Affen­starker Kindertag 2026 in Blaubeuren

Affen­starker Kindertag 2026 in Blaubeuren

Am Sonntag, den 20. September 2026, findet im Hof des Klos­ters Blau­beuren von 14 bis 17 Uhr wieder eine fröh­liche Feier zum Kindertag statt. Mit dabei ist auch wieder unsere BOS-Regio­nal­gruppe rund um Dr. Lisa Kern. An ihrem Stand erwartet kleine und große Besu­che­rinnen und Besu­cher eine tolle Spen­den­tom­bola und viele Infor­ma­tionen über Orang-Utans und wie man sie schützen kann. Und natür­lich ist auch das BOS-Maskott­chen vor Ort. 

Doch nicht nur unser großer Plüsch-Orang-Utan sorgt für einen affen­starken Kindertag in Blau­beuren. Zu Gast ist auch die Kinder­band „Andi und die Affen­bande“, die um 14:00 Uhr und um 15:30 Uhr auftreten wird. Außerdem im Angebot: Spiel­straße, Kinder­tat­toos, Kinder­schminken, Essens- und Getränkestände. 

Veran­staltet wird das Fest gemeinsam vom Kinder­schutz­bund Blau­beuren und dem Kultur­verein Blau­töne.

Preis­ge­krönter Orang-Utan-Film mit Filme­ma­chern und BOS Deutsch­land in Potsdam

Preis­ge­krönter Orang-Utan-Film mit Filme­ma­chern und BOS Deutsch­land in Potsdam

Wie lebt eine Orang-Utan-Mutter mit ihrem Nach­wuchs hoch oben in den Baum­kronen Borneos? Wie intel­li­gent sind Orang-Utans wirk­lich? Und was können wir tun, um ihren bedrohten Lebens­raum zu schützen?

Am Mitt­woch, den 16. September 2026, um 19 Uhr lädt das Film­mu­seum Potsdam im Rahmen der Ökofilm­ge­spräche zu einem beson­deren Kino­abend ein: Gezeigt wird der viel­fach ausge­zeich­nete Natur­film „Orang-Utans – Die unbe­kannten Menschen­affen“ von Jens West­phalen und Thoralf Grospitz.

Orang-Utans so nah wie nie

Der 89-minü­tige Film nimmt das Publikum mit in die Regen­wälder Borneos und begleitet unter anderem das Orang-Utan-Weib­chen Sati und ihre Tochter Huyan. Dabei eröffnet der Film Perspek­tiven, die es so in einem Natur­film über Orang-Utans bislang kaum zu sehen gab.
Mit moderner Droh­nen­technik gelangen die Kameras mitten hinein in die Baum­kronen. Die Tiere werden dabei aus der Vogel­per­spek­tive und auf Augen­höhe beob­achtet – beim Klet­tern, bei der Nahrungs­suche und im Umgang mitein­ander. So entstehen faszi­nie­rende Bilder aus einer Welt, die für Menschen norma­ler­weise kaum zugäng­lich ist. Auch der bemer­kens­werte Werk­zeug­ge­brauch und die erstaun­li­chen kogni­tiven Fähig­keiten der Orang-Utans werden sichtbar.

Doch der Film zeigt nicht nur die faszi­nie­rende Welt der Menschen­affen. Er macht auch deut­lich, wie drama­tisch der Lebens­raum der Orang-Utans durch die Zerstö­rung des Regen­waldes und die Ausbrei­tung von Palm­öl­plan­tagen unter Druck steht. Neben Orang-Utans begegnen wir dabei auch Malai­en­bären und Borneo-Zwergelefanten.

Viel­fach ausge­zeich­neter Naturfilm

Dass „Orang-Utans – Die unbe­kannten Menschen­affen“ zu den heraus­ra­genden Natur­filmen der vergan­genen Jahre zählt, zeigen die zahl­rei­chen natio­nalen und inter­na­tio­nalen Auszeichnungen.

