Die neuen Wilden - 2019

Jedes Jahr bekommen die von BOS geschützten Regenwaldgebiete Zuwachs: von rehabilitierten Orang-Utans aus den Schutzzentren Nyaru Menteng und Samboja Lestari. Im Jahr 2019 konnten wir 76 Menschenaffen die Freiheit schenken. Unter ihnen einige Schicksale, die uns ganz besonders berührten.

Als erstes durfte im März das Mutter-Kind-Gespann Buntok und Borneo den endgültigen Schritt in die Freiheit unternehmen. Buntok war bei ihrer Rettung im Jahr 2009 erst 18 Monate alt. Nach langjähriger, erfolgreicher Rehabilitation siedelte sie 2017 auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island über. In diesem letzten Schritt vor der Freilassung wurde die Orang-Utan-Dame schwanger und brachte im Februar 2018 ihren Sohn Borneo zur Welt. Doch das Duo wurde auf eine weitere Bewährungsprobe gestellt: Rengas, eine lokale, Allergien auslösende Pflanze, hatte die Haut unserer Schützlinge so stark verletzt, dass sie zurück ins Rettungszentrum geholt werden mussten und ihre Auswilderung sich verzögerte. Dennoch: Einige Monate später durften die damals zwölfjährige Buntok und ihr einjähriger Borneo endgültig ihr Domizil im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya beziehen.

Hier lebt mittlerweile auch Tarwan. Das Orang-Utan-Weibchen ist ein typisches Opfer der thailändischen Tourismusindustrie. Hier werden Menschenaffen immer noch zur Belustigung gehalten, müssen Radfahren, Boxen oder sich Schaulustigen in Kostümen präsentieren. Tarwan konnte glücklicherweise befreit und mit 47 Artgenossen am 22. November 2006 zurück nach Borneo gebracht werden. Unter dem Schutz von BOS sollte sie die traumatischen Erlebnisse ihrer ersten fünf Lebensjahre vergessen. Dass diese Bemühungen von Erfolg gekrönt waren, zeigt die erfolgreiche Auswilderung im September.

Das Jahresende bescherte einem Orang-Utan mit ganz besonders tragischem Schicksal ein neues Leben. Sapat, ein ausgewachsenes Männchen, wurde nach einer menschlichen Attacke durch Gewehrschüsse auf einer Palmölplantage gefunden. Völlig apathisch ließ er die nun folgende Rettung und die medizinische Notfallversorgung über sich ergehen. Dabei stellte unser Rettungsteam fest, dass Sapat nicht nur vollkommen dehydriert und mit seinen 45 Kilogramm Gewicht massiv untergewichtig war, sondern auch 70 Luftgewehrkugeln im Körper trug. Nur eine Notoperation konnte ihn retten. Seine schnelle Geneseung und Freilassung zum Jahresende grenzten trotzdem an ein Wunder.

Diese und all die anderen Auswilderungen konnten nur durch die Hilfe und Zusammenarbeit aller Spender, Unterstützer und Teammitglieder von BOS weltweit gestemmt werden. Und auch in Zukunft möchten wir so viele Orang-Utans wie möglich in geschützte Regenwaldgebiete auswildern. Darum sind Waldsicherung, Wiederaufforstung und Walderwerb neben Rettung und Rehabilitation der Tiere dringlicher denn je. Nur so schaffen wir nachhaltig Lebensraum für Mensch und Tier und leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Sie wollen mithelfen? Hier können Sie ein Stück Regenwald pflanzen. Und hier können Sie einen Orang-Utan während der Zeit seiner Rehabilitation begleiten.

 

Franky kam Anfang Januar 2008 im Alter von zwei Jahren auf die Rettungsstation Nyaru Menteng. Damals wog er schon satte 15 Kilogramm. Nach der üblichen Quarantäne konnte er ziemlich schnell in die Waldschule eingegliedert werden und seinen Rehabilitationsprozess schließlich mit dem Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island nahezu vollenden. In der Walduniversität bildete er schon in jungen Jahren die für dominante Männchen typischen kräftigen Wangenpolster aus. Mit seinen weiblichen Artgenossen verstand er sich besonders gut. Franky zeigte sich auch besonders durchsetzungsstark und fähig, seine Interessen zu wahren oder, wenn nötig, zu verteidigen. Soziale Situationen kann der junge Mann auch sehr gut einschätzen.

Heute ist Franky 14 Jahre alt und wiegt 35 Kilo. Seine hervorragende Gesundheit sowie die Überlebensfähigkeiten, die er ausgebildet hat, machen ihn endlich bereit für ein freies Leben in der Wildnis des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya. 

Sidomulyo wurde am 2. November 2019 aus dem gleichnamigen Dorf in Zentral-Kalimantan gerettet.
Das schätzungsweise 25 Jahre alte und 65 Kilo schwere dominante Männchen wurde in einer dicht besiedelten Gegend auf einem Acker gefunden. Der durch den Verlust seines Lebensraums erlittene Nahrungsmangel hatte ihn sehr geschwächt. Doch sechs Wochen intensiver Pflege in Nyaru Menteng machten Sidomulyo wieder fit für ein Leben im Regenwald. Der Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya, wohin Sidomulyo umgesiedelt wurde, bietet ihm nun sicherlich genügend Nahrung. Sidomulyo gehört zu den Orang-Utans, die BOS nicht mehr rehabilitieren, sondern lediglich in geeignetere Habitate umsiedeln muss.

Sapat wurde auf einer Palmölplantage in Zentral-Kalimantan gefunden und am 22. September 2019 auf die Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht. Er war derart geschwächt, dass er bei seiner Rettung kaum Gegenwehr leistete und das Geschehen einfach über sich ergehen ließ.

Im Rettungszentrum angekommen, wurde er sofort ärztlich untersucht. Es stellte sich heraus, dass er nicht nur dehydriert und mit seinen 45 Kilogramm Gewicht massiv untergewichtig war, sondern auch 70 Luftgewehrkugeln im Körper trug. Nachdem die Geschosse entfernt waren und Sapat sich zwei Monate lang erholen und an Gewicht zulegen konnte, wird er nun wieder frei sein und im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya seine neue Heimat finden.

Suja wurde zusammen mit 47 weiteren Orang-Utans aus Thailand gerettet und am 22. November 2006 im Alter von vier Jahren auf die Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht. Sieben Jahre später bekam Suja ihr erstes Kind Syahrini. Tragischerweise mussten die beiden voneinander getrennt werden, da Suja nicht richtig für ihre Tochter sorgen konnte. Doch am 18. Februar 2019 wurde die Orang-Utan-Dame erneut Mutter. Dieses Mal besser vorbereitet, sorgt sie nun hervorragend für ihre kleine Bella.

Suja ist bekannt für ihre freundliche Art und Weise, mit ihren Pflegern umzugehen. Sie tendiert dazu, Konkurrenz mit Artgenossen zu meiden und erkundet das Waldgebiet lieber im Alleingang. Mittlerweile ist sie achtzehn Jahre alt und wiegt stolze 45 Kilo. Ihre zehn Monate alte Tochter Bella wiegt drei Kilogramm. Zusammen sind sie endlich bereit, das wilde Leben in der Freiheit des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya zu erfahren.

Fungky wurde Mitte April 2006 in Zentral-Kalimantan gefunden und mit achtzehn Monaten auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht. Er konnte recht schnell in die Waldschule aufgenommen werden, um hier seine Überlebensfähigkeiten für die Wildnis auszubilden. Am 27. Juni 2013 machte er einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung Rehabilitation: Er drufte auf die Vorauswilderungsinsel Palas Island umziehen. Hier hatte es ihm besonders das Spielen mit Wasser angetan.
 
Nun ist Fungky 15 Jahre alt und wiegt 35 Kilogramm, was ihn zusammen mit seinen gut ausgebildeten Überlebensfähigkeiten bereit für das freie Leben in der Wildnis von Bukit Baka Bukit Raya macht.

 

Baim wurde durch die Kooperation der örtlichen Naturschutzbehörde mit der BOS Foundation Anfang Juli 2008 gerettet und kam ins Rettungszentrum Nyaru Menteng. Bis zum Alter von 18 Monaten musste er ein Dasein als Haustier fristen. Auf der Rettungsstation durfte er endlich wieder ein richtiger Orang-Utan sein. So konnte Baim am 18. Mai 2014 schließlich auf die Vorauswilderungsinsel Palas Island verlegt werden, um den Prozess der Rehabilitation abzuschließen. Hier zeigte sich, dass er neugierig seine Umwelt erforschte. Im Umgang mit anderen Orang-Utans zeigte er gutes soziales Verhalten, Menschen mied er dagegen.

