Am Sonntag, den 20. September 2026, findet im Hof des Klosters Blaubeuren von 14 bis 17 Uhr wieder eine fröhliche Feier zum Kindertag statt. Mit dabei ist auch wieder unsere BOS-Regionalgruppe rund um Dr. Lisa Kern. An ihrem Stand erwartet kleine und große Besucherinnen und Besucher eine tolle Spendentombola und viele Informationen über Orang-Utans und wie man sie schützen kann. Und natürlich ist auch das BOS-Maskottchen vor Ort.
Doch nicht nur unser großer Plüsch-Orang-Utan sorgt für einen affenstarken Kindertag in Blaubeuren. Zu Gast ist auch die Kinderband „Andi und die Affenbande“, die um 14:00 Uhr und um 15:30 Uhr auftreten wird. Außerdem im Angebot: Spielstraße, Kindertattoos, Kinderschminken, Essens- und Getränkestände.
Veranstaltet wird das Fest gemeinsam vom Kinderschutzbund Blaubeuren und dem Kulturverein Blautöne.
Wie lebt eine Orang-Utan-Mutter mit ihrem Nachwuchs hoch oben in den Baumkronen Borneos? Wie intelligent sind Orang-Utans wirklich? Und was können wir tun, um ihren bedrohten Lebensraum zu schützen?
Der 89-minütige Film nimmt das Publikum mit in die Regenwälder Borneos und begleitet unter anderem das Orang-Utan-Weibchen Sati und ihre Tochter Huyan. Dabei eröffnet der Film Perspektiven, die es so in einem Naturfilm über Orang-Utans bislang kaum zu sehen gab. Mit moderner Drohnentechnik gelangen die Kameras mitten hinein in die Baumkronen. Die Tiere werden dabei aus der Vogelperspektive und auf Augenhöhe beobachtet – beim Klettern, bei der Nahrungssuche und im Umgang miteinander. So entstehen faszinierende Bilder aus einer Welt, die für Menschen normalerweise kaum zugänglich ist. Auch der bemerkenswerte Werkzeuggebrauch und die erstaunlichen kognitiven Fähigkeiten der Orang-Utans werden sichtbar.
Doch der Film zeigt nicht nur die faszinierende Welt der Menschenaffen. Er macht auch deutlich, wie dramatisch der Lebensraum der Orang-Utans durch die Zerstörung des Regenwaldes und die Ausbreitung von Palmölplantagen unter Druck steht. Neben Orang-Utans begegnen wir dabei auch Malaienbären und Borneo-Zwergelefanten.
Vielfach ausgezeichneter Naturfilm
Dass „Orang-Utans – Die unbekannten Menschenaffen“ zu den herausragenden Naturfilmen der vergangenen Jahre zählt, zeigen die zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen.
Zu den wichtigsten Preisen gehören:
• Deutscher Naturfilmpreis 2025 – Hauptpreis „Wildnis Natur“ • Heinz Sielmann Filmpreis 2025 beim Internationalen Naturfilmfestival GREEN SCREEN • Deutscher Filmpreis Biodiversität 2025 beim NaturVision Filmfestival • Best Wildlife Documentary bei den UK Film Awards • Preis des Besten Kinder- und Jugendfilms 2026 der Ökofilmtour (ab 14 Jahren)
Filmgespräch mit den Machern – und BOS Deutschland
Nach der Filmvorführung stehen die Filmemacher Jens Westphalen und Thoralf Grospitz persönlich für ein Publikumsgespräch zur Verfügung. Sie erzählen aus erster Hand, wie die außergewöhnlichen Aufnahmen in den Baumkronen Borneos entstanden sind, wie man das Verhalten wilder Orang-Utans über lange Zeit beobachtet und welche Herausforderungen hinter einem solchen Naturfilm stecken.
Wann? Mittwoch, 16. September 2026, 19 Uhr Wo? Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1A, 14467 Potsdam Eintritt? 5 Euro — Reservierung ist telefonisch unter 0331 – 271 81 12 oder online über das Filmmuseum Potsdam möglich.