Zu den wich­tigsten Preisen gehören:

• Deut­scher Natur­film­preis 2025 – Haupt­preis „Wildnis Natur“
• Heinz Siel­mann Film­preis 2025 beim Inter­na­tio­nalen Natur­film­fes­tival GREEN SCREEN
• Deut­scher Film­preis Biodi­ver­sität 2025 beim Natur­Vi­sion Film­fes­tival
• Best Wild­life Docu­men­tary bei den UK Film Awards
• Preis des Besten Kinder- und Jugend­films 2026 der Ökofilm­tour (ab 14 Jahren)

Film­ge­spräch mit den Machern – und BOS Deutschland

Nach der Film­vor­füh­rung stehen die Filme­ma­cher Jens West­phalen und Thoralf Grospitz persön­lich für ein Publi­kums­ge­spräch zur Verfü­gung.
Sie erzählen aus erster Hand, wie die außer­ge­wöhn­li­chen Aufnahmen in den Baum­kronen Borneos entstanden sind, wie man das Verhalten wilder Orang-Utans über lange Zeit beob­achtet und welche Heraus­for­de­rungen hinter einem solchen Natur­film stecken.

Auch Daniel Merdes, Geschäfts­führer von BOS Deutsch­land, wird als Gesprächs­gast in Potsdam dabei sein. Damit trifft an diesem Abend filmi­sche Perspek­tive auf prak­ti­schen Orang-Utan- und Regen­wald­schutz.
Mode­riert wird das Gespräch von Katrin Springer, Leiterin der Ökofilm­tour.

Wann? Mitt­woch, 16. September 2026, 19 Uhr
Wo? Film­mu­seum Potsdam, Breite Straße 1A, 14467 Potsdam
Eintritt? 5 Euro — Reser­vie­rung ist tele­fo­nisch unter 0331 – 271 81 12 oder online über das Film­mu­seum Potsdam möglich.

Das „süße“ Leid: Warum die Geschichte vom Makaken-Baby Punch nicht lustig ist

Das „süße“ Leid: Warum die Geschichte vom Makaken-Baby Punch nicht lustig ist

In den letzten Tagen gab es in den sozialen Netz­werken kaum ein Entkommen vor diesen Bildern: Ein winziges Makaken-Baby klam­mert sich verzwei­felt an einen Plüsch-Orang-Utan von IKEA. Die Rede ist von Punch, einem jungen Affen aus dem Ishi­kawa Zoo in Japan. Millionen Menschen liken, teilen und kommen­tieren die Aufnahmen. Doch was auf den ersten Blick wie eine herz­er­wär­mende Geschichte über Freund­schaft und Rettung wirkt, ist bei genauerem Hinsehen ein trau­riges Zeugnis unseres gestörten Verhält­nisses zu Wildtieren.

Der Weg vom Makaken-Baby Punch zum viralen Star

Makaken-Baby Punchs Start ins Leben war hart. Er wurde im vergan­genen Sommer geboren und kurz darauf von seiner Mutter verstoßen. Da kleine Makaken ein extremes Bedürfnis nach Körper­kon­takt haben, versuchten die Tier­pfleger die Lücke zu füllen – erst mit Hand­tü­chern, später mit dem mitt­ler­weile berühmten Stoff­tier. Da die Inte­gra­tion in seine Artge­nos­sen­gruppe nicht reibungslos funk­tio­nierte, wurde der Plüsch-Orang-Utan zu seinem einzigen Anker.

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Mehr Infor­ma­tionen

Die Folge? Ein beispiel­loser Hype. Der IKEA-Affe war in Japan binnen kürzester Zeit ausver­kauft, und Besu­cher nahmen stun­den­lange Fahrten auf sich, um einen Blick auf das „süße“ Duo zu werfen. Eine perfekte Marke­ting-Kampagne für den Zoo und das Möbel­haus – doch der Preis dafür ist hoch.

Die gefähr­liche Vermensch­li­chung vom Makaken-Baby Punch

Wenn wir Primaten sehen, die Klei­dung tragen oder mit Spiel­zeug inter­agieren, verlieren wir den Blick für ihre wahre Natur. Wir hören auf, sie als Wild­tiere zu respek­tieren, und beginnen, sie als Projek­ti­ons­fläche für unsere eigenen Emotionen zu nutzen.