Heute ist Baim 13 Jahre alt und wiegt 40 Kilo. Er ist gesund und munter, was ihn in Kombination mit seinen erlernten Überlebensfähigkeiten mehr als bereit für das freie Leben in der Wildnis des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya macht.

Hilda wurde am 25. August 2007 auf einer Palmölplantage in Ost-Kotawaringin gefunden.
Mit ihren damals 18 Monaten und 4 Kilo Gewicht kam sie nach Nyaru Menteng. Nach dem üblichen Quarantäneprozess konnte die Kleine recht schnell in die Waldschule aufgenommen werden. Hier durchlief sie erfolgreich die verschiedenen Stufen der Rehabilitation. Um diese zu vervollkommnen, wurde Hilda schließlich auf die Vorauswilderungsinsel Palas Island verlegt.

Dieser Schritt hin zur echten Freiheit hatte allerdings unerwartete Folgen, die sich am 30. August 2018 in Gestalt der Geburt eines kleinen Orang-Utan-Mädchens offenbarten. Nach erneuter Verlegung des nunmehrigen Mutter-Kind-Gespanns auf eine andere Vorauswilderungsinsel begann Hilda zunehmend, Menschen zu meiden, während sie sich andererseits mit anderen Orang-Utans gut verstand. 
 
Heute ist Hilda 14 Jahre alt und wiegt 32 Kilo. Zusammen mit ihrer mittlerweile einjährigen Tochter wird sie schon bald die Wildnis als ihr neues Zuhause betrachten können. 

Warna wurde im November 2015 zusammen mit ihrer Tochter Malee aus Thailand gerettet. Schnell wurde klar, dass Warna zu alt für die Waldschule war, so dass man beide sofort auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island verlegte, wo sie die nötigen Überlebensfähigkeiten ausbilden konnten. Warna erwies sich dann auch als sehr unabhängige Orang-Utan Dame, die Kontakte mit Menschen nach Möglichkeit vermied. Ansonsten ist sie nicht besonders dominant, weiß sich aber zu verteidigen, wenn es darauf ankommt. 
 
Warna ist heute 15 Jahre alt und wiegt 35 Kilogramm. Sie strotzt nur so vor Gesundheit und ist nun endlich bereit, als wilder Orang-Utan durch die Wälder Borneos zu streifen.

Malee kam, genau wie ihre Mutter, aus Thailand und erreichte mit zweieinhalb Jahren die Rettungsstation Nyaru Menteng. Ein Jahr später, am 11. April 2017, wurde Malee zusammen mit ihrer Mutter auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island verlegt. Dort konnte sie ihre Überlebensfähigkeiten ausbilden. Schon nach kurzer Zeit bewies sie hier eine recht große Unabhängigkeit gegenüber ihrer Mutter Warna. 
 
Malee lässt sich als sehr scheuer, menschlichen Kontakt meidender Orang-Utan beschreiben, der es liebt, auf eigene Faust den Wald zu erkunden. Heute ist Malee fünf Jahre alt und bereit, die wahre Freiheit im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu genießen.

Pandu wurde am 21. September 2019 auf einer Palmölplantage gefunden. Zu dem Zeitpunkt war er schon 20 Jahre alt und erwies sich in seinem Verhalten gegenüber Menschen als wildes, dominantes Männchen. Sein schlechter gesundheitlicher Zustand verbot es allerdings, ihn direkt wieder in die Wildnis zu entlassen. Vielmehr wurde er in Nyaru Menteng erst einmal gründlich medizinisch untersucht und versorgt. Nach zwei Monaten intensiver Pflege war Pandu dann wieder voll und ganz der Alte und ist nun mit seinen stolzen 65 Kilo bereit für seine neue Heimat im Nationalpark von Bukit Baka Raya.

Valent wurde neun Monate lang von einem Plantagenarbeiter illegal als Haustier gehalten, bevor er im Alter von zwei Jahren Anfang Januar 2006 auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht wurde. Zu der Zeit wog er siebeneinhalb Kilo. Nach der obligatorischen Quarantäne kam er in die Waldschule, wo er sich bereits zahlreiche Überlebensfähigkeiten für die Wildnis aneignete. Nach 11 Jahren durfte Valent dann endlich auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat Island umziehen, wo er sich eher als Einzelgänger erwies. Auch mied er nach Möglichkeit den Kontakt zu Menschen.

Heute, mit seinen 16 Jahren und 40 Kilo ist Valent bereit für ein Leben in der Wildnis von Bukit Baka Bukit Raya.

Lexy wurde aus dem Dorf Dadahup in Zentral-Kalimantan im Alter von zehn Monaten auf unsere Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht. Zu der Zeit befand sie sich in einem alarmierenden Zustand; sie wog nur knapp zweieinhalb Kilo und war damit stark untergewichtig, ihr Haar war dreckig und klebrig und am Rücken hatte sie eine infizierte Wunde.  Zusätzlich war sie stark dehydriert. Nach Absolvierung einer intensiven Quarantäneprozedur konnte Lexy schon bald in die Waldschule eingegliedert werden. Dort suchte sie nicht gerade viel Kontakt zu ihren menschlichen Ersatzmüttern, sondern mied vielmehr deren Nähe. Anfang April 2017 konnte sie schließlich auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island umziehen. Auch dort erwies sie sich als Orang-Utan, der es eher mochte, seine Zeit allein und unabhängig zu verbringen, besonders auch beim Erkunden der Insel.

Lexy ist heute dreizehn Jahre alt und wiegt 33 Kilo. Mit all ihren erlernten Überlebensfähigkeiten und naturgemäßen Verhaltensweisen ist sie bereit für ihre Auswilderung und somit für ein freies Leben im Nationalpark von Bukit Baka Bukit Raya.

Leggi wurde auf einer Palmölplantage im Distrikt Kotawaringin Timur gefunden und erreichte die Rettungsstation der BOS Foundation in Nyaru Menteng am zweiten Februar 2007.
Ihr Zustand war zu dem Zeitpunkt fatal; sie hatte im Alter von sechs Monaten bereits ihre Mutter verloren, war stark dehydriert und mit etwas mehr als zwei Kilo sehr untergewichtig. Nach dem Quarantäneprozess durchlief sie ausgiebig und erfolgreich die verschiedenen Stufen der Waldschule.

Zehn Jahre später begann sie auf der Vorauswilderungsinsel Salat Island ihre letzten Schritte in Richtung freies Leben zu gehen. Auf der Insel konnte sich Leggi als würdige Auswilderungskandidatin beweisen: Sie begann, sich selbstständig ihre Nahrung zu beschaffen und erkundete verborgene Bereiche der Insel. Dabei bevorzugte sie es meist, allein zu sein und mied auch den Kontakt zu Menschen.

Leggi ist nun dreizehn Jahre alt und wiegt 33 Kilo. Sie ist absolut bereit für ein freies Leben in der Wildnis und kann schon bald, zusammen mit weiteren Artgenossen, im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya ausgewildert werden.

Durch die erfolgreiche Kooperation der zuständigen Naturschutzbehörde und der BOS Foundation konnte Jeanifer aus dem Dorf Sangai in Zentral-Kalimantan am 14. Juni 2007 gerettet und nach Nyaru Menteng gebracht werden. Dort lebte sie zehn Jahre in der Waldschule und durfte schließlich auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island ziehen, wo sie oft allein die Insel erkundet, sich aber auch gut mit ihren Artgenossen verstand.

Heute ist Jeanifer 14 Jahre alt und wiegt 37 Kilo. Ihre überlebenswichtigen Fähigkeiten für die Wildnis konnte sie auf ihrem Weg der Rehabilitation meisterhaft ausbilden, was sie nun endlich bereit für die Auswilderung im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya macht.

Bolot wurde am 15. Oktober 2006 auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht, als sie gerade mal zwei Jahre alt war und 14 Kilo wog. Nach elf Jahren in der Waldschule war es am 29. August 2017 auch für sie endlich Zeit, in die „Walduniversität“ auf Kaja Island zu gehen. Dort entwickelte sie sich zu einem sehr sozialen Tier, was aber oft große Abneigung gegenüber Menschen zeigte.

Heute ist sie 16 Jahre alt und wiegt ganze 38 Kilo. Sie sollte mit ihren vielfältigen Fähigkeiten in der Wildnis gut zurechtkommen und ist somit bereit für die Auswilderung im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Ariel kam durch die Zusammenarbeit der Naturschutzbehörde und der BOS Foundation im Alter von zwei Jahren auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng und wog zu der Zeit acht Kilo. Glücklicherweise konnte er schnell den Quarantäneprozess sowie die verschiedenen Stufen der Waldschule abschließen, um dann auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island zu ziehen. Dort entwickelte er sich zu einem menschlichen Kontakt meidenden Männchen, welches gerne alleine den Wald erkundet und eher selten sozialen Anschluss bei Artgenossen sucht.


