 6. August 2006 im zarten Alter von etwa einem Jahr nach Samboja Lestari gekommen. Ein Dorfbewohner in Ost-Kalimantan erzählte der BOS Foundation, er habe ihn auf einer Holzeinschlags-Fläche gefunden. In Samboja Lestari durchlief Gino erst die Quarantäne, dann die Waldschule und schließlich den Umzug auf eine Vorauswilderungsinsel. Mittlerweile ist aus dem kleinen Orang-Utan-Kind ein erwachsener, vierzehnjähriger Menschenaffe geworden. In seiner Zeit bei BOS wurde Gino in seinen Verhaltensweisen stetig wilder und ist jetzt endlich bereit für den Weg in die Freiheit.

Wie Petak wurde auch Komo aus dem illegalen Besitz von Dorfbewohnern in Ostkalimantan gerettet. Am 24. September 2002, dem Tag seiner Rettung, war Komo etwa vier Jahre alt. In Samboja Lestari folgt nach Quarantäne, Waldschule und Vorauswilderungsinsel nun endlich der Schritt in die Freiheit. Komo ist dafür bereit, denn er ist ein sehr selbstbewusster, starker und ruhiger Orang-Utan-Mann geworden, der die Anwesenheit von Menschen verabscheut. Der nunmehr 21-Jährige wird seine neue Freiheit genießen.

Schon am 9. August 1998 kam die damals zweijährige Petak nach Samboja Lestari. BOS rettete sie aus privater Haltung in einem Dorf in Ostkalimantan. Nach ihrer Quarantänezeit absolvierte sie 2009 die Waldschule und siedelte auf eine der Vorauswilderungsinseln um. Dort entwickelte sich Petak zu einer eigenständigen, liebevollen Orang-Utan-Dame. Oft sah man sie zusammen mit dem Mutter-Kind-Paar Merlin und Marlon. Mit ihren 22 Jahren ist Petak nun bereit für ihr Leben in der Wildnis des Kehje-Sewen-Schutzwaldes.

Bevor Tristan am 4. Februar 2007 befreit wurde, war er von einem Einwohner des Dorfes Petak Bahandang im Katingan Verwaltungsbezirk (Zentralkalimantan) gefangen gehalten worden. Ein Team von Mitarbeitern der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA befreiten Tristan aus seiner Gefangenschaft. Er war vier Jahre alt und wog 8 Kilogramm, als er ins BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng kam.

Nach seiner Quarantäne konnte Tristan an der Waldschule teilnehmen, wo er alle Stufen absolvierte. Am 3. November 2016 durfte er seine letzte Rehabilitationsphase auf einer Vorauswilderungsinsel von Salat Island starten, wo er alle Fähigkeiten, die er während seiner Waldschuljahre erlernt hatte, übte und verfeinerte. In Salat verbrachte Tristan viel Zeit alleine und entwickelte sich zu einem unabhängigen Orang-Utan mit hervorragenden Fähigkeiten in der Nahrungssuche. Er wurde auch als einer der besten Entdecker der Insel bekannt.

Tristan ist jetzt 16 Jahre alt und wiegt 50,45 Kilogramm. Nach zwölf Jahren Rehabilitation ist dieser hübsche Bursche mit wachsenden Backenwülsten bereit, die Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks als wilder Orang-Utan zu erkunden.

Rosidin wurde am 30. Januar 2019 in Pulang Pisau (Zentralkalimantan) gerettet. Er ist ungefähr 20 Jahre alt und zeigte völlig wildes Verhalten. Die Gegenwart von Menschen ist ihm sehr zuwider. Das macht er durch wiederholte Kusslaute deutlich, die sein Missfallen ausdrücken. Rosidin hat breite Backenwülste, einen dichten Bart und ist auf dem linken Auge blind.

