Auf Expedition mit dem Biodiversitäts-Team im Kehje Sewen Wald: Jeder Schritt verfolgt dasselbe Ziel – sicherzustellen, dass der Wald bleibt und alles Leben darin weiterhin einen Ort hat, an den es zurückkehren kann.
Unter dem dichten Blätterdach des Kehje Sewen Waldes beginnt für eine Gruppe von Menschen noch vor Sonnenaufgang der Tag. Sie packen Verpflegung in ihre Rucksäcke, überprüfen ihre Ausrüstung. Wenig später brechen sie auf. Zu Fuß hinein in den Regenwald von Ost Kalimantan auf Borneo – einen Biodiversitäts-Hotspot und wichtigen Lebensraum für Orang-Utans.
Sie sind nicht auf der Suche nach Abenteuern, sondern nach Erkenntnissen. Denn bei der Gruppe handelt es sich um das Biodiversitäts-Team der BOS-Waldschutzfirma Restorasi Habitat Orangutan Indonesia (RHOI). Ihre Aufgabe: Orang-Utans beobachten, Nester dokumentieren und Daten über die Artenvielfalt des Waldes sammeln.
Unter dem dichten Blätterdach des Kehje Sewen Waldes
Dafür unternimmt das Team regelmäßig lange Märsche durch den Regenwald, streift durch unwegsames Gelände, nimmt Regen und schweißtreibende Hitze in Kauf. Denn ihre Arbeit ist entscheidend dafür, ob gerettete und ausgewilderte Orang-Utans langfristig in Freiheit überleben können. Und ob der Kehje Sewen Regenwald ihnen als Lebensraum erhalten bleibt.
Artenschutz auf Borneo: Teamarbeit im Regenwald
Die Expedition beginnt am frühen Morgen. Zunächst macht sich das Team auf den Weg zum Basislager, das im Waldgebiet der PT-RHOI-Konzession liegt. Der Weg dorthin ist lang. Während sie durch den Wald laufen, sprechen die Teammitglieder über andere Kolleginnen und Kollegen, die den Einsatz über Flüsse mit Booten unterstützen. Viele Menschen sind beteiligt, damit Expeditionen sicher durchgeführt werden können und Material zuverlässig ankommt. Natur- und Artenschutz funktioniert nur gemeinsam. Erst am späten Nachmittag erreichen sie den Lagerplatz. Zelte werden aufgebaut, Essen gekocht, die Arbeit für den nächsten Tag besprochen. Acht Personen gehören zur Expedition: vier Beobachter:innen, zwei Navigatoren, die zugleich Wege freischlagen, und zwei Mitarbeitende, die im Camp bleiben und sich um Verpflegung kümmern.
Monitoring von Orang-Utans und Biodiversität
Die Aufgaben sind klar verteilt. Das Post Release Monitoring (PRM) Team dokumentiert Orang-Utan-Nester und erfasst verschiedene Parameter wie Nesthöhe, Baumhöhe, Stammdurchmesser, Umweltbedingungen. Das Research-and-Biodiversity-Team sammelt Daten über Vogelarten an festgelegten Beobachtungspunkten.
Mit Klemmbrett im Regenwald: Das Biodiversitätsteam sammelt Daten
Jede dieser Beobachtungen liefert wichtige Informationen über den Zustand des Waldes und darüber, wie gut sich die ausgewilderten Orang-Utans an ihr Leben in Freiheit angepasst haben. Kehje Sewen ist eines der Schutzgebiete, in denen die BOS Foundation rehabilitierte Orang-Utans auswildert. Gemeinsam mit der Waldschutzfirma RHOI setzt sich die Organisation auch für den Erhalt und die Wiederherstellung von Regenwald – den Lebensraum der Orang-Utans – ein.
Schwierige Wege durch den Regenwald von Ost-Kalimantan
Am nächsten Morgen beginnt für das Team die eigentliche Arbeit. Ihr erstes Ziel ist Transektion L1, eine neue Route für Monitoring-Aktivitäten. Schnell wird klar, dass der Weg schwieriger ist als erwartet. Die Pfade sind sehr schmal, müssen immer wieder zuerst frei gemacht werden. Die Navigatoren gehen voraus und öffnen die Route, während die übrigen Teammitglieder aufmerksam die Umgebung beobachten.
Navigatoren öffnen die Trekkingrouten im unwegsamen Gelände
Das Gelände ist unwegsam, die Gruppe bewegt sich teilweise am Flussufer entlang, dann wieder steigt sie steile Hänge hinauf. Gegen 15 Uhr erreichen sie das Ende der Transektion. Plötzlich verändert sich das Wetter. Starker Wind kommt auf, kurz darauf setzt heftiger Regen ein. Aus Sicherheitsgründen entscheidet das Team, die Beobachtung abzukürzen und zum Camp zurückzukehren.