Heute ist Ariel 15 Jahre alt und wiegt stolze 55 Kilo. Zusammen mit seinen erlernten Überlebensfähigkeiten ist er nun endlich bereit für ein freies Leben in der Wildnis von Bukit Baka Bukit Raya.

Aox wurde in Palangka Raya, Zentral-Kalimantan, gefunden und am 13. Oktober 2009 auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht. Er war damals nur zwei Jahre alt und wog 15 Kilo, war also stark übergewichtig, was von seiner Haltung als Haustier herrührte. Nachdem Aox die Quarantäne-Prozedur durchlaufen und knapp acht Jahre in der Waldschule verbracht hatte, folgte die Vorauswilderungsinsel Salat Island. Hier erwies er sich als selbständiger Orang-Utan, der es liebt, alleine die Insel zu erkunden und menschlichen Kontakt eher meidet.

Heute ist er zwölf Jahre alt und wiegt 35 Kilo, was ihn zusammen mit seinen angesammelten Überlebensfähigkeiten mehr als nur bereit für die Auswilderung im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya macht.

Anouk wurde in Zentral-Kalimantan gefunden und am 18. Juli 2008 im Alter von zwölf Monaten auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht. Damals wog sie noch sechs Kilo.
Nachdem auch Anouk den Quarantäne-Prozess und alle Stufen der Waldschule durchschritten hatte, konnte sie zehn Jahre später am 9. März auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island verlegt werden, wo sie sich zu einer neugierigen Erkunderin entwickelte.

Heute ist sie dreizehn Jahre alt und wiegt 37 Kilo, was sie zusammen mit ihren erlernten Überlebensfähigkeiten sehr bereit für ein freies, wildes Leben in Bukit Baka Bukit Raya macht.

Uje kam 2007 im Alter von 18 Monaten auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng und wurde davor illegal als Haustier gehalten. Nach Abschluss der Quarantänephase folgte ein zehnjähriger Aufenthalt in der Waldschule, bevor Uje endlich auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat umziehen konnte. Dort entwickelte er eine herausragende Persönlichkeit. Uje erwies sich als fähiger Erkunder, zeigte aggressives, abweisendes Verhalten gegenüber bestimmten Leuten und begann während der Trockenzeit 2018 an flachen Stellen den Fluss zu überqueren.

Heute wiegt Uje 33 Kilo und wird schon bald die Chance haben, seine Überlebensfähigkeiten als selbständiges Orang-Utan-Männchen im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu beweisen.

Sydney wurde in Zentral-Kalimantan, im Dorf Parenggean, gefunden und war zu diesem Zeitpunkt etwa vier Jahre alt. Er zeigte bereits stark ausgeprägte wilde Verhaltensweisen, was dem mutterlosen Orang-Utan gute Chancen auf eine erfolgreiche Rehabilitation gab. Nachdem Sydney alle Stufen der Waldschule in Nyaru Menteng erfolgreich durchlaufen hatte, kam er 2017 in die „Walduniversität“ von Kaja Island. Hier konnte er seine Überlebensfähigkeiten weiter ausbilden, das heißt, ausgiebig auf Erkundungstour zu gehen, neue Aufgaben zu meistern und sich der Konkurrenz zu anderen Orang-Utans zu stellen.

Heute ist Sydney neun Jahre alt und wiegt 28 Kilo. Mit all seiner Erfahrung, die er in den letzten fünf Jahren aufgebaut hat, ist er nun endlich bereit für sein freies Leben in der Wildnis des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks.

Salsa wurde in Sampit City, Zentral-Kalimantan, im Alter von zweieineinhalb Jahren gefunden und am 4. April 2007 auf unsere Rettungsstation in Nyaru Menteng gebracht. Sie konnte sich recht schnell in die Waldschule eingliedern und neun Jahre später ihren Rehabilitationsprozess auf der Vorauswilderungsinsel Kaja Island vervollständigen. Dort entwickelte sie sich zu einer Persönlichkeit, die lieber eigene Wege geht und ihr Revier notfalls auch zu verteidigen weiß. Zwei Jahre nach Salsas Umzug auf die Insel konnte festgestellt werden, dass Salsa tatsächlich schwanger war. Doch bevor das Team sie wieder einfangen konnte, um eine möglichst reibungslose Geburt zu gewährleisten, verschwand Salsa für eine ganze Woche. Schließlich, nach ihrem erneuten Auftauchen, war sie nicht mehr alleine: Ein kleines Äffchen hing an ihrem roten Fell. Das Äffchen war ganz offensichtlich Salsas Tochter, nunmehr Salmah genannt.

Salsa ist heute fünfzehn Jahre alt und hat sich, mit ihrer mittlerweile einjährigen Tochter Salmah im Schlepptau, zu einer würdigen Auswilderungskandidatin entwickelt. So ist das Mutter-Tochter-Duo letztendlich bereit für ein freies, selbständiges Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Rubi wurde aus Pontianak City, West-Kalimantan, gerettet und kam am 7. Mai 2005 im Alter von zwölf Monaten auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng. Davor wurde sie zehn Monate lang als Haustier gehalten. Nach ihrem Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island entwickelte sie soziales Verhalten gegenüber anderen Orang-Utans und begann, menschliche Präsenz zu ignorieren. Ihre überlebenswichtigen Fähigkeiten für die Wildnis, wie Schlafnester bauen und eigenständig Nahrung suchen, konnte sie dort ebenfalls ausbilden, was sie letztendlich im Alter von 16 Jahren und mit einem Gewicht von 33 Kilo bereit für die Auswilderung und somit für ein freies Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya macht.

Made Ayu wurde im Alter von zweieinhalb Jahren am 20. Dezember 2005 vom Bali Wildlife Rescue Center der BOS Foundation ausgehändigt und kam auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng. Ihr friedliches Verhalten machte sie schon früh für die ersten Schritte in der Waldschule bereit, was am 19. August 2017 zu einem Umzug auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island führte. Sie war besonders für ihre soziale Art im Umgang mit anderen Orang-Utans bekannt, was seinen Teil zur Herausbildung ihrer Überlebensfähigkeiten für die Wildnis beitrug. So wird auch Made Ayu mit ihren 17 Jahren und 42 Kilo schon bald das Privileg eines wildlebenden Orang-Utans im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya genießen können.

Dea kam in Nyaru Menteng in einem Quarantäne-Komplex am 27. Oktober 2009 zur Welt. Daher war es wichtig, Dea zusammen mit ihrer Mutter Du im selben Komplex zu halten, bevor beide am 11. März 2014 auf die Vorauswilderungsinsel Palas Island umziehen konnten. Dea, zu diesem Zeitpunkt vier Jahre alt, zeigte bereits natürliche Neugier und machte sich wenige Jahre später von ihrer Mutter unabhängig. So konnte sie am 19. April 2018 auf eine andere Vorauswilderungsinsel, Bangamat Island, wechseln und ist heute mit ihren fast 23 Kilo und 10 Jahren endlich bereit für ein freies, wildes Leben im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya.

Iriana wurde in einem Waldgebiet in Zentral-Kalimantan gefunden, das zukünftigen Palmölplantagen weichen musste und kam 2015 im Alter von drei Jahren auf unsere Rettungsstation in Nyaru Menteng. Dort zeigte sie anfangs gegenüber Menschen extrem abweisendes Verhalten, aber da sie Waise und noch ziemlich jung war, konnte sie nicht sofort wieder ausgewildert werden. Am 6. Juli 2017 kam Iriana dann auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island, wo sie weiterhin Kontakt mit Menschen mied und die Insel im Alleingang erkundete. Heute ist Iriana sieben Jahre alt und wiegt 20 Kilo, was sie auf jeden Fall bereit für ein selbstständiges Leben in der Wildnis des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya macht.

Donk wurde als Vierjähriger mit einem Gewicht von 19 Kilo im Dorf Padas, Zentral-Kalimantan, gefunden, bevor das BOS-Team ihn am 8. April 2009 auf die Rettungsstation in Nyaru Menteng bringen konnte. Nach den routinemäßigen medizinischen Untersuchungen kam er auch gleich in die Waldschule und schon acht Jahre später auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island. Dort blieb er meist für sich, vor allem wenn er die Insel erkundete. Heute ist Donk 14 Jahre alt und wiegt 32 Kilo, was ihn in zusammen mit seinen ausgewiesenen Überlebensfähigkeiten bereit für die Wildnis macht.

