Erinnern Sie sich an Esa und Indri, die wir im Sommer unterernährt, verletzt und schwer traumatisiert gerettet haben? Es gibt gute Nachrichten: Den Orang-Utan-Winzlingen geht es besser – sie können jetzt den Waldkindergarten in Samboja Lestari besuchen!
Esa und Indri werden oft für Zwillinge gehalten: Die kleinen Mädchen sind fast gleich alt und absolut unzertrennlich. Seit ihrer Ankunft in unserem Rettungszentrum Samboja Lestari haben sie sich fest aneinandergeklammert. Was die beiden tatsächlich verbindet, ist jedoch etwas viel Tieferes: eine Freundschaft, die ihnen hilft, ihren schweren, grausam überschatteten Start ins Leben zu meistern.
Esa (vorn) und Indri kurz nach ihrer Ankunft im Rettungszentrum Samboja Lestari
Rettung aus illegaler Haustierhaltung
Bei ihrer Ankunft im BOS-Rettungszentrum waren Esa und Indri in alarmierender Verfassung. Etwa einen Monat lang waren die beiden in einem Verschlag illegal als Haustiere gehalten worden. Ihre zarten Körper zeigten deutliche Spuren der Mangelernährung in dieser Zeit. Indri hatte außerdem mehrere Verletzungen, darunter eine offene Kopfwunde, die ihr von einem Hund zugefügt worden waren. Dank der unermüdlichen Arbeit unserer Veterinäre sind diese Wunden heute vollständig verheilt. Und auch die obligatorische Quarantäne haben Esa und Indri gut überstanden.
Erste Schritte im Waldkindergarten – die Babysitterin immer an Indris Seite
Seit ein paar Wochen dürfen die beiden kleinen Orang-Utan-Mädchen daher den Waldkindergarten besuchen – etwas, das vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen wäre! Dort dürfen sie frei klettern, spielen und gemeinsam mit neuen Spielgefährten ein kleines Stück vom Regenwald erkunden, natürlich unter den wachsamen Augen ihrer Babysitterinnen.
Wie geht es Esa und Indri im Waldkindergarten?
Es ist eine kleine Gruppe etwa gleichaltriger Orang-Utan-Kinder, in der die beiden Neuzugänge ihre ersten Versuche unternehmen dürfen, spielerisch den Wald zu erkunden. Indri ist noch sehr vorsichtig und zurückhalten. Aber Jenny, die schon ein wenig älter ist, versucht sie immer wieder aus der Reserve zu locken. Indri sucht in diesen Momenten oft die Nähe ihrer Ersatzmutter, hält sich an ihr fest und sucht in ihren Armen Sicherheit. Doch Jennys Schabernack bringt sie Schritt für Schritt dazu, mutiger zu werden. Manchmal protestiert Indri auch lautstark, was bei einem so kleinen Wesen wie sie es noch ist, vor allem niedlich klingt – aber ein Zeichen dafür ist, dass sie lernt, sich zu behaupten.
Indri ist in ihrem Element: der Wald nimmt ihr Stück für Stück die Angst
Esa hingegen ist zu einem kleinen Wirbelwind geworden, die es nun auch wagt, die Umarmung ihrer Wahl-Schwester Indri zu verlassen. Sobald sie am Morgen den Waldkindergarten erreicht, klettert sie in die Bäume, schmeckt junge Blätter, knabbert an Zweigen und versucht sich sogar schon an einfachen Bodennestern. Ihre Neugier ist ein wunderbares Zeichen dafür, dass sie wichtige natürliche Verhaltensweisen entwickelt – Fähigkeiten, die sie später zum Überleben in freier Wildbahn braucht.
Esas Neugier lässt sie Neues ausprobieren
Wie erfahrene Pflege Orang-Utan-Leben verändert
Beide Jungtiere kamen untergewichtig in unserem Rettungszentrum an, doch dank regelmäßiger Milchmahlzeiten, frischen Früchten und liebevoller Betreuung gewinnen sie Tag für Tag an Kraft. Ihr Fell glänzt wieder, ihre Augen sind wacher, ihre Körpersprache weniger ängstlich.