Ein riesiges Farnfeld wird zur Herausforderung
Auch am folgenden Tag bricht das Team erneut frühmorgens auf, eine andere Beobachtungsroute durch den Kehje Sewen steht auf dem Exkursionsplan. Anfangs wirkt die Strecke einfacher. Doch mitten im Wald stößt das Team auf ein riesiges Farnfeld, eingebettet in steiles Terrain. Kurz halten sie inne und bewundern die außergewöhnliche Szenerie. Dann geht es weiter – nur wie? Das GPS zeigt den Weg direkt durch die dicht an dicht stehenden, meterhohen Farne. Die Navigatoren versuchen, eine alternative Route zu finden, doch das Terrain ringsum ist unwegsam und gefährlich. So entscheidet sich das Team für den Weg durch das Feld. Mit der schweren Ausrüstung auf dem Rücken, müssen sich die Ranger durch schmale Lücken zwischen den Pflanzen schlängeln. Stunden vergehen. Und das Ende des Farnfeldes ist noch immer nicht in Sicht. Als es 15 Uhr wird, steht fest: Die Transektion kann an diesem Tag nicht abgeschlossen werden. Schweren Herzens entscheidet sich das Team zur Umkehr, um das Basislager zu erreichen, bevor es dunkel wird.
Warum Regenwaldschutz und Orang-Utan-Schutz so wichtig sind
Der Tag endet mit Erschöpfung und Enttäuschung. Doch auch das gehört zur Arbeit im Regenwald dazu. Denn Regenwaldschutz und Artenschutz besteht nicht nur aus Erfolgen. Nicht jede Route kann beendet werden, nicht jedes Ziel wird erreicht. Die BOS-Teams sind es gewohnt, sich immer wieder auf schwierige Bedingungen einzustellen: auf Wetterumschwünge und unwegsames Gelände, auf lange Wege und Rückschläge. Trotzdem setzen sie ihre Arbeit fort. Denn jedes erfasste Orang-Utan-Nest, jede Vogelbeobachtung, jede Baumkartierung, kurz: jeder Datensatz, zahlt ein in die Bemühungen, den Wald als Lebensraum zu bewahren.
Die Expedition ist wichtig, um den Lebensraum der Orang-Utans zu schützen
Oder wie das Team selbst es beschreibt: Jeder Schritt im Wald verfolgt dasselbe Ziel – sicherzustellen, dass der Wald bleibt und alles Leben darin weiterhin einen Ort hat, an den es zurückkehren kann.
Jetzt den Schutz der Orang-Utans und ihres Lebensraums unterstützen
Die Arbeit der Teams im Kehje Sewen Regenwald zeigt, wie aufwendig und wichtig der Schutz von Orang-Utans und tropischem Regenwald ist. Jede Unterstützung hilft dabei, Monitoring, Waldschutz und Auswilderungsprogramme langfristig fortzuführen.
Zu einer besonderen Begegnung kam es, als unsere Ranger im Kehje Sewen Wald in Ost-Kalimantan auf Patrouille waren. Während des Einsatzes gelang es dem Team, einen der endemischen Primaten Borneos zu beobachten, der für seine auffallend lange Nase bekannt ist: den Nasenaffen.
Der Nasenaffe (Nasalis larvatus) gehört zu den weltweit am leichtesten wiederzuerkennenden Primaten. Sein auffälligstes Merkmal ist die lange, herabhängende Nase, die besonders bei männlichen Tieren stark ausgeprägt ist. Diese einzigartige Nase spielt eine Rolle bei der Lautkommunikation und soll außerdem dabei helfen, Weibchen anzulocken.
Nasenaffen auf Borneo: eine endemische Primatenart
Das Fell der Nasenaffen ist auf dem Rücken rötlich-braun bis orange gefärbt, während die Bauchseite der Tiere meist heller ist. Ihre hellen Gesichter verleihen ihnen einen charakteristischen Ausdruck. Im Vergleich zu vielen anderen Affenarten sind Nasenaffen relativ groß. Ihre Körperlänge beträgt, ohne den langen Schwanz mit einzuberechnen, bereits 60 bis 75 Zentimeter.
Ein prächtiges Exemplar im Regenwald von Borneo | Foto: Martina Baral
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist ihr großer, rundlicher Bauch. Dabei handelt es sich um eine wichtige Anpassung, die ihnen hilft, Blätter zu verdauen, die einen großen Teil ihrer Nahrung ausmachen.
Lebensraum: Mangroven, Torfsumpfwälder und Flussufer im Regenwald
Als endemische Art kommen Nasenaffen ausschließlich auf der Insel Borneo vor, und zwar in den Regionen Kalimantan, Sabah und Sarawak sowie in einem kleinen Teil Brunei Darussalams.