Titon wurde in Samboja Lestari am 11. Oktober 2000 geboren und zusammen mit seiner Mutter Titin in einem Resozialisierungskomplex untergebracht.
Im Alter von sieben Jahren begann er unabhängigeres Verhalten gegenüber seiner Mutter aufzuweisen, woraufhin sich die zuständigen Pfleger dazu entschieden, Titon in einem anderen Komplex, in welchem er sich mit gleichaltrigen Orang-Utans aufhalten konnte, unterzubringen.

Im Jahr 2017 wurde Titon auf die Vorauswilderungsinsel #7 verlegt, um sich seine letzten Überlebensfähigkeiten für das freie Leben im Regenwald aneignen zu können.

Nach jahrelanger Rehabilitation war er mit 19 Jahren dann endlich bereit für sein autarkes Leben in der Wildnis und kann nun im Kehje Sewen Wald ausgewildert werden, in welchem seine Mutter Titin seit ihrer Auswilderung im Jahr 2013 mit Sicherheit schon sehnsüchtig auf ihn wartet.

 

Jubaedah, zum Zeitpunkt ihrer Rettung zwanzig Jahre alt und ihr Sohn Jubaedi, zwei Jahre alt, wurden vom BKSDA (Natural Resources Conservation Agency) in einem Dorf in Ost-Kalimantan gefunden.
Gesundheitlich waren die Beiden in einem schrecklichen Zustand, weswegen sie ohne Umwege sofort auf die Rettungsstation in Zentral-Kalimantan gebracht wurden.


Jubaedah war untergewichtig, litt an schwerer Dehydration, sowie Blutarmut und niedrigem Blutzucker.
Außerdem konnten nach medizinischen Untersuchungen weitere Verletzungen am Kopf, fünf Schusswunden, sowie ein fehlendes Stück ihres Zeigefingers festgestellt werden.
Ihr Sohn hingegen wies glücklicherweise einen besseren Zustand auf.
Alle Wunden wurden von den Ärzten als Konfliktergebnisse mit Menschen definiert.

Da Jubaedahs Zustand so unfassbar kritisch war, konnte sie selbstverständlich nicht direkt wieder in die Wildnis ziehen. Stattdessen brauchte sie intensive Pflege um sich wieder erholen zu können.
Daher wurden sie in einem Resozialisierungskomplex mit intensiver medizinischer Betreuung untergebracht, um eine schnellstmögliche Auswilderung gewährleisten zu können.

Dank der guten Versorgung und der Hingabe unserer Pfleger konnte sich das Orang-Utan Duo schon nach wenigen Monaten komplett erholen, was sie bereit für die Rückkehr in das natürliche Leben ihrerseits und somit für den Einzug in den Kehje Sewen Wald macht.

Rawang wurde aus dem Dorf Rawang Sari in Zentralkalimantan am 10. Januar 2009 gerettet und erreichte die Rehabilitationsstation im Alter von 18 Monaten und mit einem Gewicht von 3,8 kg. Während ihres Aufenthalts in der Waldschule ging Rawang gerne auch mal alleine auf Erkundungstour.

Nachdem sie fast alle Schritte zur Auswilderung abgeschlossen hatte, kam sie nach Salat Island und entwickelte dort ein ausgeprägt soziales Verhalten, während sie es weiterhin genoss, die Insel selbständig zu erforschen und zu entdecken. Mittlerweile ist Rawang 12 Jahre alt und wiegt 37 kg, was sie zusätzlich zu ihren ausgebildeten Überlebensfähigkeiten zu einer würdigen Auswilderungskandidatin macht.
 

Sisi wurde in der Umgebung der Stadt Banjarmasin, Südkalimantan, gefunden und am 10. November 2003 mit einem Gewicht von 11 kg und einem Alter von zweieinhalb Jahren zur Rehabilitationsstation Nyaru Menteng gebracht. Nachdem Sisi die Quarantäneprozedur erfolgreich durchlaufen hatte, kam sie in die Waldschule und konnte am 31. August 2017 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island verlegt werden.

Sie entwickelte sich zu einer sehr wachsamen Orang-Utan Dame, die nach und nach die Gegenwart von Menschen mehr und mehr zu meiden schien. Im Alter von 19 Jahren waren ihre Überlebensfähigkeiten weit genug entwickelt, um ausgewildert zu werden. So wird auch ihr das Privileg zuteil, ihr wahres, freies Leben in der Wildnis zu genießen.

Die damals zweijährige Moccacino wurde im Dorf Pundu in Zentralkalimantan am 5. Dezember 2002 gefunden und auf Grund ihres schlechten gesundheitlichen Zustands sofort auf die Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht. Trotz ihrer anfänglich mageren 4,3 kg kam sie gut durch den Quarantäne-Prozess und absolvierte erfolgreich die Waldschule. Elf Jahre nach ihrer Rettung konnte Moccacino 2013 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island umziehen.
 

Moccacinos Persönlichkeit zeichnete sich besonders durch ihre Abneigung gegenüber Menschen, sowie ihre Freude am Erkunden aus. Heute ist sie 19 Jahre alt und wiegt stolze 52 kg, was sie zusammen mit dem was sie gelernt hat, bereit für ein freies Leben im Wald von Batikap  macht.

Siti wurde in Jakarta gefunden und am 16. Februar 2004 nach Nyaru Menteng gebracht. Zu dieser Zeit war sie gerade einmal 18 Monate alt und wog gut 6 kg. Auf die für Neuankömmlinge obligatorische Quarantäne folgte schon bald die Waldschule, wo Siti große Freundschaften mit zwei anderen weiblichen Orang-Utans, Shiba und Corazon, schließen konnte.
 

Im Jahre 2018 war sie endlich so weit, auf die Vorausauswilderungsinsel Kaja Island zu ziehen, wo sie ihre für die Wildnis überlebenswichtigen Fähigkeiten weiter ausbilden konnte. Gegenwärtig ist Siti 17 Jahre alt, wiegt 30 kg und strotzt nur so vor Gesundheit, was sie zu einer vielversprechenden Auswilderungskandidatin für den Bukit Batikap Protection Forest macht.

Martisen wurde am 21. Februar 2001 im Dorf Tumbang Samba in Zentralkalimantan gefunden und im Alter von zwei Monaten auf die Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht. Schon bald konnte er die Waldschule besuchen und 2018 auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat Island umziehen, um die finale Stufe zu seiner letztendlichen Auswilderung zu absolvieren. Auf der Insel entwickelte er sich zu einem dominanten Männchen, was auch an den ausgebildeten Backenwülsten deutlich wurde.


Nun ist Martisen 18 Jahre alt und wiegt gesunde 67 kg. Somit ist er bereit für die Auswilderung in den Schutzwald von Batikap und wird seine erlernten Überlebensfähigkeiten gut nutzen können, um selbständig in der Wildnis zu überleben.

8. Mai 2005: Der damals zweieinhalbjähriger Orang-Utan Junge wurde in Sampit, Zentralkalimantan,  gefunden und schnell zur Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht, um die übliche Quarantäne zu durchlaufen und dann in die Waldschule eingegliedert zu werden. Sampurna machte sich mit seinen über neun Kilogramm gut und konnte zwölf Jahre später im Jahr 2017 auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island umziehen, wo er massive Fortschritte in der Ausbildung seiner Überlebensfähigkeiten machte. Mit 17 Jahren hat auch er endlich das Privileg, sein neues Zuhause, den Wald von Batikap zu erkunden und sein neues, selbständiges Leben zu genießen.

Nachdem Kisar aus dem Dorf Tumbang Samba in Zentralkalimantan gerettet wurde, konnte er im Alter von zwei Jahren in die Waldschule eingegliedert werden. Nach deren erfolgreicher Absolvierung machte er einen entscheidenden Schritt hin zur Auswilderung, indem er auf die Vorauswilderungsinsel Kaja Island ziehen konnte. Während seiner Zeit auf der Insel erwies sich das dominante Orang-Utan Männchen als sehr aktiv und erkundungsfreudig.
 

Schließlich konnte Kisar im Dezember 2016 in den Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya ausgewildert werden, musste allerdings zunächst wieder zurück auf die Rettungsstation Nyaru Menteng, weil er sich im Dorf Kiham Batang blicken ließ. Das Risiko von Konflikten war einfach zu hoch. Doch glücklicherweise kann der mittlerweile 19 Jahre alte Kisar nun endlich doch noch ein autarkes Leben in der Wildnis des geschützten Waldes von Batikap genießen.