Ohne Mutter und zutiefst verängstigt: Indri mit Bisswunde am Kopf
Der Fortschritt, den Esa und Indri bereits jetzt gemacht haben, ist ein bewegendes Beispiel dafür, wieviel unsere Arbeit bewirken kann. Jeder Schritt, jedes Klettern, jede neue Erfahrung zeigt: Diese beiden kleinen Orang-Utans haben eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im Wald. Esa und Indri stehen noch am Anfang ihrer langen Reise. Damit sie – und viele andere gerettete Orang-Utans – eines Tages in ihre natürliche Heimat zurückkehren können, braucht es Geduld, Erfahrung und vor allem kontinuierliche Unterstützung.
26 Orang-Utans mussten wir in diesem Jahr aus Gefahrensituationen retten. 16 von ihnen konnten wir direkt wieder in sicheren Regenwäldern auswildern. Zuletzt erreichte im September 2025 ein neuer Schützling das Orang-Utan-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng der BOS Foundation: ein kleines, weibliches Orang-Utan-Baby, das den Namen Pororo erhielt.
Ein Bewohner der Region Muara Teweh in Zentral-Kalimantan hatte das Jungtier auf einer Straße inmitten einer Ölpalmenplantage entdeckt. Aus Mitgefühl nahm er das geschwächte Tier für zwei Tage bei sich auf, bevor er sich an die zuständige Naturschutzbehörde BKSDA wandte – und Pororo schließlich in die Obhut der BOS Foundation übergab.
Gezeichnet von den schrecklichen Erlebnissen, die hinter ihr liegen: die kleine Pororo
Schwach, krank – und doch voller Lebenswille
Bei ihrer Ankunft wog Pororo nur 1,96 Kilogramm – viel zu wenig für ein etwa einjähriges Orang-Utan-Kind. Äußerlich schien sie unverletzt, doch ihr Körper war schwach und ausgemergelt. Zudem verweigerte sie zunächst das Trinken, was die Sorge unseres medizinischen Teams und ihrer Pflegemutter noch verstärkte. Eine Untersuchung ergab schließlich die Ursache: Malaria. Sofort erhielt Pororo eine spezielle Behandlung, begleitet von liebevoller Fürsorge durch ihre erfahrene Pflegemutter, die sie Tag und Nacht umsorgte.
Pororo auf dem Wege der Besserung
Nach einigen Tagen begann ein kleiner Wandel: Pororo trank wieder Milch, gewann Kraft – und zeigte erstmals ihre sanfte, neugierige Persönlichkeit. Wenn ihre Pflegemutter aufstand, klammerte sie sich an deren Hose und forderte leise quiekend Nähe und Geborgenheit.
Kleine Schritte in eine große Zukunft
Mit jedem Tag wuchs Pororos Mut. Sie begann, ihre Umgebung zu erkunden, kletterte auf kleine Äste und hing spielerisch an ihrer Reifenschaukel – als wolle sie ihre neu gewonnene Kraft testen. Nur eines verunsicherte sie noch: die Langschwanzmakaken, die gelegentlich am Gehege vorbeikamen. Dann suchte Pororo schnell Zuflucht in ihrer Hängematte – und Trost bei ihrer Pflegemutter.
Die Kraft und der Mut kehren langsam zu Pororo zurück
Momentan befindet sich Pororo noch in Quarantäne. Hier kann sie vollständig genesen und Kraft sammeln. Danach darf sie in den Waldkindergarten wechseln, wo sie gemeinsam mit anderen Orang-Utan-Waisen spielerisch lernt, was sie eines Tages in der Wildnis brauchen wird: klettern, Nahrung finden, soziale Bindungen knüpfen – und vor allem Vertrauen in sich selbst.
Pororo hat wieder Appetit. So bringt jeder Tag neue Stärke
Dank der liebevollen Betreuung unserer Babysitterinnen wächst Pororo jeden Tag ein Stück mehr in ihr neues Leben hinein. Wir sind zuversichtlich, dass sie eines Tages stark genug sein wird, um dorthin zurückzukehren, wo sie hingehört – in die Wälder Kalimantans, ihre wahre Heimat.
Schrecklich lange sechs Monate wurde die kleine Kayla in einer Katzenbox gefangen gehalten. Doch jetzt darf sie aufatmen. Jetzt darf sie in unserem Rettungszentrum Samboja Lestari lernen, was ein Orang-Utan in der Wildnis können muss. Jetzt darf sie klettern, toben, kuscheln und wird mit gutem Orang-Utan-Futter und ganz viel Liebe versorgt. Jetzt ist sie in Sicherheit.