Nasenaffen leben auf hohen Bäumen in der Nähe von Wasserquellen | Foto: Martina Baral
Dort leben sie typischerweise in Torfsumpfwäldern, Mangrovenwäldern und Flussauenwäldern, denn die Primaten sind angewiesen auf hohe Bäume in der Nähe von Wasserquellen, die ihnen Nahrung, Ruheplätze und Schutz vor Fressfeinden bieten. Gelegentlich kommen die Primaten allerdings auch in Tieflandwäldern vor, wenn dort ausreichend Wasser und dichte Vegetation vorhanden sind.
Nasenaffe, aufgespürt im Wald von Kehje Sewen
Dass auch im Kehje Sewen Nasenaffen heimisch sind, beweist erneut, was für ein Biodiversitäts-Hotspot dieser Wald ist: ein einzigartiges Ökosystem, das nicht nur Orang-Utans, sondern auch anderen, seltenen Primatenarten wie den Nasenaffen Lebensraum bietet.
Ernährung und Verhalten von Nasenaffen im tropischen Regenwald
Nasenaffen sind Pflanzenfresser, wobei junge Blätter den Hauptbestandteil ihrer Nahrung ausmachen. Darüber hinaus fressen sie Früchte, Samen und Blüten verschiedener Waldpflanzen.
Der kugelrunde Bauch ist charakteristisch für Nasenaffen | Foto: Martina Baral
Dass diese Primatenart über ein außergewöhnliches Verdauungssystem verfügt, lässt schon ihr großer, rundlicher Bauch erahnen. Dieser bietet Platz für einen mehrkammerigen Magen, der es ihnen ermöglicht, faserreiche Pflanzennahrung mithilfe mikrobieller Fermentation zu verdauen.
Nasenaffen leben meist in sozialen Gruppen, die typischerweise aus einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs bestehen. Sie sind tagaktiv und bewegen sich geschickt durch die Baumkronen des Waldes. Außerdem gelten sie als hervorragende Schwimmer und können Flüsse überqueren, um zwischen verschiedenen Revieren zu wechseln.
Fortpflanzung und Sozialverhalten
Innerhalb der sozialen Gruppen führt in der Regel ein dominantes erwachsenes Männchen mehrere Weibchen an. Die Fortpflanzung ist nicht streng an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Nach einer Tragzeit von etwa 166 Tagen bringt das Weibchen normalerweise ein einzelnes Jungtier zur Welt.
Nasenaffen leben in einem Familienverband | Foto: Martina Baral
Neugeborene Nasenaffen besitzen bläuliche Gesichter und dunkleres Fell als erwachsene Tiere. In den ersten Lebensmonaten sind die Jungtiere stark von ihren Müttern abhängig, bevor sie nach und nach lernen, selbst Nahrung zu suchen und mit anderen Gruppenmitgliedern zu interagieren.
Warum der Schutz der Nasenaffen und ihres Lebensraums so wichtig ist
Die Rote Liste der IUCN stuft den Nasenaffen derzeit als „stark gefährdet“ (Endangered) ein. Hauptursachen für den Rückgang der Art sind der Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung, die Umwandlung von Waldflächen in Plantagen sowie die Fragmentierung von Waldlandschaften. Die Begegnung mit einem Nasenaffen im Kehje-Sewen-Wald ist deshalb weit mehr als nur eine Tierbeobachtung. Sie erinnert daran, wie wichtig der Schutz der tropischen Regenwälder Borneos ist. Gemeinsam mit Orang-Utans, Waldvögeln und zahlreichen anderen Säugetieren sind Nasenaffen Teil eines eng miteinander verwobenen Ökosystems.
Im Gegensatz zu anderen, in Gruppen lebenden, Primaten, durchstreifen Orang-Utans den Regenwald die meiste Zeit ihres Lebens alleine. Neue wissenschaftliche Beobachtungen zeigen nun: Orang-Utan-Mütter nehmen zusätzliche Wege in Kauf und verzichten auf Zeit zur Futtersuche, damit ihre Kinder mit Gleichaltrigen spielen können. Auch die Post-Release Monitoring-Teams von BOS beobachten immer wieder solche Spieltreffen zwischen ausgewilderten Orang-Utans.
In den Baumkronen des Regenwaldes von Borneo begegnen sich zwei Orang-Utan-Weibchen. Ihre Kinder lösen sich von den Müttern und nähern sich einander an. Sie beginnen miteinander zu spielen, hangeln und klettern gemeinsam, testen dabei ihre Kraft und Geschicklichkeit.