In den letzten Tagen gab es in den sozialen Netzwerken kaum ein Entkommen vor diesen Bildern: Ein winziges Makaken-Baby klammert sich verzweifelt an einen Plüsch-Orang-Utan von IKEA. Die Rede ist von Punch, einem jungen Affen aus dem Ishikawa Zoo in Japan. Millionen Menschen liken, teilen und kommentieren die Aufnahmen. Doch was auf den ersten Blick wie eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und Rettung wirkt, ist bei genauerem Hinsehen ein trauriges Zeugnis unseres gestörten Verhältnisses zu Wildtieren.
Der Weg vom Makaken-Baby Punch zum viralen Star
Makaken-Baby Punchs Start ins Leben war hart. Er wurde im vergangenen Sommer geboren und kurz darauf von seiner Mutter verstoßen. Da kleine Makaken ein extremes Bedürfnis nach Körperkontakt haben, versuchten die Tierpfleger die Lücke zu füllen – erst mit Handtüchern, später mit dem mittlerweile berühmten Stofftier. Da die Integration in seine Artgenossengruppe nicht reibungslos funktionierte, wurde der Plüsch-Orang-Utan zu seinem einzigen Anker.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Folge? Ein beispielloser Hype. Der IKEA-Affe war in Japan binnen kürzester Zeit ausverkauft, und Besucher nahmen stundenlange Fahrten auf sich, um einen Blick auf das „süße“ Duo zu werfen. Eine perfekte Marketing-Kampagne für den Zoo und das Möbelhaus – doch der Preis dafür ist hoch.
Die gefährliche Vermenschlichung vom Makaken-Baby Punch
Wenn wir Primaten sehen, die Kleidung tragen oder mit Spielzeug interagieren, verlieren wir den Blick für ihre wahre Natur. Wir hören auf, sie als Wildtiere zu respektieren, und beginnen, sie als Projektionsfläche für unsere eigenen Emotionen zu nutzen.
Der Exotic Pet Trade: Die Schattenseite des Hypes ließ nicht lange auf sich warten. Es gingen bereits die ersten Kaufangebote für Punch ein. Solche viralen Geschichten sind die beste Gratis-Werbung für den (oft illegalen) Handel mit exotischen Haustieren.
KI und Desinformation
In Zeiten von künstlicher Intelligenz werden solche realen Vorlagen genutzt, um Deepfakes oder KI-generierte Bilder von Wildtieren in „süßen“, menschlichen Settings zu erstellen. Das normalisiert den Besitz von Affen als Haustiere und befeuert eine Industrie, die auf Tierleid basiert.
Wenn Verhaltensstörungen bei Primaten als „süß“ verkauft werden
Dass ein Primat eine Bindung zu einem Objekt aus Stoff aufbauen muss, ist kein Zeichen von Niedlichkeit, sondern ein Symptom einer schweren Entwicklungsstörung. Es ist eine „Red Flag“, ein Warnsignal für fehlende soziale Strukturen und natürliche Instinkte.
Primatologen sind sich einig: Je weniger Kontakt Wildtiere zu Menschen und menschlichen Gegenständen haben, desto besser für sie. Nur in der Abwesenheit menschlicher Einflüsse können sie lernen, in einer sozialen Gruppe zu bestehen und ihre natürlichen Instinkte zu entwickeln. Alles andere dient nicht dem Tierwohl, sondern allein dem menschlichen Egozentrismus und dem Verlangen nach Unterhaltung.
Fazit: Empathie als Werkzeug
Wir finden die Geschichte von Punch weder süß noch lustig. Sie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie menschliche Empathie instrumentalisiert wird, um Reichweite zu generieren. Während die Welt über das Bild eines klammernden Affenbabys lächelt, wird das eigentliche Leid und die daraus resultierende Gefahr für den Artenschutz ignoriert.
Erfahren Sie hier wie Sie mit verantwortungsvollem Reisen, Wilderei und illegalen Wildtierhandel verhindern können.