Das BOS-Rettungsteam brachte Rosidin nach Nyaru Menteng, wo er die nötige Pflege bekommen konnte. Nach zwei Monaten in unserer Einrichtung ist Rosidin jetzt wieder bereit, das Waldleben zu genießen. Dieser wilde Orang-Utan wird nun in die sicheren Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks umgesiedelt.

Paijah wurde am 7. April 2010 von einem Einwohner aus Sampit (East Kotawaringin Regency, Zentralkalimantan) gerettet. Als sie in das BOS-Schutzzentrum Nyaru Menteng kam, war sie sechs Jahre alt, wog 20 Kilogramm und hatte eine schwere Verletzung auf ihre Stirn

Nach überstandener medizinischer Behandlung und Quarantäne absolvierte Paijah alle Stufen der Waldschule. Sie wurde am 5. April 2017 nach Salat Island verlegt, wo sie die Chance nutzte, ihre Überlebensfähigkeiten in einer natürlichen Umgebung zu verbessern. Dort bewies sie hervorragende Fähigkeiten in der Futtersuche, einen aufmerksamen Charakter und umfassenden Einsatz im Erkunden der Insel.

Paijah ist jetzt 15 Jahre alt und wiegt 39,7 Kilogramm. Nach den langen Jahren der Rehabilitation ist Paijah bereit, in die Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu ziehen.

Danida wurde am 5. September 2006 von einem Arbeiter auf einer Palmölplantage in East Kotawaringin (Zentralkalimantan) gerettet. Danida kam in einem erbärmlichen Zustand – dehydriert und stark untergewichtig – im BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng an. Damals war sie gerade mal vier Monate alt und wog nur 1,9 Kilogramm.

Nachdem sie sich erholt und die Quarantäne durchlaufen hatte, begann Danida in der Waldschule und arbeitete sich durch jede Phase der Rehabilitation. Am 3. November 2016 zog sie auf eine der Vorauswilderungsinseln von Salat Island, um die Abschlussphase ihrer Rehabilitation zu absolvieren. Während ihrer Zeit auf der Insel entwickelte sich Danida zu einem wachen, begeisterten und unternehmungslustigen Orang-Utan-Weibchen, die die Gegenwart von Menschen mied.

Danida ist jetzt 13 Jahre alt und wiegt 25,9 Kilogramm. Nach mehr als einem Jahrzehnt in der Rehabilitation ist Danida nun bereit, wild und frei in den Wäldern des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu leben.

Buntok wurde in der Stadt Buntok (South Barito Regency, Zentralkalimantan) gerettet. Sie war erst 18 Monate alt und wog acht Kilogramm, als sie am 5. März 2009 im BOS-Rettungsszentrum Nyaru Menteng eintraf.

Nach langjähriger Rehabilitation in der Waldschule wurde Buntok am 28. Mai 2017 nach Salat Island umgesiedelt, um die letzte Phase ihrer Ausbildung zu durchlaufen. Auf der Vorauswilderungsinsel Salat Island wurde Buntok im Februar 2018 Mutter eines Jungen, den wir Borneo genannt haben.

Leider hatte der kleine Borneo durch Kontakt mit Rengas, einer lokalen Pflanze, die einen aggressiv-sauren Saft produziert, einen schweren Hautausschlag erlitten. Auch Buntoks Haut war von dem Saft verletzt worden, sodass Mutter und Sohn zur Behandlung zurück ins Rettungszentrum geholt werden mussten.

Nachdem sich auch Borneo komplett erholt hatte, wurden er und seine Mutter am 2. Juni 2018 auf die Vorauswilderungsinsel zurückgebracht, um ihre Ausbildung abzuschließen. Beide zeigten hervorragende Fortschritte und wurden nach kurzer Zeit für die Auswilderung freigegeben.

Buntok ist jetzt zwölf Jahre alt und wiegt 55,7 Kilogramm. Ihr Sohn Borneo ist nun zwölf Monate alt und drei Kilogramm schwer. In den Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya können Mutter und Kind jetzt das Leben in Freiheit genießen.