Für die Jungtiere ist die Begegnung eine besondere Gelegenheit, denn Orang-Utan-Mütter bringen jeweils nur ein Junges zur Welt und ziehen es sechs bis acht Jahre lang alleine auf. In dieser Zeit versorgt und schützt die Mutter ihren Nachwuchs und vermittelt ihm all die Fähigkeiten, die er für ein selbstständiges Leben im Regenwald benötigt.
Warum Spieltreffen für junge Orang-Utans so wichtig sind
Gemeinsames Spiel ist für die Entwicklung junger Menschenaffen wichtig: Es trainiert ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten und hilft ihnen, soziale Beziehungen aufzubauen. Orang-Utan-Mütter scheinen deshalb aktiv dafür zu sorgen, dass ihre Kinder andere junge Orang-Utans treffen können.
Darauf deutet eine im Juni 2026 veröffentlichte Studie unter Leitung des Wildtierökologen Odd T. Jacobson vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie hin, die noch den Peer-Review-Prozess durchlaufen soll. An der Untersuchung beteiligt waren Forschende aus Deutschland, der Schweiz, Indonesien und den USA, deren Expertise Bewegungsökologie, Verhaltensbiologie, Primatologie, Kognitionsforschung, Ernährungsökologie und Orang-Utan-Langzeitforschung verbindet.
Weibliche Orang-Utans suchen der Studie zufolge gezielt Gebiete auf, in denen andere Mütter mit ähnlich altem Nachwuchs leben. Dabei zeigte sich den Forschenden ein deutliches Muster: Bereits vor den späteren Spielbegegnungen bewegten sich die Mütter in Richtung bestimmter Nachbarinnen. Anschließend führten ihre Wege wieder zurück. Das spricht dagegen, dass sich die Primaten lediglich zufällig begegneten.
Studie zeigt: Orang-Utan-Mütter planen Wege für Playdates
Auch das jeweilige Nahrungsangebot erklärte diese Bewegungen nicht. Die Mütter suchten die Nähe anderer Mutter-Kind-Paare unabhängig davon, wie viele Früchte gerade verfügbar waren. Für die zusätzlichen Wege mussten sie zudem einen Preis zahlen: Sie verbrachten weniger Zeit mit der eigenen Nahrungsaufnahme.
Die Forschenden sehen darin einen starken Hinweis darauf, dass Orang-Utan-Mütter bei ihren täglichen Entscheidungen nicht nur Schutz und Ernährung, sondern auch die sozialen Bedürfnisse ihrer Kinder berücksichtigen.
BOS Ranger beobachten Orang-Utan-Party im Kehje Sewen Wald
Von solchen Begegnungen berichten auch die Post-Release Monitoring (PRM) Teams von BOS. Ihre Aufgabe ist es, das Leben der rehabilitierten Orang-Utans nach der Auswilderung zu beobachten und unter anderem ihre Wege, ihre Nahrungssuche und ihr Sozialverhalten zu dokumentieren.
Der „Mütter-Club“ trifft sich zum Spielen: Lesan, Sayang und Teresa mit ihren drei Jungtieren
Bei einer Gelegenheit konnten die BOS-Ranger beobachten, wie die drei Mütter gemeinsam in einem großen Feigenbaum saßen, während der Nachwuchs durch das Geäst um sie herum kletterte und hangelte, eine Art freundschaftliches Tauziehen miteinander spielte und sich gegenseitig das Fell pflegte.
Was Spieltreffen über das Sozialverhalten von Orang-Utans verraten
Die sechsjährige Ayu bewegte sich einmal sogar mit Orang-Utan-Weibchen Sayang und ihrer etwa vierjährigen Tochter Padma ein Stück von ihrer eigenen Mutter weg zu einem benachbarten Baum, während diese ihr nur mit den Blicken folgte. Ayu verfolgte daraufhin mit großem Interesse, wie sich Sayang und Padma junge Blätter des Goldpflaumenbaumes schmecken ließen.
Padma und Ayu bei der Spiele-Party im Kehje Sewen Wald
Padma und Ayu bei der Spiele-Party im Kehje Sewen Wald
Einige Monate später begegnete das PRM-Team dem „Club der Mütter“ erneut und konnten beobachten, wie Padma den etwa gleichaltrigen Berani umarmte, während sie zusammen auf einem Ast saßen. Die Orang-Utan-Kinder schienen sich in der Gesellschaft der anderen während des Zusammentreffens sehr zufrieden und entspannt zu fühlen.