Holly wurde aus dem Dorf Pagatan in Zentralkalimantan am 11. August 2003 gerettet und im Alter von 2 Jahren und mit einem Gewicht von 5,3 kg zur Rettungsstation Nyaru Menteng gebracht. Mit dem Auszug aus der Waldschule und der Verlegung auf eine Vorauswilderungsinsel begann ihr letzter Schritt in die freie Wildnis. Sie ist besonders für ihr distanziertes Verhalten gegenüber Menschen bekannt und für ihre Sammlerfertigkeiten.

Mittlerweile ist Holly 18 Jahre alt und wiegt gesunde 42 kg, was sie nach einem langen Rehabilitationsprozess zu einer würdigen Auswilderungskandidatin macht. So wird auch sie schon bald ihre wohlverdiente wilde Freiheit genießen können.

 

Marlies wurde ursprünglich illegal als Haustier in Jakarta gehalten und kam am 20. März 2003 auf die Rettungsstation in Samboja Lestari. Die Babysitter in der Waldschule erlebten sie oft als sehr clever und selbstständig, weswegen sie recht schnell auf eine Vorauswilderungsinsel durfte. 

Ihr Rehabilitationsprozess verzögerte sich jedoch 2010, als ein BOS-Mitarbeiter entdeckte, dass sie schwanger war. Sicherheitshalber holte man sie zurück auf die Station. Im Mai des folgenden Jahres gebar Marlies dann ihre Tochter, Maureen, mit welcher sie schon ein weiteres Jahr später wieder auf die Vorauswilderungsinsel ziehen konnte.

Heute ist Marlies 20 Jahre alt und nach 16 Jahren Rehabilitation endlich bereit, als eigenständiger, wildlebender Orang-Utan in den Wald von Kehje Kewen entlassen zu werden.

Sumirah wurde am 10. Juni 2002 aus einem Zoo in Surabaya (Ost-Java) gerettet.
Leider war sie zu aggressiv, um sie in die Waldschule zu integrieren. Trotzdem konnte das BOS-Team durch intensive, individuelle Förderung ihre sozialen Kompetenzen und Überlebensfähigkeiten für die Wildnis ausbauen. Gegenwärtig ist sie 25 Jahre alt und bereit, endlich ein freies Leben in der Wildnis zu führen.

Arman wurde sein erstes Lebensjahr als illegales Haustier gehalten und am 4. August 1998 auf die Rettungsstation in Samboja Lestari gebracht. Die ersten medizinischen Untersuchungen ergaben, dass Arman mit dem Hepatitis B Virus infiziert war und demnach sofort in Quarantäne musste.

2010 konnte er endlich von seiner Krankheit geheilt werden, was 2018 zu einem Abschluss des Rehabilitationsprozesses führte. Schlussendlich kann Arman mit seinen 22 Jahren im Kehje Sewen Wald ausgewildert werden und wird mit Sicherheit keine Probleme haben, ein autarkes, wildes Leben zu führen.

Randy wurde im Dorf Lempake, nahe Samarinda, in Ost-Kalimantan gefunden. Am 11. Oktober 1997 kam er im Alter von fünf Jahren nach Samboja Lestari auf die Rettungsstation. Glücklicherweise zeigte Randy trotz seines vermutlich langen Aufenthalts in der Umgebung von Menschen noch viele Verhaltensweisen, die typisch für wilde Orang-Utans sind. Allerdings war er mit Hepatitis B infiziert und konnte erst nach ganzen dreizehn Jahren vollständig davon geheilt werden.

Während seiner langen Rehabilitation eignete Randy sich alle notwendigen Überlebensfähigkeiten für die Wildnis an, sodass er mit seinen 27 Jahren demnächst endlich ausgewildert werden kann.

Tarwan ist ein Opfer der thailändischen Tourismusindustrie, die glücklicherweise befreit werden konnte und am 22. November 2006 mit 47 anderen Orang-Utans aus Thailand zurück nach Borneo gebracht werden konnte. Damals war sie fünf Jahre alt und wog 20 Kilogramm.
Die verschiedenen Aufgaben der Waldschule meisterte sie mit Bravour und durfte so im November 2017 auf die Vorauswilderungsinsel „Bangamat Island“ umziehen. Hier wurde sie zu einer guten Entdeckerin, sammelte erfolgreich Nahrung, vermied Streitigkeiten mit anderen Orang-Utans und zeigte eine starke Abneigung gegenüber Menschen.
Mittlerweile ist Tarwan achtzehn Jahre alt, wiegt 38 Kilo und ist bereit für die Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark.

Bungsu wurde einem Dorfbewohner in Parenggean, Zentral-Kalimantan, abgenommen und im Alter von sechs Jahren am 30. Januar 2008 ins Rettungszentrum Nyaru Menteng gebracht.
Nachdem die nötige Quarantäne abgeschlossen war, konnte sich Bungsu prächtig in der Waldschule entwickeln. Im Jahr 2016 kam Bungsu zunächst auf die Vorauswilderungsinsel „Bangamat Island“, zwei Jahre später zog sie auf die Kaja-Insel um. Besonders bekannt war sie für ihren sozialen Charakter und ihre absolute Gleichgültigkeit gegenüber Menschen.
Im Alter von 17 Jahren, nach elf Jahren der Rehabilitation, können wir Bungsu auswildern.
Somit kann auch sie nun den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks ihr Zuhause nennen und die Freiheit als wildlebendes Orang-Utan-Weibchen genießen.

Randang wurde am 16. Juni 2007 von einem Dorfbewohner in Timpah beschlagnahmt und im Alter von 18 Monaten ins Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht.
Etwa sieben Jahre verbrachte sie in der Waldschule, bevor sie auf die Bangamat-Insel umziehen konnte, um ihre letzten Ausbildungsschritte zu einem selbständigen Orang-Utan abzuschließen.
Jetzt kann das vierzehn Jahre alte Orang-Utan-Weibchen mit einem Gewicht von 36,4 Kilo ausgewildert werden und darf nun die Freiheit im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark genießen.

Salu wurde in einem Dorf in Zentral-Kalimantan illegal als Haustier gehalten und während seiner Gefangenschaft nur mit Essensresten, Reis und Wasser gefüttert. Daher war er bei seiner Rettung in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und brachte mit seinen drei Jahren nur 6,5 Kilogramm auf die Waage.
Dennoch konnte er im Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng die Quarantäne, die Waldschule und seine Ausbildung auf der Vorauswilderungsinsel „Salat Island“ erfolgreich abschließen und ist mittlerweile mit seinen siebzehn Jahren ein prächtiges, wildes Orang-Utan Männchen, das seinen Platz im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark finden wird.

Am 22. April 2010 konnte Dini mit vier Jahren und sechzehn Kilogramm auf einer Palmölplantage in Zentral-Kalimantan gerettet und in das BOS-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht werden. Nach sieben Lehrjahren in der Waldschule begann sie am 13. April 2017 die letzte Phase ihrer Rehabilitation auf der Kaja-Insel, wo sie sich zu einem prächtigen Orang-Utan-Weibchen entwickeln konnte: freundlich und umgänglich mit anderen Orang-Utans, fleißig bei der Nahrungssuche und immer auf der Hut vor Menschen. Im Alter von 13 Jahren und mit einem Gewicht von 35 Kilogramm kann sie mit ihren erlernten Überlebensfähigkeiten nun die Freiheit im Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks genießen.

Elly wurde von einem Team der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA am 27. April 2006 in einem Dorf gerettet. Der Dorfbewohner, dem sie abgenommen wurde, sagte, sie hätte nur zehn Tage bei ihm gelebt. Elly war damals drei Jahre alt, als sie in unser Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng gebracht wurde.
Recht bald nach ihrer Rettung begann Elly ihre Ausbildung in der Waldschule. 2014 kam es zu einem Zwischenfall. Elly büxte aus der Waldschule aus – und wurde drei Tage später auf dem Feld eines Kleinbauern entdeckt. Tragischerweise hatte sie eine schwere Verletzung am linken Auge. Sie musste für mehrere Tage in unsere Klinik. Doch leider konnten die Ärzte ihr Auge nicht mehr retten.
Die Behinderung beeinträchtigte ihre gute Entwicklung in der Waldschule allerdings kaum.
Am 13. April 2017 konnte Elly darum auf der Kaja-Insel die letzte Stufe ihrer Rehabilitation beginnen und nun, nach dreizehn Jahren Rehabilitation und trotz ihrer Verletzung, endlich ihr  freies Leben im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark beginnen.