Der BOS-Stand ist im „Mut & Machen“-Pavillon auf dem Festivalgelände zu finden, in dem NGO’s ihre Arbeit vorstellen dürfen. Die Regionalgruppe München freut sich über zahlreiche Besucher. Sie werden auf dem stimmungsvollen Festival über die Arbeit von BOS, über Orang-Utans, den Regenwald und die Palmölproblematik informieren.
BOS-Infostand im „Mut & Machen“-Pavillon:
Wann: Samstag, 29. November 2025 — 11:00 bis 23:30 Uhr Sonntag, 30. November 2025 — 11:00 bis 22:30 Uhr
Wo: „Mut & Machen“-Pavillon Theresienwiese, 80336 München
BOS setzt sich unermüdlich für den Schutz der Orang-Utans und ihrer Lebensräume ein. Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die Einbindung und Unterstützung lokaler Gemeinschaften – insbesondere der jungen Generation. Denn Bildungsarbeit in den Gemeinden ist der Schlüssel zum Naturschutz.
Kürzlich machte sich das Community Development Team der BOS Foundation auf eine mehrtägige Reise zu Partnerdörfern rund um den Bukit Batikap Schutzwald im Bezirk Murung Raya, Zentral-Kalimantan. Ihr Ziel: Kindern und Jugendlichen wichtige Botschaften über den Schutz der Wälder und der Orang-Utans zu vermitteln – denn die junge Generation ist die Zukunft unseres Planeten.
Drei Dörfer, fünf Schulen, eine Mission
Das Umweltbildungsprogramm wurde an fünf Schulen in drei entlegenen Dörfern durchgeführt – nach einer zweitägigen Anreise vom Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng. In der kleinen Siedlung Camp B, die zum Dorf Tumbang Naan gehört, besuchte das Team eine Grundschule mit rund 20 Schülerinnen und Schülern. In Tumbang Naan selbst erreichte das Programm eine Grundschule und eine weiterführende Schule mit etwa 40 Schülerinnen und Schülern. Den Abschluss bildete das Dorf Tumbang Tohan, das rund 31 Kilometer entfernt liegt und zwei Schulen mit insgesamt rund 50 Schülern beherbergt.
Die BOS-Mitarbeiter…… konnten bei ihrem Einsatz in den Schulen……die Kinder begeistern
Überall wurden die Teams mit großer Herzlichkeit empfangen. Lehrkräfte, Dorfvertreter und Kinder freuten sich über die spannenden Aktivitäten und betonten, wie wichtig diese Bildungsangebote für ihr tägliches Leben und ihre Umwelt sind.
Spielerisch für den Naturschutz begeistern
Komplexe Themen wie Artenschutz und Nachhaltigkeit lassen sich am besten vermitteln, wenn Lernen Spaß macht. Deshalb setzte das BOS-Team auf kreative und interaktive Methoden: Mit Liedern, Spielen und Geschichten lernten die Kinder ihre „Waldnachbarn“, die Orang-Utans, besser kennen.
Mit Spaß und Begeisterung……waren die Schülerinnen und Schüler bei der Sache
Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler stand das Verständnis für die Rolle der Orang-Utans im Ökosystem im Mittelpunkt. Die Jugendlichen hingegen beschäftigten sich intensiver mit nachhaltigem Handeln und dem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ihrer Heimat. So wächst ein gemeinsames Bewusstsein: Naturschutz ist nicht nur Tierschutz – es ist Zukunftsschutz.
Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Gemeinsam mit ihren Partnern und den lokalen Gemeinschaften arbeitet BOS daran, eine Zukunft zu gestalten, in der Orang-Utans und Menschen Seite an Seite in Harmonie leben – für eine gesunde Umwelt und eine lebenswerte Erde. Dieses Umweltbildungsprogramm wurde durch die Unterstützung von BOS Deutschland und unserem Partner Gamomat ermöglicht. Dieses Engagement zeigt, wie internationale Partnerschaften den Schutz von Orang-Utans, Wäldern und Menschen stärken können.
Auch Sie können uns bei unserer Arbeit für die Orang-Utans, ihren Lebensraum und die lokalen Gemeinschaften unterstützen. Mit Ihrer Spende oder einer Kooperation. Melden Sie sich gern bei uns.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Mailchimp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.