Orang-Utans leben einzelgängerisch – aber keineswegs unsozial
Die nun vorgelegte Studie – eine Analyse von 15 Jahren Felddaten zu 31 Mutter-Kind-Paaren – macht deutlich, dass auch bei einer überwiegend einzelgängerisch lebenden Menschenaffenart soziale Kontakte die alltäglichen Entscheidungen prägen können. Orang-Utan-Mütter schaffen ihrem Nachwuchs offenbar gezielt Gelegenheiten zum gemeinsamen Spiel mit Gleichaltrigen und wägen dabei dessen Entwicklungsbedürfnisse gegen den eigenen Zeit- und Energieaufwand ab. Die Forschenden sehen darin einen bislang wenig beachteten Aspekt mütterlicher Fürsorge: Sie besteht nicht nur darin, Nahrung, Schutz und überlebenswichtiges Wissen zu vermitteln, sondern kann auch bedeuten, soziale Erfahrungen aktiv zu ermöglichen.
Orang-Utans sind faszinierende, hoch entwickelte Lebewesen, über deren Verhalten und Zusammenleben wir noch längst nicht alles wissen. Umso wichtiger ist es, sie und ihren Lebensraum zu schützen – damit wir auch künftig von ihnen lernen können.
Nach seiner Auswilderung im November 2025 verschwand Orang-Utan Otan schnell im Regenwald des Bukit Baka Bukit Raya-Nationalparks auf Borneo. Als das Post-Release Monitoring-Team ihn dann schließlich endlich wieder einmal entdeckte, zeigte sich: Otan hat sich erfolgreich an sein Leben in Freiheit angepasst.
November 2025 markierte das glückliche Finale einer zehnjährigen Rehabilitation: Das junge Orang-Utan-Männchen Otan war im Februar 2015 gerettet worden, hatte in der BOS-Waldschule alles gelernt, was er für ein Leben in Freiheit brauchte, durfte 2023 auf die Vorauswilderungsinsel Bangamat umziehen und wurde schließlich im Bukit Baka Bukit Raya Nationalpark ausgewildert.
Seitdem war Otan aus dem Blickfeld verschwunden
Für unsere Ranger ist das zunächst nichts Ungewöhnliches. Ausgewilderte Orang-Utans sollen selbstständig leben. Und je unabhängiger sie werden, desto seltener lassen sie sich beobachten. Trotzdem blieb Otan Gesprächsthema im Team: Wie kam er wohl in seinem neuen wilden Zuhause zurecht? Gelang es ihm, genügend Nahrung zu finden? Wo versteckte er sich? Die Antworten auf diese Fragen lagen irgendwo im dichten Regenwald am Bemban-Fluss…
Wiedersehen mit dem ausgewilderten Orang-Utan
Der Morgennebel hing noch über den Baumkronen, als das PRM-Team eine seiner üblichen Patrouillen begann. Die Ranger kontrollierten Nahrungsbäume, suchten nach Spuren von Wildtieren und überprüften Bereiche, die häufig von ausgewilderten Orang-Utans besucht werden. Nichts deutete darauf hin, dass dieser Tag anders verlaufen würde als viele zuvor. Bis plötzlich zwischen den Ästen, nahe dem Ufer des Bemban-Flusses, eine vertraute Silhouette auftauchte. Vorsichtig näherte sich unser Team und war sich schnell einig: Es ist Otan!
Otan im Regenwald: Viele unterschiedliche Nahrungsquellen zu kennen, ist überlebenswichtig
Der junge Oran-Utan-Mann pflückte in aller Ruhe die Früchte eines Sangkuangs (Dracontomelon dao) und ließ sich nicht von den Menschen stören, die in ausreichender Entfernung ihren Beobachtungsposten eingenommen hatten.
Je länger unser PRM-Team Otan beobachtete, desto deutlicher wurde, wie sehr er sich seit seiner Auswilderung verändert hatte. Nicht nur war Otan ganz offensichtlich gesund und in bester Verfassung, er bewegte sich auch selbstsicher und kraftvoll durch den Wald und nutzte dabei unterschiedlichste Nahrungsquellen. Neben Sangkuang fraß er Früchte von verschiedenen Feigenbaumarten, von Clusiaceae-Arten und Annonengewächsen sowie weitere Pflanzenteile wie Orchideen, Baumrinde und junge Rattansprossen.
Wie Otan nach seiner Auswilderung im Regenwald lebt
In den ersten Monaten nach seiner Freilassung hatte Otan den Großteil seiner Zeit hoch oben in den Bäumen verbracht, wo er für unsere PRM-Teams nur schwer zu beobachten war. Nur über seinen implantierten Peilsender konnte er lokalisiert werden. Doch bei diesem Zusammentreffen wirkte er weitaus dynamischer: Er wechselte immer wieder zwischen den verschiedenen Ebenen des Waldes. Mal stieg er auf den Boden hinab, kletterte entschlossen über Sträucher und umgestürzte Baumstämme. Mal schwang er sich kraftvoll durch das Geäst der Baumriesen.