Am 1. Juni 2012 wurde Toby im Alter von drei Jahren einem Palmölplantagen-Arbeiter im Distrikt Kapuas, Zentral-Kalimantan abgenommen.
Nachdem der sieben Kilogramm schwere Orang-Utan die notwendige Quarantäne-Zeit abgeschlossen hatte, durfte er mit der Waldschule beginnen und dort seine Überlebensfähigkeiten trainieren.
Am 23. November 2017 konnte Toby auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat und ein Jahr später auf die Insel Kaja umziehen, wo er die letzten Entwicklungsschritte hin zu einem unabhängigen Orang-Utan machen konnte.
Jetzt ist Toby zehn Jahre alt und wiegt 30 Kilogramm. Dieser hübsche Orang-Utan-Mann mit engstehenden Augen und einem dichten Fell darf nun den Wald des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks erobern.

Tom wurde am 27. Januar 2004 von einem Dorfbewohner in Kasongan, Zentral-Kalimantan gerettet und im Alter von zehn Monaten in unser Schutzzentrum Nyaru Menteng gebracht. Damals wog er gerade einmal 6,2 Kilogramm, konnte sich jedoch nach der Quarantäne schnell der Waldschule anschließen.
Am 3. September 2016 im Alter von zwölf Jahren erreichte Tom die letzte Stufe seines Rehabilitations-Prozesses. Er durfte auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat umziehen, wo er sich auf selbständige Erkundungstouren machte, seine Überlebenskünste weiter ausbildete und mit anderen Orang-Utans sozial interagieren konnte.
Mittlerweile ist Tom ganze 32 Kilogramm schwer, 16 Jahre alt und darf jetzt die Freiheit im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya erleben.

Am 17. August 2006 kam Riki gemeinsam mit ihrer Tochter Febri nach Samboja Lestari. Vorher wurde sie im Ancol-Wasserpark in Jakarta gehalten. Nach Abschluß der Quarantäne wurde das ehemalige Opfer der Unterhaltungsindustrie in das Sozialisationsgehege gebracht, um dort mit dem Rehabilitationsprozess zu beginnen. Mit ihren 13 Jahren war sie leider zu alt, um die Waldschule zu besuchen. 2015 brachte sie ihr zweites Kind zur Welt, ein kleines Mädchen namens Rini. Kurz nach der Entbindung wurden Riki und Baby Rini auf die Vorauswilderungsinsel 1 gebracht, gefolgt von Insel 2, um dort die letzte Phase der Rehabilitation abzuschließen. Obwohl Riki zuvor als Zirkustier mißbraucht wurde, ist es ihr doch gelungen, die notwendigen Überlebensfähigkeiten zu entwickeln. Sie verbringt ihre Zeit gerne in den Kronen der Bäume und ist zu einer sehr erfolgreichen Sammlerin geworden. Außerdem ist Riki eine liebevolle und beschützende Mutter, die Menschen meidet. Nach 13 Jahren der Rehabilitation wird die 26-jährige Riki jetzt zusammen mit ihren beiden Töchtern im Wald von Kehje Sewen endlich die Freiheit erleben.

Rini wurde am 5. Juli 2015 in Samboja Lestari als Tochter der Orang-Utan-Mutter Riki geboren. Kurz nach ihrer Geburt wurden die beiden auf eine Vorauswilderungsinsel gebracht, wo das Mutter-Kind-Paar die notwendigen Überlebensfähigkeiten entwickeln sollte.

Während ihrer Zeit auf der Insel entwickelte sich Rini zu einem selbstbewussten Orang-Utan-Mädchen, die menschliche Präsenz überhaupt nicht mag. Sie machte Kussgeräusche, brach Äste und schüttelte Bäume, wenn sie einen Menschen in der Nähe ihrer Insel entdeckte. Unter der Anleitung ihrer Mutter hat sie angefangen Nahrung zu identifizieren und Nester zu bauen.

Rini ist jetzt vier Jahre alt und wird bald zusammen mit ihrer Mutter als wildes Orang-Utan-Mädchen im Wald von Kehje Sewen leben.

Febri kam am 17. August 2006 zusammen mit ihrer Mutter Riki nach Samboja Lestari. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade zwei Jahre alt. Tragischerweise waren Mutter und Tochter schon seit Febris Geburt getrennt.

So wurde Febri nach dem Abschluß der Quarantäne in die Babygruppe geschickt, wo sie den Rehabilitationsprozess unter der Obhut unserer engagierten Babysitterinnen begonnen hat. Im Alter von drei Jahren wechselte sie in die Waldschule, wo sie grundlegende Überlebensfähigkeiten erlernte. Bis 2013 hatte sie alle Klassen der Waldschule absolviert und zog auf die Vorasuwilderungsinsel 4 um, wo sie die letzte Rehabilitationsstufe abschloss.

Febri ist jetzt 15 Jahre alt und bereit, gemeinsam mit ihrer Mutter Riki und ihrer kleinen Schwester Rini die Freiheit im Wald von Kehje Sewen zu genießen.

Misri wurde am 4. November 2006 im Alter von vier Jahren von Samarindas Naturschutzbehörde zum BOS Rettungszentrum Samboja Lestari gebracht. Vermutlich wurde Misri illegal als Haustier gehalten.

Bei seiner Ankunft in Samboja Lestari begann Misri sofort mit seiner Quarantäne, gefolgt von einem mehrjährigen Besuch in der Waldschule. Bis 2010 hatte Misri alle Stufen der Waldschule abgeschlossen und wurde auf die Vorauswilderungsinsel Vier geschickt, wo er die letzte Rehabilitationsstufe abschließen sollte. Auf der Insel entwickelte sich Misri zu einem begeisterten Entdecker und Nahrungssammler, gleichzeitig ist er Menschen gegenüber ziemlich gleichgültig geworden.

Nach der langjährigen Rehabilitation wird der 17-Jährige mit heranwachsenden Wangenwülsten als einziger Orang-Utan-Mann in dieser Auswilderungsgruppe bald wild und frei den Wald von Keje Sewen erkunden.

Jack wurde bereits am 7. April 2004 in Banjur Baru, einer Stadt in Südkalimantan, aus illegaler Privathaltung gerettet und nach Nyaru Menteng verbracht. Zu der Zeit war er zwei Jahre alt und wog knapp sechs Kilo. Nach seiner Quarantänezeit absolvierte er erfolgreich alle drei Stufen der Waldschule, so dass er Anfang November 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island umziehen konnte. Damit bewältigte er seine letzte Etappe vor der endgültigen Freiheit.

Während dieser Zeit entwickelte er seine Überlebensfähigkeiten weiter und zeigte sich als aufgeweckter Erforscher seiner Umwelt. Jack befreundete sich auch mit seiner Artgenossin Sisil, die schon im September 2018 ausgewildert wurde. Man sah die beiden oft gemeinsam bei der Futtersuche und wie sie die Insel erkundeten.

Nach eineinhalb Jahrzehnten der Rehabilitation ist der mittlerweile Siebzehnjährige bereit, in die wilden Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya entlassen zu werden, wo er hoffentlich seine Freundin Sisil wieder treffen wird.

Lyeka gelangte am 21. Juli 2008 im Alter von zehn Monaten und mit einem Gewicht von gut vier Kilo nach Nyaru Menteng. In einer gemeinsamen Aktion von BOS und der regionalen Naturschutzbehörde

wurde sie aus illegaler Gefangenschaft befreit. Sie vollendete ihre Waldschul-Ausbildung und konnte Anfang November 2016 auf die Vorauswilderungsinsel Salat Island umziehen. Dort fiel sie rasch durch ihre Wachsamkeit und ihre Abneigung gegenüber Menschen auf.

Nach fast 11 Jahren Rehabilitation in Nyaru Menteng ist die nunmehr Zwölfjährige für neue Abenteuer in den Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya.

Die Forstpolizei brachte Melisa im Juli 2010 zur Station Nyaru Menteng. Zu der Zeit war sie viereinhalb Jahre alt und wog knapp zehn 10 Kilo. Wie alle Neuankömmlinge durchlief auch Melisa erst eine Quarantänezeit. Recht schnell absolvierte sie alle Stufen der Waldschule. Anfang August 2017 kam sie nach Salat Island, wo sie sich mit einer Reihe von anderen Orang-Utans anfreundete und lebhaft ihre Umgebung erforschte.

Nach neun Jahren der Rehabilitation zeigt Melisa, dass sie alle Fertigkeiten beherrscht, die sie zum Überleben im Dschungel benötigt. Bald schon wird sie ein neues Leben als wilder Orang-Utan im Wald von Bukit Baka Bukit Raya beginnen.

Tingky wurde am 25. August 2007 einem Dorfbewohner aus Zentralkalimantan weggenommen, der sie illegal als Haustier hielt. Als sie nach Nyaru Menten kam, war sie 18 Monate alt und wog neun Kilo. Nach der Quarantäne folgte wie üblich die Waldschule. Anfang April 2017 konnte Tingky nach Salat Island umziehen, wo sie ihre Fertigkeiten für ein Leben in der Wildnis vervollkommnete.

