Das Herz der Schülerinnen und Schüler der Bienen-AG der IGS Ludwigshafen Gartenstadt schlägt nicht nur für die geflügelten Honigsammlerinnen, sondern auch für Orang-Utans. Bereits zum zweiten Mal übernimmt die Bienen-AG eine Patenschaft für unsere Jeni. Finanziert aus dem Verkauf ihrer selbstgegossenen Kerzen aus Bienenwachs. In diesem Jahr fließt zusätzlich ein großer Spendenbetrag in den Neubau unserer Klinik für Nyaru Menteng. Und das, obwohl die AG 2025 selbst einen herben Schlag hinnehmen musste.
Das ganze Jahr über hegen und pflegen die 14 Schülerinnen und Schüler der Bienen AG an der IGS LuGa unter der Anleitung von Doris Wambsganß ihre Bienenstöcke im Schulgarten. Seit drei Jahren ist die engagierte Gruppe schon gemeinsam aktiv. Die selbstgegossenen Kerzen aus Bienenwachs verkaufen sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit – in der Schule, aber auch auf Märkten in der Region.
Die selbstgegossenen Bienenwachskerzen……erfreuen sich an der IGS LuGa großer BeliebtheitAußerdem wurde in der Kantine gearbeitet
Unterstützung bekamen die Bienenfreunde ab August auch von der Garten AG. Gemeinsam haben sie Schichten in der Schulkantine übernommen, um weitere Spenden für ihre Jeni-Patenschaft zu sammeln. Sagenhafte 600 € haben die Schülerinnen und Schüler so zusammenbekommen: 300 € für Orang-Utan-Waise Jeni, die die AG seit Ende 2024 mit einer Patenschaft begleiten, und 300 € für den Klinikneubau in Nyaru Menteng 2.
Ein herber Schlag zum Jahreswechsel
Dabei hatten die AGs von Doris Wambsganß selbst großes Pech. An Silvester zerstörte ein Schwelbrand in der Gartenhütte Materialien der Bienen und Garten AG im Wert von mehreren Tausend Euro. Ein schwerer Schlag für die jungen Naturschützerinnen und Naturschützer. Dank des Zusammenhalts der Schulgemeinschaft und der Spendenbereitschaft von Eltern und Mitbürgern konnte der Schaden ersetzt werden. So konnten die beiden AGs im Frühjahr wieder mit ihrer Arbeit beginnen.
Wir bedanken uns aus ganzem Herzen bei den Schülerinnen und Schülern der Bienen AG und bei Doris Wambsganß für ihre großartige Spendenaktion und die Unterstützung unserer Arbeit. Es macht uns Mut bei unserer Arbeit für die Orang-Utans, wenn wir sehen, mit wie viel Engagement gerade die junge Generation hinter uns steht.
In den Sozialen Medien ist Ute Bareiss als „Weltenbummelnde Autorin“ bekannt. Mit ihrem Mann umsegelt sie auf ihrem Katamaran Taimada seit 2002 die Welt. Bücherfreunde kennen sie als Thrillerautorin U. T. Bareiss oder unter dem Pseudonym Helen Paris, unter dem sie Wohlfühlromane veröffentlicht. Zuletzt erschien ihr Umweltthriller „Green Lies – Tödliche Ernte“, der auf Borneo spielt und mit dem die Autorin BOS Deutschland unterstützt. Darüber haben wir mit Ute Bareiss gesprochen.
Frau Bareiss, worum geht es in Ihrem aktuellen Thriller? Um grüne Lügen, Betrug und skrupellose Macher, die für Macht und Geld vor nichts zurückschrecken. Und darum, wie wichtig es ist, den Regenwald zu schützen, der die Heimat für solch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bietet. Es geht aber auch darum, dass man seine eigene Einstellung immer wieder überdenken muss und dass es nie zu spät ist, sich auf die richtige Seite zu begeben und Gerechtigkeit zu suchen.
Darum geht es in „Green Lies“:
Der Jurist David Kepler wähnt sich beruflich am Ziel, als er eine Spitzenposition bei Global Green Palm Oil erhält, die stolz ihr grünes Label für Nachhaltigkeit trägt und ihre Mitarbeiter in Luxus hüllt. In Borneo angekommen mehren sich jedoch die Zweifel an der Seriosität des milliardenschweren Konzerns. Bei einem Ausflug trifft er auf die Leiterin der Orang-Utan-Rehabilitationsstation Floriana Anders, die sich mit Leib und Seele für ihre Schützlinge einsetzt und dafür alles riskiert. Sie wirft seiner Firma Betrug und skrupellose Machenschaften vor. Zusammen mit ihr forscht David nach und bringt sich damit in höchste Lebensgefahr.