Otan – wild und frei im Nationalpark
Im Laufe des Tages legte er rund 1.200 Meter zurück. Für Menschen mag das keine außergewöhnliche Strecke sein. Für unser PRM-Team jedoch erzählt sie, zusammen mit den Beobachtungen des Tages, eine wichtige Geschichte: Die eines Orang-Utans, der seinen Lebensraum kennt und sich darin sicher und zielgerichtet bewegt.
Post-Release Monitoring: So begleitet BOS ausgewilderte Orang-Utans
Damit war die Sichtung Otans nach den vielen Wochen, in denen er abgetaucht war, eine wichtige und wertvolle Bestätigung: Otan ist gut in seinem neuen Lebensraum angekommen! Als sich der Tag dem Ende näherte und das Licht unter dem Blätterdach langsam schwächer wurde, kam auch Otan langsam zur Ruhe. Schließlich begann er, hoch oben in einem Baum Äste und Blätter zu verweben. Routine für einen wilden Orang-Utan – er baut sein Schlafnest für die Nacht.
Warum diese Beobachtung für den Orang-Utan-Schutz wichtig ist
Für unser PRM-Team endete damit ein besonders erfolgreicher Tag. Denn beim Post-Release Monitoring geht es nicht darum, einen Orang-Utan wiederzusehen. Es geht darum, sich durch Beobachtung davon zu überzeugen, dass der von BOS gerettete Orang-Utan während seiner Rehabilitation tatsächlich alle Fähigkeiten entwickelt hat, die er für ein selbständiges Leben braucht. Dass er nach seiner Auswilderung das freie und wilde Leben führt, für das er einst geboren wurde. An diesem Tag am Bemban-Fluss lieferte Otan dafür einen eindrucksvollen Beweis.
Der Schutz des Regenwaldes und der Orang-Utans geht nicht ohne die Menschen, die seit Generationen in und mit dem Wald leben. Indigene Gemeinschaften und lokale Dorfbewohner verfügen über ein einzigartiges Wissen über die Natur und spielen eine entscheidende Rolle für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
BOS arbeitet deshalb eng mit indigenen Gemeinschaften und lokalen Dörfern in Zentral- und Ost-Kalimantan zusammen. Ziel ist es, die Menschen vor Ort dabei zu unterstützen, ihre Wälder nachhaltig zu schützen, traditionelle Kenntnisse zu bewahren und gleichzeitig ihre Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
Der Regenwald ist Lebensraum, Apotheke und kulturelles Erbe
Für indigene Gemeinschaften ist der Regenwald weit mehr als ein Ort zum Leben. Er versorgt sie mit Nahrung, Baumaterialien und sauberem Wasser. Gleichzeitig ist er eine natürliche Apotheke und bewahrt jahrhundertealtes Wissen über Heilpflanzen und ihre Anwendung.
Regenwald auf Borneo: eine Schatzkammer der Natur
Doch viele dieser Gemeinschaften stehen unter zunehmendem Druck. Abholzung, großflächige Landnutzungsänderungen und unklare Landrechte gefährden sowohl den Regenwald als auch die Menschen, die von ihm abhängig sind. Deshalb unterstützt BOS rund 30 Gemeinden dabei, ihre Rechte an traditionellen Waldgebieten zu stärken, lokale Organisationen und Dorfgemeinschaften auszubauen, natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen und den Regenwald aktiv zu schützen und zu bewirtschaften. Naturschutz bedeutet dabei nicht nur den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Sicherung der Lebensgrundlagen der Menschen, die diese Wälder seit Generationen bewahren.
Traditionelles Wissen über mehr als 100 Pflanzenarten
Gemeinsam mit den Gemeinden wurden bislang rund 115 einheimische Pflanzenarten dokumentiert. Dazu gehören Heilpflanzen, Nutzpflanzen sowie andere Waldprodukte, die nicht der Holzgewinnung dienen.
Die Früchte der Parijoto (Medinilla speciosa) sind für ihre starke antioxidative Wirkung, ihren Reichtum an Vitamin C und ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt. Sie sind reich an Flavonoiden, Tanninen und Saponinen. Traditionell werden sie zur Senkung des Cholesterinspiegels, als natürliches Heilmittel bei Durchfall und zur Linderung von Mundgeschwüren verwendet.
Diese Pflanzen sind weit mehr als eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme. Sie stehen für lebendiges Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde und bis heute im Alltag Anwendung findet.
Melinjo hutan (Gnetum gnemon) ist äußerst vielseitig nutzbar: Die Kerne sind nahrhaft, reich an Stärke, Mineralien und den Vitaminen A und C. Sie können gekocht und als Gemüse verwendet werden. Die Samen, die eine antimikrobielle Wirkung haben, werden geröstet, zu dünnen Plätzchen geklopft, getrocknet und dann frittiert. Diese Chips sind als Emping bekannt. Die jungen Blätter und die Zapfen können als Gemüse zubereitet werden. Der Saft der Blätter gilt als Heilmittel bei Augenkrankheiten und aus der faserigen Borke werden seewasserbeständige Seile, Netze und Angelschnüre hergestellt.