Mit nunmehr dreizehn Jahren ist Tingky bereit, die Wälder des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya als echter, wilder Orang-Utan zu erforschen.

Auch Trixie kam aus illegaler Privathaltung zu BOS. Am 10. August 2007 erreichte sie Nayru Menteng, 18 Monate alt und fünfeinhalb Kilo schwer. Nach Absolvierung aller Stufen der Waldschule kam sie endlich nach Kaja Island, wo sie sich rasch an die schon fast natürliche Umgebung anpasste und eine gesunde Abneigung gegen Menschen entwickelte. Trixie ist jetzt 14 Jahre alt und bereit ihr neues Leben als wilder Orang-Utan im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu beginnen.

Pandaran konnte im Alter von etwa zwei Jahren in Zentralkalimantan aus illegaler Privathaltung befreit werden. Am 8. Februar 2006 kam sie mit ihren damals knapp sieben Kilo in die Station Nyaru Menteng.

Nach der üblichen Quarantäne und der Absolvierung aller Stufen der Rehabilitation in der Waldschule durfte sich Pandaran ab Mitte Mai 2014 unter schon naturnahen Bedingungen auf der Vorauswilderungsinsel Palas bewähren. Knapp vier Jahre später, am 19. April 2018 zog sie nach Kaja Island um. Pandaran war immer eher eine Einzelgängerin, allerdings von überraschend sanftmütiger Wesensart. Davon abgesehen erwies sie sich als ausgesprochen neugierig und entwickelte sich zu einer exzellenten Nahrungssucherin.

Pandaran ist jetzt 16 Jahre alt und bereit, sich an der wahren Freiheit im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya zu erfreuen.

Lasa und seine Mutter „Mama Lasa“ wurden am siebten August 2007 vom Cikananga- Wildtierrettungszentrum in Westjava zu BOS nach Zentralkalimantan geflogen. Das Mutter-Kind-Paar erreichte Nayru Menteng, als Lasa gerade einmal fünf Monate alt war.

In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters von Mama Lasa schien es geboten, die beiden sofort auf eine Vorauswilderungsinsel zu bringen. Zuvor musste das Paar natürlich die übliche Quarantänezeit durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie nicht etwa Krankheiten einschleppten. Mitte Mai 2014 zogen sie auf die Insel Palas um und schließlich am 19. April 2018 nach Bangamat Island. Auf den Inseln, unter naturnahen Bedingungen, erlangte Lasa rasch seine Unabhängigkeit und besitzt nunmehr alle notwendigen Fähigkeiten, um in der Wildnis zu überleben.

Aus dem Baby wurde ein gutaussehender, mittlerweile zwölfjähriger Orang-Utan-Mann mit schmalen Augen und einer breiten Stirn. Er wird bald seine neue Heimat im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya erkunden und dort als wahrer, wilder Orang-Utan leben.

Romeo wurde im Juli 2006 aus den Händen eines Ölpalm-Plantagenarbeiters in Zentralkalimantan gerettet. Bei seiner Ankunft in Nyaru Menteng war er fünf Jahre alt und wog 16 Kilo. Nach der üblichen Quarantänezeit entwickelte Romeo seine Fähigkeiten in der Waldschule und bewohnt seit Anfang November 2016 die Vorauswilderungsinsel Salat Island.

Dort beansprucht er ein beträchtliches Gebiet und geriet dabei in Konkurrenz zu Rizki, einem anderen dominanten Männchen. Zwischen den beiden kommt es, wann immer sie sich treffen, zu bedrohlichen Ruf-Duellen. Körperliche Auseinandersetzungen vermeiden sie allerdings.

Romeo ist jetzt 18 Jahre alt und wird bald den echten, wilden Wald kennenlernen, wenn er erst im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya ausgewildert ist.

Im Alter von vier Jahren konnte das Orang-Utan-Mädchen Anna Friel aus der illegalen Privathaltung eines Bewohners aus Balikpapan in Ostkalimantan gerettet. Am 21. Mai 2015 kam sie nach Samboja Lestari.
Dort hatte sie zunächst große Probleme sich an ihre neue Umgebung anzupassen. In Quarantäne aß Anna Friel nur Bananen und trank Milch. Etwas anderes wollte sie nicht. Außerdem war sie lieber alleine und wollte nicht mit den anderen Orang-Utans spielen. Nachdem sie mit der Waldschule begonnen hatte, wurde sie offener und knüpfte erste Freundschaften. Im Jahre 2017 zog Anna Friel auf die Vorauswilderungsinsel, auf der sie sich zu einer großen Entdeckerin entwickeln konnte. Eine besondere Begabung zeigte sie im Sammeln von Nahrung und im Nestbau.

Anna Friel ist mit ihren acht Jahren bereit für das Leben im Regenwald. Nun wird sie in ihr neues Zuhause, den Kehje Sewen Schutzwald einziehen.
Als 400. Orang-Utan, den die BOS Foundation seit 2012 auswildern konnte!

Edgar kam am 7. März 2013 in Samboja Lestari an. Da war er gerade einmal 18 Monate alt. Ein Bürger aus Sebulus in Ostkalimantan hielt in für zehn Monate illegal als Haustier. Er sagte, er habe Edgar allein und mutterlos auf einem gerodeten Waldstück gefunden.
Bei BOS durchlief auch Edgar den üblichen Rehabilitationsprozess: Quarantäne, Waldschule und schließlich die Vorauswilderungsinsel. Hier hat er sich zu einem unabhängigen und dominanten Männchen entwickelt.
Nach sechs Jahren bei BOS kann Edgar nun in der Wildnis von Kehje Sewen zeigen, was er alles gelernt hat und dass er ein wilder Orang-Utan ist.

Elder kam am 1. September 2011 in Samboja Lestari zur Welt. Ihre Mutter Egi starb wenige Wochen nach Elders Geburt an Tuberkulose. Sofort wurde Elder ebenfalls untersucht und lebte für sechs Monate in Quarantäne. Glücklicherweise war sie gesund. Im Waldkindergarten begann sie dann endlich Ausbildung. Im Alter von zwei Jahren durfte Elder in die Waldschule wechseln. Dort lernte sie alle überlebensnotwendigen Fähigkeiten und schloss ihre Ausbildung 2018 erfolgreich ab. Seitdem lebt Elder auf einer Vorauswilderungsinsel. Sie ist schnell zu einer wilden Orang-Utan-Dame herangewachsen und nun bereit ausgewildert zu werden.
Mit ihren jungen sieben Jahren wird Elder nun das erste Mal in ihrem Leben im Regenwald zuhause sein.

Am 24. Februar 2012 übergab die Behörde des Kutai Nationalparks die dreijährige Mori an BOS. Ein Bewohner Sangattas hatte sie illegal als Haustier gehalten.
Nachdem sie die Quarantäne überstanden hatte, konnte ihre Rehabilitation im Rettungszentrum Samboja Lestari beginnen. 2017 war Mori dann soweit um auf die Vorauswilderungsinsel Juq Kehje Island zu ziehen. Dort musste sie aufgrund einer Anämie behandelt werden. Nach ihrer Genesung entwickelte sie sich zu einer unabhängigen und wilden Orang-Utan-Dame.
Nach sieben Jahren bei BOS wird die nun zehnjährige Mori ihren letzten großen Schritt machen. Sie wird in den Regenwald von Kehje Sewen ausgewildert.

Lito wurde am 3. März 1998 von BOS nach Samboja Lestari geholt. Ein Bewohner Samarindas in Ostkalimantan fand ihn wohl alleine auf einem Feld.

Im Rettungszentrum angekommen zeigte Lito noch wilde Verhaltensweisen, litt jedoch unter Hepatitis B. Nach jahrelanger Behandlung war der junge Orang-Utan endlich gesund und konnte seine Rehabilitation fortsetzen.

Nach seinen 21 Jahren bei BOS heißt es für Lito nun, Abschied zu nehmen und endlich das Leben zu führen das für ihn bestimmt ist. Der große, 26-jährige Orang-Utan-Mann Lito ist jetzt ein Bewohner des Regenwaldes.

Am 18. März 2001 kam Laila nach Samboja Lestari. Vorher lebte sie im Ragunan Zoo in Jakarta. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade einmal fünf Jahre alt, dennoch aber zu aggressiv, um die Waldschule besuchen zu können. Deshalb verbrachte Laila nach der Quarantäne ihre ersten Tage im Sozialisierungskomplex der Rettungsstation. 2018 schloss die Orang-Utan-Dame dann ihre Rehabilitation erfolgreich ab.

