7. Februar 2022

Quo Vadis? Ein Ausblick auf die Regen­wälder im Jahr 2022

Die Abhol­zung im Amazo­nas­ge­biet ist auf dem höchsten Niveau seit 2015. Rohstoff­preise schnellen in die Höhe und bieten einen verhee­renden Anreiz für den Anbau von Palmöl. Die Ambi­tionen von US-Präsi­dent Joe Biden für eine andere Klima­po­litik drohen an der ameri­ka­ni­schen Realität zu schei­tern. Gleich­zeitig wächst der Druck auf Politik und Wirt­schaft, die tropi­schen Wälder dieser Erde als „grüne Lunge“ zu erhalten. Dabei wird auf „natur­ba­sierte Lösungen“ wie Natur­schutz und Wieder­auf­fors­tung gesetzt. Das zurück­lie­gende Jahr könnte sich als schick­sal­haft für die tropi­schen Regen­wälder der Welt erweisen. Wir wagen einen Rück- und Ausblick.

Hat COVID zu einer Atem­pause für die Wälder geführt?

Manche hatten gehofft, dass die Covid-Pandemie der wirt­schaft­li­chen Ausbeute der Natur eine Atem­pause verschafft. Doch es ist zu befürchten, dass genau das Gegen­teil der Fall ist: Damit die Wirt­schaft während der Pandemie nicht komplett zum Erliegen kommt, wurden beispiels­weise in Ländern wie Indo­ne­sien und Brasi­lien die Umwelt­auf­lagen gelo­ckert, um die Agrar­in­dus­trie zu fördern. Welche Auswir­kungen das mittel­fristig auf die Wälder hat, wird sich noch zeigen.

Die Pflanzenwelt in den tropischen Regenwäldern ist einzigartig
Die Pflan­zen­welt in den tropi­schen Regen­wäl­dern ist einzigartig

Rohstoff­preise entscheiden über die Nutzung von Waldflächen

Die Rohstoff­preise sind seit ihrem Tief­punkt während der ersten Welle der Pandemie im März 2020 stark ange­stiegen. Ende 2021 lag der Preis für Palmöl 109 % über dem Niveau von April 2020, für Soja­bohnen 53 %, für Kautschuk 44 % und für Rind­fleisch 34 %. Stei­gende Rohstoff­preise sind oft der Anreiz dafür, Wälder zu roden und auf den Flächen Nutz­pflanzen anzu­bauen. Es ist zu befürchten, dass dies zu groß­flä­chigen Abhol­zungen führen wird, um beispiels­weise indus­tri­elle Baum­plan­tagen und neue Infra­struk­tur­pro­jekte zu fördern. Manche Regie­rungen, die im letzten Jahr unter gerin­geren Einnahmen und höheren Ausgaben gelitten haben, werden daran inter­es­siert sein, die Produk­tion von export­ori­en­tierten Rohstoffen anzukurbeln.

Drama­ti­sche Abhol­zung im Amazonasgebiet

Brasi­liens Regie­rungs­chef Jair Bolso­naro treibt den Kahl­schlag des Regen­waldes weiter voran. Dafür stellt er sich gegen Umweltschützer:innen, indi­gene Völker und Wissenschaftler:innen. Gesetze, die die Umwelt schützen, werden aufge­weicht und durch solche ersetzt, die die Abhol­zung von Wäldern aktiv fördern. Bolso­naros Regie­rungs­zeit ist geprägt von der konse­quenten und drama­ti­schen Abhol­zung des Regen­waldes im Amazonasgebiet.