Die Wurzelpflanze Akar Kuning (Fibraurea tinctoria) wird traditionell zur Behandlung von Entzündungen und Infektionen eingesetzt und gilt als stärkend für das Immunsystem. Kelakai (Stenochlaena palustris), ein Farn aus den Sumpfwäldern Borneos, wird aufgrund seines hohen Eisengehalts traditionell zur Vorbeugung von Blutarmut genutzt. Darüber hinaus werden ihm fiebersenkende, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Auch bei der Wundheilung sowie zur Unterstützung stillender Mütter spielt die Pflanze eine wichtige Rolle.
Nachhaltige Entwicklung durch den Schutz natürlicher Ressourcen
Die nachhaltige Nutzung von Heilpflanzen und anderen Waldprodukten schafft neue Perspektiven für die Menschen vor Ort. Indem traditionelles Wissen dokumentiert und weitergegeben wird, entstehen zugleich umweltverträgliche Einkommensmöglichkeiten.
Die indigenen Gemeinschaften schätzen Matan tingan (Baccaurea deflexa) vor allem wegen seiner essbaren Früchte. Die runden Früchte besitzen im Inneren Samen, die von einem saftigen, meist orangefarbenen Fruchtmantel umgeben sind. Aufgrund der Beliebtheit der Frucht wird der Baum von der Landbevölkerung nicht nur im Regenwald geerntet, sondern gezielt in Forstgärten kultiviert. Neben den Menschen dient die Pflanze auch der Tierwelt Borneos als wichtige Nahrungsquelle. Auch beim Orang-Utan stehen die Früchte auf dem Speiseplan.
So verbindet der Schutz des Regenwaldes ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele miteinander. Wenn die Menschen, die vom Wald leben, faire Mitspracherechte und Zukunftsperspektiven erhalten, profitieren sowohl die Natur als auch kommende Generationen.
Naturschutz funktioniert nur gemeinsam
Der langfristige Schutz des Regenwaldes gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die ihn seit Jahrhunderten kennen und bewahren. Deshalb setzt BOS auf einen inklusiven Naturschutzansatz, bei dem indigene Gemeinschaften und lokale Bevölkerung zu zentralen Partnern werden. Sie tragen nicht nur zum Erhalt der Wälder und der Artenvielfalt bei, sondern bewahren auch wertvolles traditionelles Wissen über Heilpflanzen und nachhaltige Ressourcennutzung – Wissen, das angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust heute wichtiger ist denn je.
Der Schutz der Orang-Utans, der Erhalt des Regenwaldes und die Stärkung der Menschen vor Ort gehören untrennbar zusammen. Denn nur ein gesunder Wald kann dauerhaft Leben, Artenvielfalt und Zukunft sichern.
Unser Post-Release Monitoring (PRM) Team konnte Orang-Utan-Mutter Manggo mit ihrem Nachwuchs Melki drei Tage im Schutzwald Bukit Batikap beobachten. Was auf den ersten Blick nach Alltag aussieht, gibt den Orang-Utan-Experten tiefe Einblicke in das soziale Lernen der Waldmenschen – und wertvolles Wissen für die künftige Rehabilitation, Auswilderung und Schutzarbeit.
Oft erzählt der Regenwald von Borneo seine Geschichten ganz leise. Man muss genau hinschauen und hinhören. Etwa wenn eine Orang-Utan-Mutter nahezu unsichtbar in den Baumkronen sitzt, mit leisem Rascheln eine Frucht pflückt, von jungen Blättern nascht oder Termiten aus einem morschen Baumstamm sammelt. Dazwischen immer wieder ruhig und sicher von Ast zu Ast klettert. Und dabei ganz dicht von ihrem Jungtier begleitet wird, das jede Bewegung beobachtet. Im Schutzwald Bukit Batikap in Zentral-Kalimantan auf Borneo hat unser PRM-Team drei Tage lang eine solche Geschichte beobachtet: die von Manggo und ihrem Kind Melki.
Warum das Monitoring ausgewilderter Orang-Utans so wichtig ist
Als das PRM-Team die beiden während einer Monitoring-Patrouille entdeckte, saßen sie auf einem Sangkuang-Baum (Dracontomelon dao) und futterten Früchte. Das Jungtier Melki wurde erstmals 2019 von unserem Team gesichtet und ist inzwischen rund sieben Jahre alt. Mama Manggo lebt seit mittlerweile 13 Jahren wild und frei im Regenwald von Bukit Batikap. Sie wurde im Februar 2013 gemeinsam mit ihrer Mutter Markisa der jüngeren Schwester Uli ausgewildert.