Mit 23 Jahren ist sie nun bereit für den Schritt in die Freiheit. Ihre erlernten Fähigkeiten werden Laila im Kehje Sewen Schutzwald ein großartiges Leben ermöglichen.

Am 15. März 2007 wurde Zakir an BOS übergeben. Man hielt ihn in Samarinda, Ostkalimantan, illegal als Haustier. In beide Ohren hatte man dem gerade einmal Dreijährigen Piercings gestochen. Seine Rehabilitation in Samboja Lestari verlief erfolgreich und er wurde immer unabhängiger, bis er schließlich zu einem dominanten Männchen herangewachsen war. Mit seinen 15 Jahren ist er nun bereit, die Weiten des Kehje Sewen Schutzwaldes zu erkunden und endlich in Freiheit zu leben.

Gino ist am 6. August 2006 im zarten Alter von etwa einem Jahr nach Samboja Lestari gekommen. Ein Dorfbewohner in Ost-Kalimantan erzählte der BOS Foundation, er habe ihn auf einer Holzeinschlags-Fläche gefunden. In Samboja Lestari durchlief Gino erst die Quarantäne, dann die Waldschule und schließlich den Umzug auf eine Vorauswilderungsinsel. Mittlerweile ist aus dem kleinen Orang-Utan-Kind ein erwachsener, vierzehnjähriger Menschenaffe geworden. In seiner Zeit bei BOS wurde Gino in seinen Verhaltensweisen stetig wilder und ist jetzt endlich bereit für den Weg in die Freiheit.

Wie Petak wurde auch Komo aus dem illegalen Besitz von Dorfbewohnern in Ostkalimantan gerettet. Am 24. September 2002, dem Tag seiner Rettung, war Komo etwa vier Jahre alt. In Samboja Lestari folgt nach Quarantäne, Waldschule und Vorauswilderungsinsel nun endlich der Schritt in die Freiheit. Komo ist dafür bereit, denn er ist ein sehr selbstbewusster, starker und ruhiger Orang-Utan-Mann geworden, der die Anwesenheit von Menschen verabscheut. Der nunmehr 21-Jährige wird seine neue Freiheit genießen.

Schon am 9. August 1998 kam die damals zweijährige Petak nach Samboja Lestari. BOS rettete sie aus privater Haltung in einem Dorf in Ostkalimantan. Nach ihrer Quarantänezeit absolvierte sie 2009 die Waldschule und siedelte auf eine der Vorauswilderungsinseln um. Dort entwickelte sich Petak zu einer eigenständigen, liebevollen Orang-Utan-Dame. Oft sah man sie zusammen mit dem Mutter-Kind-Paar Merlin und Marlon. Mit ihren 22 Jahren ist Petak nun bereit für ihr Leben in der Wildnis des Kehje-Sewen-Schutzwaldes.

Bevor Tristan am 4. Februar 2007 befreit wurde, war er von einem Einwohner des Dorfes Petak Bahandang im Katingan Verwaltungsbezirk (Zentralkalimantan) gefangen gehalten worden. Ein Team von Mitarbeitern der BOS Foundation und der Naturschutzbehörde BKSDA befreiten Tristan aus seiner Gefangenschaft. Er war vier Jahre alt und wog 8 Kilogramm, als er ins BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng kam.

Nach seiner Quarantäne konnte Tristan an der Waldschule teilnehmen, wo er alle Stufen absolvierte. Am 3. November 2016 durfte er seine letzte Rehabilitationsphase auf einer Vorauswilderungsinsel von Salat Island starten, wo er alle Fähigkeiten, die er während seiner Waldschuljahre erlernt hatte, übte und verfeinerte. In Salat verbrachte Tristan viel Zeit alleine und entwickelte sich zu einem unabhängigen Orang-Utan mit hervorragenden Fähigkeiten in der Nahrungssuche. Er wurde auch als einer der besten Entdecker der Insel bekannt.

Tristan ist jetzt 16 Jahre alt und wiegt 50,45 Kilogramm. Nach zwölf Jahren Rehabilitation ist dieser hübsche Bursche mit wachsenden Backenwülsten bereit, die Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks als wilder Orang-Utan zu erkunden.

Rosidin wurde am 30. Januar 2019 in Pulang Pisau (Zentralkalimantan) gerettet. Er ist ungefähr 20 Jahre alt und zeigte völlig wildes Verhalten. Die Gegenwart von Menschen ist ihm sehr zuwider. Das macht er durch wiederholte Kusslaute deutlich, die sein Missfallen ausdrücken. Rosidin hat breite Backenwülste, einen dichten Bart und ist auf dem linken Auge blind.

Das BOS-Rettungsteam brachte Rosidin nach Nyaru Menteng, wo er die nötige Pflege bekommen konnte. Nach zwei Monaten in unserer Einrichtung ist Rosidin jetzt wieder bereit, das Waldleben zu genießen. Dieser wilde Orang-Utan wird nun in die sicheren Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks umgesiedelt.

Paijah wurde am 7. April 2010 von einem Einwohner aus Sampit (East Kotawaringin Regency, Zentralkalimantan) gerettet. Als sie in das BOS-Schutzzentrum Nyaru Menteng kam, war sie sechs Jahre alt, wog 20 Kilogramm und hatte eine schwere Verletzung auf ihre Stirn

Nach überstandener medizinischer Behandlung und Quarantäne absolvierte Paijah alle Stufen der Waldschule. Sie wurde am 5. April 2017 nach Salat Island verlegt, wo sie die Chance nutzte, ihre Überlebensfähigkeiten in einer natürlichen Umgebung zu verbessern. Dort bewies sie hervorragende Fähigkeiten in der Futtersuche, einen aufmerksamen Charakter und umfassenden Einsatz im Erkunden der Insel.

Paijah ist jetzt 15 Jahre alt und wiegt 39,7 Kilogramm. Nach den langen Jahren der Rehabilitation ist Paijah bereit, in die Wälder des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu ziehen.

Danida wurde am 5. September 2006 von einem Arbeiter auf einer Palmölplantage in East Kotawaringin (Zentralkalimantan) gerettet. Danida kam in einem erbärmlichen Zustand – dehydriert und stark untergewichtig – im BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng an. Damals war sie gerade mal vier Monate alt und wog nur 1,9 Kilogramm.

Nachdem sie sich erholt und die Quarantäne durchlaufen hatte, begann Danida in der Waldschule und arbeitete sich durch jede Phase der Rehabilitation. Am 3. November 2016 zog sie auf eine der Vorauswilderungsinseln von Salat Island, um die Abschlussphase ihrer Rehabilitation zu absolvieren. Während ihrer Zeit auf der Insel entwickelte sich Danida zu einem wachen, begeisterten und unternehmungslustigen Orang-Utan-Weibchen, die die Gegenwart von Menschen mied.

Danida ist jetzt 13 Jahre alt und wiegt 25,9 Kilogramm. Nach mehr als einem Jahrzehnt in der Rehabilitation ist Danida nun bereit, wild und frei in den Wäldern des Bukit Baka Bukit Raya Nationalparks zu leben.

Buntok wurde in der Stadt Buntok (South Barito Regency, Zentralkalimantan) gerettet. Sie war erst 18 Monate alt und wog acht Kilogramm, als sie am 5. März 2009 im BOS-Rettungsszentrum Nyaru Menteng eintraf.

Nach langjähriger Rehabilitation in der Waldschule wurde Buntok am 28. Mai 2017 nach Salat Island umgesiedelt, um die letzte Phase ihrer Ausbildung zu durchlaufen. Auf der Vorauswilderungsinsel Salat Island wurde Buntok im Februar 2018 Mutter eines Jungen, den wir Borneo genannt haben.

Leider hatte der kleine Borneo durch Kontakt mit Rengas, einer lokalen Pflanze, die einen aggressiv-sauren Saft produziert, einen schweren Hautausschlag erlitten. Auch Buntoks Haut war von dem Saft verletzt worden, sodass Mutter und Sohn zur Behandlung zurück ins Rettungszentrum geholt werden mussten.

Nachdem sich auch Borneo komplett erholt hatte, wurden er und seine Mutter am 2. Juni 2018 auf die Vorauswilderungsinsel zurückgebracht, um ihre Ausbildung abzuschließen. Beide zeigten hervorragende Fortschritte und wurden nach kurzer Zeit für die Auswilderung freigegeben.

Buntok ist jetzt zwölf Jahre alt und wiegt 55,7 Kilogramm. Ihr Sohn Borneo ist nun zwölf Monate alt und drei Kilogramm schwer. In den Wäldern des Nationalparks Bukit Baka Bukit Raya können Mutter und Kind jetzt das Leben in Freiheit genießen.