Die Rettungsaktion begann mit einem Anruf bei der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA Ost-Kalimantan in Ost-Kutai: Ein wilder Orang-Utan sollte übergeben werden. Daraufhin machte sich die Wildlife Rescue Unit (WRU) zusammen mit unseren RHOI-Tierärztinnen Rifdah Inayah Askin und Sunarji auf den Weg gen Norden in die weit entfernte Provinz.
Gefangen in einer Katzenbox
Bei ihrer Ankunft im Dorf Miau Baru traf das Rettungsteam auf Wenerson, der erzählte, er habe das Orang-Utan-Baby etwa sechs Monate zuvor auf seiner Plantage gefunden. Seitdem hatte er das Baby in einer 30 x 50 cm großen Katzenbox gehalten, die er mit Stoff ausgekleidet hatte. Gefüttert hatte er es mit Kondensmilch aus einem Babyfläschchen.
Kayla – befreit nach sechs Monaten in einer Katzenbox
Als unsere Tierärztinnen sich dem Baby annahmen, stellten sie fest, dass das kleine Mädchen etwa 12 Monate alt war. Körperlich war sie glücklicherweise in einem recht guten Zustand und brachte immerhin 3,8 kg auf die Waage. Das Team gab der Orang-Utan-Waise den Namen Kayla.
Um Kayla nicht gleich die lange Reise nach Samboja Lestari zumuten zu müssen, entschied sich das Rettungsteam sie zunächst ins RHOI-Basislager in Muara Wahau zu bringen. Das lag immerhin „nur“ vier Stunden Autofahrt entfernt.
Zwölf Stunden Autofahrt nach Samboja Lestari
Am nächsten Tag machte sich das Rettungsteam der WRU gemeinsam mit unserem RHOI-Team auf die lange Reise nach Samboja Lestari. Die 400 Kilometer konnten sie in etwa zwölf Stunden zurücklegen. Kayla kuschelte sich während der Autofahrt eng an unsere Tierärztin. Sie war ganz ruhig, trank sogar etwas von der Milch, die wir ihr anboten. Als ob sie spüren würde, dass sie jetzt endlich in Sicherheit und in guten Händen war.
Orang-Utan-Waise Kayla ist endlich in guten Händen
Angekommen in Samboja Lestari wurde Kayla erstmal gründlich in unserer Orang-Utan-Klinik untersucht. Auch hier konnten glücklicherweise keinerlei Krankheiten oder Verletzungen diagnostiziert werden. So konnten die Babysitterinnen Irma Ananda und Sri Ramadhanty die kleine Waise in ihre liebevollen Arme nehmen.
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Im Babyhaus traf Kayla auf ihre künftige Wegbegleiterin Indri, die sie gleich zum Spielen einlud. Esa traf sie erst später – sie litt bei Kaylas Ankunft an einem Infekt.
Jetzt gewöhnt sich Kayla erstmal in der Baby-Krippe ein. Obwohl sie einmal Fieber hatte, verbesserte sich ihr Zustand glücklicherweise allmählich. Dank der intensiven und liebvollen Pflege in Samboja Lestari besteht große Hoffnung, dass sich Kayla bald zu einer lernbegierigen Waldschülerin entwickeln wird. Vor ihr liegt eine lange Reise, bis sie bereit ist, in ihren Wald, ihr wahres Zuhause, zurückzukehren.
Wenn die kleine Momo durch die Bäume des Quarantänebereichs hangelt, geht Babysitterin Ursula das Herz auf. Stolz beobachtet sie die Kleine, die sich mit akrobatischem Geschick durch die Äste bewegt und dabei immer wieder Obststückchen entdeckt und genüsslich verspeist, die ihre Ersatzmutter für sie in den Ästen versteckt hat.
Traurige Augen, starkes Herz: Momo ist eine Kämpfernatur
Zu weit weg möchte sich die Eineinhalbjährige aber noch nicht bewegen. Immer wieder vergewissert sie sich, dass Ursula in der Nähe ist, klettert zwischendurch auf ihren Schoss oder kuschelt in der Hängematte mit ihr.