Die Regenwälder werden für wirtschaftliche Interessen abgeholzt
Die Regen­wälder werden für wirt­schaft­liche Inter­essen abgeholzt

Im Herbst dieses Jahres wird in Brasi­lien eine neue Regie­rung gewählt. Doch was ist zu erwarten, wenn Bolso­naro dabei nicht als Gewinner hervor­geht? Sein Gegen­kan­didat könnte Luiz Inácio Lula da Silva sein, der in seiner ersten Amts­zeit Anfang der 2000er Jahre extrem hohe Abhol­zungs­raten zu verant­worten hatte. Im Jahr 2004 setzte er dann Reformen in Kraft, die zu einem histo­ri­schen Rück­gang der Abhol­zung bis 2012 beitrugen.
2022 steht eine weitere wich­tige Entschei­dung an, sofern der Oberste Gerichtshof Brasi­liens diesen Fall wieder aufnimmt: die Anhö­rung im Fall „Marco Temporal“. Danach dürfen indi­gene Völker ein Gebiet für sich bean­spru­chen, wenn sie beweisen können, dass sie vor Inkraft­treten der brasi­lia­ni­schen Verfas­sung bereits dort gelebt haben. Eine wegwei­sende Entschei­dung über Land­rechte und für die Zukunft der indi­genen Völker Brasiliens.

Indo­ne­sien zwischen wirt­schaft­li­chen Inter­essen und indi­genen Landrechten

Die Entwal­dung in Indo­ne­sien geht seit 2016 leicht zurück. Doch es ist wahr­schein­lich, dass sich dieser Trend im Jahr 2022 umkehrt. Grund dafür sind einige Entschei­dungen der indo­ne­si­schen Regie­rung. So ist im vergan­genen September das Mora­to­rium ausge­laufen, das die Vergabe neuer Palm­öl­kon­zes­sionen regle­men­tiert hatte. Es sollte dem Regen­wald eine Art Atem­pause verschaffen, um den gesamten Markt zu evalu­ieren und neue Bedin­gungen für den Anbau von Palmöl zu defi­nieren. Mit Ablauf des Mora­to­riums endete auch die Atem­pause. Gleich­zeitig förderte die Regie­rung Maßnahmen, die die Nach­frage nach Biokraft­stoffen und land­wirt­schaft­li­chen Flächen erhöht haben. So hat die indo­ne­si­sche Regie­rung die Beimi­schung von Biodiesel zu fossilem Diesel deut­lich ange­hoben. Dadurch soll die Abhän­gig­keit von Rohöl­im­porten verrin­gert und die wegbre­chende Nach­frage nach Palmöl aus Europa kompen­siert werden. Denn die Förde­rung von Biodiesel aus Palmöl läuft hier bis 2030 aus.

Orang-Utans gehören zu den Leidtragenden, wenn der Regenwald verschwindet
Orang-Utans gehören zu den Leid­tra­genden, wenn der Regen­wald verschwindet

Der Verlust von Regen­wald durch Brände ist in Indo­ne­sien grund­sätz­lich ein immer wieder­keh­rendes großes Problem. Aufgrund der fort­schrei­tenden Degra­die­rung von Torf­ge­bieten und Tief­land­wäl­dern besteht in Indo­ne­sien immer die Gefahr von Feuern. Die Wahr­schein­lich­keit für kata­stro­phale Brände ist in El-Niño-Jahren am größten. Derzeit rechnet die National Oceanic and Atmo­s­pheric Admi­nis­tra­tion (NOAA) aller­dings nicht mit einer Rück­kehr von El Niño im Jahr 2022.

Auch auf dem indo­ne­si­schen Teil der Insel Neuguinea werden wich­tige Weichen gestellt: Die Zentral­re­gie­rung hat für Papua und West-Papua Pläne zum Ausbau von Straßen, Minen und indus­tri­eller Land­wirt­schaft voran­ge­trieben. Doch auf Ebene der Provinz­re­gie­rungen gab es Wider­stand gegen diese Pläne — und damit gegen die Palm­öl­in­dus­trie. So bewirkten eine Reihe von Gerichts­ur­teilen, dass lokale Gemeinden ihr zuvor enteig­netes Land zurück­er­hielten. Es ist zu erwarten, dass die Gemeinden in Papua — und in ganz Indo­ne­sien — weiterhin darauf drängen werden, dass ihre Land­rechte von der Regie­rung offi­ziell aner­kannt werden.