Stark und frei: Orang-Utan Manggo lebt seit 2013 im Bukit Batikap Wald
Manggos Start ins Leben war alles andere als gewöhnlich: Obwohl sie ihre ersten Lebensjahre bei BOS verbrachte, hatte sie das große Glück, gemeinsam mit ihrer Mutter aufwachsen zu können. Denn Manggo wurde auf einer der Vorauswilderungsinseln geboren. Von Mutter Markisa lernte sie, sicher zu klettern, Schlafnester zu bauen und essbare Früchte und Blätter im Regenwald zu erkennen.
Vom Rettungszentrum in die Freiheit: Manggos Weg zurück in den Regenwald
Schon vor ihrer Auswilderung fiel Manggo dem BOS-Team als neugierig, aktiv und wissbegierig auf. Jeden Tag erkundete sie den Wald aufs Neue. Sie galt als wenig dominant und äußerst anpassungsfähig. Ein Orang-Utan, der Situationen gut einschätzen kann. Heute bekommen diese Eigenschaften eine neue Bedeutung: Manggo gibt ihr Wissen als Mutter an Melki weiter. In den drei Tagen der Beobachtung bewies die Orang-Utan-Dame dem PRM-Team, dass sie ganz genau weiß, was sie tut — wie sicher sie sich im Wald bewegt, Nahrung findet und ihr Jungtier anleitet.
Was junge Orang-Utans von ihren Müttern lernen
Die erste Beobachtung der BOS-Ranger begann um die Mittagszeit. Manggo und Melki saßen im Sangkuang-Baum und futterten genüsslich dessen Früchte. Das PRM-Team konnte die Beobachtung bis zum Einbruch der Dunkelheit fortsetzen, als sich die beiden ein Schlafnest für die Nacht bauten. Der Tag der beiden Orang-Utans war vor allem von der Nahrungssuche bestimmt. Melki blieb dabei immer dicht bei der Mutter und imitierte ihr Fressverhalten.
Melki ist heute etwa sieben Jahre alt – fast schon bereit für ein eigenständiges Leben
Am zweiten und dritten Tag begleitete das Team Manggo und Melki vom Verlassen des Morgennestes bis zum Bau des neuen Nachtquartiers. Der wissenschaftliche Begriff dafür ist die Nest-zu-Nest-Methode.
Wieder dominierte das Fressen den Tagesablauf. Manggo suchte und fraß Sangkuang-Früchte, Hampaning-Früchte, Umbut (junge Palmtriebe), junge Lunuk-Blätter und Termiten. Wieder bewegte sich Melki an der Seite ihrer Mutter. So zeigte sich drei Tage lang ein ruhiges, stetiges Bild: eine Mutter, die ihren Alltag im Wald meistert, und ein Jungtier, das Schritt für Schritt begreift, wie dieser Alltag funktioniert.
Manggo bedient sich am Regenwaldbuffet. Der Speiseplan freilebender Orang-Utans ist äußerst vielseitig
Dabei bewiesen die beiden, wie vielfältig der Speiseplan eines Orang-Utans im Regenwald sein kann. Für die Rehabilitation eines geretteten Orang-Utans sind diese Kenntnisse einer der Indikatoren, ob der Primat bereit ist für die Auswilderung. Manggo hat diese Kenntnisse zwar direkt von ihrer Mutter erlernt, diese jedoch war selbst erst als Vierjährige aus illegaler Haustierhaltung gerettet worden. In der BOS-Waldschule wurde sie während zahlreicher Lektionen auf ihr Leben als wilder, freier Orang-Utan vorbereitet.
Nahrungssuche als Überlebenstraining für junge Orang-Utans
Beobachtungen wie diese sind für das Monitoring nach einer Orang-Utan-Auswilderung besonders wertvoll: Sie zeigen nicht nur, wo sich einzelne Tiere aufhalten. Sie geben darüber hinaus wichtige Hinweise auf Aktivitätsmuster, Ernährung, Gesundheitszustand und darauf, wie gut der rehabilitierte Orang-Utan an seinen Lebensraum angepasst ist. Bei Mutter-Kind-Paaren kommt ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: das soziale Lernen der nächsten Generation.
Was Orang-Utan-Mütter vormachen, ……ist für ihren Nachwuchs die wichtigste Lebensschule
Drei Tage mit Manggo und Melki zeigen deshalb mehr als einen Ausschnitt aus dem Leben zweier freilebender Orang-Utans im Regenwald von Borneo. Sie zeigen, warum Orang-Utan-Rettung, Rehabilitation, Auswilderung, Monitoring und Waldschutz zusammengehören. Nur wenn ihr Lebensraum geschützt bleibt, kann die Geschichte von Manggo und Melki weitergehen – von einer Orang-Utan-Generation zur nächsten.
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