Der Regenwald bedeutet Heilung für die verletzte Orang-Utan-Seele
Wenige Wochen ist es erst her, dass die kleine Momo aus einem Dorf in Kuala Kurun, Gunung Mas Regency, gerettet wurde. Ein Dorfbewohner hatte sie dort in einem Holzverschlag, einem ehemaligen Hühnerstall, gehalten. Sechs Monate lang. So lang habe es gedauert, die zuständigen Behörden ausfindig zu machen und zu informieren, gab er an.
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Anfang Juni 2025 informierte der Mann endlich die Naturschutzbehörde, die wiederum BOS auf den Plan rief. Gemeinsam reisten die Retter rund vier Stunden vom Rettungszentrum Nyaru Menteng aus in das Dorf.
Apathisch und vor Angst starr schaut Momo ins Leere
Bei ihrer Rettung starrte Momo den Menschen, die sie aus dem Käfig befreiten, mit apathischem Blick entgegen. Der Lebenswille schien in diesem kleinen Wesen erloschen.
Ganz vorsichtig untersucht Dr. Arga das soeben gerettete Orang-Utan-Baby
Dr. Arga Sawung Kusuma, ein erfahrener Tierarzt bei BOS, nahm als erster das winzige Orang-Utan-Mädchen auf den Arm, um es zu untersuchen. Reflexhaft klammerte sich die Kleine an seinem Shirt fest und schmiegte sich an ihn – ganz so wie es Orang-Utan-Babys bei ihren Müttern tun. Dann erstarrte sie jedoch und ließ die Untersuchung, die Dr. Arga so sanft wie möglich durchführte, über sich ergehen.
Leichtes Fieber und ein halb verheilter Bruch
Der Dorfbewohner gab an, er habe die Kleine ganz alleine in einem Wald unweit des Dorfes Dahian Tambuk entdeckt. Die Mutter sei nirgends zu sehen gewesen. Also nahm er das Baby, das er Momo nannte, mit, steckte es in einen Hühnerkäfig, in dem nichts weiter als ein Stück Karton lag, und fütterte es mit Reis, Kuchen und Babymilch. Das angebotene Obst habe Momo abgelehnt, erzählt der Dorfbewohner bei der Rettung. Ein ungewöhnliches Verhalten für junge Orang-Utan-Babys, die in diesem Alter normalerweise gerne Früchte fressen. Auf dem Rückweg ins Rettungszentrum saß das kleine Orang-Utan-Mädchen auf dem Schoß ihrer menschlichen Ersatzmutter, den Blick noch immer ins Leere gerichtet, die Körperhaltung ängstlich und angespannt.
In Nyaru Menteng angekommen, wurde Momo noch einmal gründlicher untersucht. Das Ärzteteam des Rettungszentrums stellte leichtes Fieber von 38,3° Celsius fest und entdeckte einen alten Bruch im großen Zeh des rechten Fußes, der jedoch bereits zu heilen begonnen hatte.
Die beste Medizin für die kleine Orang-Utan-Waise: viel Liebe, Sicherheit und der Regenwald
Anfang Juni hat mit ihrer Ankunft im Rettungszentrum die dreimonatige Quarantäne der kleinen Momo begonnen. Ersatzmama Ursula schenkt dem traumatisierten Waisenkind viel Liebe sowie Kuscheleinheiten, wann immer sie danach verlangt. Dazu wird Momo engmaschig medizinisch überwacht und mit viel frischem Obst (das sie im Rettungszentrum kein bisschen verschmäht!) und regelmäßigen Fläschchen Milch aufgepäppelt.
Schon nach wenigen Wochen, ist die kleine Orang-Utan-Waise nicht wiederzuerkennen
Nur wenige Wochen nach ihrer Rettung und noch immer in Quarantäne, beweist Momo sich bereits als echte Kämpfernatur. Der erloschene Blick in ihren Augen ist verschwunden. Statt dessen hält sie nach ihren Lieblingsbäumen Ausschau sobald sie morgens aus ihrem weich gepolsterten Schlafnest-Wäschekorb geklettert und mit ihrer Ersatzmama in den Quarantänebereich des Waldes gelangt ist. Auch in der Hängematte liegt Momo gerne oder kuschelt dort schaukelnd mit ihrer Ersatzmama.