Der Exotic Pet Trade: Die Schat­ten­seite des Hypes ließ nicht lange auf sich warten. Es gingen bereits die ersten Kauf­an­ge­bote für Punch ein. Solche viralen Geschichten sind die beste Gratis-Werbung für den (oft ille­galen) Handel mit exoti­schen Haustieren.

KI und Desinformation

In Zeiten von künst­li­cher Intel­li­genz werden solche realen Vorlagen genutzt, um Deepf­akes oder KI-gene­rierte Bilder von Wild­tieren in „süßen“, mensch­li­chen Settings zu erstellen. Das norma­li­siert den Besitz von Affen als Haus­tiere und befeuert eine Indus­trie, die auf Tier­leid basiert.

Baby Makake Punch mit IKEA Plüsch-Orang-Utan

Wenn Verhal­tens­stö­rungen bei Primaten als „süß“ verkauft werden

Dass ein Primat eine Bindung zu einem Objekt aus Stoff aufbauen muss, ist kein Zeichen von Nied­lich­keit, sondern ein Symptom einer schweren Entwick­lungs­stö­rung. Es ist eine „Red Flag“, ein Warn­si­gnal für fehlende soziale Struk­turen und natür­liche Instinkte.

Orang-Utan Jelapat kurz vor seiner Befreiung


Prima­to­logen sind sich einig: Je weniger Kontakt Wild­tiere zu Menschen und mensch­li­chen Gegen­ständen haben, desto besser für sie. Nur in der Abwe­sen­heit mensch­li­cher Einflüsse können sie lernen, in einer sozialen Gruppe zu bestehen und ihre natür­li­chen Instinkte zu entwi­ckeln. Alles andere dient nicht dem Tier­wohl, sondern allein dem mensch­li­chen Egozen­trismus und dem Verlangen nach Unterhaltung.

Fazit: Empa­thie als Werkzeug

Wir finden die Geschichte von Punch weder süß noch lustig. Sie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie mensch­liche Empa­thie instru­men­ta­li­siert wird, um Reich­weite zu gene­rieren. Während die Welt über das Bild eines klam­mernden Affen­babys lächelt, wird das eigent­liche Leid und die daraus resul­tie­rende Gefahr für den Arten­schutz ignoriert.

Erfahren Sie hier wie Sie mit verant­wor­tungs­vollem Reisen, Wilderei und ille­galen Wild­tier­handel verhin­dern können.

BOS-Stand beim Toll­wood Winter­fes­tival in München

BOS-Stand beim Toll­wood Winter­fes­tival in München

Wer einen Besuch auf dem Münchener Toll­wood Winter­fes­tival plant, sollte sich das Wochen­ende vom 29. Bis 30. November vornehmen. Denn an diesen beiden Tagen wird unsere Regio­nal­gruppe München auf der There­si­en­wiese dabei sein.

Der BOS-Stand ist im „Mut & Machen“-Pavillon auf dem Festi­val­ge­lände zu finden, in dem NGO’s ihre Arbeit vorstellen dürfen. Die Regio­nal­gruppe München freut sich über zahl­reiche Besu­cher. Sie werden auf dem stim­mungs­vollen Festival über die Arbeit von BOS, über Orang-Utans, den Regen­wald und die Palm­öl­pro­ble­matik informieren.

BOS-Info­stand im „Mut & Machen“-Pavillon:

Wann:
Samstag, 29. November 2025 — 11:00 bis 23:30 Uhr
Sonntag, 30. November 2025 — 11:00 bis 22:30 Uhr

Wo:
„Mut & Machen“-Pavillon
There­si­en­wiese, 80336 München

Umwelt­schutz für die Zukunft: BOS bringt Natur­schutz in die Klassenzimmer

Umwelt­schutz für die Zukunft: BOS bringt Natur­schutz in die Klassenzimmer

BOS setzt sich uner­müd­lich für den Schutz der Orang-Utans und ihrer Lebens­räume ein. Ein zentraler Bestand­teil dieser Arbeit ist die Einbin­dung und Unter­stüt­zung lokaler Gemein­schaften – insbe­son­dere der jungen Gene­ra­tion. Denn Bildungs­ar­beit in den Gemeinden ist der Schlüssel zum Naturschutz.