Vielen Dank, dass Sie den Orang-Utans und ihren Bedrohungen diese Bühne schenken. Wie kamen Sie eigentlich auf das Thema? Im Rahmen unserer ersten Weltumsegelung haben wir 2012 auch Indonesien besegelt und in dem Zug Borneo erforscht. Schon bei der Ankunft stießen wir auf Frachtschiffe, die bis oben hin mit Holzstämmen beladen waren. Die Hänge waren kahl, in der Luft hing der Smog des brennenden Regenwaldes. Wir besuchten die Orang-Utan-Station Tanjung Puting in Zentral-Kalimantan und sahen unsere ersten Orang-Utans. Der Gedanke, dass es diese wundervollen Tiere bald nicht mehr gibt, wenn wir Menschen so weitermachen, war mir unerträglich.
Das Thema Regenwaldabholzung und Palmöl hatte mich schon immer interessiert, aber wenn man die Auswirkungen mit eigenen Augen sieht, wird das Bedürfnis, etwas dagegen zu unternehmen, brennend.
Was war es, was Ihre Faszination für Orang-Utans ausgelöst hat? Ich liebe ihre Empathie, ihre Fürsorge, ihre Sanftheit und ihre Klugheit. Selbst zu sehen, wie sie Werkzeuge nutzen, ist wirklich beeindruckend. Von der Nutzung von Kräutern als Medikamente ganz abgesehen. Sie sind so stark, könnten sich gegen uns Menschen zur Wehr setzen, aber sie sind so friedliebend. Wenn man ihnen einmal in die sanften braunen Augen schaut, muss man einfach sein Herz verlieren.
Ihre Reise nach Borneo liegt zwölf Jahre zurück. Seither spielten Sie mit dem Gedanken, das Land zum Schauplatz einer Ihrer Bücher zu machen. Wieso hat es so lange gedauert, den Plan umzusetzen? Zum einen ging die Recherche wirklich an die Substanz. Nicht nur, was wir Menschen mit den Wäldern machen. Auch wie die Orang-Utans behandelt werden – man nimmt ihnen nicht nur ihre Heimat im Regenwald, sondern sie werden zur Bespaßung in enge Käfige gesperrt oder in Vergnügungsparks ausgebeutet. Es ist so grausam. Zum anderen hat es auch so lange gedauert, weil ich zuerst andachte, einen Verlag für das Buch zu begeistern. Obwohl ich extra versucht habe, das Thema in eine spannende Handlung zu packen, die auch Lesende fesselt, deren Hauptinteresse nicht im Umweltschutz liegt, waren die Verlage zögerlich. Der Schauplatz Borneo war ihnen zu exotisch, sie fürchteten, dass das Thema Palmöl zu wenige Fans findet. Nun liegt es also an mir, ein größeres Interesse zu wecken. Zum Glück zeigen die ersten Rückmeldungen, dass das Thema durchaus auch ein breiteres Interesse wecken kann.
Wie verlief Ihre Recherche? Nach unserem ersten Besuch auf Borneo habe ich über Orang-Utans recherchiert und bin auf Willie Smits und Borneo Orangutan Survival gestoßen. Ich wurde sofort Fördermitglied bei BOS, verfolgte gespannt alle Berichte über Auswilderungen und die Orang-Utans. Wir sind dann nochmals von Thailand aus zur Recherche nach Ost-Kalimantan gereist. Wir besuchten einige Nationalparks, wie den Wehea Nationalpark, sahen auch Orang-Utans in der Wildnis im Kutai Nationalpark und verbrachten einige Zeit in der BOS-Orang-Utan-Rehabilitationsstation Samboja Lestari. Auch ein Dorf der Dayaks, der Ureinwohner, besuchten wir und durften (als einzige auswärtige Gäste) bei einem ihrer größten jährlichen Feste, einer Art Erntedankfest, mitfeiern. Die Gastfreundschaft ist unglaublich.
Was hat Sie dazu bewogen, gerade BOS zu unterstützen? Bei unserem ersten Besuch in Tanjung Puting waren wir den Orang-Utans ganz nah, sie liefen frei auf der Station herum. Das ist natürlich spannend, dennoch war mir das Ganze zu sehr auf Tourismus ausgerichtet, vor allem, als auch noch ein Boot voller Kreuzfahrttouristen eintraf. Als ich von BOS las, dass hier der Fokus tatsächlich auf der Rettung der Orang-Utans liegt, war mir das doch viel sympathischer. In Samboja Lestari gibt es den nötigen Abstand zu den Tieren, und das ist gut so. Gerade diese Distanz hat mir diese so wertvolle Arbeit noch nähergebracht.