Das größte Bauvor­haben ist jedoch zwei­fels­frei der Umzug der Haupt­stadt Indo­ne­siens auf die Insel Borneo. Nusantra soll die neue Haupt­stadt heißen. Hinter­grund des Umzugs ist, dass die aktu­elle Haupt­stadt Jakarta langsam im Meer versinkt. Rund 35 Millionen Menschen leben in der Metro­pol­re­gion, Staus, Smog sind an der Tages­ord­nung. Und weil Jakarta fast zur Hälfte unterm Meeres­spiegel-Niveau liegt, kommt es immer wieder zu Über­schwem­mungen. Mit dem Umzug nach Borneo müssten rund 6000 Hektar Wald gerodet werden.

17 Prozent aller Vogelarten weltweit leben in Indonesien
17 Prozent aller Vogel­arten welt­weit leben in Indonesien

Wie geht es weiter mit den Verpflich­tungen aus 2021?

Im Jahr 2021 gab es zum Beispiel beim Glas­gower Klima­gipfel (COP26) viel­ver­spre­chende Zusagen in Bezug auf die Wälder. Darunter auch die Zusage, mehr Geld für den Schutz und die Wieder­her­stel­lung der Wälder bereit­zu­stellen. Aller­dings sind solche Verspre­chen in der Vergan­gen­heit immer wieder geschei­tert, wie zum Beispiel die New Yorker Erklä­rung zu den Wäldern aus dem Jahr 2014. Zu einer nennens­werten Redu­zie­rung der Abhol­zung konnte sie nicht beitragen. Wird es dieses Mal anders sein? Zweifel ist berech­tigt. So hat beispiels­weise Indo­ne­sien, das ein Drittel der welt­weiten Regen­wälder beher­bergt, auf dem Klima­gipfel die Verein­ba­rung unter­zeich­netet, die Entwal­dung bis 2030 zu beenden. Doch schon wenige Tage später machte die indo­ne­si­sche Regie­rung einen Rück­zieher und stellte klar, dass die eigene Inter­pre­ta­tion der Zusage weniger absolut sei als „die voll­stän­dige Been­di­gung der Abholzung“.

Diese Verpflich­tungen stehen jetzt im Fokus:

  • Fast 14 Tage lang haben 141 Staaten bei der COP26 um neue Ziele im Kampf gegen die Klima­krise gerungen. Am Ende stand ein Klima­paket, das die Staaten zu deut­lich mehr Ehrgeiz verpflichtet, das 1,5‑Grad-Ziel zu errei­chen. Ein zentraler Aspekt der Verpflich­tung sieht vor, die Zerstö­rung von Wald­ge­bieten zu stoppen. Doch was heißt das genau? Welche Art von Folge­maß­nahmen werden wir im Jahr 2022 tatsäch­lich sehen?
     
  • In der Erklä­rung der Staats- und Regie­rungs­chefs haben sich die Länder zum Schutz und zur Wieder­her­stel­lung von Wäldern und anderen Ökosys­temen verpflichtet. Diese Länder machen mehr als 90 % der welt­weiten Wald­fläche aus. Sie tragen eine große Verant­wor­tung. Wird die Erklä­rung von Glasgow, die recht­lich nicht bindend ist, genauso wenig bewirken wir die New Yorker Erklä­rung? Oder wird es doch sinn­volle Fort­schritte geben?
     
  • Auf der COP26 sagten Geber aus dem privaten und öffent­li­chen Sektor finan­zi­elle Unter­stüt­zung von rund 19,2 Milli­arden Dollar für indi­gene Land­be­sitz- und Wald­be­wirt­schaf­tung zu. Ein Teil davon – 1,7 Milli­arden Dollar – fließen in Bemü­hungen, den Wald­ver­lust umzu­kehren. Einige der indi­genen Führer sind jedoch skep­tisch, wie sich dies auswirken wird. Die meisten früheren Finanz­hilfen gingen nicht an indi­gene Orga­ni­sa­tionen und Gemein­schaften, sondern an zwischen­ge­schal­tete Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen, Regie­rungs­be­hörden und regio­nale Banken. Das minderte die Effi­zienz der Gelder erheb­lich. Auch fehlt es an Trans­pa­renz und der Möglich­keit nach­zu­ver­folgen, was genau mit dem Geld passiert. Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen und Jour­na­listen werden sehr genau im Auge behalten, ob das Geld bewegt wird und wohin es fließt. Regie­rungen müssen wissen, dass es eine wach­sende Bewe­gung von Gemein­schaften, Orga­ni­sa­tionen und Akti­visten an vorderster Front für Klima­ge­rech­tig­keit gibt.
     