Kürz­lich machte sich das Commu­nity Deve­lo­p­ment Team der BOS Foun­da­tion auf eine mehr­tä­gige Reise zu Part­ner­dör­fern rund um den Bukit Batikap Schutz­wald im Bezirk Murung Raya, Zentral-Kali­mantan.
Ihr Ziel: Kindern und Jugend­li­chen wich­tige Botschaften über den Schutz der Wälder und der Orang-Utans zu vermit­teln – denn die junge Gene­ra­tion ist die Zukunft unseres Planeten.

Drei Dörfer, fünf Schulen, eine Mission

Das Umwelt­bil­dungs­pro­gramm wurde an fünf Schulen in drei entle­genen Dörfern durch­ge­führt – nach einer zwei­tä­gigen Anreise vom Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum Nyaru Menteng.
In der kleinen Sied­lung Camp B, die zum Dorf Tumbang Naan gehört, besuchte das Team eine Grund­schule mit rund 20 Schü­le­rinnen und Schü­lern. In Tumbang Naan selbst erreichte das Programm eine Grund­schule und eine weiter­füh­rende Schule mit etwa 40 Schü­le­rinnen und Schü­lern. Den Abschluss bildete das Dorf Tumbang Tohan, das rund 31 Kilo­meter entfernt liegt und zwei Schulen mit insge­samt rund 50 Schü­lern beherbergt.

Überall wurden die Teams mit großer Herz­lich­keit empfangen. Lehr­kräfte, Dorf­ver­treter und Kinder freuten sich über die span­nenden Akti­vi­täten und betonten, wie wichtig diese Bildungs­an­ge­bote für ihr tägli­ches Leben und ihre Umwelt sind.

Spie­le­risch für den Natur­schutz begeistern

Komplexe Themen wie Arten­schutz und Nach­hal­tig­keit lassen sich am besten vermit­teln, wenn Lernen Spaß macht. Deshalb setzte das BOS-Team auf krea­tive und inter­ak­tive Methoden: Mit Liedern, Spielen und Geschichten lernten die Kinder ihre „Wald­nach­barn“, die Orang-Utans, besser kennen.

Für die jüngeren Schü­le­rinnen und Schüler stand das Verständnis für die Rolle der Orang-Utans im Ökosystem im Mittel­punkt. Die Jugend­li­chen hingegen beschäf­tigten sich inten­siver mit nach­hal­tigem Handeln und dem verant­wor­tungs­vollen Umgang mit den natür­li­chen Ressourcen ihrer Heimat.
So wächst ein gemein­sames Bewusst­sein: Natur­schutz ist nicht nur Tier­schutz – es ist Zukunftsschutz.

Gemeinsam für eine nach­hal­tige Zukunft

Gemeinsam mit ihren Part­nern und den lokalen Gemein­schaften arbeitet BOS daran, eine Zukunft zu gestalten, in der Orang-Utans und Menschen Seite an Seite in Harmonie leben – für eine gesunde Umwelt und eine lebens­werte Erde.
Dieses Umwelt­bil­dungs­pro­gramm wurde durch die Unter­stüt­zung von BOS Deutsch­land und unserem Partner Gamomat ermög­licht. Dieses Enga­ge­ment zeigt, wie inter­na­tio­nale Part­ner­schaften den Schutz von Orang-Utans, Wäldern und Menschen stärken können.

Auch Sie können uns bei unserer Arbeit für die Orang-Utans, ihren Lebens­raum und die lokalen Gemein­schaften unter­stützen. Mit Ihrer Spende oder einer Koope­ra­tion. Melden Sie sich gern bei uns.