Wie unterstützen Sie BOS ganz konkret? Zum einen durch die Fördermitgliedschaft. Zum anderen mache ich bei meinen Lesungen, Bildervorträgen und Events, sowie auf Social Media, auf BOS und die wertvolle Arbeit aufmerksam. Es sind auch gemeinsame Aktionen, wie Anteile an den Buch- bzw. Hörbuchverkäufen geplant. In meinem Buch gibt es ein Nachwort von Daniel Merdes, dem Geschäftsführer von BOS Deutschland, sowie ein Bonuskapitel von BOS. Und auch das Logo prangt auf dem Buch.
Hatten Sie reale Vorbilder für Ihre Protagonisten in „Green Lies“? Die menschlichen Protagonisten selbst ähneln nicht wirklich realen Personen, „meine“ Orang-Utan-Rehabilitationsstation Kampung Kera (Dorf der Affen) habe ich jedoch nach dem Vorbild von Samboja Lestari gestaltet. Und all diese Menschen, die sich so selbstlos für den Schutz der Tiere und des Regenwalds einsetzen, und manchmal dabei ihr eigenes Leben gefährden, gibt es irgendwo in der Realität auf irgendeine Art. Leider sind auch viele der so grausamen Orang-Utan-Schicksale in „Green Lies – Tödliche Ernte“ wahren Begebenheiten nachempfunden. Zur Recherche diente mir hier das ganz großartige (leider vergriffene) Buch „Die Denker des Dschungels“, bei der auch Willie Smits mitgeschrieben hat. Die Grausamkeit macht so betroffen und weckte in mir das tiefste Bedürfnis, ein größeres Publikum darauf aufmerksam zu machen.
Es soll eine Fortsetzung von „Green Lies“ geben. Wird auch die auf Borneo spielen? Ja, es soll weitere Borneo-Thriller geben, zwei Folgebände sind fix in Planung. Leider gibt es noch viele Themen, bei denen die Natur auf grausame Weise zerstört wird. Natürlich wird auch die Orang-Utan-Rehabilitationsstation „Kampung Kera“ mit Floriana Anders und dem Juristen David Kepler auf der Suche nach Gerechtigkeit eine große Rolle spielen.
Vielen Dank an Ute Bareiss für dieses wunderbare Buch und die Möglichkeit, damit noch mehr Menschen auf das Schicksal der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans aufmerksam zu machen.
„Green Lies – Tödliche Ernte“ gibt es als E‑Book, Taschenbuch und gebundenes Buch (ISBN 978–94037-4701–9). Das Hörbuch folgt am 15.08. bei Audio4you.
Weil ihn das Schicksal der Orang-Utans so sehr berührt, will der achtjährige Eric nicht nur tatenlos zusehen. Er will helfen. Seine Idee, um Spenden zu sammeln: Kleine Straßenkonzerte auf seiner Blockflöte. Und damit konnte der Grundschüler schon viel bewirken.
Seit 13 Monaten steht der achtjährige Eric Lutz jeden Samstag in der Mannheimer Fußgängerzone vor seinem Elternhaus und gibt ein kleines Konzert auf seiner Blockflöte. Vor ihm liegt eine Mütze – der deutliche Hinweis, dass Eric sich über einen kleinen Geldbetrag der Passanten freuen würde. Doch Eric spielt nicht etwa, um sich sein Taschengeld aufzubessern. Er flötet, um damit Spenden für die Umwelt und die Natur zu sammeln. Vor allem für Orang-Utans und den Regenwald.
Ganz schön mutig! Eric bei einem seiner Straßenkonzerte in Mannheim
680 Euro hat er bereits gesammelt. Und alles gespendet. Dabei macht sich der Drittklässler auch ganz genau schlau, wem er sein Geld anvertraut und was damit geschieht. Denn vor allem möchte er etwas gegen die Zerstörung der Natur und das Aussterben der Tiere bewirken.
Aus erster Hand
Am liebsten schaut er sich im Fernsehen Naturdokus an. Dabei lernt er viel. Aber manchmal packt ihn auch die Verzweiflung, wenn er sieht, was der Mensch alles zerstört. Um ihm wieder Hoffnung zu schenken, meldete sich Erics Vater bei uns mit der Bitte, Eric einmal aus erster Hand von unserer Arbeit zu berichten. Das haben wir natürlich sehr gern getan. Und waren überwältigt, von den vielen schlauen Fragen und Gedanken, die den Achtjährigen beschäftigen.