  • Verschie­dene Konsum­gü­ter­un­ter­nehmen, Super­märkte, Banken und Fonds­ma­nager haben sich verpflichtet, die Entwal­dung in ihren Liefer­ketten und bei ihren Inves­ti­tionen zu berücksichtigen.
 Entlang von Flussläufen leben viele Tiere
Entlang von Fluss­läufen leben viele Tiere

Über­ein­kommen über die biolo­gi­sche Vielfalt

Nach mehr­fa­cher Verschie­bung soll die 15. Konfe­renz zur „UN-Konven­tion über die biolo­gi­sche Viel­falt“ (CBD) nun vom 25. April bis 8. Mai 2022 im chine­si­schen Kunming statt­finden. Die Konfe­renzen gehen zurück auf einen völker­recht­li­chen Vertrag von 1992, der regelt, wie die Staaten die biolo­gi­sche Viel­falt unserer Erde erhalten können. Um konkrete Stra­te­gien dafür zu entwi­ckeln, treffen sich die Unter­zeichner der Konven­tion regel­mäßig auf einer Confe­rence of the Parties (COP).

Für die Konfe­renz in diesem Früh­jahr wird erwartet, dass die Vertre­te­rinnen und Vertreter der teil­neh­menden Staaten ein globales Rahmen­werk für die biolo­gi­sche Viel­falt entwerfen und verab­schieden. Dieses Abkommen könnte erheb­liche Auswir­kungen auf die welt­weiten Hotspots der biolo­gi­schen Viel­falt, einschließ­lich der tropi­schen Wälder, haben. Eine wich­tige Rolle wird dabei auch das „30x30“-Konzept spielen: Es sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 mindes­tens 30 % der Erde zu Natur­schutz­ge­bieten erklärt werden.

Die giftige "Bornean Keeled Pit Viper"
Die giftige “Bornean Keeled Pit Viper”

Die Ökosys­tem­leis­tungen der Wälder nehmen ab

Jähr­lich erho­bene Daten belegen, dass die Tropen­wälder durch Abhol­zung, Degra­die­rung und Frag­men­tie­rung sowie zuneh­mende Dürren und Brände ihre Fähig­keit verlieren, Kohlen­stoff zu binden. Auch gibt es mehr Anzei­chen für ökolo­gi­sche Verän­de­rungen in den Wäldern — zum Beispiel wandern Arten, die für trocke­nere Über­gangs­wälder charak­te­ris­tisch sind, in tradi­tio­nell tropi­sche Wald­le­bens­räume im südli­chen Amazo­nas­ge­biet ein. Wir können davon ausgehen, dass im Jahr 2022 weitere Forschungs­er­geb­nisse veröf­fent­licht werden, die diese Trends weiter dokumentieren.

Das Torfmoor von Mawas von oben
Das Torf­moor von Mawas von oben

Muss U.S.-Regierung von Klima­zielen abrücken?

Bei den nächsten Zwischen­wahlen in den USA wird erwartet, dass die Repu­bli­kaner mindes­tens eine Kammer des US-Kongresses wieder besetzen. Das könnte die Ambi­tionen der Regie­rung Biden, den Klima­wandel zu bekämpfen und Umwelt­in­itia­tiven im Ausland zu unter­stützen, zunich­te­ma­chen. In der Vergan­gen­heit war der Umwelt­schutz manchmal ein partei­über­grei­fendes Thema, das trotz der Blockade in anderen Berei­chen voran­ge­trieben werden konnte. Aber im gegen­wär­tigen poli­ti­schen Klima in den Verei­nigten Staaten ist die partei­über­grei­fende Zusam­men­ar­beit nicht mehr gefragt.

