20 Jahre Borneo Orangutan Survival Deutschland

Am 16. April 2001 unterzeichneten zwölf engagierte Menschen das Gründungsprotokoll für einen neuen Verein - Borneo Orangutan Survival Deutschland war geboren. Seither ist viel passiert. Das Bewusstsein der Menschen für die Problematik der Regenwaldzerstörung und Artenvernichtung ist gestiegen. Doch es gibt noch viel zu tun.

Hand in Hand für den Artenschutz

Der Artenschutz hat die Aufgabe, die Vielfalt an Tieren und Pflanzen auf der Welt zu bewahren und ihre Lebensräume zu schützen. Ein großes Vorhaben, dass wir nur gemeinschaftlich bewerkstelligen können. Für die nächsten drei Termine haben wir das Jane Goodall-Institut Deutschland an unserer Seite.

Seien Sie dabei! Alles was Sie brauchen, ist ein internetfähiger Rechner oder ein Smartphone. Nach Ihrer Anmeldung bekommen Sie die Zugangsdaten rund 24 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail zugesandt. Wir freuen uns darauf, Sie bei unserem gemeinsamen Event begrüßen zu dürfen. Sie sind herzlich willkommen, dabei zu sein.




 

21. Juni, 19 Uhr - Die enge Verwandtschaft von Menschen und Menschenaffen mit Dr. Isabelle Laumer und Dr. Hjalmar Kühl.

Hier geht es zu der Anmeldung

Dr. Isabelle Laumer ist Primatologin und Kognitionsbiologin an der University of California Los Angeles. Sie untersucht in ihrer Forschungsarbeit seit knapp zehn Jahren Werkzeuggebrauch, Sozialverhalten, und Intelligenz bei Menschenaffen und Kakadus. Es macht ihr große Freude ihr Wissen zu teilen und dazu beizutragen diese wundervollen, so selten gewordenen Tiere zu schützen. Aktuell ist sie an der University of California Los Angeles, wo sie an einem Projekt über Spiel, Freude und Humor bei Orang-Utans und anderen Menschenaffen forscht. Dr. Isabelle Laumer ist bei BOS für generelle wissenschaftliche Fragen zu Orang-Utans zuständig und unterstützt den Verein seit 2020 bei der Medienarbeit und zu entsprechenden Fachfragen.




 

Dr. Hjalmar Kühl ist Nachwuchs-Forschungsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) im Bereich Evolutionäre und anthropozäne Ökologie. Er arbeitet für ein besseres Verständnis der Dynamik der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen in gekoppelten sozial-ökologischen Systemen, sowie für die Entwicklung wirksamer Management Strategien. Er erforschte in Leipzig, wie sich die Lebensräume von Menschenaffen im Gleichgewicht halten lassen. „Darüber hinaus deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die große Verhaltensvielfalt, die bei Schimpansen beobachtet wurde, nicht auf eine lokale genetische Anpassung zurückgeführt werden kann. Schimpansen sind, ähnlich wie Menschen, auf Verhaltensflexibilität angewiesen, um auf Veränderungen in ihrer Umwelt zu reagieren“.




 

 

23. Juni, 19 Uhr - Die Rolle des Menschenaffen als Indikator für Biodiversität mit Dr. Barbara Fruth und Dr. Maria Voigt.

Hier geht es zu der Anmeldung

Prof. Dr. Barbara Fruth (Max-Planck-Institute of Animal Behavior - Centre for Research and Conservation/KMDA - Liverpool John Moores University) ist Verhaltensökologin und Zoologin. Seit 30 Jahren untersucht sie Bonobos in ihrem natürlichen Lebensraum, dem tropischen Tieflandregenwald der Demokratischen Republik Kongo. Sie interessiert sich für die Rolle der Bonobos in diesem Habitat, in dem Produzenten und Konsumenten, Jäger und Gejagte, in einem labilen Gleichgewicht stehen. Sie sucht nach Wegen, nachhaltige Schutzmaßnahmen im Einvernehmen mit der lokalen Bevölkerung umzusetzen. Um dies zu ermöglichen, gründete sie mit Gleichgesinnten den Verein Bonobo Alive e.V., dem sie seit 2011 vorsteht. Derzeit baut sie eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie auf, mit deren Hilfe sie das einmalige Langzeitprojekt fortsetzen und ein besseres Verständnis der Interaktionen ausgewählter Arten erlangen möchte.




 

Dr. Maria Voigt (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)) ist Naturschutzbiologin und Primatologin mit Interesse an durch den Menschen verursachte Umweltveränderungen und deren Auswirkungen auf Biodiversität und Artenschutz in den Tropen. Während ihrer Promotion untersuchte Maria Voigt die Bedrohung der Orang-Utans auf Borneo und schätzte anhand von Feldbeobachtungen und statistischen Modellen den Rückgang der Art. In ihrer jetzigen Arbeit prognostiziert sie, wie sich der Lebensraum in Indonesien und Malaysia in Zukunft ändern könnte und erforscht wie Menschen und Orang-Utans koexistieren- und wie Schutzmaßnahmen verbessert werden können.




 

 

25. Juni, 18 Uhr - Best practice“-Beispiele für gelungenen Artenschutz mit Robert Risch und Dr. Lilian Pintea

Hier geht es zu der Anmeldung

Robert Risch ist Vorstand und Geschäftsführer des Vereins „Rhino and Forest Fund e.V.“ (RFF), den er 2009 mit gründete. Der Verein setzt sich für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein und arbeitet dafür mit anderen Nichtregierungsorganisationen, Behörden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der lokalen Bevölkerung zusammen. Bislang konnte der RFF im malaysischen Bundesstaat Sabah auf Borneo in Kooperation mit lokalen Behörden bereits Tausende Hektar gefährdete Waldgebiete retten und Schutzgebieten angliedern, private Plantagenflächen erwerben, um sie zu renaturieren und viele Tausend Bäume pflanzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Vernetzung fragmentierter Schutzgebiete, die für das Überleben der bedrohten Flora und Fauna Borneos von besonderer Bedeutung sind.




 

Dr. Lilian Pintea ist der Vizepräsident für Naturschutzwissenschaften am Jane Goodall Institute (USA) und besitzt mehr als 25 Jahre Erfahrung im Einsatz von Geotechnologien für den Schutz von Schimpansen, anderen Wildtieren und deren Lebensräumen. Er ist für den wissenschaftlichen Bereich des Instituts verantwortlich und unterstützt die verschiedenen Abteilungen und Länderbüros mit seinem Wissen. Außerdem nutzt er gezielte Forschungen, Analysen und innovative Technologien, um die Herausforderungen im Bereich Naturschutz zu bewältigen und die Mission des JGI zu unterstützen. Dr. Pintea gilt als Pionier bei der Anwendung innovativer Geodaten-Technologien und hat bereits auf zahlreichen Konferenzen Vorträge gehalten, darunter Rio + 20, den IUCN World Conservation Congress, den Eye on Earth Summit, Esri-Nutzerkonferenzen und Google Geo for Good.




 

 

 

Der Welt-Orang-Utan-Tag

19. August 2021: Wir feiern zusammen den Welt-Orang-Utan-Tag




 

Referentinnen und Referenten, Programm und Anmeldemöglichkeiten folgen.