Eric verschlingt alles, was er über Orang-Utans und ihren Lebensraum finden kann
Was fressen Orang-Utans? Wie viele gibt es noch? Wie viele Orang-Utans leben in den Rettungszentren? Was lernen sie in der Waldschule? Und vor allem: Warum sind sie bedroht? Als wir ihm erzählen, dass viele Menschen auf Borneo so arm sind, dass manche in ihrer Not auch Tiere wie Orang-Utans jagen, fragt er, ob man nicht Geld spenden kann, damit es den Menschen besser geht. Genau Eric! Denn wie der CEO der BOS Foundation immer wieder sagt: „Sprich nie mit hungrigen Menschen über Naturschutz!“ Also berichten wir ihm auch davon, wie BOS Menschen sichere Arbeit bietet oder in unseren Gemeindeentwicklungsprojekten neue Einkommensmöglichkeiten schafft.
Eric, Du hast uns wirklich sehr beeindruckt! Vielen Dank für Deinen Einsatz und Deinen Forschergeist. Du schenkst uns Hoffnung und Mut!
Als die siebenjährige Ida einen Film sieht, in dem es um Orang-Utans auf Borneo geht und wie Abholzung ihren Lebensraum bedroht, beschließt sie: Ich möchte helfen! Ihre Eltern unterstützen sie dabei.
In ihrer Nachbarschaft in Teltow, einem kleinen Ort südlich von Berlin, ist Ida ziemlich bekannt: Die Grundschülerin sitzt gerne mit einem Tischchen in der Einfahrt vor ihrem Haus und verkauft Dinge, zum Beispiel mit Mama gekochte Marmelade, aussortierte Spielsachen oder auch Steine, die sie gesammelt und bunt verziert hat. „Ida lässt sich viel einfallen und ist richtig geschäftstüchtig“, erzählt ihre Mutter Sylvia.
Bisher hat die Siebenjährige mit dem eingenommenen Geld ihr Sparschwein gefüttert, um sich irgendwann Mal von dem Geld einen Wunsch erfüllen zu können. Jetzt spendet sie einen Teil davon für den Schutz der letzten Orang-Utans auf Borneo. „Ich wünsche mir, dass die Tiere nicht aussterben!“, sagt sie.
Damit die Orang-Utans nicht aussterben
Alles beginnt damit, dass Ida mit ihren Eltern eine Dokumentation im Fernsehen sieht, in der es um die Abholzung des Regenwaldes geht und welche Folgen das für die dort lebenden Orang-Utans und andere Wildtiere hat. „Danach habe ich mich ganz doof gefühlt“, erinnert sich Ida. „Ich hab mir vorgestellt, dass die Orang-Utans bald kein Zuhause mehr haben. Das hat mich total beschäftigt.“
Gemeinsam mit ihrer Familie überlegt Ida, was sie denn tun könnte, um den Orang-Utans zu helfen. Mutter Sylvia recherchiert nach Schutzorganisationen, stößt auf BOS Deutschland und schreibt uns einfach an. Es folgt ein längeres Telefonat und schließlich ein dicker Briefumschlag per Post, gefüllt mit Infomaterialien über unsere Arbeit auf Borneo für die frisch gebackene Orang-Utan-Retterin Ida. Denn die hat eine tolle Idee: Ab sofort ist ihr kleiner Verkaufsstand in der Einfahrt auch ein Infostand für den Orang-Utan-Schutz.
Hier sammelt Ida Spenden für Orang-Utans
„Ida ist eigentlich eher schüchtern und introvertiert“, verrät uns ihre Mutter. „Aber durch ihre neue Aufgabe bemerken wir, dass sie viel mehr aus sich herauskommt und selbstbewusster wird.“ Gut informiert ist sie ebenfalls: Wenn Nachbarn an ihrem Verkaufsstand anhalten, erzählt Ida ihnen, was sie selbst dazu beitragen können, die letzten Orang-Utans zu schützen. Zum Beispiel auf Palmöl zu verzichten, da dessen Anbau eine der Hauptursachen dafür ist, dass Regenwald abgeholzt wird und Orang-Utans ihren Lebensraum verlieren. Die Zweitklässlerin hat auch schon in ihrer Schule Flyer verteilt.
Verliert nicht die Hoffnung!
Dass sie mit ihrem Herzensthema nicht bei allen sofort auf offene Ohren trifft, schreckt Ida kein bisschen ab: „Traut euch, auch etwas zu tun!“, ermutigt sie andere. „Verliert nicht die Hoffnung, dass wir etwas verändern können!“
Durch ihr Engagement und mit ihren Spenden für die BOS-Rettungszentren – bisher sind 37 Euro zusammengekommen – hat die Siebenjährige auf jeden Fall schon etwas zum Guten verändert.
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