Kohlen­stoff­märkte zwischen Netto-Null und Kompensation

Um den Klima­wandel zu stoppen und die globalen Tempe­ra­turen zu stabi­li­sieren, müssen die Netto­emis­sionen welt­weit auf Null redu­ziert werden. Im Rahmen des Pariser Abkom­mens haben sich Regie­rungen auf der ganzen Welt darauf geei­nigt, dass sie anstreben, bis 2050 Netto-Null-Emis­sionen zu errei­chen. Heißt: ein Gleich­ge­wicht zwischen der Menge der produ­zierten und der der Atmo­sphäre entzo­genen Emis­sionen zu errei­chen. Dabei lässt das „Netto-Null“-Konzept zu, dass einige Emis­sionen über Null liegen, solange sie an anderer Stelle ausge­gli­chen werden. Es gilt, was unterm Strich dabei rauskommt.

Was Konzerne und große Natur­schutz­un­ter­nehmen „natur­ba­sierte Lösungen“ nennen, ist jedoch in der Realität eher ein bein­hartes Geschäfts­mo­dell als ein sinn­voller Beitrag zum Klima­schutz. Die vermeint­li­chen Lösungen nutzen Lebens­räume von indi­genen Völkern, Bauern und anderen wald­ab­hän­gigen Gemein­schaften für den Ausgleich von Umwelt­ver­schmut­zungen durch Konzerne. Die Inter­essen der Unter­nehmen führen immer wieder zu Enteig­nungen derer, denen das Land gehörte. Ein lukra­tives Geschäft.

Der Regenwald wird wirtschaftlich ausgebeutet
Der Regen­wald wird wirt­schaft­lich ausgebeutet

Dennoch: Das Abkommen hat zu einer Welle von Netto-Null-Verpflich­tungen geführt. Sie haben den Preis für Emis­si­ons­gut­schriften auf den höchsten Stand seit Jahren getrieben und dem Markt für natur­schutz­be­zo­gene Emis­si­ons­gut­schriften neues Leben einge­haucht. Wenn sich dieser Trend fort­setzt, könnte er einen starken wirt­schaft­li­chen Anreiz für Natur­schutz­pro­jekte und Geschäfts­mo­delle bieten, die auf dem Verkauf von Kompen­sa­tionen basieren.

Doch das Konzept des Kohlen­stoff­aus­gleichs sieht sich erheb­li­chem Gegen­wind durch eine wach­sende Zahl von Kriti­kern ausge­setzt. Sie argu­men­tieren, dass der Ansatz nicht genug dazu beiträgt, die übli­chen Geschäfts­prak­tiken zu ändern. Die Debatte über Kompen­sa­tionen wird uns in der nächsten Zeit noch beschäftigen.

Wieder­her­stel­lung von Ökosystemen

Im Juni 2021 riefen das Umwelt­pro­gramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Ernäh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tion (FAO) die UN-Dekade zur Wieder­her­stel­lung von Ökosys­temen aus. Ziel: In den nächsten zehn Jahren mindes­tens eine Milli­arde Hektar geschä­digter Flächen wieder­her­zu­stellen. Der Zeit­punkt war günstig: Das Inter­esse an der Anpflan­zung von Bäumen, der Ökosystem-Wieder­her­stel­lung und der Wieder­be­wal­dung hat in den letzten Jahren stark zuge­nommen. Wenn die Kohlen­stoff­märkte weiterhin in Schwung bleiben (siehe vorhe­rigen Punkt), könnten sie diesen Bemü­hungen in naher Zukunft Auftrieb geben.

Der seltene Nashornvogel lebt u.a. auf Borneo
Der seltene Nashorn­vogel lebt u.a. auf Borneo

Auffors­tungs­pro­jekte von BOS

Mit unseren Auffors­tungs- und Rena­tu­rie­rungs­pro­jekten in Mawas oder der Umwand­lung von Ölpal­men­plan­tagen in Sabah hin zu einem Wild­tier­kor­ridor leistet BOS einen wich­tigen Beitrag im Kampf gegen den Klima­wandel. Machen Sie mit!

BOS baut Staudämme zur Wiedervernässung der Moore
BOS baut Stau­dämme zur Wieder­ver­näs­sung der Moore

 

Quelle: https://news.mongabay.com/2022/01/rainforests-in-2022-a-look-at-the-year-ahead/