Du schaffst das, kleine Momo!
Unser Team im Rettungszentrum Nyaru Menteng ist stolz auf die kleine Momo. Und zuversichtlich, dass das Orang-Utan-Mädchen ihr frühes Trauma überwinden kann. Bald darf sie in den Waldkindergarten wechseln und dort mit gleichaltrigen Orang-Utan-Kindern wie das Orang-Utan-Nia spielen. Nur noch ein bisschen Geduld, Momo!
Danke, dass Sie unsere Arbeit für Tiere wie Momo unterstützen. Jeder Beitrag hilft.
Ein kleines Orang-Utan-Mädchen namens Nia hat im BOS-Rettungszentrum Nyaru Menteng ein neues Zuhause gefunden. Ihre bewegende Geschichte beginnt in einem abgelegenen Dorf in Zentral-Kalimantan und brachte sie – nach tragischen Ereignissen – schließlich in unsere sicheren Hände.
Nia stammt aus dem Regenwald nahe des Dorfes Tumbang Mahop in Katingan Hulu. Dort beobachtete ein Dorfbewohner, wie eine Orang-Utan-Mutter, die ein Baby bei sich hatte, sowie ein erwachsenes Orang-Utan-Männchen von Unbekannten erschossen wurden. Die beiden erwachsenen Tiere stürzten aus den Bäumen – nur das Baby überlebte.
Nias Mutter wurde erschossen
Das verwaiste Jungtier wurde von dem Dorfbewohner mitgenommen und etwa zwei Wochen lang illegal als Haustier gehalten – ein Schicksal, das viele verwaiste Orang-Utans teilen.
Die Rettung durch Zaki
Glücklicherweise begegnete ein anderer Einheimischer namens Zaki dem Dorfbewohner und erkannte die kritische Lage des kleinen Orang-Utans. Aus Sorge um das Wohl des Babys überredete er den Mann, Nia an die BOS Foundation zu übergeben. Dieser willigte glücklicherweise ein – der Wendepunkt in Nias Leben, der sie vor einem Schicksal in Gefangenschaft bewahrte.
Bewahrt vor einem Leben als Haustier — Nia
Geschwächt, aber voller Hoffnung
Bei ihrer Ankunft im Rehabilitationszentrum war Nia etwa zehn Monate alt und wog lediglich 3,0 Kilogramm. Unser medizinisches Team stellte bei der Erstuntersuchung Abschürfungen an beiden Seiten ihres unteren Rückens fest – vermutlich verursacht durch Fesseln während ihrer Gefangenschaft.
Nia erholt sich in Nyaru Menteng von den erlittenen Strapazen
Trotz ihres jungen Alters und der Strapazen, die sie bereits hinter sich hat, zeigt Nia bemerkenswerte Stärke und Lebenswillen.
Erste Schritte in ein neues Leben
In Nyaru Menteng durchläuft Nia derzeit die Quarantänephase in der Säuglingsstation. Dort kümmern sich unsere liebevollen Babysitterinnen rund um die Uhr um sie. Nia beginnt langsam, Vertrauen zu fassen und zeigt täglich neue Fortschritte.
Nia klettert gern in den Bäumen rund um das Babyhaus
Sie klettert morgens begeistert auf die Bäume nahe der Station, schwingt sich mit ihren kleinen Händen durch die Äste und behält dabei stets ihre menschlichen Ersatzmütter im Blick. Nach einem aktiven Tag schläft sie am liebsten direkt neben ihnen – ein Ort, der ihr Sicherheit und Geborgenheit bietet.
Ein Symbol für Hoffnung und Schutz
Nias Geschichte ist ein eindringliches Beispiel für die Herausforderungen, denen Orang-Utans heute begegnen – aber auch für die Hoffnung, die durch Engagement und Mitgefühl entsteht. Ihr langer Weg bis zur vollständigen Genesung, langjährigen Ausbildung in der Waldschule und hoffentlich späteren Auswilderung hat gerade erst begonnen.
Ein langer Weg liegt vor Nia, ehe sie in den Regenwald zurückkehren kann
Wir werden Nia auf jedem Schritt dieses Weges begleiten und freuen uns darauf, ihre Entwicklung mit Ihnen zu teilen.
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